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Thema: Vergesellschaftung: Küken wird gehackt

  1. #1

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    Vergesellschaftung: Küken wird gehackt

    Hallo,

    wir haben seit 3 Wochen 2 Marans und 2 Grünleger. Wir haben sie als 14-Tages-Küken bekommen, sie sind jetzt also ca. 5 Wochen alt. Bislang hatten wir sie noch im Haus. Gestern am frühen Abend sollte es aber rüber in den Stall gehen, DENN wir bekamen nochmal Zuwachs: wir haben 3 Zwerg-Cochins bekommen, die zufälligerweise ebenfalls 5 Wochen alt sind. Vom Wuchs her sind sie natürlich kleiner als die Marans und Grünleger, besonders 1 Helle, die ist wirklich noch winzig.
    Damit wäre die Schar komplett. Eine der Marans, die wir Lotti nennen wollten, hat sich im Übrigen als Lothar entpuppt, aber das nur zur Nebeninfo.

    Gestern sollte, wie gesagt, für alle der Einzug in den Stall stattfinden. Wir dachten, wir lassen alle ungefähr zeitgleich rein, damit keiner einen Vorteil hat. Als erstes kamen die 3 Cochins, etwa 5 Minuten später die Marans und Grünleger. Gleich nach ca. 2 Minuten begannen Hildegard (Maran) und Tessa (Grünleger) damit, im Wechsel das helle Cochin-Küken zu hacken. Das Küken ist den beiden mehrmals - offenbar ganz bewusst - regelrecht in die Federn gelaufen und wollte Kontakt suchen, aber die beiden haben es immer wieder gehackt und haben sie auch im Stall verfolgt. Wir haben die 3 Zwerg-Cochins dann nach ca. 20 Minuten aus dem Stall ins Haus geholt, weil das Kleine nur am Fiepen war vor lauter Angst und auch schon ganz zerrupft war. Wir hatten einfach Angst, das Kleine würde die Nacht sonst nicht überleben.

    Im Haus haben sie dann die heutige Nacht ganz ruhig verbracht haben. Jetzt ist aber die Frage: WAS TUN? Wir können sie ja nicht ewig hier drin halten.
    Ich habe überhaupt nicht damit gerechnet, dass es hier zu Problemen geben könnte, aber wie ich mittlerweile gelesen habe, kann das immer mal vorkommen. Nur eine richtig gute Lösung habe ich nirgendwo gefunden. Hat jemand von Euch bitte noch eine Idee?
    Übrigens: Lothar-Gockel und Dolores (die sich wohl zu seiner Stellvertreterin entwickeln wird) haben sich aus der ganzen Streiterei herausgehalten und einfach bloß gefressen. Die beiden anderen Cochins ebenso bzw. haben sie haben dem Kleinen zumindest ab und zu Deckung gegeben.

    Für hilfreiche Tipps bin ich dankbar!

  2. #2
    Avatar von Orpington/Maran
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    falls möglich das gehackt Küken EINZELN den neuen Hühnern vorstellen ( also immer 1 zu 1 Treffen von Cochin und je 1 neuem Huhn ) , wenn alle gleichzeitig draufhacken, hat es keine Chance, wenn einzeln die Machtverhältnisse ( am besten, wo sich das gehackte Küken Zuhause fühlt, und die anderen fremd) geklärt werden, kann es evtl. ein zwei im Rang höherstehen, und wenn die sich dann später treffen, gehen die dem Cochin aus dem Weg !

  3. #3
    Avatar von K1rin
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    So ein schwaches kleines zurückgebliebenes Küken wird von Natur aus kaum eine Chance haben, in einer starken Gruppe anerkannt zu werden. Es ist ja "nur" Balast für eine starke gesunde Gruppe.

    Das Kleine ist vielleicht zu den "Großen" gelaufen, weil es Schutz und Wärme gesucht hat.
    Du kannst, wenn die Kleinen bischen älter sind und das schwache Küki sich vielleicht bischen besser berappelt hat, wieder einen Versuch der Zusammenführung starten.
    Lieben Gruß
    Karin

  4. #4
    Hühner-Friseuse Avatar von Rosie
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    Ja, es wird Wärme gesucht haben. Hast Du im Stall bzw. auch jetzt im Haus eine Wärmelampe oder ähnliches für Deine Küken?
    Liebe Grüße
    Heike Grimm
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  5. #5

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    Danke schon mal für die schnellen Rückmeldungen. Wärmelampe ist da und auch an. Ich hatte den Stall vor dem Einzug auch schon vorgewärmt, obwohl die Cochins beim Züchter schon viel Zeit draußen verbracht haben und die Wäremlampe nur noch nachts gewohnt waren.
    Dass es dem Kleinen zu kalt war kann sein. Aber ich hatte eher den Eindruck, es hat die Großen gesehen und wollte "zur Mama". Oder denke ich da zu menschlich?

    Ich habe mir jetzt überlegt, dass ich im Stall einen Teil abtrenne mit einem Schlupf, durch den nur die Cochins passen. So kann das Kleine jederzeit raus, aber bei einem Angriff auch fliehen. Parallel versuche ich aber auch noch den Vorschlag von Orpington/Maran, alle einzeln vorzustellen. Vielleicht ist das eine gute Kombination. Ich mache mir nur Sorgen, da ich das Kleine nicht alleine lassen will. Es soll wenigstens bei seinen Geschwistern bleiben können. Aber die Geschwister sollen ja auch nicht darunter leiden, dass das Kleine gehackt wird und sie deshalb jetzt nicht mehr zu den Marans und Grünlegern in den großen Auslauf dürfen. Die beiden größeren Geschwister hatten ja kein Problem, die waren ganz entspannt. Oh je, so viele Punkte, die es abzuwägen gilt. Wir haben auch noch drei Zwergkaninchen. Bei denen hatte ich erwartet, dass die Vergesellschaftung schwierig wird, aber da war es überhaupt kein Problem. Und nun, da ich eigentlich gar kein Problem erwartet hatte, kommt doch eines.... Man lernt eben nie aus :-)

  6. #6
    Hühner-Friseuse Avatar von Rosie
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    Das ist eine super Lösung. Besser geht es nicht.

    Und ich denke nicht, dass Du zu menschlich denkst! Was für´n Satz!
    Liebe Grüße
    Heike Grimm
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  7. #7

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    Hallo Rosie, wir halten "unsere" Tiere nach Möglichkeit immer so, dass wir uns denken können "Hey, wenn ich ein Huhn/Kaninchen wäre, dann würde mir das gefallen/schmecken/Spaß machen". Ich denke, so kann man eigentlich nichts falsch machen. Aber mit Hühnern habe ich noch nicht so viel Erfahrung, deshalb weiß ich nicht, ob die so "ticke", wie ich meine.
    ich hoffe nur, das Kleine findet die Idee auch gut und muss sich jetzt nicht nur den ganzen Tag verkriechen. Denn eigentlich ist es ein wirklich aufgewecktes kleines Wesen. Ich hab den Eindruck, es hat schon auch ein bisschen den Schalk im Nacken ... :-)

  8. #8
    Avatar von K1rin
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    Nun muss ich mal nachfragen...

    Die Cochin sind das Zwerge oder werden das welche der großen Rassevertreter?

    Sollten das Zwerge werden, dann würde ich mir das mit dem Maranshahn gründlich überdenken. Der wäre wohl für die kleinen viel zu schwer, was in einigen Monaten dann zu Problemen führt. Da wäre der Gedanke von meiner Seite aus, die Zwerge von den Großen ganz getrennt zu halten - also 2 Gruppen bis die ausgewachsen sind.

    Sollten die Cochins auch größere Rassevertreter werden, dann "hinken" diese in der Entwicklung noch hinterher. Da hilft wohl nur warten, bis die "Kleinen" bischen "erwachsener" geworden sind.
    Lieben Gruß
    Karin

  9. #9

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    Hallo Karin,
    ja, es sind Zwerge. Das mit dem Maran-Hahn war eigentlich auch nicht so geplant. Nur kamen die Marans ja bereits mkt 14 Tage zu uns und mittlerweile hat sich "Lotti" eben als "Lothar" entpuppt. Weggeben kommt nicht in Frage, also dachten wir uns, die Cochins, die uns schon vor Wochen angeboten wurden, brauchen wir dann auf jeden Fall, damit die Schar groß genug ist. Dadurch, dass alle gleich alt sind, hatte ich gehofft, dass Lothar ja noch ein bisschen braucht, bis er aktiv wird und bis dahin auch die Zwerge eine annehmbare Größe haben. Wann würden die Cochins Deiner Erfahrung nach als ausgewachsen gelten, so dass man sie wieder zur Schar lassen kann (nur mal so geschätzt)?

  10. #10
    Avatar von K1rin
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    Du erwartest ganz ehrlich ziemlich viel von den Cochins. Der Maranshahn wird mind. 4 Kg wiegen und die Cochin-Henne 750 g. Das geht nicht lange gut und die Cochins haben gebrochene Knochen (Rippen, Flügel, Becken). Der Hahn wird ja nächstes Frühjahr noch einen Hormonschub bekommen, den kannst dir jetzt nicht vorstellen.

    Anderst wäre es, wenn du Zwergmarans hättest.

    Kükis sind erst junge Hühner, wenn sie ca. 3 Monate alt sind. Spätestens dann sollte die Zusammenführung funktionieren. Ich würde in 2 Wochen den nächsten Versuch starten und beobachten, wie sich die "kleine" Henne verhält und ob sie ein wenig mehr Selbstbewußtsein entwickelt hat.
    Lieben Gruß
    Karin

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