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Thema: DDR-Literatur Geflügel

  1. #11
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    Die Bücher von Engelmann (wegen denen wir abschweiften) gebe ich vorerst nicht ab.
    Nur "Das Geflügelbuch" - von Schacht/Juhre. Wie gesagt zu 18 Euro (wegen des Zustandes), der Marktpreis liegt bei ca. 50 Euro. Versand als Büchersendung oder Großbrief. Was eben günstiger ist.
    Die Bücher sind aber über die Verlinkungen zu www.bookfinder.com
    oder www.eurobuch.com zu finden.

  2. #12
    Rassegeflügelzüchter Avatar von Ernst
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    Zitat Bachstelze
    und die Hühner wurden bestens versorgt und das sicher viel gesünder als heutzutage.
    Hallo Bachstelze,

    bist Du sicher dass das viel gesünder war als das Futter heutzutage?

    Das Oskar-Kellner-Institut war eine 1953 gegründete landwirtschaftliche Forschungseinrichtung, die 1970 im Forschungszentrum für Tierproduktion Dummerstorf-Rostock, dem heutigen Forschungsinstitut für die Biologie landwirtschaftlicher Nutztiere aufging.

    Abteilung Eiweißversorgung
    Die Prüfung neuer Eiweißfuttermittel gehörte zu den Hauptaufgaben der Abteilung. Das waren die Hefen bzw. Bakterienbiomassen aus Erdöldestillaten, reinen n-Alkanen, Methanol und Erdgas sowie das mikrobiell erzeugte Lysinfutterkonzentrat. Auch auf Rapsextraktiosschrot, Krillmehl und verhefte Molke erstreckten sich die Untersuchungen zur biologischen Wertigkeit an Ratten und zur Verdaulichkeit bei Schwein und Huhn.

    MfG

    Ernst Niemann

    Ein Haus ohne Bücher ist arm,
    auch wenn schöne Teppiche seinen Böden und kostbare Tapeten und Bilder die Wände bedecken.
    Hermann Hesse

  3. #13
    Putzfee auf Zeit Avatar von anna.u
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    Hi, Ernst,

    ich kann Vogthahn und Bachstelze da nur zustimmen.
    Sicherlich war das Fertigfutter nicht das beste, wahrscheinlich Zeugs drin, für das man heute den Chemiedoktor machen müßte

    ABER: es hat in der Menge nicht ausgereicht, um die Hühner wirklich satt zu kriegen und einen vernünftigen Eierertrag zu haben.

    Wir hatten damals 30 Legehennen, die Eier wurden im Konsum abgegeben, dafür gab es Geld und Futterbezugsscheine.Die zugeteilte Futtermenge war aber nicht ausreichend: also fütterten wir selbst angebautes Gemüse, Futterrüben, gestoppelten Mais und Kartoffeln, Haferflocken, Hülsenfrüchte. Letzteres war sehr billig und immer zu haben.

    Insgesamt denke ich , die Fütterung war schon gesund und abwechslungsreich - zwangsweise, sozusagen.

    lg Anna
    lg Anna
    Blumenhahn Gustav und seine sieben buntgemischten Damen,
    Laufijunge Albert, Hundedame Mandy, Mikesch&Friends sowie Herr U

  4. #14
    Rassegeflügelzüchter Avatar von Ernst
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    Dass das was da steht nicht unbedingt ausreicht, deutsche Meistertitel einzufahren, ist mir schon klar.
    @ andi
    Du kannst es wohl nicht lassen.
    Du hast mir mal folgende Frage gestellt.

    ich weiß zwar nicht, warum Du nichts besseres zu tun hast, als mich hier ständig irgendwie schräg anzufahren
    Sprüche wie der oben zitierte sind u.A. der Grund dafür.

    Aber da ich Dir vieles im nach hinein doch nachsehe, habe ich noch was für Dich.

    http://www.portal-rind.de/index.php?...&theme=Printer

    Eines möchte ich noch klarstellen. Ich kann und will garnicht beurteilen, ob und wo es bei Euch Mangelwirtschaft gab. Es ging mir nur darum zusagen, dass ich der Meinung bin, dass sich niemand in Eurem Lande getraut hätte so etwas öffentlich anzuprangern, wenn es den so gewesen wäre.

    MfG

    Ernst Niemann

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  5. #15

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    Original von Ernst
    Dass das was da steht nicht unbedingt ausreicht, deutsche Meistertitel einzufahren, ist mir schon klar.
    @ andi
    Du kannst es wohl nicht lassen.
    Du hast mir mal folgende Frage gestellt.

    ich weiß zwar nicht, warum Du nichts besseres zu tun hast, als mich hier ständig irgendwie schräg anzufahren
    Sprüche wie der oben zitierte sind u.A. der Grund dafür.

    Aber da ich Dir vieles im nach hinein doch nachsehe, habe ich noch was für Dich.
    Lieber Ernst,

    da hast Du irgendwas in den falschen Hals bekommen, fasst Du sowas als Kritik an Deiner Person oder an Deinen züchterischen Erfolgen auf? So wars nicht gemeint, ganz im Gegenteil.

    Ich habe fachlich nix an Dir auszusetzen, man muss trotz dessen nicht immer der gleichen Meinung sein.
    Schöne Grüße
    Andi

  6. #16
    Avatar von vogthahn
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    Es ging mir nur darum zusagen, dass ich der Meinung bin, dass sich niemand in Eurem Lande getraut hätte so etwas öffentlich anzuprangern, wenn es den so gewesen wäre.
    wir haben gelernt, zwischen den Zeilen zu lesen

    die ausführlichen Beschreibungen boten auch immer Alternativen für evtl. nicht greifbare Futtermittel an

    viel schlimmer finde ich, das die Literatur zu diesem Thema viel zu dünn gesät war, viele Tierhalter hielten Tiere, ohne wirklich Ahnung davon zu haben und dementsprechend fielen dann auch die Fütterungsfehler aus

    aber anscheinend hat es auch im Westen mit guter Versorgung an Büchern nicht immer dazu gereicht, sich zu informieren, sonst würden ja solche kruden Fütterungsfehler wie ausschließliche Körnerfütterung oder ständige Brotfütterei "weil es Oma schon immer so gemacht hat" heutzutage längst ausgestorben sein
    Die besten Ärzte der Welt sind
    Dr. Diät, Dr. Ruhe und Dr. Fröhlich.

    Jonathan Swift

  7. #17

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    Original von vogthahn
    aber anscheinend hat es auch im Westen mit guter Versorgung an Büchern nicht immer dazu gereicht, sich zu informieren, sonst würden ja solche kruden Fütterungsfehler wie ausschließliche Körnerfütterung oder ständige Brotfütterei "weil es Oma schon immer so gemacht hat" heutzutage längst ausgestorben sein
    Vom Prinzip her hast Du recht. Viele Menschen im Westen haben sich früher keine allzu großen Gedanken bezüglich der Fütterung ihrer Hühner gemacht, die haben auch so fast immer Eier gelegt. Da wirkte das Überangebot von Büchern aus unzähligen Verlagen eher abschreckend. Vor allem, wenn überall was anderes drin stand.

    Hier gabs einige wenige VEB-Verlage oder vielleicht sogar nur einen, das weiß ich nicht mal genau und damit ist das Angebot überschaubar und zudem noch für wirklich Jedermann verständlich mit Tabellen, Abbildungen, etc.pp erklärt.

    Dass die Erkenntnisse und Methoden heute deutlich ausgereifter sind, ist auch mir klar, trotz dessen sind die Bücher als Wissensgrundlage alles andere als untauglich .
    Schöne Grüße
    Andi

  8. #18
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    Ich würde mal behaupten, dass die bäuerliche (private) Geflügelhaltung keine Bücher gekannt hat. Wenn dann nur ambitionierte Rassegefügelzüchter und gewerbliche Produzenten. Interessant wäre dazu die Auflagen von damals zu kennen. Daraus können man den "Bildungsgrad" ableiten.

  9. #19

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    Hallo Redcap,

    der Bildungsgrad speziell der Kleintierhalter der DDR regelte weitgehend die des Futters wegen notwendige Mitgliedschaft in den Vereinen. Dort wurden in der Regel monatlich Vorträge über halterische und züchterische Probleme gehalten. Das war ja die Hauptaufgabe des Vereins. Die Notwendigkeit, etwas lernen zu müssen, wenn sie ihre Tiere richtig versorgen wollten, brachte die Leute auch in die Versammlungen. So wurde direktes Wissen vermittelt.

    Natürlich war die Literatur allgemein zugänglich. Man musste nur auf der Hut sein. Jede Buchhandlung bekam nur eine limitierte Menge an Büchern (es gab ja nicht genügend Papier!). Buchautoren waren immer hoch qualifizierte Leute entweder aus der Wissenschaft, wie Dr. Engelmann, oder deutschlandweit hoch angesehene Züchter wie als Beispiele Horst Marks und Wolfgang Krebs sowie der erst kürzlich verschiedene Fritz Schöne, die alle auch durch unzählige Artikel in Fachzeitschriften bekannt waren.

    Natürlich haben ja auch heute unsere Fachzeitschriften ein sehr hohes Niveau, leider werden sie viel zu wenig gelesen. Das Internet kann gute Literatur natürlich nicht ersetzen. Das größte Problem ist wohl die Qual der Wahl, nämlich herauzufinden, was in der Literatur wirklich lesenswert ist. Aber damit müssen wir leben. Das ist das Ergebnis des Überflusses. Leider müssen meist die Hühnerchen darunter leiden.
    Freundliche Grüße Bachstelze

  10. #20
    Rassegeflügelzüchter Avatar von Ernst
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    aber anscheinend hat es auch im Westen mit guter Versorgung an Büchern nicht immer dazu gereicht, sich zu informieren, sonst würden ja solche kruden Fütterungsfehler wie ausschließliche Körnerfütterung oder ständige Brotfütterei "weil es Oma schon immer so gemacht hat" heutzutage längst ausgestorben sein
    Hallo vogthahn,

    ich glaube nicht, dass man den Wissensstand einer Interessengruppe nur an den entsprechenden Veröffentlichungen in diesem Land zu dem Thema ablesen kann. Das würde nur dann funktionieren, wenn diese Literatur auch von allen Betroffenen gelesen würde. Wird sie aber nicht. Das siehst Du doch schon hier im Forum. Wenn sich jeder mit der vorhandenen Literatur informieren würde, bräuchten viele Fragen nicht gestellt zu werden. Und vor allem würden viele Fragende nicht von Leuten fehlinformiert werden, die genauso wenig Ahnung von der Sache haben wie der Fragende. Leider aber haben gerade diese Forianer einen geradezu missionarischen Eifer, ihre teilweise abstrusen "Theorien" zu verbreiten.

    der Bildungsgrad speziell der Kleintierhalter der DDR regelte weitgehend die des Futters wegen notwendige Mitgliedschaft in den Vereinen. Dort wurden in der Regel monatlich Vorträge über halterische und züchterische Probleme gehalten. Das war ja die Hauptaufgabe des Vereins. Die Notwendigkeit, etwas lernen zu müssen, wenn sie ihre Tiere richtig versorgen wollten, brachte die Leute auch in die Versammlungen. So wurde direktes Wissen vermittelt.
    @ Bachstelze
    Auch in diesem Land wurde von den Vereinen stets Aufklärungsarbeit von den Vereinen gemacht. Die Frage ist nur in wieweit diese Angebote genutzt werden. Ich kann nicht beurteilen wie gut diese Angebote in der DDR genutzt wurden, glaube aber nicht, dass es viel besser war als bei uns. Wenn es wirklich so wäre, dass sich die Züchter in der DDR mehr mit der Materie befasst hätten, könnte man auch davon ausgehen, dass sie die besseren Züchter sind. Dem ist aber nicht so. Dort ist es genauso wie hier. Es gibt einige wenige sehr gute Züchter, die breite Masse Mittelmaß, und einige sehr schlechte.

    MfG

    Ernst Niemann

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    Hermann Hesse

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