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Thema: Hühneroffenstall - erste Erfahrungen

  1. #1
    Moderator Avatar von sil
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    Hühneroffenstall - erste Erfahrungen

    Dies ist der erste Winter für meine Hühner im offenen Stall. Ich versuche hier mal die Erfahrungen und Beobachtungen mit dieser Stallform weiterzugeben.
    Gleichzeitig ist es ja ein Winter der Stallpflicht. Das bedeutet für die Hühner, dass sie nicht wirklich ausweichen können, weder der Witterung noch sonstigen Unannehmlichkeiten. Für mich bedeutet es, dass ich mir viel mehr Gedanken machen und auch immer wieder meine ursprünglichen Ideen verwerfen muß.
    Geändert von sil (11.12.2016 um 10:38 Uhr)
    "alles zuwider dem Menschen. auf den Äckern wächst das Gras und auf den Wiesen steht nichts." (sagte ein alter Bauer mal)

  2. #2
    Moderator Avatar von sil
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    Erst mal ein Bild vom Stall nach dem ersten richtigen Schnee und eines ein paar Tage später:
    DSCI0156.jpg DSCI0180.jpg

    Und die offene Seite von innen:
    DSCI0159.jpg DSCI0161.jpg

    Die eigentliche Idee bei der Planung war, so wenig Einstreu wie möglich und die so oft wie möglich komplett erneuern, jetzt, wo die Hühner sich gezwungenermaßen den ganzen Tag im Stall aufhalten und bei (Boden-)frost nicht mehr auf die Sonnenseite der Gebäude, den Wald, die Scheune oder den Pferdeoffenstall ausweichen können, funktioniert das so nicht. Erstens braucht es dick Einstreu um die Bodenkälte abzuhalten, und zweitens brauchen die Hühner etwas zum scharren, umgraben und durchsuchen, damit sie beschäftigt sind und ihre Energie abbauen können. Solange es kalt genug ist, bleibt die Einstreu im ganzen Stall trocken.
    Nach etwa einer Woche mit konstanten Minustemperaturen bis zu minus 10 Grad wirken die Hennen und Hähne kein bißchen verfroren.
    DSCI0172.jpg DSCI0174.jpg DSCI0179.jpgDSCI0173.jpg
    Auch die Legeleistung läßt nicht nach. Im Gegenteil hat eine der Althennen in dieser Woche ihre Legepause beendet.
    Im hinteren, winddichten Bereich bei den Schlafstangen gefriert das Trinkwasser nicht so schnell wie vorn am Gitter, da gibt es also einen Temeraturunterschied. Dass die Hühner sich bei Kälte deshalb bevorzugt hinten aufhalten, habe ich aber nicht beobachten können.

    Gestern war Tauwetter, heute zeigt das Thermometer wieder Minustemperaturen, es ist neblig und ausgesprochen ungemütlich, und die noch nicht ganz mit der Mauser fertige, ca. 5 Jahre alte Mixhenne zeigt deutlich, dass sie nicht glücklich mit dem feuchten Wetter ist, während die beiden 4 und 3 Jahre alten Schweizerinnen sich lediglich erst mal die Füße wärmen und die Maranshenne von heuer gänzlich unbeeindruckt ist:
    DSCI0183.jpg DSCI0182.jpg DSCI0188.jpg

    Die jeden Tag frisch mit Stroh gefüllten Bananenkisten werden übrigens sehr gerne genutzt zum chillen, sie werden mit Begeisterung ausgeräumt und auf versteckte Überraschungen durchsucht.

    Wie jedes Jahr zu Winterbeginn wird die über den Sommer zugefütterte Körnermischung (Weizen, Mais, Quetschhafer, Triticale, Gerste) durch Sonnenblumenkerne ergänzt, und der Stallpflicht geschuldet sind täglich eine Handvoll Erdnusskerne, die auf der Streu verteilt werden, hin und wieder ein paar Hirsekolben zur Beschäftigung, und aus dem selben Grund harte Semmeln, diverses Obst und Gemüse. Außerdem biete ich viel öfter als sonst Quark und dicke Milch an.

    Bisher vertragen sich auch die Hähne. Es laufen zwei bei jeder Gruppe, einmal mit 8, einmal mit 15 Hennen, wobei von der größeren Gruppe eigentlich noch welche abgegeben werden sollten, die Stallpflicht da aber auch reingepfuscht hat.
    Jede Gruppe hat ein Abteil von 6 qm, der Vorraum vor den Abteilen beträgt nochmal ca. 12 qm, die Schweizer als die ruhigere Truppe darf diesen zusätzlichen Raum 2 bis 3 Stunden am Tag nutzen, die andere Truppe mit deutlich lebhafteren und auch mehr Tieren nutzt den Vorraum die restliche Zeit, für die bleibt die Abteiltür über Nacht offen. Den Versuch, beide Gruppen gemeinsam laufen zu lassen und allen insgesamt mehr Platz zu gönnen, mußte ich abbrechen, weil die Hähne damit zuviel Stress hatten, Die Gruppen waren ja schon vorher getrennt, und sie sich auf diesem begrenzten Raum zusammenraufen zu lassen, ist auch wirklich unfair.
    Geändert von sil (11.12.2016 um 10:51 Uhr)
    "alles zuwider dem Menschen. auf den Äckern wächst das Gras und auf den Wiesen steht nichts." (sagte ein alter Bauer mal)

  3. #3
    Avatar von Sanne
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    Hallo sil,
    leider kann ich keine Bilder sehen.
    Ich würde mich sehr für Deinen Offenstall interessieren,da ich auch so etwas ähnliches habe.

    LG
    Susanne

  4. #4

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    Hallo sil,
    die Anhänge kann ich leider nicht öffnen ! Die Bilder im 1. Beitrag waren sichtbar. Sehr schön hast Du es bei Dir . Is hoid da Woid
    LG
    Eli.

  5. #5
    Moderator Avatar von sil
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    Hat ein bißchen gefuxt, aber jetzt sollte es gehen...
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  6. #6
    Avatar von ***altsteirer***
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    Sieht echt toll aus! (Auch das was man vom Grundstück erahnen kann)

    Liebe Grüße, Markus
    4.29.31 Altsteirer

    "Alles, was gegen die Natur ist, hat auf Dauer keinen Bestand." Charles Darwin

  7. #7
    Moderator Avatar von sil
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    Der Vollständigkeit halber: So fings an (da gibts auch mehr Bilder)
    http://www.huehner-info.de/forum/sho...-Ideen-gesucht
    "alles zuwider dem Menschen. auf den Äckern wächst das Gras und auf den Wiesen steht nichts." (sagte ein alter Bauer mal)

  8. #8

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    Da drücke ich die Daumen, daß es weiterhin so friedlich bleibt.

    Bei Stallpflicht ist es wichtig, u.a. den Vitamin D3-Bedarf anderweitig abzudecken (Tränkezusatz, Lebertran o.ä.) und für reichlich Verdauungssteinchen zu sorgen.

  9. #9
    Moderator Avatar von sil
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    Das mit dem Lebertran werde ich noch in Angriff nehmen, für die Magensteinchen steht ein 5 Liter Eimer mit Maurersand im Vorraum (da hab ich selber mitgedacht - selbst auf die Schulter klopf...)
    "alles zuwider dem Menschen. auf den Äckern wächst das Gras und auf den Wiesen steht nichts." (sagte ein alter Bauer mal)

  10. #10

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    Prima - habe es gerade auch nochmal für alle Stallpflichtigen eingestellt, damit es bei all dem damit verbundenen Stress nicht untergeht.

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