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Thema: Wie tötet der Fuchs?

  1. #1

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    Wie tötet der Fuchs?

    Hallo zusammen,
    ich habe aus mehreren Threads schon einige Infos gefunden, wie Füchse jagen, habe aber trotzdem noch eine Frage zum Jagdverhalten von Füchsen.
    Ich hatte 4 Hennen, wohne mitten im Dorf, allerdings an einem Bachlauf, der für den Fuchs sozusagen eine grüne Schneise durch den Ort schafft.
    Der Fuchs war immer wieder nachts(!!) auf der Wildkamera zu sehen, jeweils nur wenige Minuten und zog dann weiter. Hat mich nicht beunruhigt, da alle Hühner zuverlässig in den Schlafstall gehen und dieser ist logischerweise raubtiersicher.
    Nun wollte ich die Hühner versorgen und wunderte mich schon über die Stille. Und da lagen alle 4 tot im Gehege. Ich hörte es noch rascheln und sah dann den Fuchs langsam und zögerlich davon laufen (mittags!!!).
    Ich bin wirklich sehr traurig und geschockt. Ich hatte alle Hühner liebgewonnen und vermisse sie sehr. Wir werden jetzt so gut es geht eine Schneise um das Gehege ziehen und einen Stromzaun aufstellen.

    Meine Frage ist nun: 3 Hühner lagen tot im Gehege (eines ohne Kopf) mit wenigen Federn drumrum. Da war er wohl wirklich fix und routiniert und hat sie schnell todgebissen.
    Von meinem Lieblingshuhn allerdings waren an 3 Stellen im Gehege Federn verstreut und sie lag dann ganz woanders. Hat er da schon angefangen zu rupfen oder ist diese ihm mehrfach entwischt? So albern das ist, aber ich würde mir natürlich ein schnelles Ende für sie gewünscht haben...
    Von einem Overkill kann man bei 4 Hühnern wohl nicht sprechen oder?
    Wir haben die Hühner in der folgenden Nacht außerhalb des Geheges gelegt, er hat sie dann auch alle im Abstand von 30 min geholt (nachts). So war ihr Tod wenigstens nicht sinnlos.
    Konkret meine Fragen: schleicht sich ein Fuchs an oder jagt er wild umher? Tötet er schnell? Schleppt er lieber die Beute gleich weg oder fängt er an zu fressen? Ist der Tod durch den Fuchs ein schneller Tod?
    Wären bei einem Jungfuchs die Hühner eher verletzt?
    Die Hühner waren alle schon etwas steif, habe aber gelesen, dass das bei Hühnern sehr schnell geht. Ich denke, dass ich ihn tatsächlich auf frischer Tat ertappt habe. Nachbarn saßen im Garten und haben gar nichts mitbekommen...
    Vielen Dank für eure Antworten!
    Silke

  2. #2
    Avatar von Neuzüchterin
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    Tut mir sehr leid um deinen Verlust.
    Bei uns war er auch mal Tagsüber da.Das war im Frühjahr.Die Füchsin hat 7 oder 8 Hennen und den Hahn getötet.5 der Toten hat sie auf einen Haufen gelegt.Drei hatte sie bereits unter den Holzstos gezogen wo sie mit ihren Jungen wohnte.Die restlichen überlebenden Hühner haben das weite gesucht.Als ich nach Hause kam wunderte ich mich über die freilaufenden Hühner.
    Ich denke der Fuchs tötet schnell und leise.Hühner würden ja schreien wenn sie in lebensgefahr sind.
    Möglich das ein ungeübter Jäger nicht so schnell tötet und ein flüchtendes Tier erst mal Fedrn verliert.
    Ich hätte ihm die toten Hühner nicht gegeben.Er wird so wieder kommen bis nichts mehr zu holen gibt.

  3. #3
    Moderator Avatar von sil
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    Ein Fuchs pirscht sich in der Regel langsam an und versucht, mit dem ersten Zuschnappen schon eine sichere Beute zu haben. Bei einem geübten Jäger ist der erste Biss tödlich, wenn nicht, muß das auch nicht unbedingt ein Problem (für den Fuchs) sein, denn die Beute fällt in eine sogenannte Schockstarre und bleibt erst mal bewegungslos. Ich habe schon einen Fuchs beim Wegtragen eines offensichtlich toten Hahnes überrascht, habe den Hund hinterhergeschickt, worauf der Fuchs den Hahn liegenlies und flüchtete. Als ich den Hahn einsammeln wollte, wurde der plötzlich wieder lebendig und rannte Richtung Stall. Später habe ich ihn dann einfangen und untersuchen können, bis auf zwei kleine Bisswunden war er unverletzt. Möglicherweise ist das auch bei der einen Henne so passiert, und der Fuchs brauchte mehrere Versuche, um sie zu fangen. Wenn keiner der Nachbarn was gehört hat, waren alle anderen Hühner da vielleicht schon tot, so daß es keinen allgemeinen Alarm gab.
    Kann auch sein, daß der Fuchs so geschickt und schnell war, daß die anderen Hennen die Gefahr gar nicht als solche erkannt haben. Anders als bei Habichten z.B. werden Bodenjäger wie Hund, Katze, Fuch oft gar nicht als Bedrohung wahrgenommen, solange sie nicht anfangen zu hetzen.
    "alles zuwider dem Menschen. auf den Äckern wächst das Gras und auf den Wiesen steht nichts." (sagte ein alter Bauer mal)

  4. #4
    Avatar von cliffififfi
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    So wie von Sil berichtet war es hier auch. Meine Zwerg-Langschan war im Frühling einfach weg und ich konnte es mir nicht erklären.
    Zwei Tage später sehe ich nachmittags den Fuchs samt Huhn über unsere Pferdeweide rennen. Hund und ich hinterher. Er ließ sie fallen und ich ahnte schlimmes. Zum Glück hatte sie "nur" Bisswunden und ich alle nötigen Medikamente am Stall. Sie ist wieder fit und die vielen verlorenen Federn nachgewachsen.
    In dem Fall hatte der Fuchs seine Beute nicht getötet bevor er sie mitgenommen hat. Leider hat er vorher 2 Küken vor Ort gefressen und wohl auch die Zwerghenne die Tage vorher geholt.
    Der Fuchs hatte sicher Nachwuchs zu versorgen, denn bisher war er nur nachts hier unterwegs. Nun sind die Hühner mit Strom eingezäunt.
    Tote Hühner lege ich ihm auch seit Jahren abseits ins Gebüsch. Am nächsten Tag sind sie weg. Es ist ja eh sein Revier hier. Anfangs habe ich die Tiere begraben und als sie verwesten hat er das gerochen und sie ausgegraben. Das war nicht schön...

  5. #5
    Avatar von sm20
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    "Wir haben die Hühner in der folgenden Nacht außerhalb des Geheges gelegt, er hat sie dann auch alle im Abstand von 30 min geholt (nachts). So war ihr Tod wenigstens nicht sinnlos."

    Die einzige gerechtfertigte Art, die getöteten Hühner dem Fuchs hinzulegen, ist als Köder. Zu dieser Jahreszeit ist die Jagd ohne Einschränkungen möglich. An diesem von Dir angefütterten Fuchs wirst Du noch viel Freude haben, herzlichen Glückwunsch.
    Ich bin keine Laborratte.

  6. #6
    Avatar von Schnappi66
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    An diesem von Dir angefütterten Fuchs wirst Du noch viel Freude haben, herzlichen Glückwunsch.
    Ja, das glaube ich auch, denn mit etwas Glück und wenn du in Zukunft deine Hühner gut und sicher einzäunst, hält er dir dann von aussen zuwandernde Ratten, Mäuse usw. von deinem Stall fern und macht sich so nützlich.

    Wenn der Satz von sm20 auch eher ironisch gemeint war, ich meine es ernst, sehe Füchse nicht nur als gut zum erschießen an, sondern als Teil eines Ökosystems, das auch seine Berechtigung hat. Ich hätte ihm die toten Tiere auch gegönnt wenn er sowieso schon in der Gegend wohnt und herumstreift.

    Trotzdem tut es mir leid um deine Tiere und für Dich und ich hoffe, das waren seine letzten Opfer in deinem Hühnergarten.
    liebe Grüße
    Schnappi

  7. #7
    Avatar von sm20
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    Hallo Schnappi, da hilft kein Fuchs mehr!
    Ich bin keine Laborratte.

  8. #8

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    @sm20:
    Vielen Dank für deine Glückwünsche. :-)
    Das ist mir schon klar, dass ich dem Fuchs mit dem Hinlegen der Hühner ein Erfolgserlebnis bereitet habe.
    Die toten Hühner im Restmüll zu entsorgen hätte ich als Verschwendung empfunden. So hat ihr Tot wenigstens dem Fuchs genützt.
    Wie du vielleicht gelesen hast, ist der Fuchs sowieso regelmäßig umhergeschweift. Das soll er auch gerne weiterhin tun.

    Und jetzt mache ich mich daran, die zukünftigen Hühner besser zu schützen.

    Viele Grüße

  9. #9
    Avatar von Sanne
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    Es war etwas unglücklich die Hühner außerhalb des Geheges zu platzieren,wir bringen die Hühner weiter weg,so das ich ihn nicht direkt vor meiner Haustür anfüttere.
    Liebe Grüße Susanne

    „Das mir mein Hund das Liebste sei,sagst du,oh Mensch,sei Sünde,doch mein Hund bleibt mir im Sturme treu,der Mensch nicht mal im Winde.“

  10. #10
    Avatar von Orpington/Maran
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    Ich habe das frisch getötete Huhn “küchenfertig” gemacht, und einer Freundin für den Hund geschenkt, ich selber hätte sie nie essen können, für den Müll zu schade, Fuchs wollte ich kein Erfolgserlebnis bereiten, und den eigenen Hund nicht auf dumme Ideen bringen! Getötet hat er sie offenbar durch Biss in den Brustkorb, auf jeden Fall waren mehrere Rippen gebrochen, und Blut im Brustraum

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