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Thema: Naturbrut und Marek

  1. #1

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    Naturbrut und Marek

    Hallo,

    ich habe seit drei Jahren Sundheimer, da ich nur 4 Hennen hatte habe ich mir letztes Jahr 10 Bruteier besorgt. Es hat relativ lange gedauert bis eine Henne gluckig war, ich vermute es liegt zum einen an der Rasse und dass sie selber aus Kunstbrut kommen. Letztenendes sind nur 4 geschlüpft, zwei haben die erste Woche nicht geschafft. Von den zwei Überlebenden hat eins nach 8 Wochen Symptome von Marek gezeigt, der Tierarzt hat ein Antibiotikum gegeben, jedoch habe ich es letztendlich erlösen müssen. Das letzte Überlebende hat sich prächtig entwickelt und ist heute ein stolzer Hahn. Nun würde ich dieses Jahr wieder gerne Naturbrut machen,diesmal mit eigenen Bruteiern, habe jedoch große Bedenken wegen der Verluste.
    Bei der Kunstbrut besteht ja die Möglichkeit der Impfung, aber ich möchte den ganzen Aufwand mit der Kükenaufzucht eigentlich nicht betreiben.

    Wer von euch hat ähnliche Probleme bei der Naturbrut? Was für Möglichkeiten habe ich?

    Gruß Johannes

  2. #2

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    Sundheimer sind eine Zwiehuhnrasse,will heißen sind auf Eier und Fleisch selektiert,ein Bruttrieb wäre da fehl am Platz.
    Deswegen sollen Sundheimer EIGENTlICH garnIcht glucken,kommt aber hin und wieder wie Du bereits festgestellt hast aber vor....
    Bei Naturbrut kannst Du natürlich auch impfen,ist ja nix anderes als bei Kunstbrutküken,deswegen versteh ich die Frage nicht ganz....

  3. #3

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    Soweit mir bekannt ist sind die Marekviren im Stallstaub/ Federkleid vorhanden und sobald die Küken mit dem Staub oder überhaupt mit dem Stall etc. in Kontakt kommen infizieren sie sich, somit ist eine Impfung bei Naturbrut nicht möglich.

  4. #4
    Hühner-Friseuse Avatar von Rosie
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    Die Marek-Impfung ist bei Küken aus Naturbrut völlig unnütz, da die Kleinen zum Zeitpunkt der Impfung längst mit dem Erreger in Berührung gekommen sind.

    Die Impfung macht nur Sinn, solange die Küken nicht mit den übrigen Tieren des Bestandes bzw. mit dem Staub aus den Ställen zusammenkommen. Das gilt auch für die ersten Tage nach der Impfung!

    Interessant wäre es zu wissen, ob Dein Küken damals wirklich an Marek erkrankt ist. Ich habe vor zwei JAhren auch mal ein Küken mit diesen Symptomen dabei gehabt, welches sich aber durch die Gabe von Vitamin-B-Komplex wieder erholt hat.

    Außerdem kann ich noch sagen, dass Sundheimer NIE glucken - nur von meinen neun Mädels hatten wohl viere ihre Rassebeschreibung nicht gelesen.
    Liebe Grüße
    Heike Grimm
    1,12,29 Sundheimer 22,30,41 Paduaner
    1,1 Zwergenten

  5. #5
    Avatar von ersi
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    Ich fürchte, ich hab mir mir dem Zukauf von geimpften Hennen Anfang 2012 Marek eingeschleppt und habe die Erfahrung gemacht, dass die Küken (ausschließlich Naturbrut) wenn, im Alter 8 - 20 Wochen Symptome zeigen und dann auch nicht überleben!

    Da man als Kleinhalter mit permanenten Glucken (sprich Küken) in Naturbrut nicht wirklich etwas gegen tun kann, gebe ich keine Hühner mehr ab und ziehe mir meinen Nachwuchs auch nur noch mit - gezwungener Maßen einkalkulierten Verlusten - selbst nach. Die adulten Hühner sind augenscheinlich fit und gesund, unsere relativ kleinen Bruten von maximal 8 Eiern pro Glucke haben Ausfälle im vorgenannten Kükenalter von 0 - 40 Prozent - inzwischen kann ich damit leben, aber schön ist was anderes... Wenn wer Vorschläge hat - immer her damit, aber ich glaube da gibt es nix - denn Impfung fällt bei Naturbrut aus und über Wochen künstlich und separat aufziehen kann ich nicht realisieren.
    LG - ersi

  6. #6

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    Meine Küken bekommen die homöopathische Marekimpfung und ich hatte seit dem nie wieder Verluste.
    Kann natürlich auch Zufall sein. Meine erste Brut, ungeimpft wurde komplett von Marek dahin gerafft. Herpes Zoster c200

  7. #7

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    Was ist denn eine homöopathische Marek-Impfung?
    Sundheimer 1,2 Araucana 0,2 Wyandotte 0,1 Marans 0,1
    Holländische Zwerghauben 0,2 Marans Mixe 2,3 (Küken)
    Hybriden 0,6

  8. #8
    Avatar von Bohus-Dal
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    Zitat Zitat von Liese Beitrag anzeigen
    Was ist denn eine homöopathische Marek-Impfung?
    Hokuspokus

    Aber bitte, wer seinen Küken beim Sterben zugucken möchte... Sinnvoller wäre allerdings die Zucht auf Marekresistenz. Wenn die eigenen Hühner nicht resistent sind, sollte man von denen nicht nachziehen, sondern Bruteier von resistenten Linien dazunehmen. Wer es übers Herz bringt und die Verluste in Kauf nimmt, kann natürlich auch selber auf bessere Resistenz hin züchten. Viele Rassen und Linien hätten das dringend nötig
    Grünlegemixe 1,8,5; Dals-Pärlhöna 0,2; Bohuslän-Dals svarthöna 0,1; Marans 0,1; Warzenente 1,3; Katze 2½,0

  9. #9

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    @Bohus-Dal

    Wie bekommt man seine Hühner denn Marek-resistent?

    Bzw. wie findet man heraus ob sie es sind?
    Sundheimer 1,2 Araucana 0,2 Wyandotte 0,1 Marans 0,1
    Holländische Zwerghauben 0,2 Marans Mixe 2,3 (Küken)
    Hybriden 0,6

  10. #10
    Avatar von Bohus-Dal
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    Wie ich sehe, hast Du Hybriden, zumindest die dürften sicher geimpft sein. Hast Du gelesen, daß die Impfstämme aggressiveres Marek verursachen können?
    Sind Deine anderen Hühner zugekauft oder bei Dir aufgewachsen, geimpft oder nicht geimpft? Wenn man sicher Marek im Bestand hat und alle Küken in Naturbrut gesund groß werden und auch später nicht an tumorösem Marek erkranken, denke ich, man kann sie als resistent ansehen. Wenn Du von Deinen Hühnern in Naturbrut nachziehen willst, würde ich nicht die Eier der Hybriden nehmen und wenn möglich vorher den/die Züchter der Rassehühner fragen, wie es da mit Marek aussieht. Ansonsten (desinfizierte) Fremdbruteier nehmen, die aus resistenten Linien kommen. Ob geimpfte, zugekaufte, gesunde Hühner genetisch nun resistent oder nicht sind, kann man meines Wissens gar nicht herausfinden, man kann nur gucken, ob sie Träger sind, in Federfollikeln glaube ich, aber das sagt ja irgendwie nix. Übrigens können auch geimpfte Hühner manchmal erkranken, ich hatte eine zugekaufte Sebright, die geimpft war und nur 4 wurde, das ganze Huhn war voller Tumore Ich wußte damals nicht, daß man geimpfte und nicht-geimpfte nicht mischen soll.
    Hier ist das nicht so verbreitet mit dem Impfen und z.B. bei Landrassen verpönt und nicht erlaubt, die sollen nur Naturbrut machen und robust und gesund sein. Also zumindest in Schweden sagt man, wo Hühner sind, da gibt es auch Marek. Ich wußte anfangs nicht mal was von der Krankheit, ich mache immer nur Naturbrut, meine Mixe waren von Anfang an resistent. Nachdem ich dann leider traurige Erfahrungen mit zugekauften Bruteiern und eingekreuzten Rassehühnern machen mußte, achte ich darauf, daß fremde Bruteier aus resistenten Linien stammen, wenn ich denn mal welche dazunehme. Wenn der Züchter nicht impft, Naturbrut macht und keine Verluste hat, gehe ich davon aus, daß die Küken auch bei mir gesund bleiben.
    Selber auf Resistenz züchten würde ganz krass so ablaufen, daß man ganz viele Küken ausbrütet und damit rechnet, viele erlösen zu müssen. Es werden ja wohl eher nie 100% erkranken, mit den gesündesten züchtet man weiter. Das ist grauenhaft, ich könnte es nicht, trotzdem bin ich irgendwie auch der Meinung, es wäre was Gutes, wenn jemand das in Angriff nehmen würde. Ich bin nun mal kein Freund von Kunstbrut. Beispiel bei mir: Hahn mit fremd eingekreuztem nicht-resistenten Vater stirbt mit 2½ an tumorösem Marek, hat aber schon 2 Töchter gezeugt. Eine stirbt mit einem Jahr (unklar ob es Marek war), die andere wurde 8 und blieb kerngesund, bekam eine Tochter und eine Enkelin, ebenfalls gesund. Von der Enkelin werde ich jetzt nachziehen. So schnell kann das Problem offensichtlich auch wieder beseitigt sein. Hätte ich gewußt, daß der Hahn krank war, hätte ich ja nicht mit ihm gezüchtet. Ist auch schon viele Jahre her, inzwischen bin ich für mich zu dem Schluß gekommen, keine Eier von jungen Hennen auszubrüten. Wenn die Elterntiere erstmal gesund 3-4-5 Jahre alt geworden sind, haben sie ihre Tauglichkeit bewiesen und dürfen sich vermehren. Ich habe eine Henne mit komischen Pupillen, sie ist jetzt drei und ansonsten gesund, aber da das Augenmarek sein könnte, kommt sie nicht in die Zucht. Vielleicht tauchen auch in resistenten Linien manchmal so Fälle auf, die nicht 100% resistent sind, mit denen darf man dann aber auch nicht weiterzüchten.
    Viele geimpfte Linien können ja durchaus noch resistent sein, das weiß man halt nicht, weil sich keiner traut, mit dem Geimpfe aufzuhören, wenn man einmal angefangen hat. Völlig bescheuert finde ich es, wenn man eine Rasse seit langem züchtet und nie Probleme hatte und dann plötzlich grundlos anfängt zu impfen. Wenn man Pech hat, züchtet man sich dann selber unbemerkt die Resistenz weg. Wozu?
    Man weiß doch auch nie, was in Zukunft passiert. Der Marekimpfstoff muß sehr gut gekühlt werden. Was ist z.B. in Kriegsgebieten, wo die Stromversorgung nicht gewährleistet ist? Plötzlich geht nur noch Naturbrut, was, wenn nun alle Küken sterben? Ich würde von so einem System nicht abhängig sein wollen.
    Grünlegemixe 1,8,5; Dals-Pärlhöna 0,2; Bohuslän-Dals svarthöna 0,1; Marans 0,1; Warzenente 1,3; Katze 2½,0

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