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Thema: Gutmütiger Witwer und Junghennen?

  1. #1
    Avatar von Arno
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    Gutmütiger Witwer und Junghennen?

    Hallo allerseits.
    Mein Hahn ist nun Witwer. Vor paar Wochen hatten zwei Füchse, die hier schon länger rumstromern, es in den Auslauf geschafft, und zwei von drei Hennen geholt. Zwei Omas mit 120 Wochen auf der Uhr. Und - nachdem ich die alte Stelle gesichert hatte - hat es heute mit völlig anderer Strategie aus völlig anderer Richtung mindestens eine von den Bestien wieder reingeschafft, und den Hahn zum Witwer gemacht. 65-wöchige (genau wie er) Henne.
    Zum Hahn (Nackthalsmischling) ist zu sagen, dass der ein erfreulich friedfertiger Kerl ist, und auch kein rücksichtsloser Liebhaber. Von seinen nur drei Hennen war keine irgendwie erkennbar überbeansprucht worden die ganze Zeit, trotzdem waren von 10 Eiern 9 befruchtet, wie ich im Frühjahr bei einer Probebrut rausfand, um sicherzugehen, dass er kein totaler Abstinenzler ist.
    Fertig gebrütet hatte ich grosse Amrocks, von denen nun fünf zehnwöchige Junghennen im abgetrennten Bereich (seit sieben Wochen mit Sichtkontakt zum Reststall) den ganzen Tag Junghennenfutter essen koennen, während Hahn und Resthenne im Stall über Zeitsteuerung immer abends ihr Legemehl bekamen.
    Nun koennte der Hahn ja auch problemlos Junghennenfutter verkasematuckeln, und ich überlege (nun komme ich endlich zum Punkt), wie sinnvoll das wohl wäre, die Trennung zwischen den Bereichen zu öffen, damit der arme Hahn etwas Gesellschaft hat. Das tat ich in der Vergangenheit immer erst dann, wenn der Nachwuchs vor der Legereife war, aber da waren dann auch immer Althennen, mit denen dann die neue Stallordnung zu klären war.
    Passiert da nix, oder wird der Hahn aufgrund verständlicher Notgeilheit sich über viel zu junge Hennen hermachen? In letzter Zeit hatte es immer mal eins der Amrocks über die Abtrennung in den Stall geschafft, wurde dort aber allenfalls ignoriert, oder erhielt schonmal einen freundlichen Schnabelhieb von der Henne, die vieleicht die künftige Hierarchie schonmal klarstellen wollte.
    Es wäre toll, wenn ich zur Situation ein paar Meinungen und Vorschläge bekäme, die mir bei meiner diesbezüglichen Entscheidungsfindung vieleicht weiterhelfen könnten, und danke schonmal außerordentlich im Voraus.
    Arno

    Menschen, die mit mir nicht auskommen, müssen eben noch ein bisschen an sich arbeiten.

  2. #2
    Avatar von nero2010
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    Versuch es doch einfach, allerdings würde ich alle erstmal vor dem nächsten Angriff paar Tage in Sicherheit bringen sonst hast du bald die Problematik nicht mehr !

  3. #3
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    Er erkennt eigentlich, ob eine Henne soweit wäre.
    Zum einen ist er ja nicht blind und braucht schon gewisse Schlüsselreize, die Reife anzeigen. Andererseits meiden auch erwachsene Hennen den Hahn, wenn sie grad nicht empfänglich sind. Was sich da um ihn schart, sind in aller Regel die gerade in einer Legeserie befindlichen, oder salopp ausgedrückt mal wieder einen Schuss benötigenden. Während die "bedienten" und gerade nicht legenden ihr Ding für sich oder im engsten Damenkränzchen machen. Ist jetzt nicht sexistisch gemeint oder so, bevor ich wieder auf die Backen kriege, aber Hauptziel für das klassische Beutetier Huhn ist ja immer die Fortpflanzung, weswegen legende Henne zumeist gerne auch was zum in die Eier packen hat, wenn 's geht.

    Die Jungtiere werden den Hahn meiden, wie auch er sie höchstwahrscheinlich so lange ignorieren wird, bis sie sich der Legereife nähern.

    Was spräche denn dagegen, ihm ein/ zwei Amrock- Hennen zuzugesellen? Sollte doch ordentliche Hühner für den Ofen ergeben, könnte ich mir vorstellen.
    Habe gerade 1000 Kalorien verbrannt- Pizza im Ofen vergessen...

  4. #4
    Avatar von Arno
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    Zitat Zitat von nero2010 Beitrag anzeigen
    Versuch es doch einfach, allerdings würde ich alle erstmal vor dem nächsten Angriff paar Tage in Sicherheit bringen sonst hast du bald die Problematik nicht mehr !
    Das mit dem Versuchen war auch meine erste Idee, aber ich wollte erstmal andere Meinungen hören. In Sicherheit sindse, es gibt vorm Stall noch ne Voliere, wo sie sich die Füße vertreten koennen, und die zum Auslauf hin rundum sogar mardersicher sein dürfte. Die Klappe von da zum Auslauf bleibt erstmal zu, bis ich dort alles kontrolliert habe. Ist Wildnis, muss ich erst "Brennbäume" fällen. 'Nesseln' wäre untertrieben, die sind größer als ich, und haben unten daumendicke Stiele. Die Hühner fanden das toll, und wuselten unten dazwischen her.

    Zitat Zitat von Okina75 Beitrag anzeigen
    Er erkennt eigentlich, ob eine Henne soweit wäre.
    Hatte ich mir auch gedacht, hatte halt Zweifel, ob er da Ausnahmen machen würde, wenn es keine andere Gelegenheit gäbe.

    Die Jungtiere werden den Hahn meiden, wie auch er sie höchstwahrscheinlich so lange ignorieren wird, bis sie sich der Legereife nähern.
    Dann werde ich den Witwer heute mal alleine schlafen lassen, und morgen "zufällig" die Trenntür auflassen.
    Hab ich dann auch was zu gucken über die Stallkamera. ;-)

    Was spräche denn dagegen, ihm ein/ zwei Amrock- Hennen zuzugesellen? Sollte doch ordentliche Hühner für den Ofen ergeben, könnte ich mir vorstellen.
    Das war ohnehin der Plan gewesen. Halt nur nicht ohne Althühner dabei, wie es sich nun ergibt. Muss der Hahn den Neulingen dann den Auslauf alleine zeigen, wenn es soweit ist.
    An den Amrocks hatte mich die Sortiermöglichkeit anhand Sperberfleck bzw. Federnunterschied gereizt gehabt, aber inzwischen stelle ich fest, dass beides - zumindest für mich Ungeübten - keine übermäßig sicheren Unterscheidungsmöglichkeiten waren. Bin gespannt, was bei der nächsten Brut dann von den Sperbermerkmalen übrigbleibt...
    Arno

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  5. #5
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    Ungesperberter Hahn auf Sperberhenne gibt gesperberte Hähne und ungesperberte Hennen .
    Habe gerade 1000 Kalorien verbrannt- Pizza im Ofen vergessen...

  6. #6
    Avatar von Arno
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    Zitat Zitat von Okina75 Beitrag anzeigen
    Ungesperberter Hahn auf Sperberhenne gibt gesperberte Hähne und ungesperberte Hennen .
    Das wäre ja cool! GARKEIN Fleck und GARKEINE Streifen in den Federn würde vieleicht sogar ich unterscheiden koennen! ;-)
    Arno

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  7. #7
    Avatar von nero2010
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    Okina hat Recht, hier bei mir läuft gerade der Beweis rum

  8. #8
    Avatar von chtjonas
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    Zitat Zitat von Okina75 Beitrag anzeigen
    Ungesperberter Hahn auf Sperberhenne gibt gesperberte Hähne und ungesperberte Hennen .
    Is' jetzt OT, aber dazu habe ich eine Frage:

    Bei zwei der Hähnchen aus unserer ersten Brut war es ja auch gleich klar: Mutter Amrockmix, Vater irgendwas rot-buntes, Küken mit Sperberfleck: also Hähnchen.

    Frage: Sind die Hähnchen denn dann immer gesperbert? Will fragen, kann man bei den ungesperberten 100% sicher sein, dass es Hennen sind?
    "Alttruppe" 1,4 und "Jungtruppe" 1,4 und 4 fidele Küken
    LG Christina

    "Life is what happens while you are busy making other plans." (John Lennon)

  9. #9
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    Ja.
    Die Sperberung kann sich nur auf das Schmuckgefieder beschränken und ansonsten eher nicht erkennbar sein, die Hähne sind aber immer Sperber, die Hennen nicht.
    Habe gerade 1000 Kalorien verbrannt- Pizza im Ofen vergessen...

  10. #10
    Avatar von Arno
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    Moin!

    Zitat Zitat von chtjonas Beitrag anzeigen
    Frage: Sind die Hähnchen denn dann immer gesperbert? Will fragen, kann man bei den ungesperberten 100% sicher sein, dass es Hennen sind?
    Wo wir gerade dabei sind: Wie sähe es denn in der nachfolgenden Generation aus, also wenn diese ungesperberten Hennen wieder von einem Hahn beglückt werden, der mit der ganzen Sperberei garnix zu tun hat? Geben die das Sperber-Gen immer noch weiter, oder wars das dann?
    Arno

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