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Thema: Beim ganz normalen Einkauf schnell noch ein paar Bruteier mitnehmen.. :-)

  1. #221
    Avatar von Mara1
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    Das ist doch super. Hätte ich glatt auch mal probiert, aber hier kriege ich nur bei einem Discounter Bio-Eier und die sind anscheinend unbefruchtet. Sind in Bio-Betrieben eigentlich immer auch Hähne dabei? Oder kann das jeder Betrieb machen wie er will?

  2. #222
    Avatar von Okina75
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    Soweit ich weiß, müssen bei deutschen Bio- Betrieben Hähne mitlaufen. Wobei der Effekt bei einem Hahn auf 100 Hennen plusminus homöopathisch ausfallen dürfte. Man las ja schon von einigen hier, wo sich nix entwickelte, von meinem Sechserpack hingegen entwickelten sich vier. Ich glaube, das kommt ziemlich auf den Hof an, ob da doch einer den anderen Hahn mehr mitlaufen lässt, was ja dann der Befruchtung zugute käme (100 Hennen- die armen Hähne ...).
    Habe gerade 1000 Kalorien verbrannt- Pizza im Ofen vergessen...

  3. #223
    Moderator Avatar von zfranky
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    Zitat Zitat von Okina75 Beitrag anzeigen
    Soweit ich weiß, müssen bei deutschen Bio- Betrieben Hähne mitlaufen. Wobei der Effekt bei einem Hahn auf 100 Hennen plusminus homöopathisch ausfallen dürfte.
    Naja, auch der Homöopathie wird ja von der Wissenschaft eine Wirksamkeit von 35% in vielen Fällen attestiert.
    Also sooo schlecht wäre die Befruchtung nicht
    nach 20 Jahren endlich wieder Hühner, spontaner Bruteier-Kauf bei Ebay, geliefert in die Packstation, Oktober 2014 erste Naturbrut... ein bisschen Natur in der Stadt..

    Aktuell 2,17 New Hampshire, dazu Pferd, Katze und Bienen ...

  4. #224
    Avatar von elja
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    Wenn ein vitaler Hahn bei 30 Hennen problemlos für 100% Befruchtung sorgt, warum soll dann die Quote bei 100 Hennen so schlecht sein?
    Sei Wachsam von Reinhard Mey
    ... Der Minister nimmt flüsternd den Bischof beim Arm:
    „Halt' du sie dumm, ich halt' sie arm!“ ...

  5. #225
    Avatar von Okina75
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    Hy!

    Thema ist zwar schon eine Weile verwaist, ich will aber mal den Endstand vermelden.

    Ich habe Penny am Sonntag Abend im Alter von dreieinhalb Jahren geschlachtet. Ihre Legeleistung war mit 140 Eiern im dritten Legejahr noch (für meine Ansprüche) absolut top, aber schon während des gesamten dritten Legejahres legte sie trotz bester Versorgung nur noch Eier mit rauem stumpfem Pol, sowie zumeist sehr dünnschalige. Diesen Herbst hatte sie mal teil- gemausert, und nun nach der Erholunspause ging es direkt mit den gleichen Eiern wieder los, es waren auch mal ganz verkruschtelt geformte dabei, und neulich dann quälte sie sich im Auslauf rum, nach dem Rauslassen, und drückte sich ein Windei raus. Das nächste war wieder ein dünnschaliges. Nachdem ich sie dann relativ schwer atmend am Sonntag gegen 16 Uhr zum Eiersammeln im Nest sitzen sah, und sie um 19.30 noch immer drin saß, um dann um Acht zwar auf der Stange zu sitzen, aber im Nest nur wieder einen nasses Fleck hinterlassen, also wieder ein schweres Windei rausgedrückt hatte, habe ich beschlossen, die Sache zu ihrem besten zu beenden.
    Beim Rupfen stellte ich einen in der "Kalkungsanlage" befindlichen Schaden fest, sowie auch wie schon bei meiner ersten braunen Lohmännin vor knapp fünf Jahren eine heiße und geschwollene Bürzeldrüse. Ihre Leber war quasi nur noch gelbes Gebröckel, während die Lebern aller anderen Tiere immer gut sind, bestenfalls bei älteren Hennen auch mal leicht gelblich eingefärbt.

    Penny hatte also, obwohl sie eine Lohmann Braun F2 war und viel weniger legte als eine "richtige" Braune UND ein ziemlich optimales Leben hatte, haargenau dieselben Probleme wie sicher quasi alle ihrer "Rasse"- Gefährtinnen. Fettleber, schon völlig mürbe, Eileiterschaden, soweit es meine eigenen Erfahrungen betrifft, auch Probleme mit der Bürzeldrüse. Und damit ist die Haltung von diesen Intensiv- Legehybriden für mich auch eine Sache der Vergangenheit!
    Nicht mal die Rückkreuzung ist imstande, den Hennen wieder ein "vernünftiges" Legebild und körüperliche Unversehrtheit bis ins Alter zu ermöglichen, selbst die viel geringere Legeleistung (sie legte 208, 203 und 143 Eier in ihren drei Legejahren) ist kein Garant dafür, dass sie keine Legedarmproblematik entwickeln, und damit sind Intensiv- Legehybriden für mich nichts anderes mehr als Qualzuchten!
    Es ist den Tieren, selbst ausgekreuzt und somit in der Leistung wieder gemäßigt, nicht möglich, bei guter Gesundheit ein für Hühner normales Alter von vier, fünf oder mehr Jahren zu erreichen, zumal sie auch noch mehr als schlecht mausern, was die natürliche Schutzfunktion des Federkleids konterkariert und ihnen ein normales Hühnerleben zumindest partiell noch zusätzlich erschwert.

    Ich werde, obwohl ich mir 2020 mal wieder einen Zehnerpack Bio- Eier holen wollte (man hat halt die Bruderhahnproblematik gleich mit gelöst), von nun an auf Intensiv- Legehybriden verzichten, egal ob jung vom Händler gekauft, gebraucht von wem auch immer übernommen oder rückgekreuzt aus Bio- Eiern, weil die Tiere im normalen Hühnerleben keine Chance haben, gesund alt zu werden. Umso verheerender, weil gerade die braunen Hennen oft die kecksten und symphatischsten Hühner sind, die man sich vorstellen kann, und gerade solche haben dann dermaßen die A...karte gezogen, und diese einzig auf maximale Ausbeutung zielende Zucht unterstütze ich nicht mehr.
    Die bunten Hobbyhybriden, darüber kann man nachdenken, die werden bei guter Gesundheit vier Jahre und älter, legen gut, mausern bestens, die kann man noch verantworten. Aber die braunen und weißen (auch wenn ich letztere sowieso nicht halten würde) Intensiv- Legehybriden, nope, nie wieder! Die Tiere sind lieb und nett und drauf getrimmt, alles zu geben, und können gerade deswegen kein wirklich vollwertiges Hühnerleben führen. Das ist Sch...ße, und somit ist es Penny's Erbe, dass es bei mir nie wieder welche ihrer Rasse geben wird.

    In Memoriam Penny
    10.5.2016 - 8.12.2019
    Geändert von Okina75 (10.12.2019 um 22:22 Uhr)
    Habe gerade 1000 Kalorien verbrannt- Pizza im Ofen vergessen...

  6. #226
    Revolutionäre Zelle Avatar von Rackelhuhn
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    Hallo Okina75,
    vielen Dank für's teilen deiner Erfahrung. Tut mir leid um deine Penny.

    Es ist halt immer eine Entscheidung.
    2 gute Legejahre sind für die Hybriden normal, aber warum sollte man es tun, wenn man auch Rassehühner mit ähnlichen Werten länger halten kann?
    Ein paar Argumente fallen mir schon ein: der besondere Charakter, die Herkunft des Bruteis, wenn man eh spätestens alle 2 Jahre die Truppe auffrischt/austauscht usw.

    Und es gibt ja nicht nur Legehybriden-"Bio"-Eier.

    Ich versuche mich auch 2020 wieder und fülle so noch freie Plätze in der Brutmaschine auf.

    Viele Grüße
    Vorsicht: verhaltensoriginell

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