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Thema: Illustriertes Hühnerbuch von Julius Bloch - 1914

  1. #1
    Avatar von Waldfrau2
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    Illustriertes Hühnerbuch von Julius Bloch - 1914

    Ich habe dieses Buch zu Weihnachten bekommen und mich riesig gefreut.

    Es handelt sich um die 2. verbesserte Auflage von 1914 mit 49 sw-Abbildungen.

    Ich möchte an dieser Stelle nach und nach über die Inhalte berichten, da ich das Buch sehr interessant finde.
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken
    LG von der Waldfrau2

    1.6 Lachs, 0.2 Marans, 0.1 Zwerg-Wyandotte silber-schwarzgesäumt 0.1 Italiener 1.6 Chabo
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    Hinweis: Ich bin aus Zeitmangel leider fast gar nicht mehr im Hühner-Forum unterwegs .....

  2. #2
    Avatar von Waldfrau2
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    Vorwort, Einleitung, Allgemeines

    Das Buch ist aus der Schweiz. Der Autor bezweckt mit dem Buch, eine Anleitung für eine rationelle und rentable Hühnerzucht zu geben. Die Probleme der Schweiz sind alt und doch irgendwie aktuell. Der Markt wurde durch billige Import-Eier und Import-Hühner, speziell Italiener-Hühner aus Italien, überschwemmt. Die Hühner wurden von fahrenden Händlern verkauft und trugen oft Krankheiten in sich. Der durchschnittliche Eierertrag war seinerzeit 90 Eier jährlich, der Autor meint, daß das ohne großen Aufwand auf 130 Eier jährlich erhöht werden könnte. Er empfiehlt uneingeschränkt die Haltung von Rassehühnern und hält daher die Trennung von Nutz- und Sportzucht für überholt, weil beides zusammen die Rassehuhnzucht voranbringen kann. Voraussetzung für einen Verdienst an der Hühnerhaltung sei rationelle Zucht, Haltung, Pflege und Fütterung, Ersatz der unproduktiven Kreuzungen durch höchst leistungsfähige Rassetiere und Beachtung aller einschlägigen Verhältnisse. Der Autor empfiehlt ferner Zweinutzungs-Hühner als ernsthafte Konkurrenz für die billigen importierten Italiener-Hühner, die zwar ordentlich legen, aber kein Fleisch ansetzen.
    LG von der Waldfrau2

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  3. #3
    Avatar von Waldfrau2
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    Stallungen

    Zitat:
    Während man früher stets doppelwandig bauute und die Zwischenräume mit schlechten Wärmeleitern, z. B. Sägemehl, Torfmull und dergl. ausfüllte, will die moderne Geflügelzucht hievon nichts mehr wissen. Abhärtung heißt die Parole und so werden die Kücken schon von klein an in einfachwandigen Ställen untergebracht. Auch der eigentliche Hühnerstall ist häufig nur einfachwandig, denn er hat nur den Zweck, die Hühner vor Nässe und Zugluft zu schützen, sowie ihnen während der Nacht eine vor Eindringen von Raubzeug gesicherte Unterkunft zu gewähren. Er muß im Winter die Wärme zusammenhalten und im Sommer kühl sein.
    Es werden etliche verschiedene Stallmodelle in verschiedenen Größen präsentiert, die man im Grunde auch in modernen Hühnerbüchern finden könnte. Auch amerikanische Offenfront-Ställe werden vorgestellt.
    LG von der Waldfrau2

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  4. #4
    Avatar von Waldfrau2
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    Fütterung

    Zitate:
    Ein Huhn braucht zu seiner Ernährung zweierlei Futter: nämlich Beharrungs- und Produktionsfutter. Es ist dies ganz verständlich, da man das Huhn nicht nur am Leben und in guter Kondition erhalten will, sondern auch noch Leistungen, Eier und Umwandlung des Futters in wertvolles Fleisch fordert.
    Die stickstoffhaltigen Stoffe bilden Blut und Gewebe, die stickstoffreien Muskeln, Wärme und Fett. Die Fette erzeugen selbst wieder Fett und Wärme und speichern gleichzeitig eine Art Kraftreserve im Körper auf. Die Salze erzeugen die Knochen und dienen zur Regelung des Stoffwechsels.
    Der Autor schreibt hier von stickstoffhaltigen und stickstofffreien Nährstoffen, wobei es sich um Eiweiße und Kohlenhydrate handeln müßte.

    Zur naturgemäß richtigen Fütterung der Hühner gehören: 1. Getreidekörner, 2. Fleischnahrung, 3. Grünfutter, 4. Kalk, 5. Sand.
    LG von der Waldfrau2

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  5. #5
    Avatar von Drachenreiter
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    sind da Altsteirer/Paduaner drin?
    Altsteirern wb, weiß, gesperbert
    Sultan Hühner weiß
    Große Paduaner div. Farben

  6. #6
    Avatar von Waldfrau2
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    Die Rassen

    Habe soeben weitergelesen, hier ist die Antwort.

    Aufteilung des Rasse-Kapitels:

    1. Allgemeines, Bezeichnungn der einzelnen Teile, Farbe etc.
    2. Die Landhühner
    A. Schweizer Landhühner
    B. Deutsche Landhühner
    3. Deutsche Hühnerrassen
    a) Das Ramelsloher Huhn
    b) Stuhrer-, Winsener- und Hittfelder-Hühner
    c) Bergische Kräher und Bergische Schlotterkämme
    d) Ostfriesische Möven
    e) Lakenfelder
    f) Thüringer Pausbäckchen
    g) Die Steirischen Hühner
    Die Steirischen Hühner sind ebenfalls ein Landschlag, welcher besonders in Österreich verbreitet ist. Sundheimer, Elsässer und Augsburger Hühner sind auch aus den ehemaligen Landhühnern entstanden. Sie wurden aber aus Kreuzungen mit schwereren Rassen herausgezüchtet, und dienen zur Fleischproduktion. Ich erwähne diese letzteren, die bei uns nicht gezüchtet werden, nur der Vollständigkeit halber.
    h) Wanzenauer
    i) Kaulhühner
    k) Strupphühner
    l) Siebenbürger Nackthälse
    Das Huhn ist zwar sehr häßlich, aber seine guten wirtschaftlichen Eigenschaften machen es zu einem mancherorts beliebten Nutztier.
    m) Die Hamburger
    n) Rheinländer
    o) Reichshühner
    4. Italiener
    a) Landhühner
    Eine Beschreibung dieser Hühner brauche ich nicht zu geben; sie sind bekannt, denn sie überfluten alljährlich in großen Mengen die Schweiz und ganz Deutschland. Ihr Import ist der gefährlichste Feind unserer einheimischen Hühnerzucht, denn sie können, weil unter sehr günstigen Verhältnissen geboren und aufgezogen bei uns billiger verkauft werden, als hier erzüchtete Hühner. Ihr wirtschaftlicher Wert, der unter der warmen Sonne Italiens ganz gut ist, wird durch die geänderten Verhältnisse und durch das rauherer Klima bei uns ungünstig beeinflußt; es dauert stets längere Zeit, bis sie sich akklimatisiert haben. Da es immer viele Leute gibt, die nachh der billigen Ware greifen, so ist verständlich, daß sie unserer einheimischen Geflügelzucht große Konkurrenz bereiten; aber hierin liegt nicht alleine die Gefahr ihres Imports. In Italien sind die sanitären Zustände nicht wie bie uns; man beachtet Seuchengefahr nicht genug; die HÄndler kaufen oft in verseuchten Gegenden das Geflügel ebenfalls mit auf, und so bringen diese Tiere alle möglichen Geflügelkrankheiten mit. (...) Vorläufig ist unsere einheimische Geflügelzucht nicht leistungsfähig genug, um den Import entbehren zu können, doch kaufe man, nie von Hausierern, sondern nur von bekannten, hier ansässigen Händlern.
    5. Haubenhühner
    a) Paduaner
    Ein hübsches, elegantes Huhn mit Vollhaube, welches aber natürlich nur für den Liebhaberzüchter Wert hat. Es wird besonders in den Farben gold, silber und chamois gezüchtet.
    b) Holländer
    6. Spanische Rassen
    a) Spanier
    b) Minorka
    c) Blaue Andalusier
    7. Asiatische Rassen
    a) Cochin
    Der wirtschaftliche Wert dieser Hühner ist sehr gering. Trotz ihres massigen Körpers sind sie keine Masthühner; sie legen verhältnismäßig wenige und nur kleine Eier, die bräunlich gefärbt sind, haben aber sehr große Neigung zum Brüten. Als Bruthühner wiederum sind sie auch nicht zu empfehlen, da sie sehr schwerfällig und ungeschickt sind, weshalb man sie auch zum Führen der Kücken nicht gut gebrauchen kann.
    b) Malayen
    c) Langschan
    d) Jokohama und Phönix-Hühner
    e) Brahma
    8. Amerikanische Rassen
    a) Dominikaner
    b) Rote Rhodeländer, früher Rhode Islands
    c) Plymouth Rocks
    d) Wyandottes
    9. Englische Rassen
    a) Orpington
    b) Dorkings
    c) Englische Kämpfer
    d) Graue Schotten
    e) Sussex
    f) Redcaps
    10. Französische Rassen
    a) Houdan
    b) La Flèche
    c) Crève-Coeur
    d) La Bresse
    e) Faverolles
    11. Belgische Hühnerrassen
    a) Bredahuhn
    b) Brakel
    c) Mechelner
    12. Zwerghühner
    a) Englisches Zwerghuhn
    b) Bantams
    c) Sebright-Bantams
    d) Cochin-Bantams
    e) Zwergkämpfer
    f) Japanische Zwerghühner, Chabo
    LG von der Waldfrau2

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  7. #7
    Avatar von dobra49
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    RE: Illustriertes Hühnerbuch von Julius Bloch - 1914

    Ich hab einmal bei am..on nachgeschaut :
    Dein Buch gibt es einmal im Antiquariat um satte 120 € .

    Danke, dass du uns berichtest - das ist eine Menge Arbeit.
    Liebe Grüße
    Doris

  8. #8
    Avatar von Waldfrau2
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    ÖHM, eigentlich sollte man so was ja nicht wissen, aber es wohl von ebay und für ca. 1/4 dieses Preises. Allerdings habe ich bei amazon auch was von "Kunstdruck-Seiten" gelesen, bei mir sind die Illustrationen auf demselben Papier wie der Text auch und in S/W. Vielleicht gibt es noch eine "bessere" Ausgabe.
    LG von der Waldfrau2

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  9. #9
    Avatar von phoenix27
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    Hallo

    120 Euronen

    Falls noch jemand dieses Buch sucht - bei booklooker gibts das für 25 Euros.

    http://www.booklooker.de/app/detail....=0&&sortOrder=

    LG,
    phoenix27
    3,15 brabanconne 1,1 Paduaner 1,9 mixe 0,4 grünleger 2,11 antw. bartzwerge 0,1 italiener 0,3 reichshühner 0,1 altsteirer 0,1 niederrheiner 0,1 ostfr. möwen 0,2 Andalusier 0,1 Brakel 0,5 Zottegemer 0,5 westf. totleger 0,3 lakenfelder

  10. #10
    Avatar von Waldfrau2
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    Zucht

    Ein kurzes, aber interessantes Kapitel.

    Der Autor geht auf die Blutsauffrischung in der Rassezucht ein und verdeutlicht die in Amerika eingeführte Linienzucht, die gute Erfolge verspricht.

    Viele Züchter haben vor der Inzucht und ihren Folgen förmlich Angst; sie kaufen alle Jahre wenigstens einen blutsfremden Hahn und stellen diesen in ihren Zuchtstamm ein. Diese Züchter werden niemals etwas erreichen. Wenn auch die Nachtzucht ihres Stammes kräftig, evtl. produktiv ist, so stellt sich doch bald eine große Ungleichheit der Individuen heraus. Blutzufuhr, welche bei einem Stamme notwendig wird, muß stets durch Einführung verwandten Blutes bewirkt werden, da sonst die langjährige Arbeit des Züchters leicht vernichtet werden kann.
    Viele Züchter beschäftigen sich mit dem Problem, das Geschlecht der Kücken vorher zu bestimmen. Soweit man dies aus der Form der Eier beabsichtigt, ist es völlig unmöglich. Die Praxis hat bisher nur gefunden, daß das Geschlecht der Kücken ungefähr gleich vertreten ist, daß also ungefähr ebenso viele Hähnchen wie Hühnchen geboren werden. Im zeitigen Frühjahr jedoch schlüpfen mehr Hähnchen und je weiter das Jahr vorschreitet, je mehr also die sexuelle Kraft des Hahnes verbraucht ist, um so mehr Hühnchen.

    Hierauf basiert die Theorie, daß ein älterer Hahn mit jungen, kräftigen Hennen gepaart, besonders Hühner erzeugt, während bei umgekehrter Zusammenstellung der Zuchttiere auch das Resultat das entgegengesetzte ist, also mehr Hähnchen ergibt. Dies sind aber, wie gesagt, mehr oder weniger Annahmen, die sich wissenschaftlich nicht begründen lassen und die ebenso oft wie sie stimmen, versagen. Natürlich wäre es schön, wenn der Züchter das Geschlecht vorher bestimmen könnte, und so will ich noch zwei weitere Wege hierfür angeben, ohne jedoch Garantie für bestimmten Erfolg zu übernehmen.

    Die Eier nämlich der Hühner, welche dem Hahn entgegenkommen und sich bereitwillig begatten lassen, sollen Hühnchen ergeben, während aus den Eiern der Hennen, die erst nach längerem Jagen vom Hahn getreten werden, Hähne schlüpfen. Ferner, sammelt man die Eier ein und derselben Henne, so sollen die leichteren Hühnchen, die schwereren Hähne liefern.
    Ich finde es sehr interessant, daß das Ei-Huhn-Hahn-Problem auch heutzutage nicht anders diskutiert wird.

    Bis auf die deutsche Schrift habe ich beim Lesen kaum das Gefühl, daß das Buch schon fast 100 Jahre alt ist. Bin sehr gespannt auf das Kunstbrut-Kapitel.
    LG von der Waldfrau2

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