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Thema: Vorbereitung für eine Ausstellung?

  1. #1
    Avatar von Primus&Prima
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    Vorbereitung für eine Ausstellung?

    Was sollte man vor der ersten Ausstellung wissen bzw. machen?
    Bin ja noch ein Frischling in Sachen Rassegeflügel und habe mal wieder ein paar Fragen.
    Manche habe ich im Forum nachlesen und somit beantworten können.

    Im Bezug auf die Vorbereitung für die erste Ausstellung konnte ich nicht alles finden was mich beschäftigt.
    Also ich bin Mitglied im örtlichen KTZV und der Vorsitzende würde gerne meine weißen Altsteirer auf seiner nächsten Ausstellung dabei haben. Nun möchte ich natürlich das die Tiere nicht auf Grund meiner Unwissenheit schlechter abschneiden, als sie das bei einem erfahrenen Züchter tun würden. Es sind ja wie geschrieben „weiße“ Altsteirer doch im Moment sehen meine Damen eher nach vergilbten Gardienenweiß aus. Sie genießen ja Freilauf und lieben es im Mist zu scharren, sich in Erdmulden oder dem Aschehaufen zu baden. Der Vorsitzende hat zu mir gesagt das ich sie baden müsste damit sie wieder strahlend weiß sind. Wie macht man das bei einem Huhn

    Dann wollte ich noch wissen ob man irgendetwas üben muss z.B. das festhalten oder
    Wie schon erwähnt habe ich noch nie Geflügel ausgestellt und vielleicht denkt ihr ja auch die hat einen an der Klatsche, aber ich möchte mich und wenn möglich die Tiere etwas darauf vorbereiten können.
    Gruß Helga

    Bruteier von weißen Altsteirern und rotbunten Orloff gibt es nicht mehr!

  2. #2
    Avatar von Zwergerpel
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    Hallo Helga!

    Als erstes würde ich dir raten, dich mit dem Zuchtwart für Geflügel eueres KTZV in Verbindung zu setzen. Dieser sollte den Mitgliedern Tipps zum Schaufertigmachen geben können. Des Weiteren kann dir dieser bzw. auch ein befreundeter Preisrichter deine Tiere mal "Durchschauen", ob und wie viele Tiere überhaupt schauwürdig sind, damit du die Meldepapiere ordentlich und fristgerecht ausfüllen kannst (Impfen + Impfzeugnisse nicht vergessen).

    Wenn du meldest, dann würde ich vorschlagen schon mindestens 4 Tiere beiderlei Geschlechts zu melden. Aber nicht mehr als 8 bei kleinen Ortsschauen, das ist nur Geldverschwendung, es sei denn du hast Ambitionen auf den Vereinsmeistertitel.

    Ordentliches Schauvorbereiten der Tiere ist angewendeter aktiver Tierschutz!!!

    Mit dem Schaufertigmachen bzw. Dressieren für die Schau solltest du möglichst früh anfangen. D.h. du solltest die Tiere ab und zu fangen und nur in die Hand nehmen und etwas mustern, so wie es der Preisrichter auch tun würde, um die Tiere an den Menschen zu gewöhnen. Drei bis Vier Wochen vor der Schau kannst du beginnen die Tiere über Nacht in Käfige, wie bei der Ausstellung, zu stecken (2tlg. 60er Käfige bekommt man für ca 40 Euro). Erst ein paar Stunden, dann mal ruhig einen Tag, so dass die Tiere bei der Bewertung nicht wie wild im Käfig rum flattern.

    Das eigentliche Putzen beginnt 4 bis 5 Tage vor der Schau. Hierfür solltest du deine Tiere, da es sich ja um weiße Tiere handelt, ordentlich waschen. Hierzu nimmst du ein weißes pulveriges Feinwaschmittel, aber nicht zu viel - weniger ist mehr (nicht bei Wassergeflügel anwenden, da die Fettschicht des Gefieders verloren geht und die Tiere ihre Schwimmfähigkeit verlieren). Das Waschmittel löst du in gut handwarmen Wasser auf und setzt das zu waschende Tier in die Schüssel. Mit einem Schwamm oder weichen Lappen streichst du dann über die Federn (nicht gegen den Strich), mit einer Bürste reinigst du ordentlich die Läufe und mit klarem lauwarmen Wasser reinigst du vorsichtig den Kopf, Kehllappen und Ohrscheiben. Nach dem Waschen nimmst du einen Föhn und trocknest die Federn vorsichtig, aber Obacht: Verbrennungsgefahr für das Huhn!
    Mit dem Föhn läst sich auch Federfülle im Schwanz erzeugen- wichtig bei Wyandotten. Dann ordnet man alle Federn grob und setzt das Tier in einem warmen Raum, entweder in eine große Transportkiste oder Käfig über Nacht. Die Tiere sollten bis zum Tag des Einsetzens (meist Mittwoch) nicht mehr nach Draussen, sondern besser in den Stall, der frisch gereinigt und hoch mit Sägespähnen oder Ähnlichem ausgestreut ist. Am Tag des Einlieferns werden die Läufe und der Kopf nochmals gründlich mit einem Lappen und klarem lauwarmen Wasser gereinigt und wenn nötig das Gefieder mit einem feuchten Lappen nochmals abgewischt. (Der Ring muss für den PR lesbar sein, sonst Abzug!) Den Kopf und die Läufe können dann bei Bedarf mit etwas Kammglanz oder Speiseöl eingerieben werden. Vorsicht: kein Öl oder Kammglanz darf aufs Gefieder! Beim Einsetzten nicht vergessen zusätzliche Ringe dran zu lassen, das gibt sonst o.B. wegen Kennzeichnung (Kükenmarken sind aber erlaubt).

    Und dann braucht man nur noch den Tag der Bewertung abwarten können und auf zur Schau, um die Bewertungsergebnisse zu erfahren!
    Vorsicht: einmal mit dem Ausstellen angefangen und schnell werden es jedes Jahr 10 oder mehr Schauen....
    Züchte Orpingtonenten, Zwergenten (grobgescheckt wildfarbig, gelbbäuchig, blau-dunkelwildfarbig), Elsässer Gänse, Pommerngänse, Zwerg-Wyandotten lachsfarbig.

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  3. #3
    Avatar von Primus&Prima
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    Themenstarter
    Vielen Dank für deine ausführliche Antwort
    So ungefähr habe ich es befürchtet.
    Mal sehen, was daraus wird. Werde mal mit dem in die Hand nehmen beginnen. Das kann nie schaden wenn sie das etwas besser kennenlernen.
    Vielleicht finde ich ja jemand bei mir in der Nähe der mir etwas zur Seite steht. Über die Fortschritte oder Rückschritte werde ich zu gegebener Zeit hier berichten.
    Gruß Helga

    Bruteier von weißen Altsteirern und rotbunten Orloff gibt es nicht mehr!

  4. #4
    Moderator Avatar von Bartzwerg
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    Hallo!


    Auf Ortsausstellungen kann man aber auch ruhig mal ein paar Tiere mehr mitnehmen. Hier ist es meist nicht so teuer und man hat einen Überblick, wie weit die eigene Zucht ist. Außerdem hat man so die Chance auf den einen oder anderen Preis mehr. Viele machen es sogar so, dass sie bewußt auch schlechtere Tiere mitnehmen, damit die Besseren auffallen. Man darf ja nicht vergessen, dass es auf 10 Tiere ein E und 2 Z gibt. Dann wird es bei weniger Tieren schon schwieriger. Gerade bei weißen Tieren sollte man aufpassen, dass die Tiere auch die Möglichkeit haben, im Auslauf ein schattiges Plätzlichen aufsuchen zu können. Ebenfalls sollte man bei der Fütterung darauf achten, nicht zu maishaltiges Futter oder zuviel Karotten zu verwenden. Ansonsten bekommt man den gelben Anflug nicht mehr weg!
    Mit der Gewöhnung an den Menschen sollte man schon frühzeitig anfangen, die Käfigdressur reicht ca. ein Monat vorher. Das Waschen sollte man nicht zu oft machen, je nach Ambitionen eigentlich eher für die Großschauen. Man sagt, nicht mehr als zweimal in der Schausaison pro Tier.
    Bitte die Tiere auch auf Ungeziefer kontollieren und darauf achten, dass bei allen Bundesringe aufgezogen sind!

    Gruß
    Bartzwerg

  5. #5

    " Kein Fönen "

    .....und nach dem Waschen die Tiere auf keinen Fall fönen !

    Durch das Fönen kann sich die Federstrukur zum Nachteil verändern.

    Die Tiere nach dem Waschen in ein großes Handtuch wickeln so daß sie nicht aufstehen können und hinlegen. Das Handtuch nimmt einiges an Feuchtigkeit schon aus den Federn. Wenn sich dann die Tiere aufgerappelt und aus dem Handtuch "geschält" haben in einen trockenen Stall oder Käfig mit Hobelspänen setzen. Sie trocknen dann von selbst ohne, daß man irgendwelche Heizlampen anmachen muß (außer natürlich bei Minusgraden ) Die Federn trocken dann ganz natürlich, und nach 3 Tagen steht das Tier trocken da - insofern berücksichtigen, daß die Vollwäsche ca. 3 Tage vor deim Einsetzen passieren sollte.

    Gruß
    Volker

  6. #6
    Avatar von Zwergerpel
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    Ich habe mit Fönen nur beste Ergebnisse erzielt. Man sollte dies sicherlich mit oberster Vorsicht bei Tieren anwenden, die laut Standard eine harte und feste Feder aufweisen sollen. Bei Wyandotten und Bantam hatte ich immer nur gute Ergebnisse. Sogleich kann man somit bei den Wyandotten noch eine schöne Federfülle erreichen! Mit Altengl. Zwergkämpfern würde ich das sicher nicht machen!
    Bei einem ausreichendem Abstand, der auch wegen der möglichen Verbrennungsgefahr gewählt werden sollte, wird sicher keine Zerstörung der Federstruktur bewirkt. Außerdem lässt sich so, besonders zur kalten Jahreszeit und auch wenn der Raum beheizt sein sollte, ein Unterkühlen der Tiere vermeiden.
    Züchte Orpingtonenten, Zwergenten (grobgescheckt wildfarbig, gelbbäuchig, blau-dunkelwildfarbig), Elsässer Gänse, Pommerngänse, Zwerg-Wyandotten lachsfarbig.

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  7. #7
    Avatar von Drachenreiter
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    Hi,

    ich denke Weiß kann da noch was dazu beisteuern.

    Gruß
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    Sultan Hühner weiß
    Große Paduaner div. Farben

  8. #8
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    Original von Drachenreiter
    Hi,

    ich denke Weiß kann da noch was dazu beisteuern.

    Gruß
    DR
    Wurde doch schon alles geschrieben. Und Volker (@Daniel) ist Einer, der die Materie mehr als beherrscht!

  9. #9
    Avatar von Sundi
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    Hallo,

    so nun möchte ich auch mal meinen Senf dazugeben . Also ich habe wie einige wissen habe ich ja Sundheimer und die sind bekanntlich fast weiß. Meine Tiere laucfen das ganze Jahr über bei Wind und Wetter draußen rum.Ich habe in meiner ersten Saison mal die Tiere gewaschen und war davon absolut nicht überzeugt, da wir im November hier bei uns schon oft Frost haben. Dann habe ich mit einem alten Züchter und guten Freund gesprochen und der hatte einen super Tip für mich , seitdem habe ich nie wieder Tiere gewaschen und bisher hat sich auch noch kein Preisrichter beschwert, ganz im Gegenteil ich werd oft gefragt warum die Tiere so eine tolle Farbe haben.

    So nun will ich Euch nicht weiter auf die Folter spannen, meine Tiere laufen ca 3 Wochen vor den Ausstellungung im Tiefstreu im Stall. Dort befindet sich eine 15-20cm Schicht aus Sand und Rapsodie. Die Tiere können ordentlich Sandbaden und werden dadurch super sauber, da das Einstreu knochentrocken ist. Vor dem Einsetzen wasche ich noch die Füße und gehe mit einem feuchten Mikrofasertuch über die Federn fertig.

    Gruß
    Sundi

  10. #10
    Avatar von Primus&Prima
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    Bald ist es soweit
    Die erste Ausstellung an der ich als Aussteller teilnehme ist am 1./2. August in unserem Verein, es ist eine Jungtierschau.

    Werde jetzt versuchen die Tiere täglich für ein paar Minuten in die Hand zu nehmen

    Als sie noch jünger waren war das gar kein Problem. Aber in den letzten 2-3 Wochen haben sie beschlossen, dass sie keinen Körperkontakt mehr haben wollen. Der Hahn stellt die Federn in alle im möglichen Richtungen und eine der Hennen macht ein enormes Geschrei.

    Ob ich sie wasche weiß ich noch nicht, da sie im Moment eh nicht so gerne in der Hand sind.
    Werde euch an dieser Stelle immer wieder berrichten.
    Gruß Helga

    Bruteier von weißen Altsteirern und rotbunten Orloff gibt es nicht mehr!

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