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Thema: Schiefhals

  1. #1

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    Schiefhals

    Hallo ihr lieben,

    hatte es schon in meinen Kunstbrut-Faden kurz erwähnt, das geht dort aber vermutlich unter.

    Wie kann ich einem Küken, dass seinen Kopf schief hält, eine Art Halskrause basteln? Außer der Schiefhaltung (guckt mit einer Seite immer nach oben) ist es recht kräftig und es sitzt ach mal aufrechter zwischendurch. Ob es allerdings fressen und trinken kann, weiss ich nicht. Bin ja tagsüber auf Arbeit. Ich habe es etwas separiert, da die anderen ihm immer ins Auge picken. Ich schätze, es lag falsch im Ei.

    Oder soll ich es lieber gleich erlösen?

  2. #2
    Rassegeflügelzüchter Avatar von Ernst
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    Zitat Zitat von Snivelli Beitrag anzeigen
    Oder soll ich es lieber gleich erlösen?
    Du hast es erkannt.

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    auch wenn schöne Teppiche seinen Böden und kostbare Tapeten und Bilder die Wände bedecken.
    Hermann Hesse

  3. #3
    verliebt in struppi Avatar von frieda-cochin
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    Schreib mal Piaf eine Privatnachricht bevor du es direkt erlöst.Sie hat oft hilfreiche Tips und hat schon manchem Huhn das Leben gerettet. VIEL GLÜCK

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    liebe grüße,frieda-cochin

  4. #4
    Avatar von K1rin
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    Zitat Zitat von Snivelli Beitrag anzeigen
    Wie kann ich einem Küken, dass seinen Kopf schief hält, eine Art Halskrause basteln? Außer der Schiefhaltung (guckt mit einer Seite immer nach oben) ist es recht kräftig und es sitzt ach mal aufrechter zwischendurch. ... Ich schätze, es lag falsch im Ei.

    Oder soll ich es lieber gleich erlösen?
    Wenn es anderst herum im Ei gelegen hätte, dann wäre es normal?
    So ein Küki "entfaltet" sich doch nach dem Schlupf und da ist es doch egal ob es so oder anderst im Ei gelegen hat. Die Muskeln und Sehnen entwickeln sich unabhängig davon, wie das Kleine im Ei lag.

    Ich denke bei dem Küki eher an etwas Neurologisches oder an eine Missbildung der Halswirbel. Eine "Halskrause" würde da auch nicht helfen. Erlöse es, bevor es leidet.
    Lieben Gruß
    Karin

  5. #5

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    Zum Glück habe ich es nicht über den Regenbogen geschickt.
    Als ich nach Hause kam, saß es mit den anderen am Futternapf und hat zufrieden gefuttert! Es hat nur noch ein klein wenig Schlagseite, fällt aber kaum auf. Und es zipt jetzt den anderen am Pelz rum
    Geändert von Snivelli (09.05.2014 um 21:45 Uhr)

  6. #6
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    Mensch, das ist ja super und freut mich total

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    liebe grüße,frieda-cochin

  7. #7

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    Und mich erst.
    Es ist das kleinste der Küken. Na, mal abwarten. In den ersten Tagen geht oft noch so viel schief.

    Dafür kränkelt jetzt das eine Küken, das so lange für den Schlupf gebraucht hat. Ob es die Nacht überlebt, weiss ich nicht. Tja, man kann noch so alles richtig machen. Es gibt immer wieder kleine Schicksale. Als Futter gibt es gek. Ei mit geschnippelten Brennnesseln und Löwenzahn. Das Kükenfutter gebe ich in langsam in kleinen Portionen und eingeweicht dazu. Dieses Mal habe ich auch etwas Kraus-Tinktur für das Trinkwasser besorgt.

  8. #8

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    Guten Morgen,

    musste das kranke Küken erlösen. Es hatte nur noch Schnappatmung. Sollte wohl einfach nicht sein

    Den anderen geht es gut bisher. Schiefhälschen ist völlig normal. Meine Güte, fast hätte ich ein Küken in den Himmel geschickt, das vielleicht nur einen Muskelkater oder nen steifen Nacken hatte... manchmal lohnt es sich doch, etwas zu warten.

  9. #9
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    Das mit dem küken welches du erlösen musstest, tut mir sehr leid.Aber wenn es sich nur noch quält bringt es nichts und du hast das richtige getan.bezüglich dem schiefhälschen ist es gut, das du noch gewartet hast.Ich hätte es auch nicht sofort erlöst und bin auch kein Freund vom sofortigen erlösen.Man sollte die Ursache kennen und es wenigstens probieren. Es sei denn es quält sich.

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  10. #10

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    Liebe Foris

    Bin zwar nicht sicher, ob ich hier der korrekte Thread ist, aber ich wollte meine Erfahrung mit einem Fall von Schiefhals, der positiv ausging, gerne weitergeben.
    (Liebe Moderatoren, Ihr könnt mich gerne woanders hinschieben, falls von Euch gewünscht.)

    Bei mir war es unser ca. vierjähriger, einäugiger Zwergwyandotten-Hahn, welcher vor zwei Wochen plötzlich einen schiefen Hals zeigte. (Chico wurde vor einem Jahr von seinem Sohn derart attackiert, dass er ein Auge nicht mehr benutzen kann; es ist "zugewachsen".)
    Einen Tag habe ich ihn mit dem Schiefhals beobachtet (Fressen ging zwar "verdreht" aber gut und Verhalten schien nicht stark eingeschränkt) und mich gewundert, was los war; und am zweiten Tag habe ich mit ihm eine Tierärztin aufgesucht, da er abends nicht auf die Sitz-Stange "gefunden" hatte.

    Diese gab zu, mit Hühnern nicht viel Erfahrung zu haben, doch Torticollis - so die Sammel-Bezeichnung - war ihr sonst aus der Vogelwelt schon ein Begriff. Und sie warnte mich gleich, die Prognose sei eher schlecht.
    An dieser Stelle füge ich einen Link ein, wo mögliche Ursache für einen Schiefhals/ Torticollis aufgelistet sind:

    http://www.birds-online.de/gesundhei...rehterkopf.htm

    Da unser Hahn Chico aber erstmal ruhig und nicht bemerkbar leidend wirkte (auch bei Halsabtasten keine sichtbare Schmerzreaktion), sondern ausser eben dem schiefen Köpfchen und einem Augenzittern (Nystagmus) keine Symptome zeigte, wurde "ins Blaue hinein" therapiert: Er erhielt Antibiotika, niedrig dosiertes Metacam (0.5 ml "Katzenmetacam" für den 1.6 Kilo schweren Hahn) und Vitamin B (1/4 Tbl. täglich).
    Zudem nahm ich Kontakt auf mit Kometian (Verein zur Gesunderhaltung der Nutztiere durch Komplementärmedizin) und es wurden mir noch zwei homöopathische Mittel verschrieben (Causticum und Lycopodium C 30), welche ich nacheinander anwenden sollte. Wenn das eine keine Wirkung erzielte, sollte ich das andere noch einsetzen.

    So versorgt, kam Chico zurück zu seinen sechs Hennen. Währenddem ich im Hühnerhof selber (sehr offene Struktur, Gras, zwei Büsche und kleine Ställe, sehr übersichtlich) wenig auffälliges bemerkte ausser der Kopfhaltung, fand er dann aber abends nicht mal in den Stall hinein. So trug ich ihn für diese Nacht hinein. Als ich ihn dann auf die Sitzstange setzen wollte, schien er sein Gleichgewicht nicht halten zu können. Daher installierte ich zwischen den Sitz-Stangen die Möglichkeit für ihn, auf einer Fläche zu nächtigen, wo er milben- und absturzgeschützt schlafen konnte.

    Ich beobachtete ihn die drei nächsten Tage weiterhin sehr besorgt. Und kam zum Schluss, dass sein Problem anscheinend ein optisches sei: Eine Unsicherheit im Gleichgewicht und im räumlichen Sehen folgerte ich aufgrund seiner Schwierigkeiten mit dem Benutzen von Hühnerleiter und Stange, sowie beim Bewältigen von Absätzen/ Stufen. Sobald er im Hühnerhof war, war er "der Alte", bezirzte und lockte seine Hennen, besprang sie, krähte, ass und trank selbständig und putzte sein Gefieder auf beiden Seiten etc. Doch abends fand ich ihn trotz längerem Abwarten stets im Hühnerhof, obwohl alle anderen Hühner bereits am Schlafen waren.

    Hier einige Links bezüglich Torticollis okularis (was ich allerdings alles selber aus dem Netz gefischt habe und nicht gesichert medizinisch weiss, ob das tatsächlich auf unseren Hahn zutrifft oder zutraf):

    https://de.wikipedia.org/wiki/Torticollis
    https://www.wissen.de/medizin/trochlearislaehmung
    http://flexikon.doccheck.com/de/Trochlearisparese
    http://flexikon.doccheck.com/de/Schiefhals

    Meine Vermutung bezüglich Ursache des Torticollis geht inzwischen dahin, dass Chico sich den Kopf an einer Metallleiter angeschlagen haben könnte.
    Wir hatten eine im Abteil Chico's im Hühner-Stall stehen, um hier eine Brut Gartenrotschwänze zu unterstützen durch Milbenbehandlung des Nestes. Hat sich der einäugige Chico beim einfachen Kopfschütteln vielleicht den Sehnerv verletzt?

    Nach fünf Tagen ohne signifikante Fortschritte wechselte ich auf's zweite homöopathische Mittel - und ab da kam die Wende: Chico meisterte erst die Rückkehr in den Stall abends selber, dann verliess er auch den Stall am Morgen wieder und nach einigen weiteren Tagen, fand er auch wieder auf die Sitzstange! Er entwickelte eine eigene Technik, wie "die Hürden" in die Voliere und wieder zurück zu bewältigen trotz reduzierten aber immer noch erkennbaren Handicaps mit dem Schauen (wie ich vermute).

    Chico ist das beste Beispiel (auch für uns Menschen), dass man mit und trotz Behinderung leben kann, scheint mir.
    Vielleicht hat er auch nur seine Hirnerschütterung auskuriert - doch bin ich nicht sicher, ob wirklich ganz alles weggehen wird.
    Jedenfalls geniesst er sein Leben in vollen Zügen - daran habe ich keinen Zweifel.

    Also, falls jemand ein ähnliches Problem haben sollte: Nicht gleich aufgeben. Alle Ärzte hatten mir geraten, nach einer Woche mit Schiefhals den Hahn zu "erlösen" - aber nach 14 Tagen erst zeigt sich nun, dass er regeneriert ist und er gut mit dem Handycap zurechtkommt.

    Viele Grüsse

    jdee

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