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Thema: Bauchwassersucht? Masthähnchen

  1. #1
    Moderator Avatar von Kleinfastenrather
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    Bauchwassersucht? Masthähnchen

    Hallo,
    ich habe ja zwei Masthähnchen als kleine Küken geschenkt bekommen, die sind dann mit mehreren Glucken großgeworden mit entsprechenden Freigang und normalem Bio - Alleinfutter.

    Jetzt mit rund 11 Wochen haben meine Eltern sie geschlachtet da sie wohl seit kurzem nach Luft schnappten und viel saßen.

    Beim ausnehmen kam dann Wasser / Flüssigkeit aus dem Bauchraum, es roch nicht und war gelblich.
    Die Organe und das Fleisch waren wohl sonst unauffällig. Da kann ich aber keine Garantie übernehmen.

    War das wohl eine Bauchwassersucht? Spricht etwas dagegen sie zu essen? Wenn ja warum? Hab online nur "eher nicht" gefunden,aber kein warum. Dann auch häufig eher im Zusammenhang mit Legehennen. Wenn man sie durchgart etc. Ich fände es sehr schade sie nicht zu verwerten.

    Als ich sie vor zwei Wochen gesehen habe sahen sie novh ganz gut aus, eines hatte vielleicht einen leicht bläulichen Kamm und sie saßen halt so viel wie Masthähnchen nunmal sitzen, waren aber sonst aktiv.

    Kann es an der Fütterung gelegen haben? Sie haben recht viel vom feinen Mehl gefressen, wahrscheinlich zu viel Kalk? Oder zu viel Energie?

    Ich hab grade mal gelesen das es an Sauerstoffmangel liegen kann, vielleicht waren sie zu fett und das Wetter etc. hat seinen Teil getan?

    Habt ihr Erfahrungen bzw. Wissen damit / darüber?

    LG
    Jede Entscheidung hat Konsequenzen.

  2. #2
    Avatar von Sterni2
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    Kann irgendwas die Leber belastet haben? Oder das Herz? Beides kann Flüssigkeitsansammlungen verursachen. Letzteres würde noch eher passen wenn sie Atemnot hatten.
    Oder ist das bei denen genetisch vorprogrammiert?
    Könnte mir ja vorstellen, wenn die so schnell Muskelmasse ansetzen, dass das Herz das nimmer erpumpt.

  3. #3

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    Wenn das nicht gerochen hat und sonst nichts auffällig würde ich die auch verwerten.
    Hühnersuppe oder -frikassee geht ja immer.
    1 Wyandottenhahn splash (2021), 0,17 gr. Wyandotten gold schwarzges. (2019/2020), 3 Hennen g weiß u. g blau (16.04.2021), 3 Hennen g weiß und g blau (03.07.2021), 2 Grün- und 3 Rotleger

  4. #4
    Moderator Avatar von zfranky
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    Masthähnchen leiden oft an einer HCM (hypertrophen Cardiomyopathie). Mit 11 Wochen waren sie ja deutlich über "Verfallsdatum" der Industrie. Ich kann mir gut vorstellen, dass die aufgrund der HCM eine Bauchwassersucht entwickelt haben. Das ist aber für die Verwertung des Fleisches nicht von Relevanz.

    Liebe Grüße

    Frank
    nach 20 Jahren endlich wieder Hühner, spontaner Bruteier-Kauf bei Ebay, geliefert in die Packstation, Oktober 2014 erste Naturbrut... ein bisschen Natur in der Stadt..

    Aktuell 3,12,25 New Hampshire, 0,0,9 Gänse, dazu Pferd, Katzen und Bienen ...

  5. #5
    Bummelux Avatar von Vinny
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    Ich weiß nicht , ob Bauchwassersucht durch Herzleiden ausgelöst werden kann ...
    Aber ich erzähle Mal kurz , was kürzlich bei einer Freundin war:
    Der hatte ich bresse Küken ausgebrütet und eines war mit 4 Wochen immer etwas abseits.
    Mit 6 Wochen saß es da und schnappte bei jedem Atemzug nach Luft. Ich habe an Erkältung gedacht und Geräten , es zu separieren.
    Sie ist dann mit dem kleinen zur Tierklinik (Geflügel) gefahren. Die Ärztin hat abgehorcht und gesagt :"das ist das erste Huhn , das ich hier auf dem Tisch habe mit Herzfehler"
    Meine Freundin durfte auch horchen und es war nur ein Rauschen zu hören , keine klaren Schläge.

    Ich hätte nicht gedacht , dass ein Herzfehler solche Symptome verursachen kann.

    Naja , Küken wurde erlöst , da das heftige atmen und die Sache mit dem Herzen Infektionen nach sich ziehen kann.

    Also war es bei den schweren mastis vielleicht auch das Herz.


    Ich selber hatte vor einiger Zeit einen Hahn , Gesundheitlich unauffällig, einfach geschlachtet, weil über.
    Auch der hatte Wasser im Bauchraum und veränderte Organe.
    Da wurde mir hier vom Verzehr abgeraten
    https://www.huehner-info.de/forum/sh...-Achtung-Fotos
    1,8,5 Blumenhühner; 1,6,7 Mechelner gesperbert, 1,6,13 Orloff rotbunt, 1,1,15 dt. Legegänse

  6. #6
    Moderator Avatar von Kleinfastenrather
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    Danke für eure Erfahrungen und Expertise .

    Sie ruhen jetzt in der Truhe, wir werden sie gut durchkochen dann geht das schon.

    LG
    Jede Entscheidung hat Konsequenzen.

  7. #7
    Avatar von Quarkkuchen
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    Das ist ein (lange) bekanntes Industrie-Problem, das ernsthaft "zu stören" anfing, als die Masthühnchen noch vor dem Schlachttermin reihenweise anfingen, hintenüberzufallen (Flip-Over Disease, Sudden Death Syndrome), und zwar so oft, daß sich das Filmen und Mitzählen wissenschaftlich "lohnte".

    s.a. http://www.veterinaryworld.org/Vol.2...20Overview.pdf

    Broiler Ascites Syndrome:
    https://www.sciencedirect.com/scienc...90023313001135

    https://www.sciencedirect.com/scienc...32579119412327

    Ich habe den Verdacht, daß auch für Legehennen, die zur frühen Legereife getrieben wurden, ein erhöhtes Risko besteht.

  8. #8
    Avatar von Gubbelgubbel
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    Zitat Zitat von Quarkkuchen Beitrag anzeigen
    Das ist ein (lange) bekanntes Industrie-Problem, das ernsthaft "zu stören" anfing, als die Masthühnchen noch vor dem Schlachttermin reihenweise anfingen, hintenüberzufallen (Flip-Over Disease, Sudden Death Syndrome), und zwar so oft, daß sich das Filmen und Mitzählen wissenschaftlich "lohnte".

    s.a. http://www.veterinaryworld.org/Vol.2...20Overview.pdf

    Broiler Ascites Syndrome:
    https://www.sciencedirect.com/scienc...90023313001135

    https://www.sciencedirect.com/scienc...32579119412327

    Ich habe den Verdacht, daß auch für Legehennen, die zur frühen Legereife getrieben wurden, ein erhöhtes Risko besteht.
    Genau das hab ich auch in "geflügelernährung" gelesen. Da wurde allerdings immer bessere Ernährung, Bewegung und besseres Stallklima als Lösung Angeboten. Das sind ja Faktoren die hier ausgeschlossen werden können
    Buntes Hühner-Allerlei: 0,2 vorwerk, 0,1 araucaner, 0,2 barnevelder, 0,1 zwergbrahmamix, 0,2 Seidenhuhn, 1,0 chabo, 0,1 leghorn ex., 0,4 bartzwergmixe, 2,1 oliv/grünlegermixe, 0,1 Marans 0,1 australorpmix

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