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Thema: Ist das Huhn an sich....böse?

  1. #21
    Avatar von SuseL
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    Ein Grund, warum die Hennen so penetrant sind, kann die Voliere sein. Die unterlegenen Hühner können ja nicht richtig abhauen. Sie bleiben immer sichtbar.

    Meine "Küken", sie sind jetzt 10 Wochen, bekommen auch noch immer ordentlich Prügel, wenn sie den Althennen zu nah sind oder ich Leckeres verteile. Sie haben schnelle Beinchen, rennen weg in die Büsche und gut ist es. Die anderen rennen nicht weit hinterher. Natürlich bekommen die Junghühner trotzdem auch die leckeren Sachen. Ich werfe ihnen die Kirschen dann z.B. direkt vor den Schnabel, damit sie sie schnappen und auf die Flucht mitnehmen können. Anderes Futter fressen sie dann, wenn die anderen gerade fertig sind. Das geht alles und wird täglich besser.
    Gruß Susanne

  2. #22
    genannt Heini Avatar von hein
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    Zitat Zitat von SuseL Beitrag anzeigen
    Ein Grund, warum die Hennen so penetrant sind, kann die Voliere sein. Die unterlegenen Hühner können ja nicht richtig abhauen. Sie bleiben immer sichtbar............
    Volieren ohne Versteckmöglichkeiten können schon ein Problem sein
    „Sorglosigkeit scheint das neue Markenzeichen der deutschen Politik zu sein.

    Gepaart mit einer grünen Lust an der Deindustrialisierung,
    die letztlich in den ökonomischen Niedergang mündet.“



  3. #23

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    Zitat Zitat von elanor Beitrag anzeigen
    Ich würde auch den Hybriden möglichst viel andere Beschäftigung und Freilauf geben, damit sie Besseres zu tun haben, Verstecke wie z.B. von Hein gezeigt anbieten und ansonsten durchhalten.
    Deshalb schrieb ich das...

    LG, Sonja
    Liebe Grüße aus dem niederrheinischen Wichtelheim!

    Sonja

  4. #24
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    Claud: Hühner und Hunde haben einen gewaltigen Unterschied- Hunde sind sozial und seit Wolfs Zeiten auf Teamwork angewiesen, Hühner nicht!

    Hühner mögen zwar in Gruppen leben, aber nach meinen Beobachtungen sind die bestenfalls subsozial, aber nicht sozial. Enten, Gänse, die sind sozial, die haben eine ausgefeilte Laut- und Körpersprache, etwas für jeden Zweck. Beide Wasservögel haben Begrüßungsrituale, mit denen Partner oder Gruppenmitglieder empfangen werden- Hühnern fehlt sowas völlig!

    Gänse- und Entenfamilien schlafen zusammen- hat man Hühner, die noch einigermaßen instinktsicher sind und draußen schlafen dürfen, wird man feststellen, dass das zum Schlafen niemals alle auf einem Haufen zusammen sitzen, wie sie es im Stall tun, sondern bestenfalls Familiengruppen (Glucke und Küken) oder Hahn und aktuelle Favoritinnen zusammen, ansonsten pennt jeder für sich.

    Werden Enten und Gänse bedroht, ziehen sich die Gruppen zur gemeinsamen, aktiven oder passiven Verteidigung zusammen. Werden Hühner bedroht, ist jedes wie der Pfeil sich selbst der nächste, und soziale Verteidigungsreaktionen kommen bestenfalls vom Hahn, einer Glucke oder einer besonders resoluten Henne- nicht aber von allen gemeinsam...

    Das alles soll beleuchten, dass Du an Hühner keine Maßstäbe anlegen kannst wie an zB Hunde. Die übrigens auch den Beschädigungskampf kennen, wo keinerlei Beschwichtigungsgebärden und Co. zählen...

    Deine Seidis haben gleich mehrere Mankos:
    a) Sind es Seidis... Vom Äußeren völlig anders und von vielen Hühnern nur mit Mühe oder nach langer Gewöhnung als Mit- Hühner erkannt und akzeptiert...
    b) Hast Du die erst eine Woche
    c) Sind das andere Hybriden, wenn ich das richtig rausgelesen habe

    Zu a)
    Selbst die viel hühnerähnlicheren Wachteln akzeptieren Hühner nur sehr schwer oder gar nicht- sogar kleinste Zwerghühner dulden keine Wachteln neben sich. Entsprechend ist die Reaktion, wenn da so was völlig vom Erscheinungsbild eines normalen Huhnes abweichendes geboten wird, selbst wenn es Hühner SIND...
    Um beim Hundebeispiel zu bleiben: Das ist, als würdest Du Wölfen oder wolfsartigen Hunden, die sowas noch nie gesehen haben, nen Mops oder sowas vor die Augen stellen- ein Ding, das durch seine Anatomie und Äußerlichkeit kaum zur arttypischen Kommunikation fähig ist.
    Normale Hühner können als Zeichen der Angst das Gefieder anlegen, und deren Körperkonturen verändern sich dadurch drastisch, was die anderen dann auch registrieren und drauf reagieren können. Seidis sind aber normal oder verängstigt gleich flauschig- da reichen die Laute und die Körperhaltung nicht aus, der Schlüsselreiz "angelegtes Gefieder" fehlt einfach... Und schon steht der Kesselschlacht nichts mehr im Wege, weil die Seidis einfach nicht die richtigen Schlüsselreize senden können- noch nicht mal die Gesichtsfarbe können sie verändern, was ebenfalls ein Schlüsselreiz ist (leuchtend rot- dominant, blass- eher defensiv)... Seidis werden zwar vielleicht blasser grau, aber der passende Schlüsselreiz ist das eben nicht ...
    Wie diverse Canidenforscher gezeigt haben, können Wölfe und aus Wolfssicht völlig entstellte Hunde lernen, den anderen zu verstehen und mit ihm zu leben. Das können auch normale Hühner und Seidis, aber sie müssen es halt erst lernen ...

    Zu b) Selbst erklärend... Es ist die ersten Tage bis Wochen schlicht normal, dass die Neuen auf die Mütze kriegen.

    Zu c) Hybriden sind ohnehin ziemliche Drachen und lassen sich nicht die Butter vom Brot nehmen- die gehen schon mit normalen neuen Hühnern wenig zimperlich um.
    Habe gerade 1000 Kalorien verbrannt- Pizza im Ofen vergessen...

  5. #25
    Luxushühner Avatar von ChickNorris
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    Zitat Zitat von Okina75 Beitrag anzeigen
    Claud: Hühner und Hunde haben einen gewaltigen Unterschied- Hunde sind sozial und seit Wolfs Zeiten auf Teamwork angewiesen, Hühner nicht!

    Hühner mögen zwar in Gruppen leben, aber nach meinen Beobachtungen sind die bestenfalls subsozial, aber nicht sozial. Enten, Gänse, die sind sozial, die haben eine ausgefeilte Laut- und Körpersprache, etwas für jeden Zweck. Beide Wasservögel haben Begrüßungsrituale, mit denen Partner oder Gruppenmitglieder empfangen werden- Hühnern fehlt sowas völlig!

    Gänse- und Entenfamilien schlafen zusammen- hat man Hühner, die noch einigermaßen instinktsicher sind und draußen schlafen dürfen, wird man feststellen, dass das zum Schlafen niemals alle auf einem Haufen zusammen sitzen, wie sie es im Stall tun, sondern bestenfalls Familiengruppen (Glucke und Küken) oder Hahn und aktuelle Favoritinnen zusammen, ansonsten pennt jeder für sich.

    Werden Enten und Gänse bedroht, ziehen sich die Gruppen zur gemeinsamen, aktiven oder passiven Verteidigung zusammen. Werden Hühner bedroht, ist jedes wie der Pfeil sich selbst der nächste, und soziale Verteidigungsreaktionen kommen bestenfalls vom Hahn, einer Glucke oder einer besonders resoluten Henne- nicht aber von allen gemeinsam...

    Das alles soll beleuchten, dass Du an Hühner keine Maßstäbe anlegen kannst wie an zB Hunde. Die übrigens auch den Beschädigungskampf kennen, wo keinerlei Beschwichtigungsgebärden und Co. zählen...

    Deine Seidis haben gleich mehrere Mankos:
    a) Sind es Seidis... Vom Äußeren völlig anders und von vielen Hühnern nur mit Mühe oder nach langer Gewöhnung als Mit- Hühner erkannt und akzeptiert...
    b) Hast Du die erst eine Woche
    c) Sind das andere Hybriden, wenn ich das richtig rausgelesen habe

    Zu a)
    Selbst die viel hühnerähnlicheren Wachteln akzeptieren Hühner nur sehr schwer oder gar nicht- sogar kleinste Zwerghühner dulden keine Wachteln neben sich. Entsprechend ist die Reaktion, wenn da so was völlig vom Erscheinungsbild eines normalen Huhnes abweichendes geboten wird, selbst wenn es Hühner SIND...
    Um beim Hundebeispiel zu bleiben: Das ist, als würdest Du Wölfen oder wolfsartigen Hunden, die sowas noch nie gesehen haben, nen Mops oder sowas vor die Augen stellen- ein Ding, das durch seine Anatomie und Äußerlichkeit kaum zur arttypischen Kommunikation fähig ist.
    Normale Hühner können als Zeichen der Angst das Gefieder anlegen, und deren Körperkonturen verändern sich dadurch drastisch, was die anderen dann auch registrieren und drauf reagieren können. Seidis sind aber normal oder verängstigt gleich flauschig- da reichen die Laute und die Körperhaltung nicht aus, der Schlüsselreiz "angelegtes Gefieder" fehlt einfach... Und schon steht der Kesselschlacht nichts mehr im Wege, weil die Seidis einfach nicht die richtigen Schlüsselreize senden können- noch nicht mal die Gesichtsfarbe können sie verändern, was ebenfalls ein Schlüsselreiz ist (leuchtend rot- dominant, blass- eher defensiv)... Seidis werden zwar vielleicht blasser grau, aber der passende Schlüsselreiz ist das eben nicht ...
    Wie diverse Canidenforscher gezeigt haben, können Wölfe und aus Wolfssicht völlig entstellte Hunde lernen, den anderen zu verstehen und mit ihm zu leben. Das können auch normale Hühner und Seidis, aber sie müssen es halt erst lernen ...

    Zu b) Selbst erklärend... Es ist die ersten Tage bis Wochen schlicht normal, dass die Neuen auf die Mütze kriegen.

    Zu c) Hybriden sind ohnehin ziemliche Drachen und lassen sich nicht die Butter vom Brot nehmen- die gehen schon mit normalen neuen Hühnern wenig zimperlich um.
    C kann man nicht so verallgemeinern. Meine Hybridin ist z.B super lieb und geht bei Kämpfen sogar dazwischen ohne Cheffin zu sein... Oder sie ist eine totale Ausnahme
    Sonst aber schön und interessant erklärt. Da würde mich jetzt interessieren, wie das z. b mit Haubenträgern aussieht...die sind ja in der Lage, genannte Reize auszusenden, dennoch werden die was ich so gehört hab leichter als andere gemobbt, weil sie ne komische Frisur haben....achten Huhns so aufs Aussehen?
    | Meine Hühner haben keine Kämme - die tragen Kronen! |
    Pebbles, Biggy/ RIP Soya, Sushi, Oreo, Omelette, Nugget, Peanut, Sophie, Mozzarella, Pepper, Cashew, Frau Holle, Wendy, Milka

  6. #26
    Avatar von claud
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    update...

    Vorgestern habe ich mal beide Stallinnentüren auf gemacht. Die Hybs sind sofort zu den anderen rüber, haben sich umgeschaut, Futter und Stange inspiziert, Körner gepickt und im Streu gescharrt. Die Kleinen haben sie zwar angeschaut, aber die waren nicht wirklich interessant.
    Seit gestern habe ich alle wieder zusammen,habe auch die Ministange wieder im Stall der Grossen, aber so aufgestellt, dass sich die Kleinen hinter der Konstruktion verstecken können, die Dicken da aber nicht hinter können
    Da lassen sie jetzt auch schneller von den Kleinen ab.
    Als ich gerade die Überwachungskamera geprüft habe, konnte ich sehen, dass beide Neuen schon in der Voliere gewesen sind (denn die kamen beide in den Stall zurück).
    2 Hybriden kamen dann auch, haben die Kleinen auch etwas gescheucht, aber es macht allgemein nicht so einen agressiven Eindruck wie letzten Montag. Vielleicht wird das wuschelige Ding immerhin schon mal als körnerfressendes Lebewesen wahrgenommen...

    nochmal Danke an Alle für's Rückenstärken... bin halt tief in mir drin so harmoniebedürftig und friedensliebend...und da sollen (gefälligst) Kinder und Tiere auch mitmachen (klappt bei den Kindern natürlich auch nicht so, wie Mama das will, und bei den Huhns eben auch noch nicht so ganz...) Aber für die realistische Sicht hab ich ja Euch
    Hühner, Wachteln,Wellensittiche, Katze, Meerschweinchen, Pony, 2 Kinder und 1 Mann.... bald brauch ich doch n Bauernhof! Wenn jemand einen über hat.....bitte melden

  7. #27
    Avatar von Orpington/Maran
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    Ich selber habe auch festgestellt, dass Hühner an sich nicht nett zueinander sind es gibt unter den Hühnern welche, mit denen sie befreundet sind ( sitzen zusammen, fressen gemeinsam ect. ) und andere, die bekommen IMMER was auf die Mütze, wenn sie das Unglück haben, dem "Intimfeind" über den Weg zu laufen . Ich hatte mir immer vorgestellt, harmonisch mit den Hühnern im Garten zu sitzen, spätestens nach 5 Minuten hat sich jemand im Wickel, ich habe sie auf 1000 m herumlaufen bei ( normalerweise) 16 Hühnern, im Moment sind es mehr, da ich 9 Hähne und 4 Hennen als Nachwuchs habe, die laufen aber in 2 getrennten Ausläufen herum. Das Hähne sich kloppen ist ja normal, dass aber auch die Hennen sich immer wieder in die Wolle bekommen, obwohl sie sich schon mind. 2-3 Jahre kenne finde ich schade.

  8. #28
    die Glückliche
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    Hallo Claud.

    Ich konnte leider aufgrund der Menge das alles jetzt gar nicht genau durchlesen.

    Aber aufgefallen ist mir, dass du wohl innerhalb 6-7 Wochen, mehrfach neue Huhns in eine noch nicht " Intakte" Herde geholt hast.

    So ist meine Meinung.

    So viel aufeinmal. Immer wiedr ein Neuzukömmling, der die noch nicht feste Hackornung wieder stört.

    Ein Großes Aufrühren der Gesamtheit. Verschiedene Hühner, verschiedene Größen.

    Kann schon sein, dass sie dann " Kleingruppen" Bilden um irgendwo Stabilität zu bekommen.

    Puh.

    Nun hast du es schon gemacht.

    Denn ich hätte dir davon abgeraten so viel Durcheinander, nacheinander zusammenzuwürfeln.

    Ich hätte dir empfohlen.

    Langsam. Eines nach dem Anderen.

    Und JEDEN Charakter erst mal beobachten.

    Und JA, es gibt" BÖSE" Hühner.

    Das sind Hühner, die ein gestörtes Sozalverhalten haben.

    Diese Hühner bringen Alles durcheinander. Und diese " Gestörten" versauen dir auch die " BRaven", Da diese von den " UNarten" lernen und diese evtl annehmen , um zu überleben.

    Dann Hacken alle aufeinander. Reißen sich die Federn aus. usw.

    Gestörte Huhns gleich entfernen von der " Braven" von den " Lämmchen".

    Das zu erkennen, geht aber nur, wenn du Die Entsprechenden weißt.

    Dann ist Ruhe in der Herde.

    Ich weiß nicht, ob dir etwas von dem , was ich geschrieben habe hilft.

    Nur noch eines.

    Ich habe mit 2 Hennen und ein Hahn angefangen.

    Diese waren 5 Wochen Alleine. Ich lernte sie kennen.

    Brav.

    Dann habe ich 3 weitere dazugeholt.

    Davon war eines" Gestört".

    2 waren brav.

    Das Gestörte war ein absoluter Tyrann. Jagte die Anderen. Hackte sogar auf die AUGEN!!!..

    Meine Anderen versteckten sich.

    Das AUGEN-HACK-HUHN machte sogar nicht einmal vom Hahn halt.

    Sogar den, hackte es auf der Schlafstange ins Auge.

    Er hatte dann eine Verletzung.

    Dieses Huhn habe ich , separiert und schnellstens verschenkt.

    Ein weiteres " BÖSES" HUhn kam nicht nach.

    Alle Anderen, die ich später noch bekam, waren brav und lieb. Gruß .und Alles Gute.
    Wer in Zukunft sein Bier in meinen Kühlschrank stellt, wird verpflichtet, mir eines davon abzugeben.

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