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Thema: Naturbrut-Anfänger-Durcheinander = viele Fragen

  1. #1

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    Naturbrut-Anfänger-Durcheinander = viele Fragen

    Guten Abend Zusammen,

    die gute Nachricht zuerst: Heute ist tatsächlich ein Küken geschlüpft!

    Ansonsten war der Weg bis hierher eher chaotisch, unüberlegt und ich bin die Sache angegangen nach dem Motto: Fräulein Meyer wird schon wissen was sie tut.

    Die Rahmenbedingungen und was bisher geschah.

    Fräulein Meyer ist eine Orpi-Dame aus dem letzten Jahr und wohnt mit zwei weiteren Orpis und einem Barnevelder Hahn (der allerdings vor zwei Wochen auagezogen ist) bei uns in einem Omlet-EgluCube.

    Irgendwann stellte ich die Vermutung auf, dass sie anfängt zu glucken. Da ich aber keine Ahnung habe, sie auf nur einem Ei saß und noch viel unterwegs war habe ich mir den Zeitpunkt nicht wirklich gemerkt.

    Ich hab sie einfach in Ruh gelassen dafür gesorgt, dass die anderen ein Ausweichnest bekommen und darauf geachtet, dass sie frisst und trinkt - sie hat toll für sich gesorgt ich ha. sie also nicht vom Nest gehoben.

    Irgendwann als ich sicher war dass sie brütet habe ich ihr dann aus dem Ersatznest zwei Eier untergeschoben (andere Farbschläge) sie saß dann auf vier Eiern.

    Die Zeit verging und vor ca. einer Woche stellte ich dann fest, dass sie auf 8 Eiern evt. noch mehr…

    Eine der anderen Damen fand das Ersatznest wohl eher nicht so toll und hat weiter im Omlet-Nest gelegt und die Eier sind dann wohl mit in die Brut genommen worden - soweit meine Vermutung.

    Auf jeden Fall haben die Eier dann wohl alle einen ziemlich unterschiedlichen Brutstatus (wenn überhaupt, weil der Hahn ja seit zwei Wochen weg ist)

    Heute hab ich dann die Hummeln bekommen - weil mir die Zeit nun auch schon so lang vorkam und Fräulein Meyer mal kurz angehoben. Und da saß ein Küken.

    Also sind sie heute umgezogen in einen Gluckenstall - inklusive aller übrigen Eier.

    Aber was mach ich nun mit den vielen Eiern?
    Ich hab schon viel zu viel recherchiert heute - und nun bin ich völlig wirr.

    Einfach noch 2-3 Tage warten? Dann müssten die ersten 4 Eier eigentlich alle schlüpffertig sein.

    Und alle anderen dann wegnehmen?

    Jetzt versuchen zu schieren (evt so kurz vorm schlüpfen)?
    Um sortieren zu können?

    Wird sie sich drum kümmern, dass das erste Küken versorgt wird, wenn da noch andere Eier sind? Kükenstarter und Wasser steht dicht bei.

    Regelt sich das auch von allein und ich gehe zurück zu: Fräulein Meyer wird schon wissen was sie tut?

    Herzliche Grüße und schonmal vielen Dank im
    Voraus für eure kompetenten Ratschläge!

    Mimi
    Geändert von Mimilou (16.06.2022 um 21:22 Uhr)

  2. #2

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    Ja, Fräulein Meyer wird das tun , was für sie sinnvoll ist. Also in spätestens 3 Tagen wird sie mit einem oder mehreren Küken das Nest verlassen. Der Rest Eier bleibt zurück egal ob befruchtet und egal wie weit entwickelt.
    Du solltest dringend schieren und dir Brüter besorgen wenn nötig !

  3. #3
    Avatar von chtjonas
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    Hallo und herzlichen Glückwunsch zum Küken!


    Ich würde mich auch dringend nach einem Brüter umschauen. Freunde? Bekannte? Geflügelzuchtverein?

    Bei unserer ersten Naturbrut war ich ähnlich unbedarft wie Du. Unsere Cenicienta ist dann noch drei Tage auf den Eiern sitzen geblieben und hat ihre 3 Jungs vom Nest aus geführt. Das macht aber nicht jede!

    Unser Gackelienchen (Wildbrut) ist am Tag nach dem Schlupf vom Nest. Von den 7 verbliebenen Eiern konnte ich 4 im Brüter retten - jeden Tag schlüpfte ein Küken, das sie dann auch gut angenommen hatte.

    Ich war ja sooooo froh um meinen "Notfallbrüter".
    Wilde Mischungen. "Alttruppe" 1,3 und "Jungtruppe" 1,4
    LG Christina

    "Life is what happens while you are busy making other plans." (John Lennon)

  4. #4
    Avatar von Sterni2
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    So was sollte dir nie wieder passieren. - Beim nächsten Mal - Eier am gleichen Tag unterlegen, bemalen - und täglich Kontrolle ob jemand dazugelegt hat und diese entfernen.

    Solltest du heute oder morgen keinen Brüter auftreiben können - samt guter Erklärung wie der laufen muss - dann unbedingt Rotlichtlampe oder besser Wärmeplatte für die ersten Küken auftreiben. - Küken täglich absammeln bis alle geschlüpft sind und danach nachts wieder zur Glucke stecken. Solang sie hungrige Küken unter sich hat besteht die Gefahr dass sie aufsteht und die kurz vorm Schlupf befindlichen weiteren Küken sterben dann.

    PlanC: Du findest jemand, der grad eine Glucke hat (am leichtesten wenn du wen mit Zwerghühner kennst) - wenn die dort keine Eier ausbrüten darf, dann kann sie jetzt deine übrigen Eier fertig brüten. (wenn die aber wieder in großen Abständen schlüpfen, ist das gleiche Dilemma nochmal da) Küken dann am besten dort mit der Glucke aufwachsen lassen, oder Glucke mit Küken zu dir holen. - Ist aber immer Gefahr von Einschleppen von Krankheiten.

    Du musst schnell handeln, sonst gibts Tote.

    LG Sterni

  5. #5

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    Hallo nochmal und vielen Dank für eure schnellen Antworten!

    Jetzt mal der Stand der Dinge.
    Über Nacht ist ein weiteres Kücken geschlüpft.
    Ich habe die unbefruchteten Eier aussortiert und einen Brüter besorgt.
    Mittlerweile ist Fräulein Meyer von den Eiern gegangen und betüddelt die beiden Lütten.

    Aber da ich ja nun nicht weiß wie weit die Eier sind, weiß ich grad nicht genau was der Plan für den Brüter ist.

    Drehen oder nicht drehen?
    Welche Temperatur? 38Grad?
    Einfach 3 Tage reinlegen und hoffen?

    Die Eier waren im übrigen dunkel und hatten eine kleine Luftblase, falls das zur Einschätzung hilft.

    Herzliche und leicht panische Grüße
    Mimi

  6. #6

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    So und nochmal ein Nachtrag:
    es piepst in den Eiern - ich konnte nicht eindeutig zuordnen in wie vielen.
    Hoffe aber dass das mit dem Brüter nun die Rettung ist.

    Sollte ich wirklich so viel Glück haben und es schlüpft noch ein (oder mehrere Küken)
    nehme ich dann jedes einzelne sofort (wann ist sofort?) heraus und setz es unter die Mama? Oder wir lang sollte ich damit warten? Bis evt sogar mehrere geschlüpft sind?


    Herzlichst eine wirklich aufgeregte
    Mimi

  7. #7

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    Drin lassen, abdunkeln, bis zu 48 Std brauchen die nix!
    Dann am besten im Dustern Unterschummeln.

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  8. #8

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    Ich habe auch schon öfter Küken einer Glucke untergeschoben, die im Brüter geschlüpft sind. Auf jeden Fall am Abend unterschieben, ohne viel tam-tam, Küken so tragen dass es möglichst nix sieht und auch nicht jammert, da könnte die Glucke drauf reagieren und Stress machen. Mit der Hand über dem Küken flott unterschieben (falls die Glucke nach der Hand hackt, könnte sie sonst das Küken treffen aus Versehen). Dann etwas still daneben stehen bleiben ob alles ruhig bleibt. Wenn das Küken nicht plärrt ist es drunter und zufrieden… und die Mama auch…
    Wann du sie drunter schiebst, ist schwer situationsbedingt. Ist die Glucke ruhig und hundert sehr viel, kannst du ihr auch am Abend ein recht frisch geschlüpftes geben. Ist die Glucke jedoch schon munter unterwegs oder der Abstand der Küken zu groß muss das Küken eigentlich erst trocken sein, und halbwegs sicher auf den Beinen, oder gar schon gefressen haben. Trotzdem musst du dann gut beobachten, manche Glucken sortieren dann die langsameren aus, nach dem Motto, wer nicht mitkommt hat Pech gehabt. Dann bleibt nur einsammeln und in Kunstbrut großziehen.
    Das ist zumindest meine Erfahrung. Es hilft auch, der Glucke anfangs nicht zuviel Platz zuzugestehen, also räumlich etwas begrenzen.
    1.1 Homo sapiens, 1.1 Miezekatze, 0.1 Australorps, 0.1 Kraienköppe, 0.1 Orpis GSG, 0.3 Araucana, 0.4 Mixe, 0.1 Sussex WSC, 0.2 Ramelsloher gelb

  9. #9

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    Danke euch allen, für die wirklich hilfreichen Tipps.

    Zwischenstand die Nächste:
    Küken Nr.3 ist vorhin im Brüter geschlüpft.

    Bisher ist nun auch kein weiteres Piepsen zu hören.
    Ich warte dann mal weiter zu und setz das Kleine heute Abend zur Mama.

  10. #10
    Avatar von chtjonas
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    Nochmal herzlichen Glückwunsch.
    Und viel Erfolg beim "Unterjubeln"
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    LG Christina

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