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Thema: Buschhühner

  1. #841
    Avatar von Okina75
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    Sind sie auch nicht, dafür sind die Javanesischen Zwerge zuständig- gänzlich anderen Ursprungs, aber dennoch quasi das gleiche, und eben als Rasse standardisiert (weswegen Heidi die so schön züchten kann), während die Buschhühner nach wie vor nur eine Landrasse sind. Also ein erbtechnisch einheitliches Geschehen, dass aber zum Glück noch nicht dem Rassezuchtwahn anheim fiel. Wovon ich Heidi und andere Javanesenzüchter hier ausdrücklich ausnehme, weil auch die anderen wichtigen Aspekte der Rasse mit beachtet werden.
    Schwedische Blumenhühner und viele andere hierzulande nicht standardisierte Rassen fallen ebenfalls unter "Landrasse".

    Buschhühner wurden kurz gesagt dafür gezüchtet, möglichst extensiv, also wirklich mit minimalstem Aufwand haltbar zu sein, aber Eier und Fleischertrag zu bringen. Dass sie zugleich ein fabelhaftes Semi- Wildhuhn sind ist da nur eine Begleiterscheinung.
    Habe gerade 1000 Kalorien verbrannt- Pizza im Ofen vergessen...

  2. #842
    Aussteigerin Avatar von Heidi63
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    An dieser Stelle möchte ich dann mal an die Henne von Ingo erinnern.

    Tochter aus Mohikaner (Buschhahn von Khg) die mit hv 96 gewertet wurde.
    Gruß Heidi
    Ausstellungszucht: Javanesisches Zwerghuhn und Zwergseidi weiß.Und dann gibts da noch meine bunte Showgirl-Seidi Truppe.

  3. #843
    Avatar von Lupus
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    Zitat Zitat von Yokojo Beitrag anzeigen
    Aber wieso dann Sonnerat und Lafayette, dann wären auch Bankivas geeignet?

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    Nein, denn die ursprünglich gehaltenen Buschhühner sind wesentlich "wilder" und scheuer als die in menschlicher Obhut befindlichen Bankiva-Hühner. Nicht umsonst sind die Bankiva (und nicht Sonnerat-, Lafayette- oder Gabelschwanz) die Hauptstammform der Haushühner. Sie schließen sich praktisch selbst dem Menschen an, selbst in modernen Großstädten wie heute noch in Singapur. Siehe auch Anhang.
    Das gleiche gilt z.B. für die Felsentaube (und nicht die Hohl-, Klippen- oder Schneetaube) bei den Haustauben oder für
    den Wolf (und nicht Kojote oder die Schakalarten) bei den Haushunden. Die erwähnten Arten wurden teilweise in die örtlichen Rassen eingekreuzt, sind aber nur "Nebenlinien" mit besonderen Eigenschaften. Sonnerat und Lafayette sind wesentlich scheuer und wilder als Bankiva und deshalb zur "Blutauffrischung" für die Wildhaltung wesentlich besser geeignet als Bankiva. Wir haben die Einkreuzung nur mit "überzähligen" Wildhähnen vorgenommen (ein Wildhahn mit
    jeweils einer Buschhenne). Einkreuzung der echten Wildhühner in die Buschhühner ist ok, umgekehrt wäre es für den Arterhalt ein "Verbrechen". Die Wildformen muß man rein (selbst unterartenrein) erhalten. 2 Anhänge zeigen sonnerat- und lafayetteblütige F1-Buschhähne.
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  4. #844
    Avatar von Yokojo
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    Danke Lupus!
    Diese Farbe erinnert mich an ein Lafayette Huhn und die Vorfahren dieser Henne stammen angeblich aus Sri Lanka

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    Geändert von Yokojo (09.10.2019 um 07:14 Uhr)

  5. #845
    Avatar von Lupus
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    Hallo,
    ich arbeite ja ehrenamtlich mit einigen Museen und Archiven zusammen, u.a. mit dem Stadtarchiv der Stadt Radevormwald, siehe nachfolgende Mail:

    "Sehr geehrter Herr …...

    herzlichen Dank für Ihre Postkarte und das Angebot. Gerne könne Sie diese Auflistung im Archiv abgeben.
    Sie wird dann zu Ihrer Sammlung, die inzwischen einige Kartons umfasst, zugefügt und der geneigte Forscher kann
    daraus dann seine Erkenntnisse ziehen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Stadt Radevormwald
    Hauptamt / Archiv
    Hohenfuhrstr. 13
    42477 Radevormwald "

    ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    In den erwähnten Kartons müßten sich auch Dokumentationen zur Buschhuhngeschichte befinden, ebenso zu dem WDR -Film "Vorsicht Buschhühner". Evtl ist der Film "Vorsicht Buschhühner" dort noch als
    DVD vorhanden.
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  6. #846
    Avatar von Lupus
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    Spurensuche hier anno 2014

    Hallo,
    bei meinen Recherchen bin ich noch hierauf gestoßen, siehe https://www.ig-wiebachtal.de/einblic...im-wiebachtal/
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  7. #847
    Avatar von Lupus
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    Grunsteinlegung im Dahlhauser Forst

    Der "Dahlhauser Forst" ist den Buschhuhnzüchtern und manchem älteren Jagdteckelfreund ein Begriff. In diesem Waldgebiet liegt auch das Naturschutz- und FFH-Gebiet "Wupper bei Radevormwald". Zum Jahresbeginn legte ich in diesem Jahr einen Grundstein mit allen Dokumenten zum Dahlauser Forst und der Buschhuhngeschichte.
    Die Schutzausweisung erfolgte zur Erhaltung und Entwicklung arten- und strukturreichen Nass- und Feuchtgrünlandes in der Wupperaue als auentypische Wiesenvegetation und als Lebensraum für Wiesenvögel. Ein Teil des Naturschutzgebietes ist als Schutzgegiet DE-4709-301 nach den Bestimmungen der Richtlinie 92/43/EWG (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie) Bestandteil des europäischen kohärenten Netzes von besonderen Schutzgebieten (Natura 2000)
    Das Naturschutzgebiet N 3 "Wupper bei Radevormwald" beinhaltet Lebensräume und Tierarten, die im Sinne des europaweiten Schutzgebietssystems Natura 2000 nach der Richtlinie 92/43/EWG zu schützen sind. Die Größe des Naturschutzgebietes (zwischen Krebsöge und Oedeschlenke) beträgt 120,8 ha. Die Empfehlungen des Forstlichen Fachbeitrages sind berücksichtigt, soweit sie das NSG betreffen. In diesem Schutzgebiet sind Biber, Schwarzstorch, Kolkrabe und Uhu wieder heimisch. Spaziergänger und Wanderer berichten, daß schon mal "wilde Hühner" unvermutet vor ihnen mit heftigem Flügelschlag auffliegen, um dann fliegend das nächste Gehölz zu erreichen. Falls es sich nicht um Haselhühner handelt, kämen nur noch Buschhennen in Frage.
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    Geändert von Lupus (08.02.2020 um 12:52 Uhr)

  8. #848
    Mad Scientist Avatar von Batakie
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    Hoffentlich bleibt dieses Naturschutzgebiet noch lange erhalten. Ist es denn möglich, das es dort noch Buschhennen gibt?

  9. #849
    Avatar von Lupus
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    Hallo Batakie,

    in den 40er Jahren des letzten Jahrhunderts starben hier die Birkhühner aus, in den 70er Jahren die Rebhühner und Fasane. Buschhühner gab es in mehreren kleinen Populationen im Ülfetal, im Wiebachtal https://www.ig-wiebachtal.de/einblic...im-wiebachtal/ und in den Wupperbergen und halbwild auf einigen Gehöften.
    Auf einem Gehöft in der Nähe des Wiebachtales lebt heute noch eine halbwilde Population Buschhühner. Diese Hühner brüten auch in den Randhecken zu einem größeren Waldgelände. Werden dort die Hühner durch Prädatoren oder Menschen gestört und aufgeschreckt, kann es ohne weiteres vorkommen, daß Tiere weit verstreichen. So habe ich
    noch vor einigen Jahren kleine Trupps von Buschhühnern in "freier Wildnis" beobachten können.

    VG
    Lupus
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    Geändert von Lupus (11.02.2020 um 07:31 Uhr)

  10. #850
    Mad Scientist Avatar von Batakie
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    Hallo Lupus,
    das wäre ja schön.
    Aus meiner Kindheit kenne ich noch wilde Wachteln und Rebhühner...Haselhühner kannte ich noch garnicht.
    Wenn es dort noch wilde Buschhühner gibt müßte man mal morgens horchen, ob man einen Hahn hört...

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