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Thema: Deep Litter Method?

  1. #1

    Deep Litter Method?

    In einem englischsprachigen Huehnerforum habe ich die "Deep Litter Method" gefunden, wollte mal fragen, ob das hier wer praktiziert?

    Bea
    Kunterbunte Eierlegeherde 2,8,6 • Light Sussex 0,0,3 • Cream Legbar 0,0,8
    Lavendel Araucana 1,1,3 • SG Dorking 1,2,23 + 1,1 • Blue Orpington 1,1
    Eulenbaerte 1,3,15 • Black Marans 1,3,9 • Chinese Painted Quail 0,0,6

  2. #2
    Avatar von Myfanwy
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    RE: Deep Litter Method?

    Yes I do

    Wenn damit die Tiefstreu im Stall gemeint ist, ja.

    Das ist hier bei uns etwas ungewöhnlich und ich werde auch manchmal gefragt, warum es bei mir im Stall wie in einer Gärtnerei aussieht, aber ich bin nach wie vor total begeistert und ich denke meine Hühner auch.

    Ich habe den gesamten Stallboden ca. 15 cm hoch mit Komposterde aufgefüllt und ca. 2-3 Sack Rindenmulch (alles natürlich trocken) darunter gemischt. Das ganze wird nur einmal im Jahr ausgetauscht. Ich mach das immer im Frühling, da kann ich dann die gebrauchte Einstreu auf den Beeten untermischen und hab auch gleich gedüngt.

    Der Vorteil ist, dass sich der Mist den die Hühner machen, bis zu einem gewissen Grad selbst abbaut, da die Hühner ja ständig die Erde in Bewegung halten und so der Mist immer wieder eingearbeitet wird. Wenn ich den Stall sauber mache (Kotbrett etc.) gehe ich auch schnell mit einer Harke durch und mache oft einen großen Haufen in der Mitte des Stalls - da sich die Hühnchen dann eine Weile gut unterhalten.

    Vor allem im Winter ist diese Art der Einstreu super praktisch, denn einerseits ist es eine gute Wärmedämmung von unten und andererseits baden meine Hühner total gerne in der trockenen Erde. So haben sie auch im tiefsten Winter immer ein feines Staubbad und haben auch indoor immer gut zu Scharren.

    Ich will aber auch den Nachteil nicht verschweigen: Die trockene Erde staubt natürlich und wenn ein Rudel Hühner ein ausgedehntes
    Staubbad nimmt ist schnell der ganze Stall mit einer schwarzen Schicht überzogen. Mich stört das nicht besonders, denn ein Stall ist ein Stall und Erde ist ja nicht Dreck in dem Sinne. Aber wenn man es gerne "optisch" sauber mag, ist die Art der Eistreu eher suboptimal

    Für mich wiegen die Vorteile aber diesen einen Nachteil (wenn man das denn so nennen will) auf. Denn nur einmal im Jahr ausmisten müssen und mit dem Substrat dann noch den Garten düngen können - besser geht's doch gar nicht.

    Ach, und noch was - es riecht natürlich auch nach einem Jahr noch nicht, obwohl sich meine Hühner gerade in diesem Winter sehr viel im Stall aufgehalten haben.

    LG, Karin
    Liebe Grüße, Karin

    Der Lohn für Anpassung ist, dass alle dich mögen - außer dir selbst

  3. #3
    Avatar von Gackergeier
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    Themenstarter
    Hallo Karin-mit-dem-schoensten-walisischen-Nick-der-Welt ...

    ja genau diese Methode meine ich.
    Hast Du Erfahrungen machen koennen, inwieweit der "Erfolg" der Methode z.B. vom Wetter abhaengig ist? Bei uns ist es furchtbar feucht und ich habe ehrlich gesagt etwas Sorge, dass der ganze Rummel anfaengt zu schimmeln?

    Mein Huehnerhaus hat einen Natur-/Lehmboden, ist gut belueftet und sollte eigentlich fuer die Methode geeignet sein ... ich wuerde das gerne ausprobieren, aber bevor ich mich "beschimpfen" lassen muss, meine Gackergeier als "Versuchstiere" auszuprobieren, frage ich lieber nach

    Thanks, Bea
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  4. #4
    Avatar von Myfanwy
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    Hallo Bea,

    danke für die Blumen!

    Also bei mir ist noch nie was schimmelig geworden. Das Zeug ist ja staubtrocken - vorausgesetzt man bringt es trocken in den Stall ein und der Stall selbst ist regendicht....aber davon gehe ich jetzt einfach aus.

    Bei mir ist der Boden allerdings betoniert und der Stall selbst von 3 Seiten gemauert. Ich kann Dir also nicht sagen, wie sich das Ganze auf Lehmboden verhält. Ist der Boden feucht, bzw. zieht er die Nässe von außerhalb?
    Andererseits, wenn Du bis jetzt einfach nur Lehmboden hattest, kann es wohl nicht schaden, wenn da noch eine gute Schicht Erde draufkommt. Schimmel würde da nur entstehen, wenn es richtig nass ist und dann hättest Du ja ganz ein anderes Problem....

    Ich denke, bis zu einem gewissen Grad absorbiert die Erde die Feuchtigkeit und bei guter Belüftung gibt es die auch wieder ab. Viel verkehrt kannst Du auch nicht machen, denn selbst wenn es sich bei Dir nicht so eignen würde, kannst Du die Erde ja immer noch weiterverwenden.
    Es kann aber sogar gut möglich sein, dass es bei Dir noch besser funktioniert als bei mir, denn der Naturboden "lebt" ja und so entsteht vielleicht ein besseres Microklima, das ja entscheidend sein soll, für den (teilweisen) Abbau des Chickenpoo

    Deine Gackergeier werden sich bestimmt freuen, denn was tut ein Huhn lieber, als in lockerer Erde zu scharren, ich denke nicht, dass sie sich als Versuchstiere sehen

    LG, Karin
    Liebe Grüße, Karin

    Der Lohn für Anpassung ist, dass alle dich mögen - außer dir selbst

  5. #5
    Avatar von Gackergeier
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    Themenstarter
    Cool, danke fuer die weitere Info.
    Jo, regendicht ist das Huehnerhaus, lediglich beim letzten Schnee hat das Schneegewicht das Dach etwas eingedrueckt und es hat an einer Stelle getropft, aber nix, was nicht mit Drunterstellen eines Kochtopfes und Abfegen des Daches ruckzuck behoben worden ist.

    Ich denke, ich probier das einfach mal aus ... und mal gucken was "tierschutzmoralische" Tierhalterkollegen dazu zu sagen haben bei der Vorstellung, nur 1-2 mal im Jahr auszumisten ...

    Thanks again!
    Bea
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  6. #6
    Hallo,

    unser Stall hat nur einen Lehm-Sandboden, darauf haben wir zusätzlich Rindenmulch gestreut. In kurzer Zeit hatten unsere 5 Hühner alles fein gemischt und fühlen sich anscheinend sehr wohl. Es stinkt nicht im Stall, aber es staubt wenn die Herrschaften sich "baden".

    Wenn wir den neuen Stall bauen, gibts auf jeden Fall wieder Tiefstreu - gerade für den Winter ist das perfekt.

    Liebe Grüßlis
    Lilia
    Sobald der Geist auf ein Ziel gerichtet ist, kommt ihm vieles entgegen.

    http://www.smileygarden.de/smilie/X-...nschiessen.gif

  7. #7
    Avatar von Myfanwy
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    Hallo Lilia,

    sag, wie oft mistest Du aus?

    Bei mir hat der Stall noch nie gemüffelt, es riecht eher nach Wald...

    Gut, dass der Kotbunker regelmäßig geleert wird ist klar. Das mach ich im Winter einmal die Woche und wenn's wärmer wird wieder alle 2 Tage, aber der Boden bleibt das ganze Jahr drin.
    Ungeziefer war auch noch nie ein Thema (dreimalaufholzklopf!)

    LG, Karin
    Liebe Grüße, Karin

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  8. #8
    Avatar von sissi80
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    Finde das ja sehr interessant. Meint ihr, dass das auf Holzbretterboden auch geht ? Sollte nach unten ein Luftabzug möglich sein ? Wir haben unter dem Holzbretterboden eine Folie (keine Ahnung, warum wir das gemacht haben) Das Hühnerhaus sitzt bei uns auf Betonpfeiler , ca. 30 cm hoch.
    Scharren die Hühner die Erde dann nicht raus ? Tritt es sich richtig fest ?
    Habt ihr eure Futternäpfe dann aufgehängt ? Sonst ist doch da immer die Erde drin, oder ?
    Oh, das waren jetzt viele Fragen, gell !
    L.G. Sissi

  9. #9
    Avatar von Myfanwy
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    Hallo Sissi,

    also wir haben ja wie gesagt einen Betonboden. Damit nix rausgescharrt wird, haben wir die Tür höhergesetzt. Aber ich denke ein Querbrett wird auch reichen.
    Ich meine, auf Holzboden wird es wohl auch gehen - ich hab die Idee ja ursprünglich aus England und es war nie von einem speziellen Untergrund die Rede.
    Der Trick ist ja nur, dass man die Streu wirklich tief genug macht, damit durch das Umgraben immer ein Austausch stattfindet. Wir haben uns für diese Eistreu sofort erwärmen können, weil der Betonboden so wie er ist viel zu kalt gewesen wäre und mit einem Zwischenboden holt man sich schnell ungebetene Gäste ins Haus.
    Es ist halt eine bequeme, dazu preisgünstige Angelegenheit und es bleibt nix über, was man wegschmeissen muss.

    Es sollte sich eigentlich nicht festtreten, weil die Hühner den Boden in Bewegung halten. Klar, da wo man selber immer rumgeht, wird es fest, aber ich harke das auch immer wieder durch.

    Die Futternäpfe und die Tränke habe ich auf Podesten aus Ziegelsteinen höhergestellt. Aber wenn die Herrschaften ausgiebig gebadet haben, muss ich das Wasser erneuern, denn das ist dann eingstaubt. Das ist aber nur im Winter so, denn sonst baden die ja draußen.

    LG, Karin
    Liebe Grüße, Karin

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  10. #10
    Avatar von sissi80
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    Hallo Karin, also ich muss schon sagen, die Idee gefällt mir immer besser. Vorallem die Sache mit dem Gartendünger.... In welchem Verhältnis muss man denn den Mulch druntermischen ? Ich bin zur Zeit einmal die Woche am misten. Und das nervt ! Kotkiste geht bei mir nicht, weil die Guten sich das Dachgebälk als Sitzstange rausgesucht haben und so ist die Sch...... längs durch den ganzen Hühnerstall verteilt. Klar, das mit dem Misten geht recht schnell, aber grad im Sommer stinkt´s halt auch schon mal.
    Wie kriegt man denn die Erde trocken ? Am Besten macht man das ja vor dem Einbringen in den Stall, oder ?
    L.G. Sissi

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