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Thema: wie wieviel Zeit darf vom ausbluten bis zum rupfen vergehen?

  1. #1

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    wie wieviel Zeit darf vom ausbluten bis zum rupfen vergehen?

    Hallo liebe Hühnerfreude,

    wir sind Neulinge, was das Schlachten angeht. Genau genommen, ist es mein 2. mal...
    Jetzt habe ich mir Hilfe geholt. Ein befreundeter Metzger unterstützt mich --- äh... ich unterstütze ihn
    Eine Frage haben wir noch: wir planen 4-6 Junghähne zu schlachten. Es stehen ein kleiner und ein größerer Schlachttrichter zur Verfügung, Betäubungsgerät. Die Hähne warten im Karton. Ich würde die Hähne gerne möglichst kurz im Karton lassen, die bekommen ja auch mit, dass der Tag nicht normal beginnt... Könnten wir also erst alle 6 betäuben, ausbluten lassen und danach brühen? Ich habe einen alten Einkochtopf dafür. Oder liebe eine andere Reihenfolge? wie wieviel Zeit darf vom ausbluten bis zum rupfen vergehen? Was würde ihr empfehlen?

    LG
    Claudi

  2. #2
    Avatar von Raddezka
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    Willkommen im Forum Claudi,
    Es ist kein Problem erstmal alle Hähne ausbluten zu lassen und dann nach und nach zu rupfen.
    Wir machen es immer so. Zu erst müssen alle Kandidaten dran glauben. Direkt aufhängen und ausbluten lassen. Wenn der letzte aufgehangen ist wird der erste abgenommen und mit rupfen begonnen.
    Da ich oft alleine rupfen muss, kann es da schon vorkommen das das letzte Hähnchen eine Stunde hängt. Habe da noch nie Unterschiede oder Nachteile entdecken können. Nur der Topf sollte ausreichend groß sein falls die Leichenstarre schon eingesetzt haben sollte (das ist auch sehr von der Umgebungstemperatur abhängig).

    Ich hoffe ich konnte etwas helfen.
    2.22 bunte Truppe aus Rasse, Mixe und Geretteten

  3. #3

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    152
    Ich kann dir nur meine Erfahrung mitteilen, ob das das Optimum oder richtig ist weiß ich nicht. Habe ein paar Mal auf einem Bauernhof geholfen bis zu 20 Hühner nacheinander zu schlachten.

    Wir haben die Tiere am Abend zuvor separiert und in Kisten gesetzt, damit der Kropf am nächsten Tag leer ist.
    Morgens dann Schlachttrichter aufgehängt, mit einem Beilstiel (ohne Kopf) auf den Hinterkopf schlagen (nicht zu fest, aber das zeigt euch der Metzger sicher, ich finde es bei den ersten recht schwer den richtigen Schwung zu haben), Huhn Kopf voraus in den Trichter und Hals feste und wirklich bis zur Wirbelsäule auftrennen. Kurz warten, Kopf ganz abtrennen, dann Huhn raus und nochmal "kopfüber" aufgehängt, nächstes Huhn.
    Dann erst alle Tiere in einem großen Zuber nacheinander abgebrüht, gerupft und dann ausgenommen. Kropf zuerst entfernen, dann die Beine.
    Ich finde die Betäubung am schwersten an der Sache, weil mit zuviel Elan zertrümmert man den Kopf, das Huhn stirbt und blutet dann nicht richtig aus.

    Bei 6 Hähnen wird nicht viel Zeit vom Tod bis zum Brühen vergehen, denke nicht dass das was ausmacht.
    Beim Töten von Tieren ist es meiner Meinung und Erfahrung nach nie verkehrt nicht zu zaghaft vorzugehen. Das erspart Leid. Lieber kräftig anpacken, ordentlich betäuben, zügig und gewissenhaft Hals auftrennen.

  4. #4
    Bummelux Avatar von Vinny
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    Ich würde den Hals ja nicht bis zur Wirbelsäule durchtrennen. Dadurch gerät u.u. noch Blut in die Luftröhre und das muss nicht ein . Ein guter Ohrscheibenstich hat sich da bewährt.

    Ich schätze, für das töten vom ersten bis zum letzten Tier vergehen keine 15 Minuten , vorallem bei mehreren trichtern. Da gibt es keine bedenken hinsichtlich der Dauer.
    Wir schlachten auch zuerst alle , dann brühen, rupfen , brühen rupfen etc. Und dann nach und nach ausnehmen .
    1,8,5 Blumenhühner; 1,6,7 Mechelner gesperbert, 1,6,13 Orloff rotbunt, 1,1,15 dt. Legegänse

  5. #5

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    Wir erledigen im normal auch komplett das Schlachten und dann wird gebrüht und gerupft.
    Einzig die Umgebungstemperatur und die Menge an Tieren - im allgemeinen ist das bei uns Haltern dich überschaubar - würde mich evtl. davon abweichen lassen.
    Im Hochsommer schlachten wir allerdings nicht.
    1 Wyandottenhahn splash (2021), 0,17 gr. Wyandotten gold schwarzges. (2019/2020), 3 Hennen g weiß u. g blau (16.04.2021), 3 Hennen g weiß und g blau (03.07.2021), 2 Grün- und 3 Rotleger

  6. #6

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    13
    Themenstarter
    Herzlichen Dank für die tollen und hilfreichen Antworten! Das ist ja prima hier! da kann ich meine Fragen auch stellen, obwohl das ein heikles Thema ist. Über das ich in meinem Umfeld nur mit sehr wenigen reden kann. Das Schlachten wird wahrscheinlich nie etwas werden, was ich gerne mache, aber es gehört für mich einfach zum Kreislauf dazu, wenn ich selber Hühner halten will.

  7. #7

    Registriert seit
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    6xxxx
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    3.528
    Trau Dich ruhig zu fragen, denn auch das schlachten gehört, in den meisten Fällen, zur Hühnerhaltung!
    Also in diesem Forum ist es kein Tabu Thema
    [B]
    Mich findet man nicht bei Facebook
    Ich brauche auch kein Instagram!
    Ich hab das HüFo und das reicht

  8. #8
    Kämpfer-Fan Avatar von Sorteng
    Registriert seit
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    4.552
    Ich finde die Frage wie viel Zeit zwischen ausbluten und ausnehmen vergehen darf viel interessanter. Man kann auch Problemlos ein Huhn brühen und rupfen das schon in der Leichenstarre ist aber irgendwann nach dem Tod fangen die Darmbakterien halt an in den Rest des Körpers zu wandern, ist bei durchgegartem Huhn nicht dramatisch aber man will schon zügig arbeiten und möglichst zeitnah nach dem schlachten ausnehmen.

    https://www.huehner-info.de/forum/ar.../t-103928.html

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