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Thema: Auswahlfutter 2.0

  1. #2061
    Ja sie scharren jetzt sehr viel ! Am alten und am neuen Kompost ! Ich glaube Buttermilch ist eine preiswerte Eiweißquelle . Ich hätte echt gedacht , die Bachflohkrebse und Larven werden wieder billiger . Hab für die Hunde ein Rindermischfleisch . Das kg 2,30 . Da vergessen die sich total . L.G. Catrin
    " Wenn auf der Erde die Liebe herrschte , wären alle Gesetze entbehrlich ! " Aristoteles

  2. #2062

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    Im Vergleich zu Fleisch oder anderen hochwertigen Eiweißquellen hat Buttermilch wenig Eiweiß.
    Körniger Frischkäse enthält immerhin so viel Eiweiß wie Weizen.
    Und bitte bei aller Liebe zur Fütterung von Milchprodukten bei Hühnern dran denken, das die die Laktose gar nicht verwerten können und wir nicht wissen wieviel "Bauchweh" sie davon bekommen.

    Ich hab für die Hühner auch schon Hundefutter "reines Rindfleisch" gekauft.
    1/14 Große Wyandotten von schwarz-goldgesäumten und spalterbig blau-goldgesäumten Eltern (Schlupftag 18.05.2019) + 2 Gsg-Orpingtondamen aus 2017
    ****suche gold weißgesäumten Wyandotten-Hahn****

  3. #2063
    Hallo.., ich füttere im Moment keine Milchprodukte ! Aber alles was Sauermilch ist , dürfte kaum Laktose enthalten .Rindfleisch gibt es eine kleine Menge roh . Rind mit Fett , Leber , Niere , Herz , Pansen und Knorpel .L.G. Catrin
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  4. #2064

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    Hallo Ihr Auswahlfutter verrückten wie ich :-)
    mal kurz eine Frage zu Hermetia getrocknet ich hatte eigentlich nie Probleme diese im Trittbrettautomaten anzubieten.
    Aber irgendwie laufen die nicht richtig nach und es ist fast immer leer unten obwohl der Automat noch voll ist.
    Feucht sind Sie eigentlich auch nicht, verklebt auch nicht habt Ihr auch Probleme?
    Liegt es am Wetter da die Feuchtigkeit ziemlich hoch ist im Sommer hat es immer Prima geklappt. Ist allerdings der erste Winter zuvor hatte ich immer Bachflohkrebse da gab es diese Probleme nicht. Ich hab jetzt sogar das Blech zum einstellen der durchflußmenge raus gemacht--> maximale Öffnung und trotzdem gibt es noch Probleme.

    und noch eine Frage :-) der Mais wird null angenommen (in einem Jahr nur 2kg) was würdet Ihr noch anbieten?
    Aktuell:Hanf, rote Hirse, Sonnenblumenkerne, Weizen, Hermetia

    Bin gespannt ob es bei euch auch so ist

    Viele Grüße aus der Wetterau
    Geändert von Mario.M83 (18.01.2020 um 16:45 Uhr)

  5. #2065

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    Hallo Mario,

    das mit dem Mais habe ich auch schon beobachtet. Der wird saisonal mehr oder weniger angenommen. Besonders junge und kleine Hühner fressen wesentlich lieber Hirse. Mais wird bei mir aber mitunter gern von den großen Hühnern gefressen. Ich habe mal gelesen, dass kleinere Maiskörner generell beliebter wären als große. Beim Weizen das gleiche Phänomen: Mal wird er gern genommen mal total gemieden. Ich habe schon mal überlegt, ob es an unterschiedlichen Qualitäten liegen könnte. Die sind beim Weizen ja auch gegeben. Durchgängig gut bei gross und klein läuft halt immer Hirse. Ich glaube es hängt auch ein bisschen von der Rasse ab was sie gern fressen.
    Da Hermitia bei ausgegangen ist, bekommen sie derzeit abwechselnd Mehlwürmer und Bachflohkrebse. Diese laufen prima durch, so dass ich dir dazu leider nichts raten kann. Das Blech unten herauszuziehen ist sicher eine gute Idee. So weit rausnehmen, dass die Hühner selber nachpulen könnnen, geht nicht?
    Geändert von Oliver S. (18.01.2020 um 17:28 Uhr)
    LG Oliver

  6. #2066

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    Hi Oliver,
    erstmal vielen Dank für deine schnelle Antwort.
    Bei mir ist auch Hirse und Hanf schon seit Monaten der Renner. Aber der Mais nie wirklich mal schauen...
    Das Blech zum nachlaufen hab ich schon komplett entfernt mehr geht leider nicht.... und das Beste ich hab 20kg bestellt irgendwie muss ich das hinbekommen bei der Menge

  7. #2067
    Avatar von Crazynaddl
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    Hallo Mario i, das Problem mit dem Durchlauf hatte ich auch. Habe dann auch den Durchlass vergrößert und die Garnelen laufen wieder gut. Ich denke es könnte an der Feuchtigkeit liegen. Vielleicht füllst du bei diesem Wetter etwas weniger ein, sodass es evtl. nicht feucht werden kann. Was anderes kann ich mir jetzt auch nicht vorstellen.

    Mais wird bei mir diesen Winter auch kaum gefressen. Es ist aber auch warm. Sobald die Temperaturen um null Grad sind, fressen sie bei mir den Mais.
    LG Nadja
    1,8 schwedische Blumenhühner, 0,1 Marans, 0,3 Mixe, 0,2 Orpington, 0,1 lavender Araucana, 0,1 deutsches Lachshuhn, 0,1 Mechelner, 0,1 Vorwerk, 0,1 New Hampshire, 0,4 Barnevelder

  8. #2068

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    Ich würde dieses Jahr gerne Erdbeermais im Garten anpflanzen, habt ihr eine Ahnung ob die Hühner den dann später fressen?
    Liebe Grüße Wolfswinkel

  9. #2069

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    Zitat Zitat von wolfswinkel7 Beitrag anzeigen
    Ich würde dieses Jahr gerne Erdbeermais im Garten anpflanzen, habt ihr eine Ahnung ob die Hühner den dann später fressen?
    Liebe Grüße Wolfswinkel
    ... ich weiß nur, dass Hühner quasi Allesfresser sind und würde mich wundern, wenn ausgerechnet diese Maissorte gemieden würde. Ich wäre aber gespannt, ob die Farbe dieser Körner einen Auswirkung auf die des Eidotters der damit gefütterten Hühner hat. Du kannst ja vielleicht mal berichten
    LG Oliver

  10. #2070

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    Fermentiertes als Auswahlfutterkomponente?

    In diesem Interessanten Faden wurde das Für und Wider von fermentiertem Futter für Hühner diskutiert, bis die folgende Suggestivfrage von Bohus-Dal gestellt wurde:

    Zitat Zitat von Bohus-Dal Beitrag anzeigen
    ...Die Auswahlfütterer müßten doch außerdem eigentlich die Wahl den Hühnern überlassen?
    Da ich gerade ein paar Tage Urlaub habe, und daher wieder ein bisschen mehr Zeit bleibt, nach den Hühnern zu schauen, habe ich mich entschlossen, dieser Frage tatsächlich mal nachzugehen.
    4 Tage zwecks Fermentation eingeweicht wurden daher Maiskörner, Weizenkörner, Hirsekörner und die zufällig noch verfügbaren Buchweizenkörner.
    Als Trockenfutter wurde das angeboten was ich schon seit ein paar Jahren anbiete: trockene Maiskörner, trockene Weizenkörner, trockene Hanfkörner sowie trockene Bachflohkrebse.

    Da ich im Rahmen der Diskussion über fermentiertes Hüherfutter im oben verlinkten Faden auf eine zum Thema passende Studie mit dem Titel "Fermented feed for laying hens: Effects on egg production, egg quality, plumage condition and composition and activity of the intestinal microflora" gestossen bin, habe ich die Tage vor und während des Experiments genutzt, diese ein bisschen genauer auszuwerten und die Ergebnisse zwecks besserer Verständlichkeit grafisch auszuwerten (andere Leute entspannem sich halt beim Kreuzworträtsellosen oder beim Aufschnappen von (Corona-)Viren auf irgndwelchen Fastnachtsaktivitäten...).
    Nun zu ein paar Kernaussagen der Studie:
    In der Studie bekaman 480 Babcock-Hennen keine Wahl sondern entweder nur ihr gewohntes Trockenfutter oder nur ihr Futter in fermentierter Form.
    Hierbei stellte sich heraus, dass die Hühner in Bezug auf die Trockenmasse weniger Futter frassen, wenn es fermentiert war:
    Zwischenablage02.jpg
    Die Legeleistung fiel dahinter weniger krass zwar weniger stark ab als zu erwarten wäre:
    Eimasse.jpg
    Aber dafür fiel die Befiederung der Tiere, die nur mit fermentiertem Futter versorgt wurden durchweg schlechter aus (Bestnote wäre eine 4, die schlechteste Note eine 1):
    Bewertung des Gefieders.jpg
    Bei der Eiqualität gab es nur geringe Unterschiede. Während der Albumingehalt (Eiweiß) bei Trockenfutter etwas höher war, war das Gewicht der Schale bei den mit fermentiertem Futter gefütterten Hühnern etwas höher:
    Eiqualitätsparameter.jpg

    Ausserdem war die Sterblichkeit durch Kannibalismus bei der Fütterung mit fermentiertem Futter in diesem Versuch mit 4,2% höher als bei der Fütterung mit Trockenfutter (0.4%), was die Studienleiter darauf zurückgeführt haben, dass die Hühner hungriger waren, wenn sie nur mit fermentiertem Futter gefüttert wurde. Dies würde bedeuten, dass sie mit dem aufgequollenen fermentierten Futter nicht genug Futter in ihren Verdauungstrakt befördern konnten.

    Die Unterschiede in den Auswirkungen der beiden Fütterungsmethoden sind nach meinem Eindruck aber unter dem Strich nicht sehr gross. Dies könnte daran liegen, dass Hühner so wie so in ihrem Kropf eine grosse Anzahl von Milchsäurebakterien haben:
    Milchsäureanzahlen.jpg
    So dass davon auszugehen ist, dass Hühner Getreide vor der Verdauung eh fermentieren, zumal die Bedingungen im Vogel bei 42°C und konstanter Feuchtigkeit geradezu ideal wären.
    So ist auch nicht verwunderlich, dass die pH-Werte im Vogel sehr ähnlich sind, egal ob das Futter fermentiert oder unfermentiert gereicht wurde:
    pH-Werte im Hühnerverdauungssystem.jpg

    Aufgrund dieser Tatsachen erwarte ich kaum Vorteile der Getreidefermentation, eher im Gegenteil man pfuscht dem Huhn in seine eigene Verdauungstätikeit hinein.

    Dennoch scheinen viele aufs Fermentieren zu schwören und daher habe ich meinen Hühnern, wie eingangs erwähnt, 3 Tage lang auch fermentiertes Futter zur Auswahl neben herkömmlichem Auswahfutter angeboten:
    Auswahlfutter mit fermentiertem Getreide.jpg
    Es ist zu sehen, dass sie das fermentierte Futter tatsächlich gern annehmen. Weizen und Mais sind in fermentierter Form über 3 Tage hinweg sogar deutlich beliebter als unvermentiert. Demgegenüber ist Hirse in nicht-fermentierter Form beliebter. Rechnet man alle trockenen und alle fermentierten Komponenten zusammen, so haben die Hühner in den 3 Tagen bezüglich Trockenmassse sogar 12% mehr fermentiertes Futter gefressen als unfermentiertes. Davon abziehen muss man allerdings einen gewissen Prozentsatz, da das fermentierte Futter im laufe des Tages Wasser verdunstet und auch ein bisschen Futter den Spatzen zum Opfer gefallen ist, da ich fermentiertes Getreide nur offen angeboten habe, während das trockene Futter in Trittfutterspendern angeboten wurde:
    Foto vom Futter.jpg

    Über den Daumen gepeilt würde ich mal raten, dass die Trockenmallse an fermentierten Komponenten etwa so gross war wie die der unfermentierten Komponenten.

    Ich schließe aus diesem Gleichstand, dass es den Hühnern eigentlich egal ist, ob sie das Futter vorfermentiert oder nicht fermentiert bekommen. Daher nehme ich den Mehraufwand zukünftig nicht mehr auf mich und füttere den Hühnern weiterhin nur Trockenkomponenten.

    Für den Menschen, mit seiner ganz anderen Verdauung, muss das aber nicht genauso sein. Vorfermentierte Milch enthält z. B. weniger schwer verdaulichen Milchzucker und viele Gemüsearten können so haltbar und schmackhaft gemacht werden. Ich lese grade im Buch "The art of Fermentation" und bin sicher da werden noch viele interessante Anregungen für meine Küche abfallen.
    Daher bin ich sehr dankbar, hier auf das Thema Fermentation gestoßen zu sein, auch wenn der Nutzen für die Hühnerfütterung vielleicht nicht so groß sein mag wie erhofft.
    Geändert von Oliver S. (26.02.2020 um 23:43 Uhr)
    LG Oliver

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