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Thema: Buschhühner

  1. #41
    Avatar von Lupus
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    Stallpflicht

    Hallo Julia1,
    grundsätzlich unterliegen die Buschühner den gleichen Gesetzen und Verordnungen wie die übrigen Hühnerartigen (Haus- und Ziergeflügel)) - also auch der Stallpflicht.
    Ob die zuständigen Ämter bei völliger Freiland-Haltung (ohne Stall etc..) evtl. eine Ausnahme machen, liegt sicherlich im Ermessen der Beamten.
    Bei völliger Freihaltung ist ein Einfangen so gut wie unmöglich. Die Stadtenten, -Schwäne und -Gänse wurden von den Städten ja auch nicht eingefangen und in menschliche Obhut gegeben bzw. eingestallt.
    Wahrscheinlich wären dann, zumindest die Schwäne an Gelenkschäden erkrankt und verendet.
    Mit etwas Glück kann man evtl. die Veterinäre überzeugen.
    Viele Grüße
    Lupus

  2. #42
    Danke für die info.

    Ich könnte mir aber vorstellen, dass -wenn ich jetzt erst damit anfange und entsprechend anfrage- mir dann gleich auflagen gegeben werden.

    nichtsdestotrotz - ich werde das thema buschhühner im hinterkopf behalten und ggf. bei lupus mal w/eier oder kücken anfragen.

    bis bald

    julia

  3. #43
    Avatar von Achim
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    RE: Stallpflicht

    Original von Lupus
    Die Stadtenten, -Schwäne und -Gänse wurden von den Städten ja auch nicht eingefangen und in menschliche Obhut gegeben bzw. eingestallt.
    Doch Lupus
    bei und haben die Vets die Stadtenten eingefangen und untersucht.
    Bei uns haben NUR die Stadt und 1!!! Privater Halter (für Emus) eine sondergenehmigung bekommen...
    Zum Glück gelten wir gerade nicht mehr als "Risikogebiet"...
    Und in Hamburg wurden auch die Alsterschwäne eingesperrt....
    UND die Vat.-Beamten hat es auch nicht gestört, dass ich keine ställe für meine Säger hatte...
    Das man Säger nicht auf Land halten kann ist zwar klar, aber den Veterinären war das da egal...

  4. #44
    Avatar von Lupus
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    @Achim,
    kaum zu glauben.Sind die total dolle? (die Beamten, nicht die Enten!) Ich halte das für blinden Aktionismus und (teilweise)Geldschneiderei. Nach meiner Meinung auch Verstoß gegen das Tierschutzgesetz.

    @Julia,
    dieses Jahr werde ich wohl nicht mehr nachzüchten. Bei Interesse melde Dich im nächsten Jahr.

    Viele Grüße
    Lupus

  5. #45
    Avatar von Achim
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    @ Lupus
    das ist bei uns leider so...
    leider sind die alle recht neu hier im Amt und noch nicht richtig eingenordet, aber wir arbeiten dran
    Ich darf vom Vat-Amt z.B. keine Exoten frei laufen lassen, wegen Faunenverfälschung usw, aber wenn ich die Säger im stall einsperre is ales in ordnung *lol*
    Kann man nix machen -.-
    hoffen wir mal, dass es bald besser wird...
    Im mom darf man sie ja rauslassen

    Ach ja, diese "Buschhühner" sehen finde ich aus wie Javanesische Zwerge. Sind die das zufällig oder sehen die nur ähnich aus?

  6. #46
    Avatar von Lupus
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    Ähnlichkeiten

    Hallo Achim,
    beide Rassen sind unaghängig und parallel voneinander entstanden - aber praktisch mit ähnlichen Ausgangsrassen und derselben Wildart. Freilaufende Landhühner dürften sich auf der ganzen Welt ähneln. Welche Bankiva-Unterart Muntau zur Verfügung stand, ist nicht mehr nachvollziehbar. Muntau züchtete allerdings planmäßig auf einen Erbsenkamm hin, um dem Frost keine oder kaum Angriffsfläche zu bieten. Da in Asien viele Landhühner auch zum Kampf gezüchtet werden, soll der Kamm ebenso keine Angriffsfläche bieten. Interessant wäre es einmal, die DNA beider Rassen zu vergleichen. Ich werde diesbezüglich einmal Herrn Six ansprechen. Muntau erzüchtete die Buschhühner in den ersten Jahren des letzten Jahrhunderts, wann die Javaneser erzüchtet wurden, muß ich nochmal nachlesen.

    Viele Grüße
    Lupus

    PS.
    Hoffentlich wird die Stallpflicht/Vogelgrippe nicht zum Dauerbrenner und gerät in "Vergessenheit", wie z.B. "BSE". Aber da stehen wieder ganz andere finanzielle Interessen hinter. Intensiv-Halter und -Nutzer können sich ja über die Stallpflicht nur freuen. Alternativhalter werden ausgeschaltet und kaltgestellt, ebenso die Hobby-Halter. Schöne Sche....

  7. #47
    Avatar von Achim
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    Ich denke auch, das sich das so langsam zu tode laäft
    ...hoffe ich zumindest

    aber das sind schon noch andere Merkmale, die sich ziemlich ähneln
    Grüne Eier, 5-Zehigkeit, Grüne Läufe...
    die merkmale gehören alle nicht zu den am häufigsten vertretenden
    Ich denke, da wird schon eine gewisse Verwandschaft vorhanden sein

  8. #48

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    Hallo Claudia, hallo Lupus,

    nachdem nun die Buschhühner auch noch grüne Beine haben und grüne Eier legen, sogar Erbsenkamm mit weißen Ohrscheiben besitzen und fünfzehig sind, sind meine erwähnten, prägnanten Unterschiede gänzlich hinfällig geworden. Der von Claudia zuletzt gezeigte Hahn bringt sogar die (fast) gestreckte Form mit üppigem Schwanzaufbau mit.

    Meine bisherige Betrachtungsweise bezog sich allein auf die unterschiedliche Herkunft, so dass ich von den grünen Faktoren bis hin zu jenen anderen Merkmalen der Buschhühner nichts wusste und keine Vorstellung davon hatte, dass Ostpreußische Wildhühner (was ohnehin schon sensationell ist) nur annähernd diese asiatischen Merkmale aufweisen können. Selbstverständlich unter der Annahme, dass das grüne Ei der Araucana möglicherweise aus Polynesien stammt und von hier nach Südamerika (Vorfahren der Araucana) als auch zu den Großen Sunda-Inseln (Java und somit Südostasien) gelangte.

    Eine historische Betrachtung polynesischer Seefahrerkunst macht die Ankunft in Südamerika als auch auf den südlichsten, asiatischen Inseln nicht ganz unwahrscheinlich. Ethnologische Untersuchungen wollen sogar beweisen, dass Polynesier ihre Wurzeln in Südamerika haben. Wie dem auch sei, so vertrete auch ich den Ursprung der Domestikation in Asien. Ich bevorzuge jedoch den Indischen Subkontinent (inklusive Sri Lanka). Indien war immer Dreh- und Angelpunkt alter Kulturbeziehungen, man denke hier an die ältesten Kämpfer und seine Varianten, die Asil. Auch die Nähe zu Persien und weiteren Kulturen im Nahen Osten waren hier gegeben. Geographische Standorte mit frühester Siedlungspolitik und seiner entsprechenden Expansion.

    Nur die Verpaarung gemeinsamer Ursprungsrassen kann hier eine mögliche Erklärung sein. Die Faszination besteht darin, dass dies an unterschiedlichen Orten geschehen ist. Ich habe in jüngster Vergangenheit beide Rassen recherchiert, niemals zuvor habe ich derartige Parallelen in so vielen Merkmalen gesehen. Das ist beinahe unglaublich.

    Wäre es nicht denkbar, dass man für die Buschhühner eine EZG gründet? Diese unglaubliche Geschichte sollte doch erhalten bleiben und möglichst unverfälscht bleiben. Die Buschhühner könnten somit einen wertvollen Beitrag genetischer Ressourcen leisten. Dabei sollte aber die Einzigartigkeit absolut im Vordergrund stehen. Die Buschhuhngeschichte ist wohl die spannendste Angelegenheit, die ich im deutschsprachigen Raum der letzten Jahre erlebt habe, einfach großartig.

    Gruß,

    Totenkoklaus

  9. #49

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    Hallo Klaus!

    Das Problem ist wohl auch, eine halbwegs unverfälschte Nachzucht dieser Buschhühner zusammen zu bekommen. Und Menschen mit dem Platz und der Energie, diese wildlebenden Hühner so zu belassen wie sie sind. In einer geschützten wilden Umgebung. Wer will das heute noch? Ich bin auch davon weg. Kein Platz. Diese Tiere bekommt man nie zahm wenn sie mit den ursprünglichen Eltern gezogen werden. Man kann sozusagen mit dem Fernglas im Unterholz liegend auf die Hühner lauern
    Wenn ich diese Umgebung hätte, würde ich jederzeit wieder einen Versuch wagen.
    Die meisten Fotos die ich von den Buschhühnern habe (noch kein Digitalzeitalter) sind verwischt. Warum? Wild, wild wild - hilfe ich flüchte, ich will nicht in Deiner Nähe sein.
    Auch die Nachzucht von weiblichen Tieren ist alles andere als leicht. Die letzten beiden Bruten die ich hatte: 10,1 und 7,1
    Bei 10,1 ist die Henne verschwunden, nach der Brutzeit mit den Küken wieder aufgetaucht. 7,1 war Kunstbrut. Die Küken wurden einer Seidenhenne untergelegt. Lupus hat die Henne bekommen. Sie ist (war?) ausnahmsweise sehr zutraulich.

    Auf alle Fälle wäre es hochinteressant, die Geschichte, Verhalten und Genetik der Javanaiser etwas genauer zu untersuchen und Gemeinsamkeiten zu entdecken.

    Grüsserchen
    Claudia

  10. #50

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    Hallo Claudia,

    schade eigentlich.

    Wenn man bedenkt, dass alle anerkannten Rassen in Deutschland einer mehr oder weniger scharfen Selektion für den Ausstellungskäfig unterworfen sind, so ist doch die Faszination Buschhuhn für derartige Unterwerfungen in fantastischer Weise ungeeignet. Und darin besteht die große Chance.

    Allein die Tatsache, dass wir in Deutschland über ein derartiges Buschhuhn seit beinahe 100 Jahren scheinbar verfügen, ist doch Verpflichtung genug. Man bedenke, dass ein derart wertvolles Erbgut von unschätzbarem Wert ist. Dieses Huhn besitzt womöglich noch viele Gene, die den Ursprung der Domestikation im entfernten Asien dokumentieren. Also einen Zeitraum von mindestens 5000 Jahren (wenn nicht sogar 7000 Jahren).

    Seit ca. zwei bis drei Jahren wird in Deutschland vermehrt von so genannten EZGs gesprochen. Hier wird außergewöhnliche Arbeit geleistet. Nur so haben Seltenheiten eine Chance, siehe EZG-Javaneser, ich kenne diese Leute. Sie besitzen großes Sachverständnis.

    Ich selbst betreibe auch solche EZGs. Hierfür arbeite ich mir beinahe meine Seele aus dem Leib. Von ca. zehn Nachfragen kann ich nicht mal einen tüchtigen Züchter finden. Das ist eine Frage von mehreren Jahren. Aber es geht.

    Wenn also Eure Buschhühner seit 100 Jahren überlebt haben, dann ist noch viel mehr möglich, davon bin ich überzeugt. Man achte nur mal auf die überaus positive Resonanz hier im Forum.

    Eigentlich muss unbedingt alles mobilisiert werden, damit diese Einzigartigkeit erhalten bleibt. Diese Buschhühner sind vielleicht das Interessanteste, was der deutschen Hühnerzucht je passieren konnte. Auch davon bin ich überzeugt.

    In meinen eigenen Zuchten habe ich mir immer einen gewissen Spielraum eingerichtet. Dieser ist immer für Experimente gedacht. Sehr gerne würde ich im Frühjahr 2007 einige Bruteier der Buschhühner ausbrüten. Eigentlich wollte ich mich auf die Seite der Javanischen schlagen. Jetzt möchte ich mich persönlich von den Buschhühnern überzeugen.

    Kannst Du mir entsprechende Bruteier zur Verfügung stellen? Die gleiche Frage stelle ich natürlich auch Lupus. Sollte die Nachzucht erfolgreich sein und ich dennoch Platzprobleme haben, so werde ich diese Tiere an Euch zurückgeben, das ist versprochen.

    In diesem Sinne mache ich einen Anfang.

    Viele Grüße,

    Klaus

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