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Thema: Vogelgrippe Internationales 2023/2024

  1. #71

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    Auf Seeland, Dänemark hat es in den letzten Tagen eine Reihe von AI positiven Putenbeständen in der schon gut bekannten Region um Skælskør gegeben. Insgesamt waren zwischen dem 25.01. und dem 28.01., bei drei gemeldeten Betrieben, 77.000 Puten betroffen. Alle haben die gleiche Bauart und aus Meldungen früherer Jahren meine ich, das sie alle zur gleichen Integration gehören. Derr letzte Ausbruch in den Beständen wurde am 05.11.23 gemeldet. Ein weiterer Fall wurde am 04.02. weiter nördlich bei Ruds Vedby gemeldet. Hier sind 40.000 Tiere betroffen.
    https://foedevarestyrelsen.dk/dyr/dy...tuel-situation
    Herzliche Grüße vom Warnehof
    AI Karte 2023/24 https://www.google.com/maps/d/edit?mid=1B0AKmliEL-YJeoCjS7CeA06rCTReI9w&usp=sharing

  2. #72

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    In Polen kommt es wieder vermehrt zu Bestandsfällen. Drei Putenmasten, zwei Entenmasten und eine gemischter Betrieb sind in den letzten 14 Tagen hinzu gekommen.

    Bulgarien hat eine weitere Ausbruchsserie. Dieses Mal um Bresowo herum. Seit Anfang Januar ist es dort zu 4 Bestandsausbrüchen gekommen. Dabei scheint es sich um Mularden (Foie gras?) zu handeln.
    https://www.24chasa.bg/bulgaria/article/16905334

    In Moldawien gab es sieben weitere bekanntgewordene Ausbrüche in privaten Kleinhaltungen.
    https://esp.md/ru/sobytiya/2024/02/0...tichego-grippa

    In Ungarn ist die Situation jetzt sehr ruhig. Mal sehen, wie es mit zunehmendem Rückzug wird.

    Russland meldet seit langem mal wieder Bestandsfälle. Der erste Fall, scheint eine Kleinhaltung nahe Rostow am Don zu sein. Die zweite habe ich in den Bereich Asien verschoben.
    https://volgodonsk.pro/2024/02/07/%D...%D0%BC-%D1%80/

    Neben einigen Einzelmeldungen von Wildvogelfunden, gibt es auch eine Meldung über Massensterben. Im Stadtpark von Nartkala am Kaukassus wurden eine größere Anzahl Krähen verendet gefunden und werden jetzt auf den Verdacht auf AI untersucht.

    In den Niederlanden ist es zwar relativ ruhig, aber trotzdem will man sich wohl für den nächsten „worst case“ rüsten. Das Agrarministerium sorgt sich darum, dass die AI auf Schweinebestände übergreifen könnte. Daher will man ein Monitoringsystem für Grippeviren in Schweinebeständen etablieren. Ebenfalls sollen wohl die rechtlichen Grundlagen für die Keulung von mit HPAI infizierten Schweinen geprüft werden.
    https://nos.nl/artikel/2506770-minis...ep-bij-varkens

    Italien hat einen ersten Verdachtsfall auf Tod durch AI. In Calabrien ist eine 50-jährige Frau wegen akuter Symptome ins Krankenhaus gegangen. Dort wurde die Verdachtsdiagnose AI gestellt. Allerdings wurde wohl die Behandlung zu spät begonnen, weshalb die Frau verstarb. Nun klagen die Angehörigen und es wurde eine Obduktion angeordnet.
    https://www.corrieredellacalabria.it...ti-tre-medici/

    Nicht alles ist AI, was Wasservögel tötet. In Kantabrien werden zur Zeit wieder größere Zahlen toter oder geschwächter Seevögel an den Stränden angespült. Diese Tiere heben nicht ausreichend Nahrung gefunden und verhungern, wie schon so oft von mir gemeldet. Daran dürfter die weiterhin viel zu hohe Wassertemperatur im Atlantik seinen Anteil haben.
    https://www.eldiariomontanes.es/cant...134956-nt.html

    In der Slowakei ist es innerhalb weniger Tage zu drei Ausbrüchen in Hühnerelterntierbeständen gekommen. Der erste Seuchenbestand liegt direkt an der Donau an der Grenze zu Ungarn. Auf der anderen Flußseite kam es Mitte/Ente Dezember 2023 bei Györ zu fünf gemeldeten Ausbrüchen in Putenbeständen. Ich vermute hier einen neuen Primäreintrag mit Verbreitung auf zwei weitere Stallanlagen des gleichen Unternehmens. Insgesamt sind hier 92.000 Elterntiere betroffen.
    https://www.startitup.sk/na-juznom-s...z-150-kurciat/
    https://www.trnavskyhlas.sk/c/36746-...vidaciu-chovu/


    Jetzt zum Schwerpunkt in Tschechien. Da geht zur Zeit einiges vor sich.

    Bereits am 24.01. wurde eine Entenmast der altbekannten Firma Perena in Lipoltice gekeult.
    https://pardubice.rozhlas.cz/v-lipol...hripka-8666442

    Am 30.01. wurde dann eine Broiler Elterntierhaltung mit 69.000 Tieren nahe Kosorin, Bezirk Pardubitz, gemeldet. Wenige Tage später kam eine weitere Broilerelterntierhaltung nahe Svitany hinzu. Hier waren es 22.000 Tiere. Beide Betriebe gehören dem gleichen Unternehmen.
    https://pardubice.rozhlas.cz/veterin...rat-na-9166279
    Video der Maßnahmen in Skleny. Hervorragende Bausubstanz.
    https://www.youtube.com/watch?v=6B4dOdVroLI

    Ob es einen Zusammenhang mit den zeitgleichen Ausbrüchen in den drei Elterntierbetrieben in der Slowakei gibt ist nicht klar.

    Und aktuell ist eine Entenmast mit 50.000 Tieren bei Valdikov in der Räumung. Das erste Foto des verlinkten zweiten Berichtes zeigt das ganze Elend der Keulung von industriellen Intensivhaltungen. Enten werden bekanntermassen in Container mit CO2 getötet, was für sich schon wiederlich ist. Hier scheint man zudem keine geeigneten Container für die Ententötung zu haben, also schmeißt man die Tiere in 5 cbm Mulden mit festem Deckel. Schlecht für die, die zuerst reinkommen. Das gepflegte Aussehen der Ställe passt da ins Bild. :-(
    Oh, und die offen gelagerten Strohballen im Video des dritten Beitrages sind eigentlich ein Offenbarungseid der Betriebsführung. Ein anderer Standort des hier betroffenen Mastunternehmens mit 12.000 Tieren war bereits vor einem Jahr betroffen.
    https://www.denik.cz/ekonomika/ptaci...-20240205.html
    https://www.ceskenoviny.cz/zpravy/ve...ik-dni/2475522
    https://www.idnes.cz/jihlava/zpravy/...a-zpravy_epsal

    Auch zwei private Haltungen bei Prag werden gemeldet. Hier sind 48 bzw. 16 Tiere betroffen.
    https://zemedelec.cz/veterinari-odha...ch-a-zajecove/
    Herzliche Grüße vom Warnehof
    AI Karte 2023/24 https://www.google.com/maps/d/edit?mid=1B0AKmliEL-YJeoCjS7CeA06rCTReI9w&usp=sharing

  3. #73

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    Asien

    Auf Sakhalin scheint die größte Legehennenanlage dort von AI betroffen zu sein. Der Staatsbetrieb "Ostrownaja" produziert Eier und an einem zweiten Standort Broiler. Im November 2022 war die Broilerhaltung bereits einmal betroffen. Damals konnte das Übergreifen auf die Legehennen verhindert werden.
    https://www.interfax-russia.ru/far-e...vo-veterinarii

    Bleiben wir gleich im Osten Russlands. In der Amurregion hält man es für eine gute Idee Krähen, Elstern und Spatzen auf AI zu testen.,
    https://ampravda.ru/2024/02/07/amurs...jayut-na-gripp

    Bleiben wir gleich in der Amurregion. Bei Chabarowsk gibt es einen Verdachtsfall in einer privaten Haltung.
    https://transsibinfo.com/news/2024-0...rovska-4991461

    In der Provinz Anhui, VR China, ist am 16.12.23 eine 63 jährige Frau an den Folgen einer AI Infektion gestorben. Das besondere hierbei ist, das sie eine Doppelinfektion zweier AI Stämme erlegen ist. Hierbei handelte es sich um H3N2 und H10N5.
    https://www.independent.co.uk/asia/c...-b2487822.html

    Auch H5N6 war wieder Ursache für einen Humanfall.
    https://www.cidrap.umn.edu/avian-inf...es-woman-china

    Kambodscha bleibt auch weiterhin nicht von Humanfällen verschont. Zwei neue Infektionen mikt H5N1 Clade 2.3.2.1c wurden bekannt.
    https://www.cidrap.umn.edu/avian-inf...flu-infections

    In Süd Korea hat die Ausbruchshäufigkeit stark abgenommen. Nur zwei zusätzliche Beständen wurden in den letzten 14 Tagen positiv festgestellt.

    Afrika

    Aus Niamey, Niger kommt ebenfalls die Meldung eines Bestandsfalles.
    https://www.alwihdainfo.com/Niger-un...ntent=cmp-true

    Auch Guinea bleibt nicht verschont. Hier sind 5.300 Hühner betroffen.
    https://guineenews.org/160236-2labe-...x-de-lelevage/
    Herzliche Grüße vom Warnehof
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  4. #74

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    Europa:

    Nach langer Ruhephase gibt es wieder einen Fall in einer Legehennenhaltung in East Yorkshire, UK. 48.000 Tiere nahe der Küste zwischen Scarborough und dem Humber sind hier betroffen.


    Asien:

    Die bereits am 07.02. gemeldete Legehennenanlage auf Sachalin hat jetzt seinen Weg ins WAHIS gefunden. Es handelte sich hierbei um eine für russische Verhältnisse eher kleine Eierfabrik. Insgesamt sollen hier 294.478 Hennen Eier produziert haben, von diesen sollen etwa 107.082 Tiere vor der Keulung verendet sein. Man hatte wohl Probleme die Keulung zu organisieren, scheint mir.
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  5. #75

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    Antarktis
    Eine weitere Vogelart ist jetzt von der AI betroffen. Auf Südgeorgien wurden jetzt die ersten infizierten Albatrosse gefunden.
    https://www.bas.ac.uk/media-post/avi...south-georgia/
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  6. #76

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    Amerikas

    Mal eine kurze Story zu tausenden verendeten Schneegänsen in South-Dakota und über Vertrauenswürdigkeit von Quellen im Internet. Aufmerksam geworden über das unten verlinkte Video bin ich über eine bereits von mir im November 2023 als dubiose Quelle bezeichnete Anti-CCP Propagandistin. In dem begleitenden Artikel hieß es, dass tausende Gänse in Xijiang durch einen drastischen Temperatursturz auf nicht näher beschriebenen Seen verendet sind. Dort soll über Nacht ein Temperatursturz von 45°C auf -51°C eingetreten sein. Nicht das es im Norden der VRC in den letzten Monaten zu einigen heftigen Schnee- und Kälteeinbrüchen gekommen wäre. Aber das war schon heftig. Die Aufnahmen zeigen Gänse die quasi im Eis eingefroren sind. Ein Effekt, der Zweifel offen ließ. Kurz nach der Verbreitung meldete sich dann in Form von Herrn Kachelmann ein nicht ganz unbekannter Meteorologe zu Worte und erklärte anhand Karten und Datentabellen, dass das großer Quatsch wäre. Daraufhin kam nach etwas Recherche von dritter Seite des Rätsels Lösung, in Form eines Artikels aus den USA.

    Die Aufnahmen sind echt, es gab tausende verendete Schneegänse auf Teichen nur nicht in Xijiang, VRC, sondern in South Dakota, USA. Dort entdeckte ein Jäger Anfang Februar die besagte Szene. Es handelte sich um vermutlich im Dezember 2023 verendete Schneegänse die auch nicht erfroren waren, sondern an AI verendet sind. Man geht davon aus, das es dutzende vielleicht auch mehr Teiche gibt, die mit Kadavern übersät sind. Der Eindruck des Einfrierens kommt wohl durch schmelzenden und wieder gefrorenen Schnee zustande.

    Das klingt sehr nach der US Version des Massensterbens von Gänsen und Enten an den deutschen Nord- und Ostseeküsten in 2020/21.

    https://www.outdoorlife.com/conserva...en-lake-video/
    https://www.argoviatoday.ch/videos/j...et%3A156364921
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  7. #77

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    Antarktis

    Jetzt ist auch auf dem antarktischen Kontinent #H5N1 HPAI bei Skuas festgestellt wurden.
    https://www.ciencia.gob.es/Noticias/...antartida.html
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  8. #78
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    USA: Milchkühe an VG-Virus erkrankt
    https://web.de/magazine/panorama/vog...rankt-39478778
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  9. #79

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    Aktuell neue Meldungen aus Ungarn. Nach WAHIS sind vier der fünf im April neu gemeldeten Betriebe bereits in der ersten Runde im Oktober/November geräumt wurden. Es handelt sich hier wahrscheinlich um Enten bzw. Gänsehaltungen.

    Auch Bulgarien meldet aktuell Ausbrüche. Im April ist es zu vier Ausbrüchen gekommen. Neben einer Kleinhaltung nahe der türkischen Grenze, sind es bei Harkovo zum einen 25.000 Legehennen und dazu noch 390.000 Broiler, bei Plovdiv sind 154.000 Legehennen zum Opfer der AI geworden. Der Betrieb in Plovdiv war bereits früher von AI betroffen.
    https://bnr.bg/kardzhali/post/101976...o-v-krumovgrad
    https://agri.bg/novini/ptici-grip-vl...acki-v-xaskovo
    https://www.marica.bg/agro/otkriha-p...p-v-plovdivsko

    Bei der Entsorgung der gekeulten Tiere ist es bei einem LKW zu einem Bruch des Ladeklappenschlosses gekommen. Im Ergebnis haben sich dann mitten in Herkovo einige hundert Kilo der etwa fünf Tonnen umfassenden Ladung auf eine der Hauptstraßen dort ergossen.
    https://dnes.dir.bg/intsidenti/kamio...chi-grip-video

    Aus Russland kam vor 5 Tagen die Meldung über AI bei einem sehr alten Bekannten. In Anlagen des zweitgrößten russischen Truthahnmastkonzerns Eurodon wurde wieder einmal HPAI festgestellt. Man vermutet eindringenden Staub der durch das Pflügen bei stärkerem Wind aufgewirbelt wurde als Ursache. In der Vergangenheit war der Konzern bereits zweimal von Ausbrüchen in seinen im Raum Rostov verteilten Anlagen betroffen.
    https://www.forbes.ru/biznes/364729-...adkah-evrodona

    Auch LPAI gibt es noch. Aus den NL kommt ein Überblick über die Funde von LPAI Antikörpern aus dem November 2023 aus verschiedenen Betrieben im Land. Auffällig war ein völliges Fehlern von LPAI Funden von März bis Oktober 2023. Es wurden H9Nx, H5N4, H7N3, H6N2 und H5N1 in sechs Legegeflügelbetrieben und H3N3 in einer Masthähnchenherde gefunden.
    https://www.pluimveeweb.nl/artikel/9...bij-leghennen/

    Im Kampf gegen AI verschärft UK die Registrierungspflichzt. Bisher mußten nur Bestände mit mehr als 50 Tieren angemeldet werden. Nun gilt das (wie in Deutschland) ab dem ersten Tier. Allerdings gibt es dazu auch eine Gegenleistung. Jeder registrierte Geflügelbesitzer bekommt (per Mail?) dann Infos über lokale Ausbrüche und über Schutzmaßnahmen.
    https://www.pluimveeweb.nl/artikel/9...p-registreren/

    Eine weitere Verschärfung, dises Mal aus den Niederlanden gilt dort nun für Schweinebestände. Wenn diese mit HPAI infiziert werden können sie nun gekeult werden. Man bekommt Angst vor soich weiter entwickelnden Zoonosen.
    https://www.boerderij.nl/vogelgriep-...ectie-mogelijk


    Asien

    Aus dem BS Kerala, Indien werden zwei Ausbrüche in gewerblichen Entenmasten gemeldet.
    https://economictimes.indiatimes.com.../109389019.cms

    Antarktis

    Eine Expedition im März hat auf den Inseln vor der Antarktis und auch auf dem antarktischen Festland eine große Zahl verendeter Vögel gefunden. Neben vielen Aasfressern wurden auf einer Insel 532 Adéle Pinguine in fortgeschrittenem Zersetzungszustand gefunden. Bei den Aasfressern konnte HPAI nachgewiesen werden. Bei den Pinguinen ist eine weitere Untersuchung in Europa notwendig.
    https://nos.nl/artikel/2516295-weten...van-vogelgriep
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  10. #80
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    Dpa Meldung: Vogelgrippe bei Kühen überrascht Virologen - Gefahr für Menschen?
    Das Vogelgrippevirus befällt weltweit immer mehr Säugetiere. Nun hat es Kühe in den USA erreicht und damit Nutztiere, mit denen viele Menschen Kontakt haben. Welche Gefahren birgt das?
    Berlin (dpa) - Nerze, Robben, Füchse, Katzen - das Vogelgrippevirus H5N1 sprang zuletzt immer wieder auf Säugetiere über. Nun gibt es Nachweise des Erregers bei Milchkühen in den USA. Seit Ende März hat das US-Agrarministerium das Virus in mehr als 30 Milchviehbetrieben in rund 10 Bundesstaaten registriert - auch in der Milch selbst. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hält die Gefahr für Menschen derzeit noch für gering, mahnt aber alle Staaten zu erhöhter Aufmerksamkeit für mögliche Infektionen bei Tier und Mensch.
    Angesichts von Ansteckungen bei zahlreichen Vögeln sowie mehr und mehr Säugetieren rund um den Erdball befürchten Forscher, dass sich das hochpathogene Vogelgrippevirus weiter verändert. Bei den Kühen - und in vielen anderen Fällen - geht es um die sogenannte H5N1-Linie 2.3.4.4b.
    Das US-Agrarministerium ordnete unter anderem an, dass ab Montag (29.4.) nur noch Milchkühe mit negativem Vogelgrippe-Test von einem US-Staat zum anderen transportiert werden dürfen. «Das ist ein Tropfen auf den heißen Stein», sagte Mike Worobey von der University of Arizona dem Magazin «Science». Diese Begrenzung sei vergleichbar mit der des Flugverkehrs zu Zeiten von Covid jeweils «lange, nachdem sich die Viren an einem bestimmten Ort etabliert haben.» Es könnte schlicht zu spät sein.
    Infektion von Kühen erstaunt Experten
    «Mich überrascht es sehr, dass Kühe nun infiziert sind», sagt Martin Beer vom bundesweit zuständigen Friedrich-Loeffler-Institut in Greifswald. Aus einem Infektionsversuch von 2006 habe das Institut damals geschlossen, dass Rinder «wohl kaum gefährdet» seien. Derzeit sei das Virus noch «maximal» an Vögel angepasst und habe ein geringes Potenzial Menschen zu infizieren. Bislang tue der Erreger sich etwa noch schwer damit, die angeborene Immunität des Menschen gegen das Vogelgrippevirus zu überwinden. «Doch jeder neue Säugetier-Wirt kann das Virus dem Menschen ein Stück näherbringen.»
    Der Virologe Martin Schwemmle vom Universitätsklinikum Freiburg ist nach eigenen Angaben ebenfalls von den Viren in Kühen überrascht. Und davon, das der Erreger anscheinend nur wenige Mutationen brauchte, um sich in Milchvieh zu vermehren. Eine Ausbreitung des Virus bei Menschen in Form einer Epidemie oder gar Pandemie hält Schwemmle derzeit jedoch auch für «eher unwahrscheinlich». Dazu habe sich das Virus noch nicht genügend an den Menschen angepasst.
    Bislang wurde in den USA zwar nur ein Fall einer Übertragung von Kühen auf einen Menschen bekannt, der zudem nur eine Bindehautentzündung bekam. Doch Beer verweist auf viele nicht gemeldete Arbeiter in den USA, «vor allem auf Rinderfarmen». Seit 2021 hat die WHO insgesamt 28 Fälle von Vogelgrippe-Infektionen bei Menschen registriert, bei rund der Hälfte handelte es sich um die sogenannte Klade 2.3.4.4b.
    Eine Übertragung der Vogelgrippeviren von Mensch zu Mensch sei seit 2007 nicht mehr bekannt geworden. Auch wurden laut WHO keine Veränderungen der Viren beobachtet, die eine Infektion über die oberen Atemwege des Menschen erleichtern würde. Eine Übertragung der derzeit zirkulierenden H5N1-Viren von Mensch zu Mensch sei ohne weitere genetische Veränderungen «unwahrscheinlich».
    Der Evolutionsbiologe Worobey sieht dennoch künftige Gefahren. «Wir befinden uns hier auf Neuland, da sich ein an Säugetiere angepasstes H5N1-Virus zum ersten Mal in Landsäugetieren ausbreitet, mit denen Hunderttausende von Menschen jeden Tag in Kontakt kommen», sagt er mit Blick auf die Situation in den USA. Das nächste Pandemievirus werde von einer Situation kommen, die dieser sehr ähnlich sei, vermutet er.
    In den USA sind viele Fragen offen
    Wie das Virus die Kühe genau infiziert hat, ist unbekannt und ebenso, wie die Übertragungen von Kuh zu Kuh geschehen. Experten vermuten etwa über Melkmaschinen oder die Luft. Zu den Symptomen zählen eine geringere Milchproduktion und Appetitlosigkeit. Die US-Gesundheitsbehörde FDA verwies immerhin darauf, dass das Pasteurisieren der Milch das Virus zerstört. Auch in Milchpulver für Säuglinge sei kein Virus entdeckt worden.
    Ob die Milch eine Rolle bei der Übertragung spielte, werde untersucht, teilte die WHO mit. Sie riet, nur pasteurisierte und keine Rohmilch zu konsumieren.
    Problematisch findet Schwemmle, dass in der Milch der infizierten Kühe sehr hohe Virusmengen nachgewiesen wurden. So könne das Virus mit jedem in die Umwelt gelangten infektiösen Tropfen Milch verbreitet werden - und damit auch über die Arbeitsgeräte bei der Milchproduktion. «Ich glaube, dass es sehr schwer ist, solche weit verbreiteten Kontaminationen in den Griff zu bekommen», sagt Schwemmle.
    Deutschland ist besser gewappnet
    In Europa gibt es laut Schwemmle noch keine Hinweise auf eine Infektion von Milchkühen mit dem Virus. Dies könne sich jedoch jederzeit ändern, wenn es von den USA komme oder sich in Europa selbst entwickle. In Deutschland ist die Aufmerksamkeit laut FLI-Forscher Beer diesbezüglich sehr hoch: «Die Behörden wissen, dass bei etwaigen unerklärlichen Krankheitsbildern in Kuhbeständen, die mit Milchrückgang einhergehen, auch an H5N1 gedacht werden muss und unter Umständen entsprechend getestet wird», sagt er und verweist auf ein insgesamt besseres Kontrollsystem. «In Deutschland haben wir eigentlich das gläserne Rind. Jedes Tier ist eindeutig markiert und jede Tierbewegung ist über eine Datenbank nachvollziehbar. Das ist in den USA nicht so.»
    Tierwelt rund um den Globus bedroht
    «Unabhängig von der Gefahr für den Menschen ist durch die Vogelgrippe die globale Tierwelt zunehmend betroffen», betonte Beer. So seien etwa Nerze oder Meeressäugetiere wie Seelöwen sehr empfindlich für solche Viren. «Die Tiere erkranken oft schwer und ein Großteil verendet auch.» In der Antarktis sei das Virus mittlerweile auf den Inseln und auf dem Festland. «Dort wird es bald ja sehr kalt, wodurch es zu Vogelbewegungen mit möglichen Virusverschleppungen kommt. Hier müssen wir dann sehr aufmerksam auf Australien mit seiner einzigartigen Tierwelt schauen.» Es sei der letzte Kontinent ohne Befall mit hochpathogenen Vogelgrippeviren.
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