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Thema: wieviele Küken kann eine Henne führen?

  1. #1
    Avatar von Mara1
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    wieviele Küken kann eine Henne führen?

    Ich brauche euren Rat. Nicht daß ich da einen üblen Fehler reinbringe. Mit Naturbrut fehlt mir einfach die Erfahrung.

    Wir haben einen Stall mit ca. 10 qm, den wir demnächst wieder für die Kükenaufzucht benutzen. Momentan sind da noch einige Hennen und zwei Hähne drin, die demnächst umziehen müssen. Nun ist eine der Hennen gluckig und brütet momentan tapfer ein leeres Nest aus. Wir würden ihr gerne ein paar Eier unterlegen. Die Frage ist nur, ob es funktionieren kann, daß wir dann die Glucke mit ihren eigenen Küken und die Kunstbrutküken im gleichen Stall haben. Wenn das nicht geht, wäre es besser ich entglucke die Henne.

    Es wäre natürlich schön, wenn sich die Henne um alle Küken kümmert. Das könnten aber so um die 40-50 Küken sein. Natürlich kann sie nicht alle wärmen, das ist klar. Eine Wärmeplatte kommt natürlich in den Stall, die könnte ich neben das Nest stellen. Damit die Küken, die nicht unter der Henne platz haben, auch ein warmes Plätzchen haben.

    Den Motorbrüter haben wir heute angeworfen, also ist Schlupftermin in 3 Wochen. Der Glucke würde ich auch heute ein paar Eier unterlegen, so daß der Schlupftermin der gleiche sein müßte wie bei der Kunstbrut. Normalerweise bleiben meine Kunstbrutküken ca. 2 Wochen im Kükenheim und ziehen dann um in den Stall. Aber ich könnte sie natürlich auch kurz nach dem Schlupf in den Stall umziehen, wenn die Henne dann die ganze Bande als ihre Küken akzeptiert.

    Die Frage ist nur, ob das überhaupt funktionieren kann. Oder ob die Henne dann total überfordert ist und uns womöglich Küken tot hackt oder zertritt oder so etwas.

    Grüße
    Mara

  2. #2

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    Also, ich habe mit dem Unterschieben von Kunstbrutküken bei einer Glucke, bei der gleichzeitig Küken aus Naturbrut schlüpfen, keine Probleme gehabt. Der Henne war es egal, ob fünf oder 30 Küken.
    Nur bei der Farbe der Küken sollte man darauf achten, das auch die verschiedenen Farben unter der Glucke schlüpfen.
    Natürlich die Küken direkt nach dem Schlupf zur Glucke setzen.

    Gruß
    Herbert

  3. #3
    Avatar von Sprecki
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    Ich habe erst vor kurzem meiner Henne Küken aus Kunstbrut untergeschoben. Sie saß insgesamt nur auf 3 Eiern, hat dann aber problemlos alle 11 Küken nacheinander akzeptiert. Und sie saß erst zwei Wochen, denn als ich BE hatte, hatte ich keine Glucke.
    4,4 Cochin, 0,2 Hybriden, 0,1 Grünlegerin, 0,1 Marans-Seidenhuhn, 0,2 Marans, 0,1 Bielefelder, 0,5 Altsteirer, 2,0 Sulmtaler, 2,3 Amrock, 2,2 Cream Legbar

  4. #4

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    Meine Maranshenne hat letztes Jahr zum ersten Mal gegluckt und alle 33 Kunstbrutküken angenommen.


    Lg

  5. #5
    Avatar von goldor
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    [QUOTE=Mara1;1228563 Wir würden ihr gerne ein paar Eier unterlegen. Die Frage ist nur, ob es funktionieren kann, daß wir dann die Glucke mit ihren eigenen Küken und die Kunstbrutküken im gleichen Stall haben. Wenn das nicht geht, wäre es besser ich entglucke die Henne.

    Es wäre natürlich schön, wenn sich die Henne um alle Küken kümmert. Das könnten aber so um die 40-50 Küken sein. Natürlich kann sie nicht alle wärmen, das ist klar. Eine Wärmeplatte kommt natürlich in den Stall, die könnte ich neben das Nest stellen. Damit die Küken, die nicht unter der Henne platz haben, auch ein warmes Plätzchen haben.

    ... Der Glucke würde ich auch heute ein paar Eier unterlegen, so daß der Schlupftermin der gleiche sein müßte wie bei der Kunstbrut. Normalerweise bleiben meine Kunstbrutküken ca. 2 Wochen im Kükenheim und ziehen dann um in den Stall. Aber ich könnte sie natürlich auch kurz nach dem Schlupf in den Stall umziehen, wenn die Henne dann die ganze Bande als ihre Küken akzeptiert.

    Die Frage ist nur, ob das überhaupt funktionieren kann. Oder ob die Henne dann total überfordert ist und uns womöglich Küken tot hackt oder zertritt oder so etwas.

    Grüße
    Mara[/QUOTE]

    Das KANN funktionieren - habe zwar keine Erfahrung mit gleichzeitigem Einsatz von Wärmeplatte und Glucke sondern hatte dieser nur einen Teil der Küken untergeschoben und die anderen dann in einem anderem Abteil mit Wärmeplatte versorgt - aber ein Versuch wäre es wert.
    Wichtig ist, die Sache gut zu beobachten und möglichst frühzeitig eingreifen zu können - Glucken sind mitunter unberechenbar - Manch eine adoptiert vor lauter "Kinderliebe" die "Nachbarinnen"-küken gleich mit - und bei einer anderen holt man selbst das unter ihr geschlüpfte Küken nach Stunden tot aus dem Stall.
    Vielleicht ist es günstig, die Glucke frühzeitig an die Wärmeplatte zu gewöhnen - auf alle Fälle den Standort prüfen, dass sie diese nicht umwerfen o.ä. kann und beobachten, was passiert, wenn z.B. ihr ein neues Küken untergeschoben wird und dafür 1-2 ihr weggenommen und unter die Wärmeplatte gesetzt werden. Stell ich mir aufwändig vor aber ohne Eingreifmöglichkeit wäre mir das Risiko zu hoch. Und außerdem auch noch eine Trennmöglichkeit / kleinen Zaun parat halten.
    Man kann nie vorher wissen...

    Liebe Grüße
    Marion

  6. #6
    Avatar von Gallo Blanco
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    Zitat Zitat von Roy Beitrag anzeigen
    Meine Maranshenne hat letztes Jahr zum ersten Mal gegluckt und alle 33 Kunstbrutküken angenommen.


    Lg
    Was macht man mit so vielen Küken?

    Gruß Stefan
    Wohlstand produziert Parasiten, keine Überlebenskämpfer.

  7. #7
    Avatar von Mara1
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    Ich habe es mir so gedacht, daß ich ein paar Tage vor dem Schlupftermin die Wärmeplatte neben das Gluckennest stelle. Dann kann sie sich schon mal an das Ding gewöhnen. Ich hoffe halt, wenn es klappt, daß dann die Küken sich bei der Glucke versammeln, und die, die keinen Platz haben, haben es unter der Wärmeplatte dann auch warm. Gut beobachten muß man das sicher, aber der Gluckenstall ist nur 5m vom Haus weg.

    Wir richten auf jeden Fall auch die Kükenheime her und lassen sie mit der passenden Temperatur laufen. Wenn es nicht funktioniert können wir die Kleinen - oder einen Teil von ihnen - dann schnell ins Kükenheim umziehen. Aber schön wäre es halt schon, wenn sie alles von der Mama gezeigt bekämen, und die sie dann auch demnächst mit in den Auslauf nimmt.

    Wenn die Glucke keine "Großfamilie" will würden wir sie halt mit 2-3 Küken in ein extra Abteil setzen, das ist schon vorhanden, da müssen wir nur ein Gitter einhängen.

    LG
    Mara

  8. #8
    Avatar von goldor
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    Hallo Mara, wie ist es gelaufen, hat die Glucke die Küken angenommen oder wenigstens einen Teil von ihnen?
    LG
    Goldor

  9. #9
    Avatar von Mara1
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    Ich sage jetzt mal, es ist "mittelgut" gelaufen. Will heißen, sie hat einen Teil der Küken angenommen.

    Am Sonntag/Montag sind unter der Glucke 5 Küken geschlüpft, 3 schwarze, ein gelbes, ein braunes. Im Brutschrank sind 47 geschlüpft, das war mehr als wir erwartet hatten. Die erste Nacht verbrachten die Kleinen im Kükenheim und am Dienstag habe ich mir dann mal 3 Kandidaten geschnappt und sie in den Stall gesetzt. Vorsichtshalber ein Gitter zwischen Glucke und den neuen Küken. Sie hat die Kleinen etwas mißtrauisch betrachtet, aber keine feindselige Reaktion gezeigt.

    P5056889.JPG

    Dann kam das kleine braune Küken unter der Mutter heraus - besonders vorwitziges Kerlchen. Es wollte die neuen Geschwister kennen lernen. Lief also zu den neuen. die anderen Gluckenkinder kamen bald hinterher, und schon wuselten alle durcheinander. Na super, dachte ich mir, da hast du gleich den ersten Mist gebaut. Ich hätte die neuen kennzeichnen sollen, jetzt weiß ich nicht mehr, welche zur Glucke gehören und welche neu sind. Aber das gute war, die Glucke wußte es auch nicht, so genau kannte sie ihre Kinder noch nicht.

    Also noch ein paar geholt. Gleicher Vorgang. Nun waren es schon ungefähr 15 Küken. Die Henne war inzwischen aufgestanden und mitten unter den Küken. Etwas aufgeregt war sie schon, sie merkte schon das da irgend etwas komisch ist.

    Als ich wieder mit "einem Eimer Küken" kam ging sie erst mal auf Abwehr, wollte sie doch ihre große Kinderschar beschützen. Aber ich hatte ja mein Gitter dabei, das war zwischen Eimer und Glucke. Also die Kleinen aus dem Eimer raus gelassen, die sind dann so nach und nach um das Gitter herum zu den anderen Küken gegangen, und schon waren sie auch von der Glucke genehmigt. So weit alles ganz harmonisch. Die Glucke war zwar etwas aufgeregt, aber friedlich.

    P5056905.jpg


    Aber dann. Es waren ein paar kleine Streifenhörnchen bei den neuen Küken:
    P5056927.JPG

    Die gestreiften hat sie ein bißchen komisch angeschaut, sie kamen ihr komisch vor. Wurden aber erst mal akzeptiert.
    P5056921.jpg

    Aber dann kam der kleine mit dem ganz breiten Streifen in ihre Nähe. Den hat sie plötzlich fixiert, und - zack - hatte sie ihn schon gehackt. Nicht verletzt, aber doch deutliche Ansage: den mag ich nicht! Er schrie erst mal und rannte weg, und sie ging mit ihrer Kükenschar ins Nest zurück. Der gestreifte wollte natürlich auch wieder zu ihr und den Geschwistern. Aber schon als sie ihn kommen sah ist sie gleich in Abwehrhaltung gegangen, alle Federn gestellt und Flügel gespreizt, bereit, ihre Kinder gegen dieses gestreifte Ungeheuer zu verteidigen. Und auch sofort wieder nach ihm gehackt, zum Glück nicht getroffen. Ich habe ihn also herausgefischt und zurück ins Kükenheim. Aber die Glucke hat dann beschlossen, gestreifte Küken sind nicht ihre. Nun hat sie plötzlich auch nach den anderen gestreiften gehackt. Und nachdem sie nun schon verärgert war kamen als nächstes die grauen dran. Graue Kinder? Sind nicht meine! Also mußte ich auch die grauen in Sicherheit bringen, zurück ins Kükenheim. Ich habe ihr dafür noch ein paar schwarze und gelbe gebracht, die waren in Ordnung für sie. Etwas später hat sie dann noch einen gelben Nackthals "aussortiert". Da habe ich im ersten Moment garnicht kapiert, was sie nun stört. Bis ich es dann geschnallt habe. Wenn er herumlief, sah er aus wie die anderen gelben Küken und war akzeptiert. Aber wenn er fressen oder nach etwas picken wollte, natürlich nach vorn gestreckt und der nackte Hals gut sichtbar, hat sie ihn prompt aufs Korn genommen: Was, das soll mein Kind sein? NIEmals! Also habe ich den Nackthals auch noch rausgeholt.

    Dann hatte die Glucke 24 Küken, gelbe, schwarze und braune. Die hat sie alle akzeptiert und sie kümmert sich gut um sie. Mehr wollten wir dann auch nicht mehr riskieren und die anderen sind jetzt erst mal noch im Kükenheim. Ich denke, daß die Anzahl nicht das Problem ist. Wahrscheinlich hätte sie auch alle 51 angenommen - wenn sie denn die richtigen Farben gehabt hätten und keine Streifen oder nackten Hälse.

    Die Glucke ist jetzt sehr zufrieden und ruhig mit ihrer Großfamilie, und die Kleinen haben sie auch alle als ihre Mama akzeptiert. Nur wenn sie ihnen Futter anbietet scharrt sie etwas wild, da kriegt manchmal einer einen Tritt ab. Das haben die kleinen aber inzwischen auch schon gemerkt und passen schon etwas besser auf. Und sie werden ja auch immer sicherer und flitzen schon ganz schön schnell durch den Stall. Heute war die Glucke schon mal mit ihnen in der kleinen Voliere, weil sie baden wollte und die kleinen haben sie begleitet. Es ist wirklich schön, wenn man die Großfamilie so beobachtet.

    P5066941.jpg

    Und das ist der Rest der kleinen Bande:

    P5086979.jpg


    Also im Moment geht es allen gut, sie sind halt in zwei Gruppen aufgeteilt.

    Nur für mich ergibt sich ein neues Problem, nämlich wie ich es mache, wenn die nicht akzeptierten Küken aus dem Kükenheim raus müssen. Zwei Wochen lang geht es, aber dann werden sie zu groß und es wird ihnen auch zu langweilig. Ich habe aber nur einen Stall für das Jungvolk, und zur Glucke werde ich sie nicht setzen können, da geht die bestimmt gleich zum Angriff über.

    Wie würdet ihr das machen?

    Möglichkeiten, die mir einfallen: Die Glucke herausnehmen, entweder einfach zurück zu den anderen Hühnern oder zusammen mit 2-3 Küken in ein extra Abteil. Dann wären die übrigen Küken alle zusammen in einem Stall ohne Glucke.
    Oder den Stall unterteilen, aber dafür ist er eigentlich nicht so gut geeignet. Und mit den Wärmequellen wird es dann auch schwierig, weil doch beide Kükengruppen noch Wärme brauchen.

    Da muß ich noch eine Lösung finden im Lauf der nächsten Woche. Wenn ihr Tipps habt, immer her damit.

    LG
    Mara
    Geändert von Mara1 (08.05.2015 um 19:26 Uhr)

  10. #10
    Avatar von Lisbet85
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    Danke für deinen ausführlichen Bericht, sehr interessant!

    Was mir einfallen würde:
    Im jetzigen Stall ein Trenngitter aufstellen, wo die Küken durchschlüpfen können. Auf einer Seite die Glucke, auf der anderen die Lampe.
    So können sich die Küken in Sicherheit bringen, wenn die Glucke grob wird. Aber natürlich werden manche Küken einen Hacker von der Glucke kassieren.

    Oder mit feinem Gitter abtrennen, damit sie Sichtkontakt haben.
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