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Thema: Welche Bruteier für meine erste Naturbrut? Wieviele? Wohin mit den Hähnen?

  1. #1

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    Fragezeichen Welche Bruteier für meine erste Naturbrut? Wieviele? Wohin mit den Hähnen?

    Hallo!
    Ich besitze drei New Hampshire-Hennen, eine davon hat im letzten Jahr dreimal versucht, zu brüten. Ich habe sie jedes Mal entgluckt. Dieses Jahr möchten wir gerne ein paar Küken aufziehen, und warten darauf, dass die Glucke wieder sitzt.
    Davor habe ich aber noch jede Menge Fragen:

    Rasse
    Aktuell welze ich meine Hühner-Enzyklopädie auf der Suche nach der richtigen Rasse. Eigentlich bin ich mit den New Hampshire- Damen sehr zufrieden, möchte aber ein wenig Abwechslung rein haben. Ausserdem haben die Damen im Winter ca. 4 Monate lang kein einziges Ei gelegt, ich glaube, das lässt sich steigern? (Auch ohne Beleuchtung?)
    Ich suche also eine Rasse, die möglichst nicht fliegt, möglichst selten oder gar nicht gluckt, zahm und zutraulich ist und wenn möglich auch im Winter nicht völlig mit dem Legen aussetzt. Auch sonst lege ich eher Wert auf viele Eier (wenn's geht nicht zu klein) und essen mögen wir die Tiere eher nicht. Robust, wetterfest und gesund sollten sie auch sein, meine Hühner gehen nur zum schlafen und Eier legen in den Stall.
    Darauf passende Rassen habe ich folgende gefunden: Bielefelder Kennhuhn, Rhodeländer, Amrock, Leghorn (habe leider keine Angaben über das Flugverhalten gefunden), Rheinländer oder Welsumer. Könnt ihr das bestätigen? Gibt es andere Rassen, die auf meine "Bedingungen" passen?

    Menge der Eier
    Ich kann nur ein bis zwei Hennen zusätzlich zu meinen jetzigen behalten, einen Hahn verbieten mir meine Nachbarn...
    Damit ich nicht zu viele überschüssige Tiere habe, die ich dann gut unterbringen muss, möchte ich die Anzahl der Eier möglichst gering halten, ein einzelnes Küken wäre aber wohl eher unnatürlich. Wenn ich von einer 50:50 Quote beim Geschlecht ausgehe und damit rechne, dass nur aus der Hälfte der Eier was wird, rechne ich jetzt mal so mit 6 bis 8 Eiern. Richtig? Ich habe hier im Forum gelesen, dass mit der Post verschickte Bruteier oft untauglich sind, muss ich also mehr bestellen? Gibt es vielleicht in meiner Nähe Hühnerhalter / Züchter, die mir Bruteier einer für mich passenden Rasse verkauft? (Raum Düsseldorf / Solingen)

    Wohin mit den Hähnen?
    Und natürlich bewegt mich auch die Frage, wie ich die Hähne am besten wieder los werde. Aber das Problem haben wohl alle... Vielleicht muss ich mich doch zum schlachten überwinden...

    Ich danke euch schon jetzt sehr für die Beantwortung meiner vielen Fragen!!!
    Liebe Grüße von der Krauseglucke
    Geändert von Krauseglucke (04.04.2017 um 10:36 Uhr)

  2. #2
    Avatar von Gallo Blanco
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    Warum verbieten dir deine Nachbarn einen Hahn?

    Darfst du in eurer Wohngegend per Gesetz Hühner halten?
    Wenn ja, darfst du auch einen Hahn dabei haben, ist sowieso die natürlichere Variante.

    Ich würde mir keinen Hahn von Anderen verbieten lassen, wenn die Hühnerhaltung vom Veterinäramt erlaubt wurde.

    Nun BE bestellen, ich halte nicht viel von, zumindest nicht die Lieferung auf dem Postweg, du hast einfach zuviel Verlust und meistens ist die Schlupfrate beschissen.

    Suche einen Züchter in deiner Nähe und hole die BE persönlich ab, da kannst du von ausgehen das aus 8 BE mind 6 Küken schlüpfen.

    Geh davon aus das du dann mind. 3 Hähne hast, also entweder du ziehst sie gross und schlachtest dann oder du kannst sie weiter vermitteln, was aber schwer ist, denn das machen im Moment alle die brüten lassen. Ganz gleich ob Natur- oder Kunstbrut.

    Also ich würde die Hahnproblematik beim Amt klären und dann weitersehen.

    Gibt nichts schöneres, als Hühner plus Hahn, ohne Hahn ist doof.

    LG Stefan
    Wohlstand produziert Parasiten, keine Überlebenskämpfer.

  3. #3
    Avatar von Aubrey
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    Auf jeden Fall solltest du dich mit dem Gedanken vertraut machen schlachten zu müssen. Wenn du Glück hast kannst du die Hähne vermitteln, aber meist klappt es nicht (für alle).

    So schlecht ist es mit dem Versand auch nicht, ich versende Bruteier und hatte zuletzt Rückmeldungen von 6 Küken aus 7 BE und 8 aus 11, es gibt es auch mal sehr schlechte Zahlen. Hier im Forum schrieb mal jemand erwarte zwischen 0 - 100% alles... Ich habe aber auch schon vom Züchter BE geholt und kein Küken aus 6 BE.

    Ich würde dir bei deiner Vorgabe auch zu 8 BE raten. Das Verhältnis Hähne Hennen ist theoretisch natürlich 50:50 aber praktisch habe ich auch alle Extreme schon erlebt. Aktuell habe ich eine Brut, da sind es 8 Hähne und eine Henne...
    2,9 Marans, 1,4 Lavender Araucana, 0,1 Araucana, 0,2 Olivleger Mixe Marans/Araucana 0,4 Hybriden, 0,2 div. Mixe, 0,2 Blumenhühner 0,1 Orpington

  4. #4
    Avatar von Floda
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    Also, zu Bruteiern die versendet werden muss ich sagen, dass das auch gut ausgehen kann. Habe mir im März 10 Bruteier schicken lassen und habe jetzt 8 Küken.
    Im vergangenen Jahr hab ich selbst Bruteier verschickt und hab mehrere Rückmeldungen von 80-95% Schlupfrate bekommen. Versand aber immer mit DHL.
    Die Hähne wirst Du wohl schlachten müssen, meist gibt es nach der Brutsaison einen Überschuß und somit kaum eine Möglichkeit diese loszuwerden.
    MfG Floda
    Geändert von Floda (04.04.2017 um 17:30 Uhr)
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    Werner Heisenberg

  5. #5

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    Hallo,

    also bezüglich der Rasse würde ich Amrocks empfehlen. Die sind genau so wie du dein Wunschhuhn beschreibst. Meine (habe allerdings Zwerge) haben im ersten Jahr den ganzen Winter durchgelegt. Und meine 4 Jahre alte Henne legt immer noch viele Eier, pro Woche bestimmt 3-4! Sind auch ganz zutraulich und untereinander sehr verträglich. Echt klasse Hühner!

    Gruß
    Silke

  6. #6
    Avatar von Luci
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    Rheinländer fliegen schonmal.
    Ich finde Bielefelder geeignet. Noch eine Idee: Sundheimer.
    1,0 Vorwerkmix, 0,1 Vorwerk-Barneveldermix, 0,1 Rheinländer, 0,1 Bielefelder, 0,1 Blumenmix, 0,1 Lachsblumenmix, 0,1 Silverudds Blaue/ 0,1 dt. Lachshuhn, 0,1 Sundheimer- tiergestützte Pädagogik mit Huhn

  7. #7
    Avatar von Gwen
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    Da kann ich Luci nur zustimmen!
    Sundheimer sollen tolle Winterleger sein, sind eine alte, robuste Rasse und haben lt. Rassestandard keinen Bruttrieb bei einer Leistung von 200 Eiern im (1.)Jahr.
    Außerdem sind sie frühreif, frohwüchsig und können sehr zutraulich werden. Die Eier sind nicht klein und es ist ein Zwiehuhn, so dass man auch ein wenig Fleisch hat, wenn man doch mal schlachten muss.

    Anbei zu Info ein Link über Sundheimer:
    http://www.g-e-h.de/rassebeschreibun...undheimer-huhn
    Viele Grüße!
    1,2 Cream Legbar, 1,0 Zwergphönix-Grünleger-Mix, 0,1 Blausperber, 0,1 Italiener silber, 0,1 Zwerghuhn, 0,1 Brahma, 0,1 ostfriesische Möwe, 0,2 Grünleger, 1,2 schwed. Blumenhühner, 0,2 Maran, 0,3 Olivleger, 0,1 Mix, 0,1 Hybridleger

  8. #8
    Avatar von Mara1
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    Ich will keine Spaßbremse sein, aber bedenke bitte auch, daß manche jungen Hähne schon sehr früh anfangen zu krähen. Meine Marans z.B. haben mit 10 Wochen schon eine sehr kräftige Stimme, und da ist zum Schlachten noch sehr wenig dran.

    Das mit 50% Hähne/Hennen stimmt, aber nur bei einer größeren Zahl Küken. Wenn du nur so ein paar Eier hast kann es sein, du kriegst nur Hennen oder nur Hähne. Wobei Hennen noch eher zu vermitteln sind. Bei mehreren Hähnen krähen die dann bald um die Wette.

    Ich würde wegen einem Hahn auch keinen Krieg mit den Nachbarn anfangen. Wenn schon vorher klar ist, daß es dann ständig Ärger gibt würde ich lieber auf einen Hahn verzichten. Was hilft mir die rechtliche Situation, wenn es dann dauernd Kleinkrieg am Gartenzaun gibt. Muß ich nicht haben, meine Nerven sind dafür nicht geeignet.

    LG
    Mara

  9. #9

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    ...erst mal vielen Dank für eure Antworten, nun ist es soweit: meine treue Glucke sitzt seit Sonntag Abend auf 6 Bielefelder Kennhuhn-Bruteiern!!! Am Anfang war es etwas holprig, aber ich bin guter Hoffnung (...) Ich habe vor, von meinen Erfahrungen bei meiner ersten Naturbrut (ersten Brut überhaupt!) regelmäßig in einem neuen Thema ("Tagebuch meiner ersten Naturbrut") zu berichten. Hier der Anfang:

    Ich habe Sonntag (23. April) Nachmittag die Bruteier geholt (bin lieber ca. 40 km gefahren, statt das Wagnis mit dem Postversand einzugehen) und einen Karton vorbereitet (Zeitungen unten rein zur Isolierung, Heu und dann die 6 Eier drauf) und habe diesen Karton in das gewohnte Nest (im Hühnerstall) gestellt. Als es dunkel war, saß sie tatsächlich drauf und ich konnte sie gut mitsamt dem Karton in ihr Gluckenheim umsiedeln. Das Gluckenheim ist eigentlich eine Holztruhe, in die ich einen Durchschlupf gesägt habe. Die Kiste steht in einem Drahtkomposter, den ich nachts zu machen kann, in der Hoffnung, dass so keine unliebsamen Gäste zu Besuch kommen können... Außerdem klemme ich nachts eine Plexiglasplatte vor den Durchschlupf, damit es drinnen wärmer bleibt, Luftschlitze sind natürlich in der Kiste vorhanden. Das ganze steht in einer abgetrennten, geschützten Ecke im Hühnerauslauf, die ich dann noch provisorisch überdacht habe. Als ich am ersten Morgen den Durchschlupf geöffnet habe, kam die Glucke heraus und hat sich halt in dieser ungewohnten Umgebung, eingesperrt in einem 1m² großen Drahtkomposter wiedergefunden, den hatte ich nämlich erst mal zu gelassen und Futter und Wasser reingestellt. Nachdem sie gefuttert und getrunken hat (und einen riesigen Gluckenhaufen gemacht hat), ist sie aber aufgeregt hin und her gelaufen, wollte offenbar raus. ich habe sie dann aber erst mal wieder in die Kiste gelenkt und zugemacht, weil ich auch Angst hatte, dass die Eier zu lange kalt liegen. Mittags habe ich dann nochmal geöffnet, im Prinzip das gleiche Spiel. ich habe dann den Käfig geöffnet und sie ist erst mal glucksend zum Staubbaden gelaufen. Schön, soll sie erst mal ein Bad nehme, dachte ich mir. Aber als sie fertig war, kam sie nicht etwa zurück in ihre Kiste, sondern wollte in den Stall, um sich wohl dort aufs Nest zu setzen. Also musste ich ihr wieder ein wenig nachhelfen... Inzwischen hatte ich den Bereich um ihren Käfig herum abgetrennt und sie hatte ein paar m², auf denen sie sich bewegen und scharren kann. Ich dachte, wenn sie den Stall nicht sieht und nicht in seine Nähe kann, wird sie sich doch wohl mit ihrem neuen Nest zufrieden geben... Naja. Heute ist Mittwoch und ich hatte sie gerade nochmal testweise in den Auslauf zu den anderen gelassen, und wieder wollte sie ins alte Nest. Wenn ich sie dann wieder in ihren Bereich sperre, geht sie bereitwillig in ihr Nest und setzt sich auf die Eier. Ich denke mal, so wird es gehen. Ich habe mich inzwischen auch schlau gemacht und gelesen, dass die Eier vor allem in der Anfangsphase ruhig mal ein paar Stunden ohne Glucke bleiben können und bin ein bisschen gelassener geworden. Heute morgen habe ich mich allerdings gewundert: Es lagen sieben Eier im Nest! Sie muss also noch eins gelegt haben. (Ich habe es natürlich entfernt, wir haben schließlich keinen Hahn und die Bruteier sind zum Glück markiert. Jetzt hoffe ich mal, dass ich nicht zu voreilig war und sie eigentlich noch gar nicht so richtig in "Bruthochstimmung" war. Ich hoffe, dass sie trotzdem ihren Job gut macht. Apropos markierte Bruteier: der Typ, bei dem ich die geholt habe hat die mit Edding oder so markiert, ich hoffe, das dringt nicht durch die Schale und ist nicht schädlich!!! (Aber er selber brütet ja auch erfolgreich aus...) Ich werde bei nächster Gelegenheit einige Fotos machen und mein Tagebuch bebildern! Werde weiter berichten und freue mich über Kommentare!
    Anja

  10. #10
    Avatar von zickenhuhn
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    Wäre vielleicht besser,wenn sie im Stall eine abgetrennte Ecke hätte,um zu brüten.So das sie ihre Ruhe hat,aber trotzdem bei den anderen wäre.Mal zur Überlegung,wenn sie jedesmal dann wieder zum Stall rennt.Hatte meine auch in einen extra Stall gesetzt,dort wollte sie aber nicht.Nun sitzt sie abgetrennt im Stall und ist glücklich.

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