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Thema: Pittiplatsch - so ein Huhn hab ich noch nie gesehen

  1. #1

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    Pittiplatsch - so ein Huhn hab ich noch nie gesehen

    Das ist unsere Pittiplatsch..
    Sie entstammt meiner ersten Kunstbrut. Waren Bielefelder Kennhühner vom "renomierten" Züchter per Bruteier.
    Pitti kam nicht aus dem Ei. Als unerfahrener Neuling, wenn auch ziemlich viel informiert, hab ich dann nach 2 Tagen doch nachgeholfen. Pros und Kontras hab ich natürlich gelesen. Das Ei hatte schon eine ziemlich großes loch und da mühte sich die kleine ab. Was machen - der Brüter stand neben meinem Arbeitsplatz die anderen waren trocken.. Ob die Luftfeuchtigkeit die natürlich kurzzeitig beim entnehmen der recht zeitig geschlüpfen Geschwister zu stark abfiel und sie deshalb nicht raus kam - keine Ahnung.
    Aber einfach sichtbar im geöffneten Ei beim Todeskampf zusehen? Phu, konnte ich nicht.

    Es stellt sich raus das die kleine völlig festklebte mit ner Menge Eiklar (warum auch immer, bei den anderen war alles schick) die druch die 2 Tage geöffnetes Ei natürlich klebten wie pech. Das Küken also festgeklebt und kam nicht weiter. Dachte ich..

    In mühevoller kleinarbeit also eingeweiht, weggepopelt und irgendwann siehe da lag da das Küken und war recht glücklich über mehr platz. ABER.. Sie hatte Spreizbeine und verdrehte Zehen.. ja der Hals war irgendwie merkwürdig verrenkt. Ich dachte das kam durch die lange unnatürliche Haltung und würde sich geben. Und siehe da ja es gab sich. Nachdem das Küken trocken war sah schnell aus wie die Geschwister.. und war auch genauso munter.
    Die Beinchen wurden 2 Tage getapet und die Zehen auf einen kleinen runten Karton geklebt und zack gerade Beine, gerade Zehen.. Probleme gelöst. Da kam bei ihr aber auch der Name "pittiplatsch" weil sie die zwei Tage über watschelte wie eine Ente.

    Bis.. ja bis nach ca 6-7 Wochen man merkte das sie etwas schief war. Der hals verdreht.. etwas wie eine Schlange in S-Form und je größer sie wurde desto mehr sah man das das scheinbar die gesamte Wirbelsäule betraf. Als hätte sie Skoliose. Aber alles Googeln half nix. Der Tierarzt konnte nicht weiterhelfen.

    Aber da sie munter war und genauso schnell wuchs und keine Probleme hatte blieb sie. Wieso ein Tier einschläfern das zwar anders ist aber offensichtlich (noch) nicht leidet.

    Zwischenzeitlich hat sie noch 600km Umzug hinter sich und uns bammelte vor dem Ersten Ei. Würde sie das schaffen. Mit argusaugen wurde sie beobachtet. Die Schwestern hatte zwischenzeitlich meine Schwägerin und im ständigen Austausch ob schon eine legt. Aber mittlerweile war es Winter - keine sah ein zu legen. Und dann - kam das erste Bielefelder Ei tatsächlich von unserer Pittiplatsch - nicht von den gesunden Schwestern.

    Tja und so lebt sie hier.. sieht komisch aus, wird aber von allen Hühner und vom Hahn akzeptiert. Wird permanent mit Argusaugen beobachtet das wir nicht irgendwas übersehen das sie doch mal leidet und wir sie dann zeitnah erlösen können. Aber bisher - nix. Sie ist natürlich langsamer beim Rennen als die anderen aber sonst ist sie eine gute Legerin und scheint ihr doch recht naturnahes Leben bei uns mit 1000qm Freilauf zu genießen

  2. #2
    Avatar von nero2010
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    Schön , dass es ihr ansonsten gut geht. Ich helfe auch ! Bei meiner allerersten KB wackelte und piepte ein Küken, angepickt hat es nicht, gemacht habe ich damals nichts. Bei jeder Brut sehe ich dieses Ei vor mir und hadere noch heute, dass ich es nicht versucht habe rauszuholen. Von daher mein Respekt dass du dich getraut hast.
    Geändert von nero2010 (18.07.2022 um 15:31 Uhr)

  3. #3

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    Ja also zwischenzeitlich hab ich mit der Erfahrung gesagt - ich helf nicht mehr. So ganz konsequent bin ich dann aber auch nicht immer. Grad erst wieder etwas hilfe geleistet. Aber nur angeschubst - auch alles einwandfrei.

    Ich weiß bis heute nicht was nun "huhn" oder "Ei" war. Hatte sie schon immer eine deformation also Genschaden und kam deshalb nicht aus dem Ei oder hat die üble lange Lage im Ei inkl. dem echt pechfesten kleben von Eiweiß und Schale die ich mühsam erst entfernen musste zu der Haltung und Schädig geführt? Ich werds nicht rausfinden.
    In ihrem Falle ist es zumindest soweit gut gegangen das sie trotz üblem aussehens sich verhält wie jedes andere Huhn auch, sich in der Gruppe durchsetzten kann und offensichtlich nicht leidet. Uns ist klar das sich das schnell ändern kann und dann muss sie erlöst werden. Aktuell wird sie 1,5 Jahre alt, legt mit als eine der Zuverlässigsten schön geformte große Eier.

    pitti2.jpg

    und auf dem Weg zum Misthaufen - wie das für ein glückliches Huhn sich gehört:

    pitti1.jpg

  4. #4

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    Auf Instagram gab es so eine Henne mal, ich glaube in USA und aus einem Legehennenbetrieb gerettet. Leider weiß ich den Namen des Accounts nicht mehr und finde es auch nicht auf die schnelle.

  5. #5
    Avatar von KleineGärtnerin
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    Ich habe leider dieses Jahr auch genau das gleiche Problem sogar bei zwei Jungtieren (Kraienköppe). Ein Hahn und eine Henne mit genau der gleichen Mißbildung in der Halswirbelsäule und je einen krummen Zeh an einem Fuß. Auch diese beiden kamen nicht aus dem Ei. Hatten ca. 1cm Loch gepickt und kamen auch nach 2 Tagen nicht mehr weiter, waren aber laut am piepsen und da habe ich geholfen. Sie waren aber nicht verklebt. Die BE stammten auch vom Züchter und ich weiß, daß der Genpool sehr eng ist. Der Hahn hat dann auch noch mit ca. 13 Wochen einen Kreuzschnabel entwickelt. Noch sind die beiden bei mir, jetzt 15 Wochen alt. Sie können selbständig fressen und trinken. Laufen und sogar flattern. Ich beobachte ihre Entwicklung sehr genau.
    Ich habe schon öfter Küken beim Schlupf geholfen, wenn sie nach 36 Stunden Mühens nicht weiter kommen und noch am Leben sind. Bisher haben sich diese Küken eigentlich immer normal entwickelt und hatten keine solche Mißbildung. Deshalb glaube ich, daß diese Mißbildung durch Inzucht kommt und diese Küken aufgrund der Mißbildung es nicht aus dem Ei schaffen.
    Möglicherweise kennt sich jemand aus mit Genetik und solchen Fehlbildungen. Ich wüßte gern ob ich mit meiner Vermutung richtig liege. Da meine anderen Küken, vor allem aus meinen eigenen Bruteiern zügig und normal geschlüpft sind glaube ich nicht an einen Brutfehler.
    große Wyandotten in silber-schwarzgesäumt und gelb-schwarzgesäumt und jetzt auch Kraienköppe in silberhalsig

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