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Thema: Sanftes Schlachten

  1. #351

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    Zitat Zitat von Silmarien Beitrag anzeigen
    Ich finde diese Gesetzespassage nicht, mag die jemand verlinken?
    (1) Ein warmblütiges Tier darf nur geschlachtet werden, wenn es vor Beginn des Blutentzugs zum Zweck des Schlachtens betäubt worden ist.
    (2) Abweichend von Absatz 1 bedarf es keiner Betäubung, wenn
    1.
    sie bei Notschlachtungen nach den gegebenen Umständen nicht möglich ist,
    2.
    die zuständige Behörde eine Ausnahmegenehmigung für ein Schlachten ohne Betäubung (Schächten) erteilt hat; sie darf die Ausnahmegenehmigung nur insoweit erteilen, als es erforderlich ist, den Bedürfnissen von Angehörigen bestimmter Religionsgemeinschaften im Geltungsbereich dieses Gesetzes zu entsprechen, denen zwingende Vorschriften ihrer Religionsgemeinschaft das Schächten vorschreiben oder den Genuss von Fleisch nicht geschächteter Tiere untersagen oder
    3.
    dies als Ausnahme durch Rechtsverordnung nach § 4b Nr. 3 bestimmt ist.

  2. #352

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    Danke, Landleben, stelle bitte noch den Link zur Quelle ein.

    Sind diese Passagen aktuell?

    https://www.juraforum.de/gesetze/tie...ten-und-toeten

    Daraus ein Zitat:

    (4) Wer Geflügel im Wasserbecken mittels Elektrobetäubung betäubt, hat ein Tier, das im Wasserbecken nicht betäubt worden ist, unverzüglich von Hand zu betäuben oder zu töten. Im Rahmen der Bandschlachtung von Hühnern, Perlhühnern, Tauben und Wachteln kann, wenn die Betäubung am Band bei einzelnen Tieren nicht hinreichend wirksam war, auf eine weitere Betäubung verzichtet werden, soweit das Schlachten oder Töten durch schnelles und vollständiges Abtrennen des Kopfes erfolgt.

  3. #353

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  4. #354
    Moderator Avatar von zfranky
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    Zitat Zitat von Mara1 Beitrag anzeigen
    Dann frage ich mich allerdings, warum das "Kopf-ab" ohne Betäubung aus Tierschutzgründen verboten wurde.
    Also erstens ist die Aussage, die da getroffen wurde über die 300 Millisekunden erst einmal eine These unter vielen. Es wurden viele Experimente durchgeführt, wo durchaus noch starke neurale Aktivität über eine längere Zeit festgestellt wurde. Die Wissenschaft schwankt da m.E. alle ein paar Jahre hin und her. Zur Zeit tendiert man eher dazu, dass da keine lange Wahrnehmung trotz neuraler Aktivität für über 10 sec. mehr ist. Der nächste entsprechende Versuchsaufbau kann das aber eventuell auch schon wieder ändern. Neurale Aktivität in Grenzsituationen wird immer noch nicht komplett verstanden. Ich wäre da vorsichtig und würde mich persönlich wenn überhaupt nur unter tiefster Narkose köpfen lassen.

    Zweitens ist es technisch sehr schwierig, ein Rind oder Pferd oder auch Schwein fachgerecht mit einem Schlag zu köpfen.
    Für die Versuchstierkunde gibt es da spezielle Guillotinen für Ratten und Mäuse, aber selbst die müssen ab einem bestimmten Gewicht sediert werden.

    Das Risiko eines Fehlschlages ist bei der Axtmethode einfach zu groß, so dass schwere und sehr schmerzhafte Traumata an Knochen und Weichteilgewege hervorgerufen werden. Deswegen auch bei Hühnern immer nur mit Betäubung.

    Bei Schlachtung durch Durchtrennen der Halsgefäße oder durch Herzstoß gilt das sowieso.

    Dass es immer noch religiös begründete Ausnahmen von der Betäubungspflicht gibt, treibt mir regelmäßig die Zornesröte ins Gesicht.

    Wenn man sich aber auch die Bilder aus unseren Schlachthöfen anschaut, dann bin ich der Meinung, hat das oftmals trotz Betäubung (wenn sie denn funktioniert) nicht viel mit Tierschutz und Respekt vor dem Tier zu tun.

    Ich bin sehr froh, meine Hühner selber schlachten zu können. Das erspart ihnen einfach viel Stress und ggf. auch Leid.

    Liebe Grüße

    Frank
    nach 20 Jahren endlich wieder Hühner, spontaner Bruteier-Kauf bei Ebay, geliefert in die Packstation, Oktober 2014 erste Naturbrut... ein bisschen Natur in der Stadt..

    Aktuell 2,14 New Hampshire, dazu Pferd, Katze und Bienen ...

  5. #355
    Moderator Avatar von zfranky
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    Zitat Zitat von Silmarien Beitrag anzeigen
    Danke, Landleben, stelle bitte noch den Link zur Quelle ein.

    Sind diese Passagen aktuell?

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    Daraus ein Zitat:

    (4) Wer Geflügel im Wasserbecken mittels Elektrobetäubung betäubt, hat ein Tier, das im Wasserbecken nicht betäubt worden ist, unverzüglich von Hand zu betäuben oder zu töten. Im Rahmen der Bandschlachtung von Hühnern, Perlhühnern, Tauben und Wachteln kann, wenn die Betäubung am Band bei einzelnen Tieren nicht hinreichend wirksam war, auf eine weitere Betäubung verzichtet werden, soweit das Schlachten oder Töten durch schnelles und vollständiges Abtrennen des Kopfes erfolgt.
    Das dient ja nur dazu, die Schlachtindustrie trotz Verstößen gegen das Tierschutzgesetz zu entkriminalisieren. Man achte auf "Betäubung am Band"
    nach 20 Jahren endlich wieder Hühner, spontaner Bruteier-Kauf bei Ebay, geliefert in die Packstation, Oktober 2014 erste Naturbrut... ein bisschen Natur in der Stadt..

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  6. #356
    Bio- Nerd Avatar von Okina75
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    Ja, ich mache es mit Luftpistole.
    Die CO²- Pistole war zu schwach für große/ alte Hühner mit ihren etwa 3 J, darum bin ich auf Knicklauf umgestiegen, die den freien Luftgewehren kaum nachsteht und satte bis zu 6,4 J liefert. Mit letzterer gehen auch Kaninchen 1a- sieht zwar martialisch aus, ist aber für mich besser händelbar als Bolzenschussgeräte. Man muss sich nur von dem Gedanken distanzieren, dass das ja eine Pistole und somit ein NoGo wäre. Praktisch gesehen schaltet sie das Bewusstsein des zu schlachtenden Tieres augenblicklich aus, exakt wie ein Bolzenschussgerät, und das ist, worauf es ankommt. Wie das Mittel dazu aussieht, ist für mich nebenrangig.
    In jedem Fall sofort danach den Ohrscheibenstich, und innerhalb einer Minute ist es für das Tier überstanden. Zappeln tut es immer- will man das ausschalten, müsste man die Tiere mit Schrot schießen, so dass das Nervensystem in einem Sekundenbruchteil völlig überlastet zusammenbricht und damit den sofortigen, auch bewegungslosen Schocktod auslöst. Natürlich, keine Frage, geht das nicht (!), darum muss man sich bei den üblichen Methoden leider mit Geflatter abfinden. Oder die das Nervensystem ebenfalls augenblicklich zusammenbrechen lassende Strombetäubung anwenden- da zappelt dann auch nichts mehr. Für den Hausgebrauch auch eher unpraktikabel, darum muss man eben mit gewissen Sachen leider zurecht kommen.
    Habe gerade 1000 Kalorien verbrannt- Pizza im Ofen vergessen...

  7. #357

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    Zitat Zitat von Mara1 Beitrag anzeigen
    Wenn der Betäubungsschlag richtig sitzt. Das ist halt auch nicht immer der Fall.
    Genau das ist mein Problem, nicht dass ich NICHT betäuben möchte sondern dass der Betäubungsschlag nicht sitzt und dann ist es echt mehr Quälerei als mit einem Schlag den Kopf abtrennen.
    Ich hatte auch an Äther ect gedacht aber was ich dazu hier gelesen habe, ist das auch nicht sinnvoll

    Vorausgesetzt man trifft richtig, reicht dann wirklich ein Schlag um das Huhn ausser Gefecht zu setzen? Ich bin irgendwie der Meinung lieber ein richtiger Schlag und Kopf ab als mehrmals.
    Da ich das nur tue um ein krankes Tier zu erlösen ist es vielleicht auch noch etwas anders als Töten zur Fleischgewinnung
    Wenn ich allerdings daran denke was in den Schlachtbetrieben passiert, da nutzt doch ganz ehrlich kein Gesetz, da ist null Achtung vor dem Lebewesen

  8. #358

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    Zitat Zitat von Okina75 Beitrag anzeigen
    Ja, ich mache es mit Luftpistole.
    Die CO²- Pistole war zu schwach für große/ alte Hühner mit ihren etwa 3 J, darum bin ich auf Knicklauf umgestiegen, die den freien Luftgewehren kaum nachsteht und satte bis zu 6,4 J liefert. Mit letzterer gehen auch Kaninchen 1a- sieht zwar martialisch aus, ist aber für mich besser händelbar als Bolzenschussgeräte. Man muss sich nur von dem Gedanken distanzieren, dass das ja eine Pistole und somit ein NoGo wäre. Praktisch gesehen schaltet sie das Bewusstsein des zu schlachtenden Tieres augenblicklich aus, exakt wie ein Bolzenschussgerät, und das ist, worauf es ankommt. Wie das Mittel dazu aussieht, ist für mich nebenrangig.
    In jedem Fall sofort danach den Ohrscheibenstich, und innerhalb einer Minute ist es für das Tier überstanden. Zappeln tut es immer- will man das ausschalten, müsste man die Tiere mit Schrot schießen, so dass das Nervensystem in einem Sekundenbruchteil völlig überlastet zusammenbricht und damit den sofortigen, auch bewegungslosen Schocktod auslöst. Natürlich, keine Frage, geht das nicht (!), darum muss man sich bei den üblichen Methoden leider mit Geflatter abfinden. Oder die das Nervensystem ebenfalls augenblicklich zusammenbrechen lassende Strombetäubung anwenden- da zappelt dann auch nichts mehr. Für den Hausgebrauch auch eher unpraktikabel, darum muss man eben mit gewissen Sachen leider zurecht kommen.
    Kannst du mir die null Ahnung von Waffen hat, genau erklären was für ein Modell man da verwendet? Ist die Betäubung damit hundert pro sicher? Muss Ohrscheibenstich sein oder das herkömmliche Kopf ab?

  9. #359

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    Zitat Zitat von zfranky Beitrag anzeigen
    Das dient ja nur dazu, die Schlachtindustrie trotz Verstößen gegen das Tierschutzgesetz zu entkriminalisieren. Man achte auf "Betäubung am Band"
    Hätte man ja nicht gebraucht, wenn man das schnelle und vollständige Abtrennen des Geflügel - Kopfes nicht kriminalisiert hätte.

    300 Millisekunden bis zur Gnade der Bewusstlosigkeit bzw. des Todes.

  10. #360
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    Lamero: Kann man halten wie man möchte, mit dem Ohrscheibenstich oder Kopf ab.
    Ich selbst finde den blutigen Stumpf, der da nach "Kopf ab" in der Gegend umher ragt, doch eher unschön. Bleibt er dran, zieht das Gewicht des Kopfes den Hals mit runter, so dass da nichts unschön ins Auge fällt. Der kommt dann ab, wenn ich den Hals abtrenne, was immer noch früh genug ist. Außerdem kann man ihn dann gezielt weit oben abtrennen und hat dann die ganzen Hälse für Hund oder so. Ist für mich einfach eine komplettere und sauberere Sache. Vielleicht ist das ja das französische Erbe in mir, wo man die Hühner in Gourmet- Geschäften auch komplett mit Hals und Kopf, nur eben ausgenommen und komplett gerupft, anbietet. Wir sind die kopflosen Hühnerleichen gewohnt, dort ist das, finde ich, ästhetischer gelöst. Vor allem, weil der Hals dann wie gesagt nicht als stumpfiger, blutiger Haken in die Gegend ragt, sondern gestreckt runterhängt. Viel angenehmer, auch wenn man dann noch sieht, was es mal für ein Tier war.
    Könnte man ganz pingelig gesehen vllt. auch als Hygieneaspekt ansehen, weil der abgetrennte Kopf ja doch eine relativ große Wunde ins blanke Fleisch hinein hinterlässt, was Eintrittspforte für mancherlei sein könnte. Das erübrigt sich, wenn Kopf und Halshaut bis fast zuletzt dran bleiben.

    Was die Betäubungsmittelwahl angeht, so habe ich eine Umarex Trevox. Ist für mich eine sicherere Sache als der Knüppel, weil man mit dem durchaus mal variabel zuschlägt und mitunter zweimal schlagen muss. Die Pistole knapp aufgesetzt trifft garantiert, und mit immer der gleichen berechenbaren Energie, bzw. dem immer gleichen Resultat. Zudem haben viele beim Knüppel Probleme mit großkämmigen Tieren, wo der Kamm oft genau auch über die Stelle geht, wo man hinhauen soll- auf den Hinterkopf. Mit der Lufte schiebt man den entweder etwas zur Seite, oder schießt gleich etwas seitlich auf der oberen Schädelrundung. Die Sache geht auch von da sicher ins Kleinhirn, was ja Ziel und Zweck auch eines Bolzenapparates ist. Sprich, man ist flexibler als mit einem Knüppel.
    Habe gerade 1000 Kalorien verbrannt- Pizza im Ofen vergessen...

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