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Thema: Wann zeigen sich die besten Legerinnen?

  1. #11
    Moderator Avatar von Kleinfastenrather
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    Zitat Zitat von Bea65 Beitrag anzeigen
    Dann sind Seidenhühner und deren Mixe die weltbesten Legerinnen überhaupt. Wenn die anderen Hennen sich in Legepause begeben laufen Seidis zur Hochform auf.
    Aber, dafür legen sie dann im Sommer sparsam. Also doch nicht die weltbesten.
    "Bezogen ist das zudem auf eher nicht brütende Hennen. Glucken bringen da ein bisschen die Sau rein, die legen eher wann sie wollen und nehmen sich schonmal eine Pause wenn alle anderen legen, mausern dann und legen z.B. jeden zweiten Monat ein paar Eier. Natürlich praktisch wenn sie den Sommer über führen und im Herbst, wenn die anderen nachlassen, wieder legen. Aber sicher ungünstig um auf generelle Legeleistung zu züchten."


    @Bohus-Dal: Ich muss wie gesagt auch nochmal gucken, mach dir keinen Stress, der Gedanke musste aber jetzt mal aus meinem Kopf .
    Das was du mit dem legen beschreibst konnte ich auch schon beobachten, meinst du das die Hennen die jeden Tag legen dann auch länger legen oder einfach durch das weniger Pause auf mehr kommen? Wenn eine Henne die alle paar Tage Pause macht dafür länger legt hebelt es sich ja schon wieder aus.

    Meine Hühner sind sehr gemischt, mit weißen und gelben Läufen.

    Das mit dem ausbleichen der Läufe ist mir auch schon länger bekannt. Besonders eindrücklich fand ich das bei meinen Schijndelaar-Hennen.
    Es gibt jedoch auch Hennen die von Anfang an recht blasse Läufe haben, das kann man denke ich eher als grobes Merkmal nehmen, müsste ich auch mal genauer beobachten.

    Ob die Hühner schon früh mausern und dann nochmal legen, das hatte ich so glaube ich noch nicht, hängt denke ich auch von der Rasse und von der Region ab, in der man die Hühner hält.


    @Sil: Da haben wir also die selben Beobachtungen gemacht. Danke für deine Erfahrungen.

    @Gockelmeisterin: Suche doch mal online nach Lohmann Selected Leghorn, dann wirst du deine Antwort finden.

    LG
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  2. #12

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    Ich habe ja die kleine Macke immer wieder einmal auf das Wissen unserer Altvorderen hinzuweisen, das ja allmählich den Bach runtergeht. Dies Thema eignet sich wieder einmal ganz prima. In der (wenigen) Fachliteratur meiner Jugend nahm die "wirtschaftliche Geflügelhaltung" breiten Raum ein, insbesonders die Fragen, die in diesem Faden aufgekommen sind.

    Ohne Legekontrolle, welcher Art auch immer, hat man sich auf die sogenannten indirekten Leistungsmerkmale konzentriert. Dies sind hauptsächlich:

    - die schon angesprochene ausgebleichte Beinfarbe
    - gut durchblutete Kopfpunkte
    - Agilität
    - Gesundheit (kränkelnde Tiere wurden sofort aussortiert, "Ausmerzen" nannte man es damals)
    - Milbenbefall = Ausmerzung (da hauptsächlich schwächliche Tiere betroffen sind)
    - Glucken wurden ebenfalls aussortiert, zumindest kamen sie nicht als Bruteiproduzenten in Frage
    - Frühreife (Legerassenhennen, die erst mit 7 oder 8 Monaten beginnen, werden aussortiert)
    - späte und kurze Mauserzeit, Weiterlegen nach der Mauser im gleichen Jahr
    - Windeileger sowie Produzenten von übergroßen Eiern wurden ebenfalls aussortiert
    - gute Futtersucher (=gute Leger) wurden danach beurteilt, ob sie morgens die ersten und abends die letzten waren

    Der Unterschied zu der einjährigen Haltung der heutigen Hybriden war die mögliche dreijährige Legekarriere. Nachzucht wurde möglichst nur von den 3jährigen Tieren gezogen, da diese zugleich ihre Nichtfrühsterblichkeit bewiesen haben. Wichtig waren auch die Zuchthähne, die unbedingt von stark legenden Vorfahren abstammen sollten und deren Schwestern ebenfalls hervorragende Leistungen brachten.

    Die "Septembermethode" kann trügerisch sein, den die Mauserzeit ist auch wetter/klimaabhängig und kann von Jahr zu Jahr anders ausfallen. Nichts desto Trotz sind Althennen, die im Zeitraum September bis Dezember Eier produzieren, ganz wertvolle Tiere.

    Die Steigerung der Legeleistung der eigenen Hühner war und ist bei mir auch immer ein nicht vernachlässigter Ansatzpunkt gewesen, dessen Ziel relativ schnell erreicht werden kann. Bei Kleinfastenrather beißt es sich natürlich etwas, weil er sich ja sehr stark auf das Erscheinungsbild konzentriert. Es ist sicherlich einfacher die Leistungsmerkmale im zweiten Schritt zu steigern, als alles gleichzeitig anzugehen. Verzettelungsgefahr!

    Ich habe schon mehrmals meine persönliche Haltungsstrategie beschrieben, daher nur ganz kurz. Aufbauend auf obige Maßnahmen behalte ich pro Jahrgang eine Henne, die dann auch zur Zucht eingesetzt wird. Sie muss sich aber erst gegen einige Geschwisterhennen vergleichend durchsetzen, dass kann schon 3 Jahre dauern.

  3. #13
    Avatar von Gockelmeisterin
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    Zitat Zitat von Kleinfastenrather Beitrag anzeigen
    @Gockelmeisterin: Suche doch mal online nach Lohmann Selected Leghorn, dann wirst du deine Antwort finden.
    Danke dir, aber ich hab schon nach den LSL gesucht und auch einige Infos gefunden. Aber leider gar nichts zur Beinfarbe
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  4. #14

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    Zitat Zitat von Kleinfastenrather Beitrag anzeigen
    Und hat wer Legekurven von mehrjährigen Hennen?
    Ich führe seit 2018 Huhnbezogene Legestatistik. Wenn du sie magst, melde dich - die Interpretation überlasse ich dir

  5. #15
    Moderator Avatar von Kleinfastenrather
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    @Krawatte: Da mache ich ja anscheinend schon viel richtig . Ich würde auch die ersten 3 Jahre als gute Legejahre bezeichnen und ziehe am liebsten von Althennen nach, besonders die Hähne.
    Agile, gesunde Hennen mit gut durchbluteten Kopfpunkten können, so meine Erfahrung, auch wenige Eier legen.

    Wo du es so aufzählst erinnere ich mich an etwas was ich mal gehört und gelesen habe. Ein Punkt war ein kurzes Gesichtsdreieck, ein anderer ein großer Kamm. Vielleicht finde ich es ja mal wieder, das gilt halt dann eher innerhalb einer Rasse.

    In die Richtung kann man online, auch im englisch-sprachigen viel finden. Hier mal ein etwas älterer Link zu einem Blogartikel:
    http://blog.hofhuhn.de/alles-was-man...t-wissen-muss/

    Und ja, ich achte bestimmt auf einige optische Sachen, bin da aber doch sehr großzügig . Die Leistung meiner Hühner leidet darunter eher nicht.

    @Gockelmeisterin: Also wenn ich suche werden mir lauter gelbläufige Hennen angezeigt; Ich kann dir auch aus erster Hand sagen das LSL als Jungtiere normal gelbläufig sind. Ich bin mir ziemlich sicher das ich von denen irgendwo Bilder rumfliegen habe, da hab ich jetzt aber keine schönen gefunden.

    @Chickenalarm: Das ist ein nettes Angebot, ich melde mich.
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  6. #16

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    Zitat Zitat von Kleinfastenrather Beitrag anzeigen
    "Bezogen ist das zudem auf eher nicht brütende Hennen. Glucken bringen da ein bisschen die Sau rein, die legen eher wann sie wollen und nehmen sich schonmal eine Pause wenn alle anderen legen, mausern dann und legen z.B. jeden zweiten Monat ein paar Eier. Natürlich praktisch wenn sie den Sommer über führen und im Herbst, wenn die anderen nachlassen, wieder legen. Aber sicher ungünstig um auf generelle Legeleistung zu züchten."

    LG
    Nein, Nein, die Seidi-Mixe legten ab Spätherbst und den ganzen Winter über in Hochform, nahezu täglich ein Ei. Und wollten dann tatsächlich auch bei Frost brüten. Was ich unterbunden habe.

    Jetzt wo die andern Hennen wieder richtig fleißig werden, beginnt die Legeleistung der Seidis nachzulassen. Im Sommer ist sie noch schlechter.
    Und keine davon hat je gebrütet oder geführt. Ich entglucke sie.

    Wenn man Eier rund ums Jahr haben möchte, ist es tatsächlich sinnvoll, sich einige wenige Seidis zusätzlich zu den leistungsstarken Legehennen zu halten.
    Geändert von Bea65 (01.03.2024 um 23:52 Uhr)

  7. #17
    Avatar von Gockelmeisterin
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    Zitat Zitat von Kleinfastenrather Beitrag anzeigen
    @Gockelmeisterin: Also wenn ich suche werden mir lauter gelbläufige Hennen angezeigt; Ich kann dir auch aus erster Hand sagen das LSL als Jungtiere normal gelbläufig sind.
    Ich hab hauptsächlich auf den Internetseiten von Lohmann geschaut. Da werden die LSL alle mit ziemlich weißen Läufen abgebildet (oder mein Bildschirm zeigt das Gelb nicht so deutlich) Nur die "Sandy" werden mit tief gelben Läufen auf den Bildern gezeigt.
    Aber vielen Dank für deine Info aus erster Hand Das reicht mir.
    Genau das wollte ich wissen. Schade, dass die Läufe später anscheinend trotz Mauser und Legepause (ziemlich) weiß bleiben.
    Bei den englischen und amerikanischen Leghorn, den Leghorn Exchequern , Italienern usw. werden sie ja soweit ich weiß auch wieder gelber nach der Legepause.
    Vielleicht ist bei den LSL die Zeit zur Erholung einfach zu selten und zu kurz...
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  8. #18
    Avatar von Jussi
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    Also bei uns ist es auch so. Unsere 2jährige Fidelia z. B. war die letzte, die in die Mauser gegangen ist und die erste, die wieder begonnen hat zu legen. Ihre Tochter Fidgy war letztes Jahr die erste Junghenne, die bereits im August zu legen begonnen hat, ging im November in die Mauser und hat danach auch wieder als erste der aktuell sechs Junghennen begonnen zu legen. Daraus kann man schlussfolgern, dass sie sicher die guten Gene der Mutter geerbt hat. Von ihr hatten wir auch in der BE-Sammelphase am meisten Eier bekommen. Deshalb wird Fidgy ganz sicher hier bleiben und weiterhin unsere Zucht bereichern, auch wenn sie nach dem Zuchtstand einen eigentlich zu hohen Vorkamm hat.
    Gefiederte Grüße von den 1,11,34 unserer super tollen schwarzen Augsburger und 3/4 Augsburgerin Henny!
    Instagram: @augsburgerhuhn_erhaltungszucht

  9. #19

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    Zitat Zitat von Kleinfastenrather Beitrag anzeigen
    Agile, gesunde Hennen mit gut durchbluteten Kopfpunkten können, so meine Erfahrung, auch wenige Eier legen.
    Da stimme ich dir völlig zu und behaupte sogar, dass auch alle weiteren aufgeführten Punkte für sich allein gesehen kein 100%iges Indiz für starke Legeleistungen sind. Die Kombination der Merkmale macht es.

    Zitat Zitat von Chickenalarm Beitrag anzeigen
    Ich führe seit 2018 Huhnbezogene Legestatistik. Wenn du sie magst, melde dich - die Interpretation überlasse ich dir
    Nach meinen Erfahrungen unterscheiden sich die Legekurven der Althennen selbst nicht von denen der Junghennen. Der Unterschied besteht lediglich in der geringeren Gesamtzahl und dem früheren Einstellen und späteren Beginn der Legetätigkeit.

    Ein gutes Anzeichen bei Althennen ist die Anzahl der Kalendermonate innerhalb eines Jahres, in denen sie Eier produzieren, je mehr, desto besser. Das würde aber wieder eine irgendwie geartete Kontrolle voraussetzen, die ja hier eben nicht Thema ist.

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