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Thema: H5N8-Artikel

  1. #11
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    @redcap
    Ich hätte gern Deine Einschätzung:

    1998/99 wurden in Hongkong und China bei Menschen und Schweinen Infektionen mit einem gering pathogenen Influenzavirus H9N2 nachgewiesen, das bei Hühnern und Puten in der Region verbreitet war. Auch bei den Geflügelpestausbrüchen in den Niederlanden sind Menschen erkrankt. Von den in die Seuchenbekämpfungsmaßnahmen involvierten Beschäftigten haben sich 89 Menschen infiziert. Folgende Symptome traten auf:

    78mal Konjunktivitis,
    5mal Konjunktivitis und in
    fluenza-like illness (ILI),

    2mal nur influenza-like illness, 1 Todesfall,

    4mal ohne Symptome.

  2. #12
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    @redcap:
    2003:
    In einem Forschungsprojekt im Rahm
    en des Bundesprogramms Ökologischer Land-
    bau wurden insgesamt 486 Geflügelhaltungen
    mit Freilandauslauf
    aus allen Bundes-
    ländern auf das Vorkommen von Influenzaviren getestet. Bei 2,9 % der
    Gänsebestände und 0,7 % der En
    tenhaltungen ließ sich Influ
    enzavirus nachweisen.

    Auf der Grundlage der Entscheidung 20
    02/649/EG der Kommission wurde von
    Februar bis Oktober 2003 deutschlandweit
    eine repräsentative Anzahl von
    Geflügelhaltungen virologisch oder serolo
    gisch auf das Vorkommen der aviären
    Influenza untersucht (Tabelle 2). Diese
    Untersuchung umfasste
    vorwiegend größere
    Wirtschaftsgeflügelbestände mit mehr
    als 3.000 Tieren. Von Hühner- und
    Putenbeständen wurden je 10
    Blutproben genommen und auf Antikörper getestet,
    Wassergeflügel wurde virologisch untersuch
    t (10 Kloakentupfer pro Bestand). In den
    insgesamt im NRL-AI unt
    ersuchten 5.050 Serumproben
    und 3.400 Kloakentupfern
    konnten weder Virus noch Antikörper vom S
    ubtyp H5 und H7 fest
    gestellt werden. Es
    wurde lediglich 1 Influenzavirus vom S
    ubtyp H6N1 aus einem Entenbestand in
    Niedersachsen isoliert. Außerdem wurden
    in 2 Legehennenbeständ
    en in Nordrhein-
    Westfalen Antikörper gegen Influenzavirus vom Subtyp H3 und in 2
    Mastelternbeständen in Mecklenburg-Vorpommern Antikörper gegen H6
    nachgewiesen.



    P.S.: Wenigstens wurden 2003 nur etwa 30 Millionen Tiere in den Niedrlanden, 3 Millionen in Belgien und in Deutschland, NRW, Viersen, "ca. 81.000 H
    ühner, 38 Puten, 224 Gänse, 127 Enten
    und 17 Tauben unschädlich beseitigT" also gekeult.
    Geändert von Hanne (07.12.2016 um 00:28 Uhr)

  3. #13

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    Intention ist euch einen Ueberblick zu verschaffen ueber die Forschungen zum Thema,
    in welche Richtung das geht, wo man mehr erfahren kann

    Frettchen werden getested, weil die meist aehnlich wie Menschen
    reagieren auf Grippe-Virus-Typen.

    Uebertragung durch Atemluft wird getestet wegen der Gefahr einer Epidemie bei Menchen

    hi redcap, ich erinnere dich

    das neue H5N8 dieses Jahr ist ziemlich verschieden vom 2014er in 5 der 8 Segmente.

    Segment 4 (Haemagglutinin) ist aber aehnlich, hier wird LP-HP bestimmt

  4. #14
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    @ Hanne

    Ich würde Dir raten Dich mal mit Prof. Kekule in Verbindung zu setzen. Der kann Dir als Fachmann bestimmt besser helfen als ich.
    Nur um zu zeigen, um wen es da geht
    http://www.tagesspiegel.de/meinung/v...l/8041692.html

    https://www.medizin.uni-halle.de/index.php?id=263

  5. #15

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    1290 Artikel zu H5N8 :
    http://scholar.google.de/scholar?q=h...e&as_sdt=0%2C5

    309 von 2016:
    http://scholar.google.de/scholar?as_...=de&as_sdt=0,5


    Deutschland 2014:
    http://onlinelibrary.wiley.com/doi/1...bed.12443/full


    Risikofaktor
    Risoko-Wert
    Streuung
    Unsicherheitswert
    Streuung

    Wasser 0.00 0.00000 1.00 0.0000
    Futter 0.00 0.00000 1.00 0.0000
    Tiere 0.67 0.94281 1.00 0.0000
    Personen 1.33 0.47140 1.17 0.3727
    Fahrzeuge 1.00 0.57735 1.17 0.3727
    Ausruestung 1.33 0.47140 1.00 0.0000
    Stallmaterial 1.33 0.74536 1.67 0.4714
    Wildvoegel 3.00 0.00000 1.00 0.0000


    ----------------------------------------------------------------------------------

    quaternary ammonia and phenol + glutaraldehide based footbaths were not able
    to eliminate HPAI (H5N and LPAI (H6N2) live viral particles on boots,
    while a chlorine based granulated disinfectant was able to destroy the virus at contact.

    --> desinfizieren am besten auf Chlor-Basis

    --------------------------------------------------------------

    https://www.fli.de/fileadmin/FLI/Pub...bl_2016-08.pdf

    --------------------------------------------------------------
    Prospectively, cost-effective universal vaccines developed based on these
    combined technologies are promising solutions for broad protection against influenza.
    --------------------------------------------------------------

    immunization with DNA encoding a type-specific gene may not be effective
    against either homologous or heterologous strains of virus,

    ---------------------------------------------------------------
    Geändert von gsgs (07.12.2016 um 15:58 Uhr)

  6. #16
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    Wow! Verwandt mit dem Kekule?
    H9N2 habe ich nur nie mit Infektionen beim Menschen in Verbindung gebracht, nur H5 und H7. Das FLI testet nur auf: H5, H7 oder nicht.
    Ich bin mit der Gesamtsituation unzufrieden.

  7. #17
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    @gsgs
    Erstmal herzlichsten Dank fürs Raussuchen.

    "The risk of introduction into the commercial poultry farms via indirect contact with materials (e.g. bedding material, boots, wheels of vehicles) contaminated by infected wild bird faeces used on the affected premises was estimated to be highest. In late October 2014, i.e. a few days before the outbreak, large aggregations of wild geese [Bean geese (Anser fabalis), Greylag geese (Anser anser)] had been observed on the pastures around the affected holding in Heinrichswalde and the ground on the premise surrounding the stable units was notably contaminated with faecal droppings of birds."

    Also Einstreu werden sie ja in Barßel vermutlich nicht verwendet haben. Damit bleibt: Sollte kontaminierter Kot rund um die Gebäude gewesen sein, hat die Viren ein Mensch eingetragen.
    Letzten Endes ist es dieser Analyse von 2015 egal, wie sich Zugvögel bzw. Wildvögel angesteckt haben, wenn sie danach die Viren weiterverbreiten.

    Ähnliches gilt für uns Hobbyhalter aber auch. Wir müssen unsere Tiere schützen. Mir eröffnet sich da die Frage: Würde man alle Bestände in ganz Deutschland untersuchen, wieviele hätten AI Ak? In Gebieten, in denen es kaum Massentierhaltungen, aber sehr viele Zugvögel und Funde toter Wildvögel gibt, gibt es bislang keine gemeldeten infizierten Bestände. Also:

    1) Es wird in Gebieten mit sehr vielen toten Wildvögeln mit AI AK ein mindestens gleichhohes Risiko für eine Ansteckung mit kontaminiertem Kot geben wie beispielsweise in Barßel.
    2) Die in diesen Gebieten größtenteils im Freiland gehaltenen Tiere erkranken aber nicht.
    3) Man stellt eine Infektion mit AI ja zumeist über eine Beobachtung der klinischen Symptome fest. Das Immunsystem der Tiere in Massenhaltungen ist ergo derart desolat, dass der geringste Anlass genügt, damit die Tiere sichtbar erkranken.
    4a) Das Immunsystem der anderen Tiere ist derart gefestigt, dass eine Erkrankung unbemerkt überstanden wird.
    (4B) Den Haltern in den Gebieten sind Verluste an Tieren egal, daher melden sie nicht.) Diese Möglichkeit ist theoretisch gegeben, m.E. allerdings höchst unrealistisch.

    Welche sinnvollen Schlussfolgerungen lassen sich ziehen:
    1) Sind Massentierhaltungen quasi Sentinelhaltungen, da sie derart explosiv auf ein bereits extrem niedriges vorhandenes Infektionsrisiko reagieren?
    2) Sollten Zugvogelrouten veröffentlicht werden, so dass man seinen Bestand zeitnah schützen kann(vor allem die Massentierhaltungen)?
    3) Wäre es nicht generell sinnvoll, allen Verkäufern von Geflügel die Auflage zu erlegen, dem Käufer ein Merkblatt mitzugeben? "Das Verfüttern unerhitzten Fleisches kann zu gefährlichen Infektionskrankheiten führen." und weitere Sicherheitsaspekte? Oder ein derartiges Merkblatt jedem Betrieb bei Neuanmeldung mitzugeben sowie laufend aktualisiert zu verschicken?
    4) Nach Abzug der Zugvögel stellt sich immer noch die Frage nach dem Kot. -Für mich noch ungeklärt.

    Die Stallpflicht scheint keine befriedigende Lösung zu sein.

  8. #18
    Avatar von Vamperl
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    Danke für diese Analyse, Hanne - finde ich gut. PN :-)
    www.aktionsbuendnis-vogelfrei.de
    www.foerderverein-vogelfrei.de
    -->MITMACHEN statt meckern! <--

  9. #19
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    https://de.scribd.com/document/33364...rippe-in-Asien

    @ gsgs

    könntest Du mal recherchieren, ob es einen Zusammenhang von H5N8 und

    Integrated fishfarming
    half domesticated bar headed goose
    und wet markets

    gibt?

    Das konnte seinerzeit bei H5N1 ja belegt werden.

    Hab aktuell leider keine Zeit für Recherchen.

  10. #20

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    bzgl. der Frettchen, die werden in Kaefigen gehalten mit gewissem Abstand,
    so sieht man Luft-(Atem-) Uebertragung.
    Ich glaube die Hollaender vom Erasmus-Institut waren darauf spezialisiert,
    mit einigem Aufwand, und waren dann sauer/enttaeuscht als wegen
    der "gain-of-function" Diskussion diese Experimente eingestellt/limitiert wurden
    ---------------------------------
    Hanne, ich glaube in Korea 2014 ist das untersucht worden, viel mehr Daten als in Deutschland
    --------------------------------
    Redcap, bei den juensten H5N8,H5N2 gibt es mehrere neue Reassortments,
    neue Segmente von Wildvoegeln. Nur das H5 ist noch "echt" aus 1996-2003,
    Fujian-Variante. Das war vor 2006 nicht so extrem, da gab es zwar auch staendig
    Reassortments, aber nicht so die voellig neuen Wildvogel segmente.
    Z.B. das 2006 Qinghai-Sibirien-Europa-Afrika Virus : keine neuen Wildvogel-Segmente.

    Die neuen Varianten entstehen vermutlich immer noch in (Ost-) China mit den Mixturen
    von Haus-und Wildenten, aber dann gibt es weitere Reassortments ausserhalb Chinas
    mit Wildvoegeln. So unser juenstes H5N8.

    Was wuerde wohl passieren, wenn man das H5 jetzt wieder kuenstlich LP macht
    und in die Wildvogelpopulation einschleust ? Ich koennte mir vorstellen , dass das
    dann die HP-Variante verdraengt. Generell ist das H5 ja mittlerweile ziemlich angepasst
    an die Wildvoegel.
    ------------------
    http://scholar.google.de/scholar?as_...=en&as_sdt=0,5

    https://www.researchgate.net/profile...222c74541f.pdf
    Our analysis indicates that new HPAI viruses have emerged that carry H5
    proteins capable of matching with multiple NA subtypes.

    http://onlinelibrary.wiley.com/doi/1...irv.12289/full
    breeding ducks in eastern China,5,6
    wild bird congregation zones and domestic poultry

    overall prevalence of H5 viruses appears to be increasing since
    2010. H5N6 and H5N8 AIVs have been most prevalent among
    China’s domestic waterfowl during previous years;
    live-animal markets (LAMs)
    live-poultry markets(LPMs)
    http://jvi.asm.org/content/89/17/8671.full.pdf+html

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