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Thema: "berflssige" Hhne entsorgt

  1. #1

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    "berflssige" Hhne entsorgt

    Unsere Lokalzeitung bringt Bilder von zu vermittelnden Tieren aus dem lokalen Tierheim. Jetzt neu im Sortiment: zwei Hhne! Das hat mir echt den Tag versaut.
    Am nchsten Tag wurde meine Laune noch schlechter. Meine Kollegin arbeitet als engagierte Ehrenamtliche im Tierheim und berichtet, die Hhne (brigens undefinierbare Mischmaschhhne) wurden nicht einfach nur im Tierheim abgegeben, sondern auf offenen Feld ausgesetzt. Dort saen die vllig verngstigten, hungernden und durstenden Tiere in einer fremden Umgebung und erwarteten jeden Augenblick den Fuchs oder Habicht. Das hrt sich nicht nach verantwortungsvoller Tierliebe an, denn Haustiere kann man nicht einfach auswildern, indem man einen Karton am Acker entleert. Spaziergnger fingen dann die Tiere ein und brachten sie in das Tierheim.

    Ich gehe davon aus, dass alle Mitglieder des Hhnerforums verantwortungsvolle und tierliebe Menschen sind, die ihren Verstand gebrauchen und auch kritikfhig sind. Trotzdem mchte ich bei diesem Fall doch zwei Dinge anmerken.

    In unseren Tierschutzvereinen engagieren sich viele Menschen aller Altersklassen, pflegen die Tiere, organisieren Flohmrkte, pflegen das Auengelnde usw. Dafr mssten die Ehrenamtlichen eigentlich eine Entschdigung erhalten, aber so ist es ja nicht. Um Operationen, Impfungen und andere tierrztliche Leistungen bezahlen zu knnen greifen diese Ehrenamtlichen oft tief in ihre Tasche um dies mglich zu machen.
    Sich um herrenlose Tiere zu kmmern ist grundstzlich eine kommunale Aufgabe. So war es schon im alten Babylon und so wird es berall auf der Welt gehandhabt, egal auf welchem Kontinent wir wohnen oder welcher Religion wir angehren. Nur in den westlichen Lndern haben es die Kommunen geschafft, dass Vereine sich mit Inbrunst um Tiere kmmern und die Kommunen haben sich fein von dieser Aufgabe entlastet. Das geht so weit, dass es oft noch nicht einmal Zuschsse der Stadt fr das entstehende Defizit gibt. Das ist eine vllige Umkehrung der tatschlichen Rechtslage, aber die Ehrenamtlichen lassen es sich ja gefallen eine harte Arbeit zum Wohle aller Menschen in unserer Stadt und fr das Wohl der Tiere.

    Schbig ist es, diesen engagierten Menschen jetzt auch noch mit "berflssigem" Nutzvieh zu belasten!

    Denn die Tierschtzer knnen diese Tiere nicht einfach beim Schlachter abgeben, das wre ein schwerer Versto gegen die Regeln des Vereins. Dafr drfen sie jetzt als Gnadenhof junge Hhne bis zum Lebensende durchfttern.

    In jedem der jetzt im Handel erhltlichen Bcher ber Hhnerhaltung ist auch von Brut und Aufzucht die Rede. Und in jedem Buch gibt es einen entscheidenden Hinweis. Wer Kken zieht, der zieht unweigerlich auch Hhne auf und wo sollen diese bei Geschlechtsreife hin? Mal abgesehen davon, dass schwache und kranke Kken auch bei der Aufzucht erlst werden mssen. Wer Kken zieht, der muss auch schlachten knnen, bzw. schlachten lassen knnen!

    Also, Ihr lieben Hhnervermehrer: wer Hhner brten lsst und Kken zieht (weil die ja soooo niedlich sind), der ist auch fr die Hhner verantwortlich. Hennen bekommen immer einen Liebhaber. Aber Hhne sind schwerer zu vermitteln, Mixhhne sind praktisch so gut wie unvermittelbar. Um diese los zu werden gibt es zwei gepflegte und rechtlich einwandfreie Mglichkeiten.

    Mglichkeit 1 wre eine kostenlose Anzeige in Online-Brsen, wie z.B. deine-tierwelt.de oder ebay.kleinanzeigen. Wer dort seine Hhne verschenkt (also auf eine Schutzgebhr verzichtet), der hat schnell den Stall leer und braucht nicht selbst zum Schlachter fahren, wenn denn die zarte Seele solch barbarisches Treiben nicht zulsst.

    Mglichkeit 2 wre eine Fahrt zum Schlachter. Ein Anruf beim Kreisveterinramt, wer denn in der Nhe Hhner schlachtet. Zweiter Anruf beim Schlachter um einen Termin auszumachen. Die Tiere zum Schlachter fahren, am nchsten Tag kchenfertig wieder abholen. Preis bei ca. 2,50 - 3,00 pro Tier. Aufwand zwei Telefonate und eine Spazierfahrt.

    Eine weitere Alternative wre es, wenn man gar nicht erst Kken zieht, wenn man nicht bereit ist auch Hhner zum Schlachter zu bringen oder selbst zu schlachten.

    Nicht zuletzt sind unsere Tierheime deshalb so voll, weil in Hinterhofbrtereien ganze Heerscharen von Hunden, Katzen und anderen Tieren gezogen werden.

    Noch mal zu dem Fall in unseren Tierheim: Strafanzeige gegen Unbekannt wurde gestellt!
    Es gibt einen mchtigen Fluch, der lautet:

    Mgest Du in interessanten Zeiten leben.

  2. #2
    Avatar von vera2386
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    Daumen hoch! Bin da ganz deiner Meinung!!!!!!!!

  3. #3

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    Man kann ganz einfach auch ein Inserat "Schlachthhne abzugeben"aufgeben,da findet sich sicher jemand.
    Gestrte gibt's halt berall und das mit extrem zunehmender Tendenz!

  4. #4

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    liahona,


    auch ich stimme Dir zu, in Bezug zu Verantwortung dem Tier gegenber, aber eine Predigt will ich nun auch nicht lesen!


    LG Ulrike
    Je suis Charlie

  5. #5
    EnteGansundSchwan Avatar von Lexx
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    Ne, so eine Pauschalklatsche braucht niemand, da bin ich dann auch nicht mehr kritikfhig... erstens ist das keine konstruktive Kritik, zweitens vertritt die Mehrheit hier genau die Meinung und das wird alle paar Monate durchgekaut. Manchmal recht kontrovers, aber weit weniger aggressiv.
    So we're different colours and we're different creeds
    And different people have different needs
    It's obvious you hate me though I've done nothing wrong
    I've never even met you, so what could I have done?


  6. #6
    Moderator Avatar von SalomeM
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    Dem gibt es nichts mehr hinzuzufgen

    Ein bundesweiter Boykott gegen die Hundesteuer wre hier auch sehr hilfreich. Nicht, um diese nicht mehr zahlen zu mssen, sondern damit diese komplett in den Tierschutz/Untersttzung der Tierheime fllt. Damit wren schlagartig viele finanzielle Probleme der Heime vom Tisch.
    Stattdessen werden diese Gelder - meiner Meinung nach vllig ungerechtfertigt - fr absoluten Nonsens der Gemeinden verwendet.

  7. #7
    Avatar von Lara44
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    Ich verstehe jetzt nicht ganz, was uns Liahona eigentlich damit sagen will...
    Das Leben ist ein Fluss, aber klammere dich nicht ans Ufer.

    Liebe Gre, Lara

  8. #8
    Avatar von Olle Ziege
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    Was die Verantwortung fr das Tier angeht, stimme ich zu. Aber warum sollte der TSV nicht schlachten (lassen) drfen? Wei ja nicht, was bei euch die Hunde und Katzen so futtern, unsere wrden sich ber frisches Hhnchen sicher freuen.
    0.1 Zwerg-Barnevelder, 0.1 Seidenhuhn, 0.2 Zwerg-Australorps, 0.2 Zwerg-New Hampshire, 0.1 Mix

  9. #9
    Avatar von Pudding
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    Also, Ihr lieben Hhnervermehrer: wer Hhner brten lsst und Kken zieht (weil die ja soooo niedlich sind), der ist auch fr die Hhner verantwortlich. Hennen bekommen immer einen Liebhaber. Aber Hhne sind schwerer zu vermitteln, Mixhhne sind praktisch so gut wie unvermittelbar. Um diese los zu werden gibt es zwei gepflegte und rechtlich einwandfreie Mglichkeiten.
    Wen meintest du damit?
    Finde es irgendwie irritierend das hier im Hfo so zu schreiben!
    Das man keine Tiere egal welche Art aussetzt ist klar und nur Gestrte tun sowas!
    Wer mit mir reden will, der darf nicht blo seine eigene Meinung hren wollen.
    von Wilhelm Raabe

    Alle verrckt hier, komm Einhorn lass uns gehen....!

  10. #10
    Avatar von Sternenvogel
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    Jeder der "Hhner vermehrt" muss sich zwangslufig damit auseinandersetzen was mit den Hhnen passiert. Viele schlachten und essen sie selber, andere knnen oder wollen nicht selbst schlachten und geben sie ab. Und natrlich gibt es auch schwarze Schafe, der seine Hhne irgendwo hinsetzt, seine Erpel auf Teichen aussetzt und seine Katzen nicht kastriert und und und.....Aber das wissen wir doch alle, was sollte jetzt der Generalanschiss?
    Viele Gre vom Sternenvogel
    mit 2 Hunden, 2 Katzen und einer bunt gemischten Hhnergruppe

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