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Thema: Info Vogelgrippe Deutschland

  1. #1
    Anton
    Gast

    Info Vogelgrippe Deutschland

    Stand 16. Jan. 2006 KLASSISCHE GEFLÜGELPEST (AVIÄRE INFLUENZA)
    Pressemitteilung des Präsidenten zur Besprechung mit dem
    Bundesministerium für Ernährung, Verbraucherschutz und Landwirtschaft
    in Bonn am 13.01.06

    Ob wir jemals ein Fazit ziehen können in absehbarer Zeit über die hoffentlich dann erfolgreiche Bekämpfung der Vogelgrippe ist sicherlich zweifelhaft. Aber trotz aller Unwägbarkeiten und leider immer wieder neuen Meldungen über Verdachtsfälle oder auch nachgewiesener Fälle bei Tieren und in einigen Gebieten der Welt auch bei Menschen, möchte ich die Gelegenheit dieses Gesprächs nutzen um ein vorsichtiges Zwischenfazit aus der Sicht der Rassegeflügelzucht zu ziehen.
    Ich Weiß aus ungezählten Gesprächen und vielen Zuschriften wie sehr dieses Thema unsere Züchter beschäftigt - nur eines ist auch klar: ein Patentrezept gibt es nicht, auch wenn das hin und wieder behauptet wird.
    Das Gespräch mit den Herren Dr. Bätza und Dr. Weinandy vom Tierseuchenreferat war natürlich nicht der erste Kontakt mit dem Ministerium, wie offensichtlich einige Züchter glaubten und es, aus welchen Gründen auch immer, auch von Teilen der Fachpresse fälschlicherweise dargestellt wurde. Der ständige Kontakt mit den notwendigen Informationen gehört einfach zum Tagesgeschäft des BDRG, seit mehr als zwei Jahren sind wir im Verteiler des Bundesministeriums enthalten und erhalten dementsprechend die Informationen, die wir dann nach Möglichkeit auch umgehend über das Internet weiter verbreiten, so dass sich unsere Züchter und andere Interessierte jederzeit informieren können.
    Für viele ist es offensichtlich aber ein Problem zwischen den vielen Nachrichten aus den allgemeinen Medien, den leider nicht immer identischen Meldungen der Landesministerien, noch weiter voneinander abweichenden Meinungsäußerungen örtlicher Veterinärbehörden und den Mitteilungen des Bundesministeriums zu unterscheiden. Und in diesem Punkt, das hat Dr. Bätza noch einmal deutlich zum Ausdruck gebracht, kann er uns natürlich auch nicht helfen, das liegt nicht in seinen Einflussmöglichkeiten.
    Der Termin 13. Januar war langfristig geplant, wie der ganz aktuelle Stand der Gefahrenabschätzung sein würde konnte dabei keiner vorher sagen, und vielleicht haben wir wenn sie diese Zeilen lesen ja schon wieder eine ganz neue Lage. Er war insofern dann zufällig günstig, dass die Zuspitzung der Situation für die Gefährdung in Europa speziell in Deutschland durch die Meldungen aus der Türkei neue Brisanz bekommen hatte und, dass andererseits gerade am Tag vorher eine Besprechung der zuständigen Länderminister mit dem Bundesminister Seehofer in Berlin stattgefunden hatte und somit die unterschiedlichen Auffassungen der politisch Verantwortlichen gerade nach dem neuesten Stand bekannt waren.
    Nach der ausführlichen Darstellung durch die Vertreter des Ministeriums wie die jeweiligen Gefährdungsabschätzungen auch mit Hilfe wissenschaftlicher Institute wie dem Friedrich-Löffler-Institut, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, hatten wir als Verantwortliche im BDRG nachhaltig die Gelegenheit unsere Probleme zu schildern und unsere Vorstellungen darzulegen.
    Ich hatte jedenfalls den Eindruck, dass die Probleme durch die ständigen Kontakte durchaus wahrgenommen worden sind - was bei der Vielzahl von "Lobby-Vertretern" mit denen sich ein Ministerium mit dieser Aufgabenstellung auseinander zu setzen hat - und auch angemessene Berücksichtigung finden. Bei meinem Grußwort anlässlich der Nationalen in Dortmund in Anwesenheit des Nordrhein-Westfälischen Landwirtschaftsminister Uhlenberg hatte ich darauf hingewiesen, dass wir als Rassegeflügelzüchter einen Sonderstatus brauchen in Abgrenzung zur Wirtschaftgeflügelzucht, die natürlich bei allen Diskussionen ein erhebliches Gewicht hat. Unsere Rolle wäre etwa vergleichbar mit der für Zootiere. Minister Uhlenberg hatte in Dortmund erklärt, dass er sich im Kreis der Länderkollegen dafür einsetzen würde, dass uns dieser Status auch im Hinblick der Möglichkeiten des Impfens zugestanden werden soll. Vor seiner Fahrt nach Berlin, am 11. Januar, hatte ich noch die Gelegenheit ihn im persönlichen Gespräch nachdrücklich daran zu erinnern. Dies wird jetzt im Februar zunächst noch wieder Hauptthema einer Konferenz der Fachleute aus den Landesministerien sein, um es dann erneut im Kreis der Minister zu erörtern. Und dann kommt noch die Hürde Europa. Auch hier werden wir durch persönliche Gespräche, die uns Dr. Heinrich aus Leipzig aufgrund seiner beruflichen Beziehung vermitteln wird, vorstellig werden.
    Entsprechenden Forderungen des Europa-Verbandes der Kleintierzüchter haben wir uns angeschlossen, aber persönliche Gespräche bringen erfahrungsgemäß eher Erfolg.

    Unsere Hauptforderung gegenüber dem Ministerium war und bleibt der Erhalt aller Rassen zur Sicherung lebendigen Kulturgutes und der Genvielfalt. Da wo dieses Ziel bedroht wird müssen Politik und Verwaltung und Züchterschaft eng zusammen arbeiten. Wir begrüßen alle Maßnahmen wie Handelsbeschränkungen, Verhinderung illegaler Importe von Geflügel, Geflügelprodukten etc. aus Ländern in denen akute Fälle aufgetreten sind. Die Wirksamkeit bestimmter Kontrollen und notwendigen Verbesserungen im einzelnen sind angesprochen worden und z.T. auch schon in der Umsetzung. Mit all diesen Maßnahmen sind wir nicht nur einverstanden, sondern wir fordern sie auch in unserem Interesse ein. Erhalt der Rassen bedeutet für uns aber auch art- und rassegerechte Haltung unter Berücksichtigung des Tierschutzes und Möglichkeiten zur jährlichen Nachzucht. Weil die Aufstallungspflicht in ihrer Wirksamkeit ohnehin stark angezweifelt wird und diese bei manchen Arten, insbesondere Ziergeflügel und Wassergeflügel, Nachzucht unmöglich macht, sind wir mit unseren Forderungen durchaus auf Verständnis gestoßen. Das heißt, dass wir von der Politik erwarten, dass wenn die vorangekündigte eventuelle Stallpflicht verordnet werden sollte, die Gefährdungsabschätzung ganz gewissenhaft vorgenommen werden muss. Gegebenenfalls kann sie regional sinnvoll sein für Bereiche in denen erfahrungsgemäß Zugvögel in großen Mengen Rast machen unter Berücksichtigung der Gebiete wo sie herkommen. Darüber hinaus müssen für Wassergeflügel Ausnahmen möglich sein, evtl. unter tierärztlicher Kontrolle.
    Auch die Zahl der Tiere (unter 100) könnte ein Ausnahmekriterium sein, weil solche Ausläufe kaum das Ziel von Zugvögeln sind und das Einschleppungsrisiko auch wissenschaftlich gering eingestuft wird.
    In der Frage der Impfung besteht im Augenblick keine Chance, dass vorbeugend eine Schutzimpfung wie wir sie bisher von der Geflügelpest her kennen genehmigt wird. Aber es besteht Einvernehmen, dass bei einer gravierenden Verschärfung der Situation Notimpfungen möglich sein müssen. Es besteht Einvernehmen, dass es selbst bei einem Ausbruch der Seuche nicht flächenmäßig zur Tötung allen Geflügels kommt (wobei man die Wildvögel ohnehin nicht erfassen würde) sondern sicher zur Tötung des einzelnen betroffenen Bestandes, aber darüber hinaus zu bestimmten Schutzzonen, in denen je nach Gefährdung entsprechende Einschränkungen zu beachten und Maßnahmen durchzuführen sind. Selbst im Falle einer Notimpfung ist die Zustimmung der EU-Behörde erforderlich, die aber wohl erteilt würde. Die Forderung müssen wir gegenüber Brüssel immer wieder deutlich machen.

    Fortsetzung >

  2. #2
    Anton
    Gast

    Achtung RE: Pressemitteilung des BDRG, Teil 2

    Fortsetzung:

    In den vergangene Monaten sind wir durch die laufenden Änderung der Gefahrenabschätzung immer wieder von neuen Eilverordnungen überrascht worden. Natürlich erfordern neue Lagen auch evtl. neue Maßnahmen, aber es muss deutlich sein, dass diese Maßnahmen auch auf nachvollziehbare Wirkung hin erfolgen und nicht nur als Aktionismus, damit man sagen kann, dass man "ja was getan hat". Deshalb haben wir nochmals betont, dass wir noch stärker im Vorfeld von Entscheidungen einbezogen werden möchten, um spezielle Angelegenheiten der von uns betreuten Arten dabei einbringen zu können.

    Bezüglich der Behandlung unserer Rasse- und Ziertauben hat Dr. Bätza erklärt, dass es hier bei
    der bisherigen Praxis bleibt und Tauben von allen Maßnahmen nicht betroffen sind .Es ist unglücklich, dass in allen Papieren (Gutachten etc.) immer von Brieftauben die Rede ist. Wir haben darauf hingewiesen, dass es sinnvoller ist zumindest bei allen amtlichen Texten den Begriff "Tauben" zu verwenden.
    Welche Auswirkungen sich für die nächste Schausaison ergeben für alle Schauen und für die geplante Europa-Schau in Leipzig kann im Augenblick noch nicht eingeschätzt werden. Wir haben noch einmal darauf hingewiesen - wie ich es in meinem Schreiben an mehrere Länderministerien im Frühherbst 2005 bereits getan habe - dass die Berührung mit Wildvögeln durch unsere Schauen völlig ausgeschlossen ist. Die Tiere werden in geschlossenen Behältern transportiert und in geschlossenen Räumen ausgestellt, im Gegensatz zu manchen Geflügelmärkten. Auch besteht Einigkeit, dass es sinnvoller ist eine Einlasskontrolle gewissenhaft durchzuführen als eine teilweise sehr kostenintensive Begutachtung des ganzen Bestandes. Bei Verdacht von Erkrankungen besteht ohnehin eine Meldepflicht.
    Wir werden versuchen rechtzeitig möglichst klare Verhältnisse zu schaffen, denn neben der erfolgreichen Zucht sind die Ausstellungen ein wesentlicher Bestandteil unserer Tätigkeit. Das Gespräch fand nicht nur in angenehmer Atmosphäre statt, sondern war auch getragen von gegenseitigem Bemühen, die Zukunft unserer Rassegeflügelzucht zu sichern und sie bei allen Interessenabwägungen angemessen zu berücksichtigen.
    Natürlich wissen wir, dass letztlich die Politiker die Entscheidungen treffen, aber es ist schon nicht
    unwichtig, wie die entsprechenden Vorlagen erarbeitet werden. Wir bauen auf weitere guten Kontakte zu dieser Arbeitsebene und werden uns auch um den Ausbau der Kontakte zu den entscheidenden politisch Verantwortlichen bemühen. Hier hatte es, wie viele wissen, seinerzeit nach der letzten Nationalen in Frankfurt einen gewissen Bruch gegeben. Meine im Glückwunschschreiben an Minister Seehofer ausgesprochen Bitte um einen Gespräch mit ihm persönlich ist nach Angaben aus dem Umfeld des Ministers positiv aufgenommen und es soll in Kürze einen Termin geben.
    Allen Verantwortlichen in den Landesverbänden kann ich nur die Empfehlung geben, auch auf dieser Ebene die teilweise sehr guten Verbindungen zu pflegen oder - wo nötig - entsprechende aufzubauen.

    Ich bedanke mich bei allen Zuchtfreunden, die in den vergangenen Wochen durch persönliche Kontakte zu
    unterschiedlichsten Stellen unsere Bemühungen unterstützt haben.

    Allen Züchterinnen und Züchtern wünsche ich trotz vieler Sorgen das nötige Durchhaltevermögen und hoffentlich
    Freude an einer gesunden und vitalen Nachzucht 2006!

    Wilhelm Riebniger
    - Präsident des BDRG -

  3. #3
    Moderator Avatar von gaby
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    RE: Info Vogelgrippe Deutschland

    Bielefeld: Behörden spüren nicht gemeldete Hobby-Geflügelhaltungen auf
    - 16.01.2006


    --------------------------------------------------------------------------------

    Bielefeld (aho) - Trotz wiederholter Hinweise auf die Meldepflicht
    für Geflügelhaltungen werden in Bielefeld immer wieder bisher
    unbekannte Haltungen ermittelt. "Wir glaubten, dass die Meldepflicht
    nur für bäuerliche Geflügelhaltungen gilt", ist dann eine oft
    vorgebrachte Entschuldigung für die unterbliebene Meldung. Das
    Veterinäramt der Stadt Bielefeld weist daher erneut darauf hin, dass
    sämtliche Geflügelhaltungen, seien sie auch noch so klein, zu melden
    sind. Auch die Tierhaltungen in Hausgärten oder Kleingartenanlagen
    unterliegen der Meldepflicht. Gerade in Kleingartenkolonien wurden
    wiederholt nicht gemeldete Geflügelhaltungen festgestellt.
    Meldevordrucke sind im Gesundheits-, Veterinär- und
    Lebensmittelüberwachungsamt oder bei praktizierenden Tierärzten
    erhältlich und auf den städtischen Internetseiten abrufbar.

    Für türkisch oder russisch sprechende Geflügelhalter, die gerade in
    Kleingartenkolonien nicht selten Tiere halten, werden Hinweise in der
    jeweiligen Landessprache verteilt. Zukünftig werden auch die
    Stadtwache und Außendienstmitarbeiter des Ordnungsamtes die Einhaltung
    der Meldepflichten kontrollieren und so mithelfen, dass Schwachstellen
    und Lücken in der Geflügelpestvorbeugung frühzeitig erkannt werden
    können.

    Zur Mitwirkung bei der Seuchenvorbeugung sind aber alle Bürger
    aufgerufen. Hinweise zu auffälligen Geflügelhaltungen und erkennbar
    kranken oder verendeten Vögeln sind nicht nur für die frühe
    Krankheitsfeststellung wichtige Informationen. Zukünftige zusätzliche
    Bekämpfungsmaßnahmen wie Stallpflichten oder besondere
    Hygienemaßnahmen können nur umgesetzt werden, wenn die Halter
    "erreichbar" und Haltungen im Veterinäramt registriert sind.

    Aktuell hat die Prävention einer Einschleppung durch den Personen- und
    Warenverkehr höchste Priorität. Dazu werden die Fahrer von LKW mit
    Waren aus Ländern, die von Geflügelpest betroffen sind oder
    Busreisende aus diesen Ländern während der Fahrt kontrolliert. Der
    überwiegende Teil der Reisenden hat sich offensichtlich auf die
    Tierseuchenlage eingestellt und verzichtet überwiegend auf die
    Mitnahme von Geflügelprodukten. Bisher wurden nur in einem Fall Eier
    und Lebensmittel aus der Türkei sichergestellt.

    Bis zur Rückkehr der Zugvögel im März sollten Geflügelhalter von "frei
    laufenden" Tieren die Zeit nutzen und Vorbereitungen auf eine sehr
    wahrscheinlich angeordnete Stallpflicht ergreifen, informieren
    Ordnungs - und Veterinäramt der Stadt Bielefeld.




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  4. #4
    Avatar von grünschnabel
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    Regionale Stallpflicht in Baden-Württemberg denkbar

    Der baden-württembergische Agrarminister Peter Hauk (CDU) erwägt eine regionale Geflügel-Stallpflicht, um eine weitere Ausbreitung der Vogelgrippe zu verhindern. Zurückkehrende Zugvögel könnten den Geflügelpest-Erreger einschleppen, sagte Hauk in Stuttgart.

    Der Minister hält das Einsperren der Tiere dann für geboten, wenn das Friedrich-Loeffler-Institut in seiner Risikoabschätzung Ende Januar ein bundesweites Aufstallungsgebot für nicht notwendig erachtet. "Dann entscheiden wir, ob wir ein landesweites Aufstallungsgebot erlassen", sagte Hauk bei der Vorstellung des neuen Verbraucherschutzberichts.

    Das Ministerium hatte zum Schutz heimischer Geflügelbestände bereits Ende 2005 eine Stallpflicht für Geflügel angeordnet. Zudem waren im Rahmen eines so genannten "Wildvogel- und Hausgeflügelmonitorings" im vergangenen Jahr etwa 380 Proben von Wildvögeln und 1.900 Proben von Nutzgeflügel, Heim- und Zootieren auf den Erreger der Geflügelpest untersucht worden. Die Untersuchungsergebnisse waren allesamt negativ.

    http://www.swr.de/nachrichten/bw/-/i...016832/sdrwop/
    16.1.06

  5. #5
    Moderator Avatar von gaby
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    RE: Info Vogelgrippe Deutschland

    Bielefeld: Hobby-Geflügelzüchter melden nach +++ Angedrohte Kontrollen wirken
    - 17.01.2006


    --------------------------------------------------------------------------------

    Bielefeld (aho) - Bei der Stadt Bielefeld melden sich täglich
    Hobby-Geflügelzüchter. Sie wollen sich nachträglich registrieren
    lassen, nachdem die Stadt Kontrollen angekündigt hat. Jeder
    Geflügelhalter ist verpflichtet, seinen Bestand zu melden. Derzeit
    sind rund 600 Geflügelhalter registriert. Wegen der drohenden
    Vogelgrippegefahr sei es wichtiger denn je, zu wissen, wer Geflügel
    hält, so der Amtstierarzt gegenüber dem WDR.
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    aus: *Deine Schuld* von den "ärzten"

  6. #6
    Moderator Avatar von gaby
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    RE: Info Vogelgrippe Deutschland

    Bundesregierung: Auf erneutes Freilandverbot wegen Vogelgrippe einstellen
    - 19.01.2006


    --------------------------------------------------------------------------------

    Berlin (aho) - Die Bundesregierung rät, sich auf eine erneute
    Stallpflicht für Geflügel einzustellen. In einer gemeinsamen Sitzung
    von Ernährungs- und Gesundheitsausschuss am Mittwochmorgen sagte ein
    Regierungsvertreter, auf Basis der Ende des Monats vorliegenden
    Risikoeinschätzung des Friedrich-Löffler-Instituts (FLI) Ende Januar
    werde man darüber entscheiden. Ausschlaggebend für die im vergangenen
    Herbst verhängte Stallpflicht für freilaufendes Geflügel, so Professor
    Thomas Mettenleiter vom FLI, sei die Route der Zugvögel gewesen. So
    habe eine potenzielle Gefahr für hiesiges Geflügel darin bestanden,
    dass im Herbst Zugvögel aus Russland in großen Scharen hierzulande
    Station machten, die aus eben jenen Gebieten kamen, in denen der
    Vogelgrippe-Virus H5N1 nachgewiesen worden war. Für das Frühjahr
    rechne man zwar damit, dass ein Großteil der aus Nordafrika nach
    Europa zurückkehrenden Zugvögel über das südliche Europa fliegen
    werde. Für bedenkenswert hält Mettenleiter aber, dass etwa ein Viertel
    der Vögel die westliche Türkei sowie den Bosperus überquerten und es
    mit der Türkei einen intensiven Austausch gebe. Dies belegten auch
    Stichproben von aus der Türkei illegal nach Deutschland importiertem
    Geflügel. Nach den Worten eines Regierungssprechers sei im vergangenen
    Monat in 600 Fällen Geflügelfleisch auf dem Frankfurter Flughafen
    aufgegriffen worden, das aus den betroffenen Gebieten stammte.

    Zur Bekämpfung des Virus weltweit kündigte die Bundesregierung einen
    Anteil von 26 Millionen Euro für die Bundesrepublik auf der
    Geberkonferenz in Peking an, den EU-Beitrag bezifferte sie mit 100
    Millionen Euro.

    Auf Nachfrage der Abgeordneten von Ernährungs- und
    Gesundheitsausschuss zur Bevorratung mit Impfstoff, erklärte Professor
    Johannes Löwer vom Paul-Ehrlich-Insituts (PEI): "Noch handelt es sich
    um eine Taube auf dem Dach, die wir nicht in der Hand halten". Der
    Präsident des PEI und der Präsident des Robert Koch Instituts (RKI),
    Professor Reinhard Kurth, waren ebenfalls zum Expertengespräch mit den
    Ausschüssen geladen. Derzeit bearbeite man den Antrag eines
    Impfstoff-Herstellers, die Lizenz für einen zweiten zur Herstellung
    des Impfstoffes sei bereits vergeben. Den Zeitraum bis ausreichend
    Impfstoff für die Bevölkerung hierzulande zur Verfügung steht, schätzt
    Löwer auf rund zehn Wochen. Da aber zweimal geimpft werden müsse, um
    einen wirksamen Schutz beim Menschen zu bekommen, geht Löwer von einem
    Zeitraum von fünf Monaten aus, bis die Bevölkerung "durchgeimpft" sei.
    Schwierigkeiten bereite in erster Linie die genetische Zusammensetzung
    des Virus. Die Impfstoff-Produktion könne erst dann anlaufen, wenn das
    Vogelgrippe-Virus vom Typ H5N1 zu einem für Menschen gefährlichen
    Virus mutiert ist und man seine genetische Zusammensetzung kenne. Nach
    den Worten von Professor Kurth könnten deshalb auch andere Erreger als
    das Influenza-Virus H5N1 eine Pandemie auslösen. Kritisch äußerte sich
    Kurth, der Bund und Länder bei der Entwicklung eines
    Influenza-Pandemie-Planes berät, über die Informationslage. So habe er
    wenig Einblick, wie dieser Plan in den Bundesländern umgesetzt werde.
    Kurth mahnte, der Erreger lasse nicht so viel Zeit, bis Deutschland
    seine Föderalismusprobleme geklärt habe.





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    Vogelgrippe: Zollgewerkschaft fordert einheitliche Zollkontrollen
    - 19.01.2006


    --------------------------------------------------------------------------------

    Berlin (aho) - Der BDZ Deutsche Zoll- und Finanzgewerkschaft und
    die Union des Finanzpersonals in Europa (UFE) haben sich für EU-weit
    einheitliche Zollkontrollen im Kampf gegen die Vogelgrippe
    ausgesprochen. Für beide Organisationen erklärte BDZ-Chef Klaus H.
    Leprich, es reiche nicht aus, dass Brüssel Einfuhrverbote verhänge,
    ohne dafür zu sorgen, dass an den EU-Außengrenzen einheitlich
    kontrolliert werde.

    Die Verstärkung der Kontrollen durch den deutschen Zoll an den Häfen
    und Flughäfen sowie durch die Mobilen Kontrollgruppen bewertete
    Leprich positiv. Dieser Einsatz drohe aber wirkungslos zu bleiben,
    wenn es nicht gelinge, die Zollkontrollen EU-weit zu intensivieren und
    zu koordinieren, kritisierte Leprich. Anstatt gemeinsam gegen die
    Ausbreitung der Vogelgrippe vorzugehen, halte es die EU für
    ausreichend, dass alle EU-Mitgliedsstaaten ihre eigenen Aktionspläne
    entwickelten.

    Zustimmend äußerte sich Leprich auch zu der von Bundesagrarminister
    Horst Seehofer erhobenen Forderung, innerhalb der EU zu einer
    Deklarationspflicht zu kommen. Nach Seehofers Vorschlag sollen
    Reisende gegenüber dem Zoll schriftlich erklären, dass sie kein
    verbotenes Geflügel oder keine Geflügelprodukte einführen. Mit
    Nachdruck widersprach Leprich der Einschätzung der Gewerkschaft der
    Polizei (GdP), die Kontrollen seien "Volksverdummung". Medienberichten
    zufolge hatte GdP-Chef Freiberg erklärt, wer den Eindruck erwecke,
    dass Bundespolizei, Länderpolizeien oder der Zoll bei offenen Grenzen
    auch nur annähernd in der Lage sei, in jede Kiste zu sehen, begehe
    eine bewusste Täuschung.

    Leprich stellte hierzu fest, dass Deutschland auch nach der
    EU-Osterweiterung mit der Grenze zur Schweiz, den Flug- und Seehäfen
    noch Drittlandsgrenzen habe. Insofern könne man keineswegs von offenen
    Grenzen sprechen. Allerdings gelte innerhalb der EU für Verbote und
    Beschränkungen des Warenverkehrs jeweils nationales Recht bei offenen
    Grenzen. Sicherlich, so Leprich weiter, seien keine Vollkontrollen
    möglich. Jedoch nehme die Effektivität und die Präventivwirkung mit
    einer Steigerung der Kontrolldichte zu.

    Nach Ansicht Leprichs könnten die Kontrollen des deutschen Zolls an
    den Außengrenzen der EU durchaus effektiv sein, wenn EU-weit
    einheitliche Standards sichergestellt würden. Wie schon bei der Maul-
    und Klauenseuche, der Schweinepest und BSE leiste die
    Bundeszollverwaltung mit ihren Kontrollen einen unverzichtbaren
    Beitrag zur Verhinderung des Einschleppens der Vogelgrippe.

    Bei alledem dürfe jedoch nicht vergessen werden, dass die originäre
    Zuständigkeit in Deutschland bei den Landesveterinärbehörden liege und
    der Zoll bei den Kontrollen nur mitwirke. Unter Hinweis auf
    entsprechende Forderungen im Zusammenhang mit dem
    "Gammelfleisch-Skandal" rief Leprich nachdrücklich dazu auf, die
    Kontrollzuständigkeiten an den Grenzen und im Binnenland beim Zoll zu
    bündeln. Dazu sei es erforderlich, bei den Mobilen Kontrollgruppen und
    beim Grenzzolldienst das erforderliche Personal zur Verfügung zu
    stellen, um die Kontrolldichte zu erhöhen.
    Es ist nicht Deine Schuld, dass die Welt ist wie sie ist. Es wäre nur Deine Schuld wenn sie so bleibt.

    aus: *Deine Schuld* von den "ärzten"

  7. #7
    Moderator Avatar von gaby
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    RE: Info Vogelgrippe Deutschland

    Agrarminister Seehofer informiert zur aktuellen Lage bei Vogelgrippe
    - 19.01.2006


    --------------------------------------------------------------------------------

    Deutscher Bundestag: Rede des Bundesministers für Ernährung,
    Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Horst Seehofer, zur akt.
    Entwicklung im Hinblick auf die Vogelgrippe und Schutzmaßnahmen der
    Bundesregierung vor dem Deutschen Bundestag am 18. Januar 2006 in
    Berlin:
    ----------------------------------------------------------------------

    Herr Präsident!

    Meine sehr verehrten Damen und Herren!

    Die große Zahl neuer Fälle des Ausbruchs der Vogelgrippe in der
    Türkei hat auch bei uns im Lande die Gefahrenlage erhöht. Die Menschen
    bei uns sind deshalb in hohem Maße alarmiert und beunruhigt. Deshalb
    möchte ich hier vor dem Parlament zuallererst im Namen der
    Bundesregierung versichern, dass wir seit vielen Monaten mit allen
    betroffenen und zuständigen Stellen - national, europäisch und
    international - und auf allen berührten Feldern das in unserer Macht
    Stehende tun, um die mit der Vogelgrippe verbundenen Gefahren
    präventiv von Deutschland fern zu halten und aktiv in den betroffenen
    Ländern zu bekämpfen.

    Zunächst aber zur aktuellen Gefahrenlage und zur Risikoeinschätzung
    durch die Wissenschaft: Ausgehend von Südostasien hat sich die
    Vogelgrippe in den vergangenen beiden Jahren über einen Großteil des
    asiatischen Kontinents ausgebreitet. Mit Rumänien, der Ukraine, dem
    europäischen Teil Russlands, Kroatiens und der Türkei hat sie in den
    vergangenen Monaten auch den europäischen Kontinent erreicht. Das
    Territorium der Europäischen Union ist, Gott sei Dank, bislang noch
    nicht von der Vogelgrippe betroffen.

    Unsere aktuelle Risikoeinschätzung geht von verschiedenen möglichen
    Quellen für die Einführung der Vogelgrippe nach Deutschland aus. Die
    größte Gefahr geht dabei im Moment von der illegalen Einfuhr von
    Geflügel und Geflügelprodukten sowie von anderen Vögeln und von
    Vögeln stammenden Produkten aus den betroffenen Regionen aus. Die
    Einschleppung der Vogelgrippe über Zugvögel, die nach überwiegender
    Meinung der Experten für die globale Verbreitung der Vogelgrippe
    verantwortlich sind, ist im Moment bei uns in Deutschland sehr
    unwahrscheinlich. Diese Situation wird sich jedoch mit der Rückkehr
    der Zugvögel aus den südlichen Ländern im Februar, März und April
    verändern.

    Als weitere mögliche Risikofaktoren beobachten wir auch den Personen-
    und Fahrzeugverkehr aus den betroffenen Ländern sowie den legalen
    Handel mit Geflügel und Geflügelprodukten aus nicht betroffenen
    Regionen sehr genau. Auch wenn das Gefahrenpotenzial in diesen
    Bereichen im Moment nicht das Ausmaß der beiden zunächst genannten
    Bereiche annimmt, werden wir bei einer Veränderung der Gefahrenlage,
    beispielsweise durch Auftreten der Vogelgrippe innerhalb der EU, auch
    hier sehr schnell reagieren können.

    Wir haben die aktuelle Situation und unsere Schutzmaßnahmen gegen die
    Vogelgrippe in der Sitzung des Bundeskabinetts heute Morgen behandelt.
    Wir waren übereinstimmend der Auffassung, dass mit Wachsamkeit,
    Vorsicht und allem Nachdruck alles Menschenmögliche getan werden muss,
    um diese Tierseuche von Deutschland fernzuhalten. Bei aller
    Wachsamkeit besteht allerdings auch kein Anlass, in Panik zu
    verfallen. Wir müssen auf ein koordiniertes, konzentriertes und
    sorgfältiges Vorgehen nach dem Motto "Im Zweifel für die Prävention"
    hinwirken und dabei sämtliche Maßnahmen zur Risikominimierung laufend
    auf ihre Wirksamkeit überprüfen und gegebenenfalls kurzfristig
    anpassen.

    Klar ist aber auch - das möchte ich sehr deutlich wiederholen -, dass
    unsere staatliche Verantwortung die eine Seite ist - da tun wir das
    Menschenmögliche, übrigens auf allen Ebenen: Bund, Länder und die
    Institute -, dass wir eine erfolgreiche Abwehr der Vogelgrippe aber
    nicht ohne verantwortliches Handeln der Bevölkerung und der
    Geflügelhalter bei uns in Deutschland erreichen. Ich kann nur noch
    einmal an die gesamte Bevölkerung gerade im Hinblick auf den Reise-
    und Warenverkehr appellieren, die Hinweise, Ratschläge und Tipps, die
    von Fluggesellschaften und Reiseveranstaltern gegeben werden,
    peinlichst genau einzuhalten. Denn im Moment liegt in der
    Nichteinhaltung dieser Ratschläge und Tipps die größte Gefahr für die
    Einschleppung der Vogelgrippe.

    Angesichts der momentanen Gefahrenlage betrifft dies im Augenblick
    vor allen Dingen das - wie ich sagte - verantwortliche und vorsichtige
    Verhalten der Reisenden in den Ausbruchsgebieten und dann bei der
    Rückreise nach Deutschland.

    Wir haben das Aktionspaket in der letzten Woche gemeinsam mit den
    Bundesländern wiederholt beraten und uns auf fünf Punkte geeinigt,
    die ich kurz umschreiben möchte:

    Erstens brauchen wir eine verbesserte Information der Reisenden, die
    sowohl über den Luftverkehr wie auch über den Bus- und Bahnverkehr
    aus den betroffenen Ländern nach Deutschland einreisen. Hierzu zählt
    neuerdings auch eine gezielte Einzelbefragung bei der Einreise durch
    den Zoll.

    Zweitens ist die verstärkte Information unserer türkischen Mitbürger
    in Deutschland notwendig, und zwar auch in türkischer Sprache, da wir
    festgestellt haben, dass sie oft überhaupt nicht informiert sind.

    Drittens müssen unsere nationalen Warenkontrollen, auch die des Auto-
    und Busverkehrs, verstärkt werden, um illegale Importe nach
    Deutschland zu verhindern, und zwar durch die optimierte
    Zusammenarbeit zwischen Landesveterinär- und Bundeszollbehörden.

    Viertens benötigen wir in der Bundesrepublik Deutschland die
    Weiterführung beziehungsweise Ausweitung des Wildvogelmonitorings.

    Fünftens geht es um die Frage des Aufstallungsgebotes. Hierzu legen
    uns die Experten des Friedrich-Loeffler-Instituts bis Ende dieses
    Monats eine verlässliche und wissenschaftlich begründete
    Risikobewertung vor. Auf ihrer Grundlage werden wir dann kurzfristig
    über Zeitpunkt, Umfang und Dauer der Aufstallungspflicht für die
    Geflügelhalter in Deutschland während des Frühjahrsvogelzuges
    entscheiden. Ich möchte allerdings keinen Zweifel daran lassen, dass
    mit höchster Wahrscheinlichkeit auch beim Frühjahrsvogelzug wieder ein
    Aufstallungsgebot in Deutschland notwendig wird.

    An die Tierhalter gerichtet sage ich folgenden Satz: Es ist besser,
    präventiv das Einschleppen der Seuche zu verhindern, als nach ihrer
    Einschleppung neben der Gesundheitsgefährdung für die Bevölkerung
    auch noch mit ihren wahnsinnigen wirtschaftlichen Folgen zu kämpfen zu
    haben.

    Um die Schlagkraft unserer Maßnahmen zu erhöhen, setzen wir uns im
    europäischen Kontext für ein einheitliches, gleichgerichtetes und
    möglichst weitgehendes präventives Vorgehen ein. Ich darf Ihnen
    mitteilen, dass wir nächsten Montag im Agrarrat erneut umfassend über
    diese Themen reden werden. Dort werden dann auch neue Vorschläge zur
    Diskussion gestellt, die bereits in die Bund-Länder-Besprechung
    eingeflossen sind, zum Beispiel die Deklarationspflicht für Reisende,
    die ja nur dann Sinn macht, wenn wir sie auf europäischer Ebene
    realisieren.

    Deshalb müssen wir uns bewusst sein: Sosehr wir uns auch auf
    nationaler Ebene anstrengen - durch unsere Behörden, unsere Institute
    und hoffentlich auch mit umfassender Unterstützung durch die
    Geflügelhalter und die Bevölkerung -, so sehr müssen wir uns im Klaren
    darüber sein, dass letztlich kein Staat der Erde diese schlimme
    Tierseuche allein bekämpfen beziehungsweise dieses Problem allein
    lösen kann. Das geht nur im internationalen Kontext; darum bemühen
    wir uns ganz massiv.

    Ich verweise noch darauf, dass die Geberkonferenz in Peking, was den
    Umfang ihrer finanziellen Zusagen betrifft, in diesen Tagen die
    eine-Milliarde-Euro-Grenze überschritten hat. Daran beteiligt sich
    die Europäische Union mit über 100 Millionen Euro.

    Zum Schluss möchte ich sagen: Die Bevölkerung kann sich darauf
    verlassen, dass wir durch konsequentes und gemeinsames präventives
    Handeln alles tun, um die Gefahr der Vogelgrippe von Deutschland und
    der Europäischen Union fern zu halten. Lassen Sie uns, wie wir es
    seit vielen Monaten tun, weiterhin gemeinsam und in guter
    Zusammenarbeit dafür sorgen, dass wir dieses Ziel erreichen. Wir
    müssen darauf achten, dass wir der Vogelgrippe vorbeugend immer einen
    Schritt voraus sind, statt ihr hinterherzulaufen.





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    RE: Info Vogelgrippe Deutschland

    Deutschland und Frankreich planen «Task Force» gegen Vogelgrippe


    Berlin (dpa) - Deutschland und Frankreich wollen im Kampf gegen die Vogelgrippe noch stärker als bisher zusammenarbeiten. Nach dpa- Informationen planen beide Länder eine «Task Force». Dieses Gremium soll sich nach Plänen von Agrarminister Horst Seehofer eng abstimmen über eine mögliche Stallpflicht für Geflügel oder den Vorrat an Impfstoff. Die EU-Agrarminister treffen sich am Montag in Brüssel. Seehofer fordert für Reisende eine EU-weite Pflicht zur Deklaration von verbotenem Geflügel aus betroffenen Gebieten wie der Türkei.
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  9. #9
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    RE: Info Vogelgrippe Deutschland

    Veterinäramt Leer: Aufstallungspflicht für Geflügel wird kommen
    - 21.01.2006


    --------------------------------------------------------------------------------

    Leer (aho) - Mit der Ausbreitung der Geflügelpest, auch Vogelgrippe
    genannt, auf die Türkei steigt die Gefährdung für das EU-Gebiet. Mit
    allen Mitteln versuchen die zuständigen Behörden, ein Übergreifen auf
    die Bundesrepublik Deutschland zu verhindern. Dazu gehört, so Dr.
    Franz Efkes vom Veterinäramt des Landkreises Leer, Kontakte zwischen
    Hausgeflügel und Zugvögeln zu vermeiden. Eine einzige Unvorsichtigkeit
    von Reisenden durch mitgebrachtes vom Virus befallenes Geflügel oder
    Geflügelfleisch könne ebenso einen "Flächenbrand" auslösen wie
    infizierte Zugvögel. Darum sei die Aufstallung des Hausgeflügels eine
    vertretbare und sinnvolle Maßnahme, die nach Einschätzung des
    Veterinäramtes kommen wird.

    Die Aufstallungspflicht für die Zeit vom 1. März bis zum 30. April sei
    bereits in Planung. Sie betrifft Hühner, Truthühner, Perlhühner,
    Rebhühner, Fasane, Laufvögel, Wachteln, Enten und Gänse. Die
    Geflügelhalter - auch Hobby-Halter - sollten sich schon jetzt auf
    diese Situation einstellen und entsprechende Aufstallmöglichkeiten
    einrichten, lautet die Empfehlung des Veterinäramtes. Denn nach dem
    bisherigen Seuchenverlauf sei davon auszugehen, dass von der
    Vogelgrippe für unser Gebiet noch längere Zeit eine erhebliche Gefahr
    ausgeht, die auch für Menschen nicht ausgeschlossen werden kann.

    Bisher wurde die Geflügelpest festgestellt in Indonesien, Kambodscha,
    Kasachstan, Kroatien, Laos, Malaysia, Mongolei, Nordkorea, Pakistan,
    Rumänien, Russland, Thailand, Türkei, Ukraine, Vietnam und
    Volksrepublik China einschließlich Hongkong.
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  10. #10
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    RE: Info Vogelgrippe Deutschland

    13.02.2006, 18:01 Uhr
    Noch kein neuer Termin für Stallpflicht
    Berlin (dpa) - Der Termin für ein erneutes Freilaufverbot für Geflügel ist weiter offen. Landwirtschaftsminister Horst Seehofer legte noch keinen Termin für die Stallpflicht zum Schutz vor Vogelgrippe fest. Die Beratungen im Ministerium sollen morgen weitergehen. Experten gehen aber davon aus, dass die Tiere noch vor dem zuletzt genannten Termin Anfang März wieder in die Ställe müssen. In Griechenland gibt es einen weiteren Fall von Vogelgrippe. Eine auf der Ägäisinsel Skyros verendete Wildgans war mit H5N1 infiziert.
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