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Thema: Milben & Co.

  1. #1
    Avatar von Woodkluus
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    Milben & Co.

    Hallo zusammen,

    ich habe jetzt einiges über Milbenbekämpfung gelesen und ausprobiert.
    Letztes Jahr (Mai/Juni??) die Rote Vogelmilbe im Stall entdeckt. Mit Agrinova "erfolgreich bekämpft". Danach so Krabbler (ich nenne die jetzt mal so, da die Rote Vogelmilbe nicht am Tier bleiben soll, sondern sich tagsüber in den Stallritzen verkrümelt) auf der Haut der Hühner entdeckt (rund um Kloake). Die Hühner habe ich dann 3-4 mal mit Agrinova eingepudert und Beine mit Balistol gegen "Kalkbeine" behandelt (die kommen auch von so einem Gekrabbel). Dann schien das Problem behoben zu sein. Herbst Wurmkur (2 Behandlungen) und es wurde auch mit den verklebten Kloake Federn besser.
    Dieses Jahr (vor ca. 5 Wochen) habe ich das Federvieh untersucht, da es sich auffällig viel geputzt hat. Auch bei zwei Hennen (New Hampshire) zeigen sich wieder die verklebten Federn. Also alle mit Agrinova eingepudert und Beine mit Balistol behandelt. Die Wurmkur lasse ich jetzt mal, da sie jetzt legen und ich Eier haben will.
    Am Montag lag eine Henne (New Hampshire) tot im Stall. Am Abend davor putz munter, zumindest nichts auffälliges. Nach einer kurzen Untersuchung keine Krabbler entdecken können (also krabblerfrei oder die Ratten verließen das gesunkene Schiff). Abend schnappte ich mir eine Junghenne (letztes Jahr geschlüpft) die vor 5 Wochen keine Krabbler aufwies, und siehe da, jetzt hat sie welche. Es ist zu kotzen.
    1. Frage: Bringt es was den ganzen Bestand zu schlachten und in 4-6 Wochen neue zu holen? Wie lange leben Milben und Eier ohne Wirt?
    2. Frage: Wie sieht es mit meinen Laufenten aus, können die auch befallen werden?

  2. #2
    Moderator Avatar von MonaLisa
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    Milben können sehr lange ohne Blut überleben, also bringt Schlachten rein gar nichts. Enten sollen mit Milben weniger Probleme haben, sagen zumindest einige Entenhalter.
    Ich würde den Stall gründlich säubern, evtl. ausbrennen und alle Ritzen gut mit Agrinova/Kieselgur einpudern. Auf die Hühner selbst dann Verminex geben (hauptsächlich gegen Federlinge und auch gegen die nordische Vogelmilbe). Unter die Stangen doppelseitiges Klebeband zur Befallskontrolle und vor allem auch nach anderen Möglichkeiten für den plötzlichen Tod suchen.
    Hast du dir tote Henne aufgeschnitten und dir die Organe angesehen? Eine Kotprobe würde ich auch untersuchen lassen (zumindest auf Würmer). Wenn du mit Flubenol/Solubenol entwurmst, kannst du die Eier weiterhin essen.

    Gruß Petra
    Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann. Francis Picabia
    Ein Tropfen Hilfe ist wertvoller, als ein Ozean voller Sympathie. Verfasser unbekannt

  3. #3

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    Guten Morgen,


    Wenn Du unerwünschte Untermieter hast, dann darfst Du über eine lange Zeit nicht mit der Bekämpfung nachlassen.

    Im letzten Jahr hatte ich auch hier alles, was ich nicht wollte. Der Winter ist vorbei und mein Kontrollklebebeband wird wieder geklebt.

    Die Hühner werden gegen Federlinge rund um die Kloake mit einem kräftigen Ballistolsprühstoss behandelt und Verminex kommt auf das Huhn.

    Am Anfang der Saison häufig hintereinander, dann können die Abstände verlängert werden.

    In meinen Nestern jedoch herrscht IMMER ein reges Kieselgugestaube, eine herrliche Prophylaxe!


    LG
    Ulrike
    Je suis Charlie

  4. #4
    genannt Heini Avatar von hein
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    Ich frage mich, wie viele "krabbler" hast Du denn auf den Hühnern gesehen?
    „Sorglosigkeit scheint das neue Markenzeichen der deutschen Politik zu sein.

    Gepaart mit einer grünen Lust an der Deindustrialisierung,
    die letztlich in den ökonomischen Niedergang mündet.“



  5. #5
    Avatar von Woodkluus
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    - Stall säubern ist OK. Mit Agrinova einpudern auch (hab von letztem Jahr noch 1 oder 2 kg Sack).
    - Hühner selbst mit Agrinova einpudern bringt nichts? Dieses Verminex ist eine 50ml Flasche. Für wieviel Hühner reicht das und wie wird es verabreicht? Sind meine "Krabbler" dann diese Federlinge oder nordische Vogelmilben?? Ach ja, am Federende (an der Hautseite, nicht Federspitze) hatte/ haben sich so komische Bollen gebildet die ausschauen wie graue Kalkablagerungen. Sind aber nicht hart wie Stein, eher zäh. bekommt man nicht oder nur sehr schwer ab. Sagt euch das etwas?
    - Doppelseitiges Klebeband. Prima Idee. Hatte ich letztes Jahr auch, kann jetzt erneuert werden
    - Tote Henne aufgeschnitten? Nein, und so als Anfänger weiß ich auch nicht nach was ich sehen soll. Ist ungefähr so als ob ich beim kaputten Auto unter die Motorhaube gucke
    - Kotprobe? Kann ich die beim TA machen lassen? Wie viel sollte so was kosten? 50€ entspricht einem Totalschaden. Hab jetzt noch 3 Hühner, 1 Hahn und ein Seidenhuhn.
    - Flubenol/Solubenol ist ein guter Tipp. Ich hatte mit (keine Ahnung mehr wie das Zeug hieß) entwurmt. Seit neustem heißt es, dass es nicht für Legehennen verwendet werden darf/soll. Fleisch kann nach 2-3 Wochen wieder verzehrt werden. Also hatte ich auch 3 Wochen auf die Eier verzichtet.

  6. #6

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    Moin,Moin zusammen,

    ich habe im Frühjahr was über Microgur gelesen. Ist wohl wasserlöslich und kann im Stall versprüht werden.
    Nach den Angaben ist es Kieselgur in sehr feiner Form. Ich habe momentan (Gott sei Dank!) keine Milben im Stall, werde es aber bei neuem Befall auf jeden Fall ausbrobieren.

  7. #7
    genannt Heini Avatar von hein
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    Zitat Zitat von Woodkluus Beitrag anzeigen
    ...........Sind meine "Krabbler" dann diese Federlinge oder nordische Vogelmilben?? Ach ja, am Federende (an der Hautseite, nicht Federspitze) hatte/ haben sich so komische Bollen gebildet die ausschauen wie graue Kalkablagerungen. Sind aber nicht hart wie Stein, eher zäh. bekommt man nicht oder nur sehr schwer ab. Sagt euch das etwas?
    ..
    Wenn deine Krabbler an den Federn sitzen und die Federn auch die "komischen Bollen" haben, denn hast Du Federlinge und keine Milben!

    Federlinge verlassen auch kaum das Tier und sind dementsprechend zu behandeln - Das Internet und hier Hühner-Info sind/ist voll mit Tips - einfach mal nach Federlinge suchen.

    Aber Microgur oder Kieselgur und was es da noch so in der Richtung gibt wird da nichts bringen!
    Geändert von hein (08.04.2015 um 11:17 Uhr)
    „Sorglosigkeit scheint das neue Markenzeichen der deutschen Politik zu sein.

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  8. #8
    Avatar von Woodkluus
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    Bis ich eine Antwort tippe, sind schon zwei neue Posts da.
    Wie macht ihr das mit Hühner fangen, behandeln. Ich habe den Eindruck dass das bei meinen immer eine helle Aufregung erzeugt. Abends kommen sie aus dem Garten in Hühnerhof. Da fange ich sie dann, wird behandelt und ab in Stall. Zur Behandlung setze ich mich hin, Federvieh wird im Schoß auf den Rücken gelegen und dann untersucht behandelt. Habt ihr einen Tipp wie das ganze stressfreier ablaufen kann, vor allem wenn es häufiger, regelmäßiger durchgezogen werden muss? Blöd sind die Viecher nicht. Die begreifen ziemlich schnell was ihnen gleich blüht

  9. #9
    Moderator Avatar von MonaLisa
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    Einfach abends im Dunkeln in den Stall, eine Taschenlampe mit blauem Papier umwickeln (blau sehen Hühner nicht), Hühner von der Stange pflücken und untersuchen. Geht alles relativ ruhig ab, auch bei Hähnen.

    Bezüglich totes Tier: viele Bilder während des Aufschneidens machen und hier einstellen, so wird dir bei der Beurteilung geholfen und du lernst dadurch auch, es selber einzuschätzen.

    Gruß Petra
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  10. #10
    Avatar von Woodkluus
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    OK. Danke für die Tipps. Totes Tier ist bereits entsorgt. Aber falls es mal wieder eine Henne erwischt, werde ich versuchen daran zu denken

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