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Thema: Huhn verletzt: Raubvogel oder anderes Huhn?

  1. #1

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    Fragezeichen Huhn verletzt: Raubvogel oder anderes Huhn?

    Hallo zusammen,

    ich musste gestern abend leider feststellen, dass ein Huhn meiner (freilaufenden) Herde (4+1) im Laufe des Tages massiv verletzt wurde: Verletzung am Kopf (Blut am linken Ohr, linkes Auge geschlossen (aber noch intakt), große Wunde (ca 4*5cm) am rechten Rücken oberhalb des Flügels, Muskeln aber offenbar noch weitgehend intakt).

    Als Hintergrundinformation ist noch anzumerken, dass es sich bei dem verletzen Huhn um ein (neu integriertes) Lachshuhn in einer Gruppe von Kraienköppen handelt, eine der Kraienkopp-Hennen attackiert es häufig, so dass ich dieses Huhn als Verursacherin im Verdacht habe.

    Andererseits haben wir auf dem Grundstück auch ein (Mäuse)Bussardpärchen (nisted im Sommer hier und ist auch jetzt ständig präsent). Ich weiß dass Bussarde normalerweise nicht auf Hühner gehen, aber icn mir nicht sicher ob diese Bussarde das auch wissen, zudem wenn hier überall Schee liegt und andere Nahrung (Mäuse?) möglicherweise nicht mehr so gut greifbar ist.

    Meine Frage ist also an die erfahrenen Hühnerhalter, können solche wie oben beschriebenen Verletzungen durch ein Huhn verursacht worden sein (im Prinzip eine große Wunde, ich hätte bei einer Hühner Attacke mehrere kleine Verletzungen erwartet?) oder tue ich meiner Krawallhenne möglichrweise Unrecht und es könnte auch ein Bussard der Übeltäter gewesen sein?

    Viele Grüße von der Küste
    ollej

    Das Huhn habe ich natürlich tierärtzlich versorgen lassen.

  2. #2

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    Fragezeichen RE: Huhn verletzt: Raubvogel oder anderes Huhn?

    Hallo,

    leider gab es heute einen erneuten Vorfall (der aber nicht mit dem obigen in Zusammenhang stehen muss).

    Eine Henne ist heute Mittag tot in einem kleinen Buchenwäldchen nahe beim Stall gefunden worden, halb aufgefressen. Gegriffen wurde sie zwischen 14:00 und 16:00 Uhr, also tagsüber.

    Ich vermute ein Fuchs?
    Kann man anhand der Bilder was über den Urheber aussagen?
    Auffällig war dass das hauptsächlich Kopf und Hals gefressen wurde, beispielsweise das Brustfleisch war noch intakt.

    Ich will hier keinen neuen Fuchs-Thread aufmachen, es interessiert mich nur welcher Räuber verantwortlich ist um entsprechende Konsequenzen ergreifen zu können.

    Mit freundlichen Grüßen von der Küste
    ollej
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  3. #3
    Avatar von kuscheltier
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    RE: Huhn verletzt: Raubvogel oder anderes Huhn?

    sieht nach habicht aus



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    mein seidi

    lg dagmar
    Rassismus

    fängt da an
    wenn Mensch denkt
    Es sind ja nur

    TIERE


    Das Auge eines Straußes ist größer als sein Gehirn.
    Ich kenne Menschen, bei denen ist das nicht anders.

  4. #4
    Überlebenskünstlerin Avatar von Saatkrähe
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    Ja, würde ich auch tippen - Habicht. Ein Fuchs nimmt seine Beute eigentlich mit, und man findet nur noch ein paar Federn, wenn überhaupt. Zur Zeit kann ich meine Hühner nur im gesicherten Auslauf halten. Und obwohl die Habichte wissen, daß sie nicht an die Hühner rankommen, starten sie jeden Tag einen Angriff auf die Überdrahtung. Völlig unmöglich, meine Hühner jetzt raus zu lassen. Wohne aber auch zivilisationsfern.

    Was Deine andere Henne angeht, kann es sein, daß sie nach einem Angriff entkommen ist. Wenn sie allerdings durch andere hackende Hennen leichte, blutende Verletzungen davongetragen hat, mußt Du sie separieren, weil sie sonst u.U. zu Tode gehackt wird.
    LG, Saatkrähe, die Euch allen wünscht, daß Ihr gesund und voller Zuversicht durch diese Zeit kommt !

  5. #5
    Avatar von phoenix27
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    Hallo

    ja , eindeutig ein Habicht. Meine Habichtopfer sahen genauso aus. Kopf und Hals abgefressen , am Rücken aufgerissen.

    Ein Fuchs nimmt seine Beute komplett mit , und frisst sie woanders , oder er vergräbt sie für schlechte Zeiten. Er frisst das Huhn komplett , bis auf ein paar Federn bleibt nichts übrig.
    Im Schnee kannst Du übrigens eine Fuchsfährte gut ausmachen - die Schritte sind einspurig und gleichmäßig auf einer Linie. Meine Mädels haben momentan Stallarrest , weil täglich neue Fuchsfährten in Richtung Hühnerstall gehen... der Jäger ist bereits benachrichtigt.

    Deine Henne(n) und die Bussarde schliess ich mal aus. Kann allerdings sein , dass beide an den Kadaver gegangen wären und die Reste verputzt hätten....

    LG,
    phoenix27
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  6. #6
    Avatar von ahoeh
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    Ich kann mich nur anschließen. Das war mit höchster Wahrscheinlichkeit ein Habicht. Genau dieses entsetzliche Bild habe ich leider in meinem Garten auch schon mehrmals vorgefunden - leider.
    Als Konsequenz kann ich dir nur raten, deine Tiere durch ein übernetztes Gehege zu schützen, zumindest in den Herbst und Wintermonaten.

    Viele Grüße
    Andrea
    Italiener rebhuhnhalsig - La Flèche schwarz, blau - Warzenenten blau-wildfarbig - Pommerngänse gescheckt - bunte Hühnertruppe

  7. #7

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    Danke für die Antworten!

    Dann war es also wahrscheinlich der Habicht. Möglicherweise war der Bussard den ich in letzter Zeit häufiger mal gesehen habe gar kein Bussard sondern der Habicht, ich muss demnächst mal etwas genauer hinsehen.

    Ich werde dann wohl nicht drumherum kommen die Hühner die nächste Zeit in einen übernetzten Auslauf zu sperren, momentan haben sie kompletten Freigang übers gesamte Grundstück. Aber besser noch als wenn ich jetzt einen Fuchs als regelmäßigen Beucher hätte, da wäre dann Stallpflicht angesagt.

    Ich habe mir das Huhn noch mal angesehen, es war einseitig komplett angenagt (mit Muskeln), nur die Unterseite war noch intakt. Offenbar war der erste Kontakt aber nicht die spätere Fraßstelle, ich habe eine Ansammlung von Federn (größere Außenfedern) ca 20m entfernt gefunden (nahe am Haus).
    Schlägt der Habicht seine Opfer nicht sofort und frisst sie an Ort und Stelle?

    Was das erste Huhn angeht, vielleicht ist es ja wirklich einem Habichtangriff entkommen, obwohl sich der Habicht dann wahrscheinlich schon dumm angestellt haben muss, ich habe zumindestens gedacht, wenn der Habicht erstmal Kontakt hat, sei das Huhn auch chancenlos.
    Das erste Huhn ist genäht und erholt sich jetzt in unserer Diele von den Strapazen. Am Wochende werde ich mal versuchen es wieder zu den anderen zu setzen.
    Der Hahn ist mittlerweile auch einsam, hat aktuell nur noch zwei Hennen...

    Viele Grüße von der Küste
    ollej

  8. #8

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    Hallo, hier noch einmal ein kleiner Nachtrag:

    Die Hühner sind momentan in einem eingezäunten und übernetztem Auslauf und es gab keine weiteren Verluste. Das spricht ja passend zu den bisherigen Einschätzungen für einen Greifvogel, ein wiederkehrender Marder hätte kein Problem mit dem Zaun gehabt.

    Ein befreundeter Jäger, der hier jetzt für den Fall dass es sich um einen Marder oder Fuchs handelte, eine Lebendfalle aufgebaut hat, tippt auch auf einen Greifvogel. Zudem hat 4km weiter ein Hühnerhalter auch ein Huhn durch einen Bussard verloren (ja, ich weiß, Bussarde sollen ja keine Hühner schlagen, offenbar halten sie sich aktuell wegen der geschlossenen Schneedecke und dem damit einhergehenden eingeschränkten Nahrungsangebot nicht daran)...

    Ich denke mittlerweile auch, dass das verletzte Huhn aus dem Originalpost auch nicht von den anderen Hühnern sondern auch von einem Greifvogel verletzt wurde -- und einfach Glück gehabt hatte.

    Ich werde, bis die Greife wieder besser anderweitig Nahrung finden, meine Viecher dann wohl weiter im kleinen Auslauf halten müssen.

    Viele Grüße aus dem Norden
    ollej

  9. #9

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    Moin,

    um den Mäusefängern zu helfen und sie evtl. von den Hühnern abzulenken folgender Vorschlag:

    Wer die Möglichkeit hat:Auf einem Ackerrand am Grundstück verstreut man die Spreu aus dem Hühnerstall oder verteilt Heu-/Strohballenreste (vom Bauern),

    es werden sich sehr schnell Mäuse einfinden die dann den Greifen
    als Nahrung dienen.

    Bei Schneefall ein bisschen mit der Forke durchgehen, dann werden die
    Nager gezwungen ausserhalb der Gänge zu flitzen....

    auch Schlachtabfälle werden duch die Greife gerne als Ersatznahrung genommen (nicht zuviel, keine Ratten anlocken!)

    ...und es macht Spaß die Greife dabei zu beobachten!
    Gruß
    Jockel

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