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Thema: Immunsystem von Hühnern stärken

  1. #161

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    Ach und... mit zwingen meine ich natürlich auch nicht das wir dies durch stopfen oder anderweitigem Futterentzug, wenn denn tatsächlich ein Standfutter vorhanden ist, tun.
    Aber sind wir doch mal ehrlich, nicht nur die Futtermittelindustrie auch wir versuchen vieles den Hühnern "schmackhaft" zu machen, sei es durch Konsistenz, Feuchte, Aussehen usw. Da Hühner nicht viel versch. schmecken, müssen wir uns da nicht so viel Mühe geben.
    Kein Huhn würde losziehen und sich ne Möhre oder Zwisbel ausgraben.
    1 Wyandottenhahn splash (2021), 0,17 gr. Wyandotten gold schwarzges. (2019/2020), 3 Hennen g weiß u. g blau (16.04.2021), 3 Hennen g weiß und g blau (03.07.2021), 2 Grün- und 3 Rotleger

  2. #162

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    Zitat Zitat von Dorintia Beitrag anzeigen
    Wilde Hummel - es ist doch nicht persönlich für dich geschrieben, also warum fasst du es so auf?
    Es ist allgemein meine Meinung.
    Klar, du hast den Thread eröffnet, wegen deiner Hühner und weil es evtl. noch keinen gab.
    Aber es wäre doch traurig wenn nur welche antworten dürften deren Hühner Pseudomonas haben und ich denke das war auch nicht dein Ansinnen und dies ist auch nicht erfolgt.
    Hier lesen auch welche mit anderer Intention und da darf man mMn auch mal wieder bisschen "runterfahren".
    Ich war mir nicht sicher, ob du auch mich meinst, weil du es nicht dazugeschrieben hast. Es war naheliegend, dass du auch mich meinen könntest, da ich als einzige geschrieben hatte, dass ich aktuell potentiell immunstärkende Sachen in Form einer Mischung gebe. Es freut mich, dass du offenbar nicht mich gemeint hast. Natürlich lesen auch andere mit, deswegen hatte ich geschrieben, dass ich es gut finde, dass du darauf hinweist, dass man nicht ohne gegebenen Anlass potentiell immunstärkende Sachen geben sollte.
    Ich hatte vor einer Weile schon mal gefragt, ob irgendjemand im hüfo auch mal mit Pseudomas bei seinen Hühnern zu tun hatte, darauf hat niemand mit Ja geantwortet. Von daher bin ich sowieso davon ausgegangen, dass hier nur Leute antworten, die damit keine Erfahrungen haben und sich wegen anderer Erkrankungen mit Immunstärkung beschäftigt haben. Immunstärkung ist ja sowieso nicht erregerspezifisch.

    Zitat Zitat von Dorintia Beitrag anzeigen
    Ach und... mit zwingen meine ich natürlich auch nicht das wir dies durch stopfen oder anderweitigem Futterentzug, wenn denn tatsächlich ein Standfutter vorhanden ist, tun.
    Aber sind wir doch mal ehrlich, nicht nur die Futtermittelindustrie auch wir versuchen vieles den Hühnern "schmackhaft" zu machen, sei es durch Konsistenz, Feuchte, Aussehen usw. Da Hühner nicht viel versch. schmecken, müssen wir uns da nicht so viel Mühe geben.
    Kein Huhn würde losziehen und sich ne Möhre oder Zwisbel ausgraben.
    Das hatte ich schon richtig verstanden, dass du mit zwingen schmackhaft machen meinst. Ja, die Hühner finden die gehackte Mischung schmackhafter als Oregano pur, sogar schmackhafter als ihr tatsächlich vorhandenes, durchaus beliebtes Standfutter. Aber wenn sie doch hilft? Medizin schmeckt pur vielleicht nicht immer gut, dafür ist sie eben Medizin.
    Ich hatte noch vergessen zu erzählen, dass wir ja Anfang Juni quasi ausprobiert haben, was passiert, wenn die Hühner keine Behandlung bekommen, weil wir in Urlaub waren. In diesem Zeitraum haben sie 12 Tage nur Hühnerfutter und frisches Wasser bekommen (auf die Wiese durften sie in der Zeit aus Sicherheitsgründen nicht, im übernetzten Auslauf ist außer ein wenig Giersch nichts zu holen). Als wir losgefahren sind, war der Zustand durch das Antibiotikum richtig gut, wir dachten, wir hätten Pseudomonas besiegt. Als wir wiederkamen, hatte der Zustand der Hühner sich in der kurzen Zeit drastisch verschlechtert. Das hat mir richtig Angst gemacht. Daraufhin habe ich diesen Faden gestartet.
    Mir ist es deswegen lieber, ich mache den Hühnern eine Medizin schmackhaft, als sie ohne Behandlung zu lassen. Sie leiden ja, wenn sie krank sind, auch wenn Hühner das gut verbergen können. Ich mag auch die Hoffnung noch nicht ganz aufgeben, dass ihr Immunsystem vielleicht doch noch mit dem Erreger fertig wird und die Infektion weggeht. Was, wenn nicht? Daran mag ich gar nicht denken. Was, wenn sich dann z.B. Küken sofort damit infizieren? Du verstehst sicher, dass ich deswegen noch einen verzweifelten Kampf führe.

    Übrigens soll die Annahme, Hühner könnten schlecht riechen und dementsprechend nicht viel schmecken, durch neuere Untersuchungen widerlegt worden sein (ist aber nur abgeschriebenes Wissen von mir, ich weiß nicht, ob es stimmt). Ich wüsste auch nicht, wie Hühner es sonst schaffen sollten, frische Maiglöckchenblätter von Löwenzahn zu unterscheiden oder die Minze vom Oregano.
    Ich glaube schon, dass meine Hühner zumindest den oberen Teil von Möhren, der aus der Erde rausschaut, auffressen würden, wenn meine Möhren sich nicht im Hochbeet, sondern zu ebener Erde befänden. Sie zerlegen Möhren in Blitzesschnelle mit dem Schnabel. Auch auf Zwiebelgrün sind sie ganz wild. Wenn sie beides nicht ganz ausgraben würden, dann vermutlich nur, weil nicht schlau genug sind, um zu kapieren, dass sich unter der Erde noch mehr von dem leckeren Zeug befindet. Ich möchte sie aber lieber nicht aufs Hochbeet setzen, um es auf einen Versuch ankommen zu lassen.
    0, 2 gr. Orpingtons, 0, 1 Mixe

  3. #163
    Avatar von In(di)a
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    Zitat Zitat von Dorintia Beitrag anzeigen
    Da Hühner nicht viel versch. schmecken, müssen wir uns da nicht so viel Mühe geben.
    Was das Geschmacksempfinden von Hühnern betrifft, habe ich etwas interessantes gelesen

    "So zeigte ein Versuch, bei dem den Tieren jeweils eine Wasserprobe mit Haushaltszucker und mit einem Süßstoff (Saccharin) versetzt angeboten wurde, dass das Zuckerwasser gern aufgenommen wurde, das mit Süßstoff versetzte Wasser jedoch abgelehnt wurde. Menschliche Probanden schätzten beide Proben übrigens als angenehm süß schmeckend ein."

    Auch bezüglich der Wassertemperatur (hat jetzt nichts mit dem Geschmackssinn zu tun, aber grad im Sommer eine sehr nützliche Info)

    "Hühner präferieren dabei kaltes, leicht sauer schmeckendes Wasser. Wasser, was eine Temperatur, die über der eigenen Körpertemperatur liegt, hat, wird von den Tieren trotz starkem Durstgefühls strikt abgelehnt"

    Quelle: https://www.lkvsachsen.de/fuetterung...ecken-huehner/

    Was ich auch noch interessant finde, dass Hühner angeblich so gut riechen können wie Menschen & es noch vogelspezifische Geruchsrezeptoren gibt, die bisher nicht weiter erforscht sind.

    Quelle:
    https://www.huehner-haltung.de/wisse...e/geruchssinn/

  4. #164

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    Das ist tatsächlich interessant!

    Zitat Zitat von Mate Kroate Beitrag anzeigen
    Ich glaube einfach daran das die Natur weiß was gerade gebraucht wird. Soll heißen, es wird das gefüttert was gerade Ernte reif ist. In den nächsten Tagen gibt es wieder eine Zwiebelkur. Danach Knoblauch und Kartoffeln. Im Moment habe ich sehr viele Blätter der Sonnenblume verfüttert. Bald gibt es wieder vermehrt Kohlblätter. Schnittlauch, Petersilie, Oregano und Minze gibt es immer im Wechsel und fast nur aus der Hand damit auch alle etwa gleich viel abbekommen. Mit unserer Saisonalen Fütterung sind wir bisher gut gefahren.
    Ich kann mir gut vorstellen, dass das den Hühnern sehr bekommt. So bekommen sie rund ums Jahr ein wechselndes Nährstoffangebot.

    Zitat Zitat von Quarkkuchen Beitrag anzeigen
    Ach und, Wilde Hummel, bedenke auch, daß Du mit dieser Menge Bierhefe etwa 2g pro Huhn extra Protein am Tag verabreichst - Du wolltest ja eigentlich etwas weniger konzentriert füttern.
    Das ist ein guter Hinweis, mir war noch nicht klar, dass Bierhefe so viel Protein enthält. Hab noch mal geguckt und 47% gelesen. Da ist in 2 EL, die immerhin 20 g wiegen (habs mal auf der Feinwaage ausprobiert) vermutlich sogar noch mehr Protein drin.
    0, 2 gr. Orpingtons, 0, 1 Mixe

  5. #165
    Avatar von Quarkkuchen
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    Zitat Zitat von Wilde Hummel Beitrag anzeigen
    Ich hatte noch vergessen zu erzählen, dass wir ja Anfang Juni quasi ausprobiert haben, was passiert, wenn die Hühner keine Behandlung bekommen, weil wir in Urlaub waren. In diesem Zeitraum haben sie 12 Tage nur Hühnerfutter und frisches Wasser bekommen (auf die Wiese durften sie in der Zeit aus Sicherheitsgründen nicht, im übernetzten Auslauf ist außer ein wenig Giersch nichts zu holen). Als wir losgefahren sind, war der Zustand durch das Antibiotikum richtig gut, wir dachten, wir hätten Pseudomonas besiegt. Als wir wiederkamen, hatte der Zustand der Hühner sich in der kurzen Zeit drastisch verschlechtert.
    Genau wegen solcher Details tummle ich mich hier. Sonst bräuchte man nur die DEUKA Fütterungsempfehlung oder die RCVS News lesen.
    Die zeitgenössischen Publikationen (Forschung / Industrie) in den "entwickelten Nationen" halten doch für die kleinteilige Hinterhofhaltung mit 2-200 Hühnern, wie sie von den meisten hier angestrebt wird, kaum noch Anschlußpunkte bereit. Der Fokus bei den Geflügelveterinären liegt im Herdenmanagement, nicht auf dem Einzeltier. Der Industriefokus, auch bei den Futtermitteln, auf dem halben Cent Gewinnspanne, der im Ei in einem völlig ausentwickelten Marktumfeld noch drin sein könnte, der tierspezifische Anpassungsdruck wurde in den letzten Dekaden vor allem von außen hereingetragen, weil eigentlich kein Kunde das immer mal wieder hochschwappende Elend mehr mit ansehen wollte.
    In der sogenannten Dritten Welt ist das noch ein bißchen anders, die versuchen zum Beispiel der Vogelgrippe mit erschwinglichen, vor Ort verfügbaren Mitteln beizukommen, und untersuchen - wissenschaftlich - ob Granny Mumbagos Überlieferung, die Rinde des Quastholzbaumes hielte die Hühner auf der Stange, tatsächlich was für sich hat.
    Vor 100 Jahren ähnelte die industrielle Geflügelhaltung in vielerlei Hinsicht noch unserer, deswegen schaue ich gern unter die Steine, die bemerkenswert rege Köpfe damals schon umgedreht haben, ob nun populärveröffentlicht durch die "Stütze der Hausfrau" oder engbedruckt durch die provinzialsächsische Lehr- und Versuchsanstalt für Geflügelzucht.
    Und natürlich muß man da Vorsicht walten lassen, die waren auch Gruselmethoden gegenüber viel aufgeschlossener/unbedarfter als wir heute. Wenn ich aber herausfinde, daß täglich 5% Bierhefe regelmäßig und bei mehreren Autoren hervorragende Ergebnisse brachten, wird man wohl mit "gelegentlich" 1-2% nicht brutal viel verkehrt machen, vor allem mit Blick auf die Erkenntnis "Nicht einseitig füttern!"
    An Bromhexin-Tropfen andererseits beispielsweise würde ich mich fürs Huhn ohne veterinäre Anweisung nicht herantrauen, mir ist noch gut der mit Zucker den Kindermagen instant wärmende Schnapsgeschmack in Erinnerung, wie vom Grassl Enzian nach Ersteigen eines schneebedeckten Berges.
    Das Auflisten der jährlichen Arztkonsultationszahlen weiter vorn war nur ein halber Spaß, ich glaube, beim Menschen wie beim Huhn liegt das größte Gesundheitserhaltungs- und verbesserungspotential in den Haltungsbedingungen im weitesten Sinne (das tierärztliche Herdenmanagement sieht das anscheinend ähnlich).
    Beim erwachsenen Menschen in der modernen Welt (trockene Wohnung, Aufzuchtsphase bereits hinter sich) wären das zum Beispiel wohlbekannt-einfache Dinge wie:
    # Wöchentlich 2000-3000Kcal Energieumsatz durch körperliche Betätigung
    # Den Ernährungsregeln der DGE wenigstens halbwegs folgen
    # "Übergewicht" nicht ausufern lassen (ergibt sich bei Befolgen der ersten beiden Punkte eigentlich von selbst)
    # Alkoholkonsum minimieren (nicht leicht in den westlichen Gesellschaften) und nicht ständig rauchen
    # Negativen Streß reduzieren und sich positivem bewußt aussetzen (mal in Luft und Sonne baden gehen, im Garten graben, DIE LIEBE, Hühnerkacke kompostieren etc.)
    Eigentlich weiß das ja auch jeder. Die Schwierigkeit liegt im langfristigen "Vollzug", nicht in der vorösterlichen Motivationsphase. Deswegen gibt es hierzulande so viele Ärzte, die ihren Patienten selbst das schlechte Beispiel liefern (aber immerhin wissen, wie sich das anfühlt).

    Umgemünzt auf das Huhn:
    # Trockene, gut belüftete Unterkunft (betr. auch Winteraufenthalt)
    # Verhältnisse, in denen der natürliche Bewegungs- und Erkundungsdrang ausgelebt werden kann
    # Vernünftige, vielfältige Fütterung ohne Extremismus
    # "Übergewicht" nicht ausufern lassen (ergibt sich bei Befolgen der vorstehenden beiden Punkte eigentlich von selbst)
    # "Leckerli"konsum minimieren (nicht leicht, wenn das Hühnchen so niedlich gucken kann)
    # Negativen Streß reduzieren, positive (Licht, Luft, Sonne, den Geist unterhaltende Umwelteinflüsse) regelmäßig einwirken lassen
    darunter fallen auch: so weit überhaupt möglich nur eine moderate Legeleistung anstreben, Pausen zulassen und förderlich/aufbauend gestalten

    Die Details dazu aber, die füllen ganze Bücher und Server, das werden wir auch nie abschließend, allumfassend ausdiskutieren.


    Zitat Zitat von Wilde Hummel Beitrag anzeigen
    Mache würden wahrscheinlich alle 4 Tiere auf den Hackklotz legen
    Leider habe ich feststellen müssen, daß bei Leuten, denen sämtliche Probleme fremd sind, da nur zu oft des Rätsels Lösung liegt. Bei einer völlig ökonomisierten Herangehensweise ist das wohl "vernünftig", auch der später als Tierfreund bekanntgewordene Grzimek hat als Regierungsrat und Veterinär in seinen ersten Schriften gegen die "Überalterung" der Geflügelbestände angewettert, die landesweit die Leistung schmälert, weil die Dörfler nicht die rechte Einsicht haben.
    Wenn ich die Katzenfutterabteilungen so sehe, offenbar sind sie jetzt ganz oft "sensitiv", oder die Spielzeuge für den Sofajagdhund, der sich auf dem glatten Laminatboden die Hüfte verdreht, da sind wir doch beim Überdenken der Wirkung der Pfefferminze auf die Hennenhaut immer noch sehr, sehr bodenverankert.
    Als ich noch in RURAL ENGLAND lebte, wuselte um den schafhaltenden LANDLORD immer eine Schar Border Collies, echte "Koppelgebrauchshunde". Als ich davon der Konversation wegen einem deutschen Hundefreund eher beiläufig erzählte, lief bei dem gleich das große Kopfkino ab, weil, ja, Arbeitshund, "da kann man sich denken, warum der Farmer ne Büchse im Haus hat, wenn der Hund nicht mehr kann". Der tägliche Fleisch- und Wurstgenuß war allerdings trotz chronischer Pankreatitis dem Hundefreund ein Heiligtum. Ich möchte das hier gar nicht weiter durchkauen, aber ich erinnere mich da immer mal dran, wenn mich mal wieder jemand seltsam findet, weil mir die Hühner mehr Vergnügen als Keulenlieferant sind.
    Als Bewunderer der Zwiehuhnkurven fühle ich ja immer wie die Hexe bei Hänsel&Gretel Quarkkuchens Schenkel, und dann sage ich: "Quarky, bevor ich Dich aufesse muß noch was drauf auf die Hüften." Dann schmatzt sie und fängt an zu schnarchen.

  6. #166
    Avatar von Quarkkuchen
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    Manuka-Honig als Alternative zu Antibiotika bei Tieren (Deutsch):
    https://www.tieraerztezeitung.com/fa...tibiotika.html

    Manuka-Honig wirksam gegen Pseudomonas aeruginosa (hier wird die Frage der Resistenzbildung diskutiert):
    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4023514/

    Honig / Manuka-Honig zur Abszess-Behandlung bei Kaninchen
    "Clear unboiled honey can be used as a cheap, effective, topical therapy for abscesses in rabbits. It is sterile, non-toxic and has hygroscopic and antiseptic properties.
    Australian honey or New Zealand (manuka) honey is reputed to have greater antibacterial properties than other honeys."
    https://www.sciencedirect.com/topics...e/enrofloxacin

    Propolis zur Reduktion mikrobieller Aktivität (inkl. Pseudomonas) auf Wachtel-Bruteiern:
    https://www.sciencedirect.com/scienc...32579119397354

    Honigwaben- / Bienenwachsextrakt als Alternative zu Antibiotika bei Masthühnchen (am wirksamsten bei Futterzugabe in der Größenordnung 0.15 to 0.17%)
    https://www.sciencedirect.com/scienc...32579122001195
    "Effects of honeycomb extract on the growth performance, carcass traits, immunity, antioxidant function and intestinal microorganisms of yellow bantam broilers
    The alcoholic extract of the honeycomb showed good concentration-dependent inhibition of S. aureus, Staphylococcus epidermidis, Pseudomonas aeruginosa, Streptococcus haemolyticus B, and Streptococcus pneumoniae"

    100 - 150 mg Propolis verbessern Schalenqualität und Eigewicht:
    http://citeseerx.ist.psu.edu/viewdoc...=rep1&type=pdf

    Honig im Trinkwasser (20ml pro Liter für maximal 4 Wochen) verbessert Eierproduktion und Schalenqualität bei hohen Umgebungstemperaturen:
    https://www.researchgate.net/publica...ing_Hot_Season


    Also, Wilde Hummel, vielleicht mal die Südseemyrte anfliegen.

  7. #167

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    Das sind ja richtig super Hinweise. Ich danke dir herzlich! Hochinteressant, dass Erreger gegen Manukahonig keine Resistenzen bilden. Das beschäftigt mich nämlich immer, ob das passieren könnte, wenn ich eine Substanz länger gebe. Auf der anderen Seite befürchte ich, dass eine zu kurze Gabe dann nicht wirken könnte.

    Ich hatte auch schon mit Manukahonig geliebäugelt, wusste aber nicht, ob man ihn auch innerlich anwenden kann, denn krankmachend sind laut TÄ vor allem die Pseudomonas-Herde im Rachen und Hals. Sie sagt, der Kamm sei nur der äußere Ausdruck, dass es dem Huhn innerlich nicht gut geht. Deswegen habe ich mir dann nicht so viel davon versprochen, Manuka nur äußerlich auf den Kamm zu machen. Ich war mir auch unsicher, ob ich das klebrige Zeug auf den Kämmen überhaupt richtig verteilt bekomme und ob es die Hühner nicht sehr nervt, wenn der Kamm so klebt.

    Nun ist die Frage, wie der Manuka innerlich dosiert und angewendet werden müsste, um gegen Beläge im Hals zu wirken. Was meinst du, 20ml / L Trinkwasser, wie in der unten genannten Studie, oder ist das wohl für eine medizinische Wirkung zu wenig? Oder besser konzentrierter im Weichfutter?
    Ich frage mich auch, ob er nur bei Kontakt mit der befallenen Halsschleimhaut wirkt oder auch systemisch.

    Honigwabenextrakt konnte ich zum kaufen nicht finden.

    Propolistropfen verwende ich aufgrund der Empfehlung vorne hier im Faden bereits, und ich habe die Vermutung, dass sie am stärksten von allen angewendeten Mitteln wirken, denn als ich sie einige Tage weggelassen habe, ging es den Hühnern wieder schlechter. Ich wüsste gern, ob gegen Propolis auch keine Reistenzen gebildet werden.
    Ich wüsste gern, was für eine Zubereitung von Propolis die 150mg pro kg Futter in der letzten Studie waren. Wie verteilt man flüssiges Propolis in 1 kg Legemehl? Wenn man davon ausgeht, dass 4 gr. Hennen knapp 500 g Futter pro Tag fressen, habe ich den Propolisextrakt mit 1 Tropfen (=0,5 ml) pro Tag und Huhn wohl viel zu niedrig dosiert?
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  8. #168
    Avatar von Quarkkuchen
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    Ich könnte mir vorstellen, daß, wenn mal wieder diese unangenehmen Belege im Rachen Deiner Hühner auftauchen sollten, Honig gut mildernd wirkt, für Menschen mit Wunden / Entzündungen der Mundschleimhaut gibt es ja in der Apotheke auch Gele dieser Art. Wer weiß, ob nicht die wetter- und parasitengeplagten alten Germanen dem MET auch aus solchen Gründen zusprachen.
    Honig aufgelöst in mildem Salbei-Tee dürfte den Hühnchen gut schmecken, und ich bin mir ziemlich sicher (s. Mensch, Rachenentzündung oder dergleichen), daß diese Kombination im akuten Falle schmerzmildernd und heilungsfördernd fungiert.

    20ml/L entspräche ungefähr 1 Eßlöffel Honig auf den Liter Trinkwasser, das klingt mir wie eine vernünftige Dosierung, die man auch mal kurmäßig eine Woche lang verabreichen könnte. Das letzte Dokument erwähnt ja, daß bei höheren Gaben über längere Zeit die beobachtete Wirkung verfliegt (u.a. weil der viele Zucker die Leber dann zu anderen metabolischen Pfaden verleitet). Schon angesichts der Manukahonigpreise würde ich da gar nicht unnötig mehr ausprobieren. Vielleicht können die Honigexperten hier etwas dazu sagen, ob es auch einheimische Alternativen gibt.

    Honigwabenextrakt: Es gibt wohl Imker, die ihren Hühnern Waben mit Dronenmaden vorwerfen. Die sind bestimmt, wie die berühmt-berüchtigten Metzgerhühner, auffallend gut beisammen.

    Zitat Zitat von Wilde Hummel Beitrag anzeigen
    Ich wüsste gern, was für eine Zubereitung von Propolis die 150mg pro kg Futter in der letzten Studie waren. Wie verteilt man flüssiges Propolis in 1 kg Legemehl? Wenn man davon ausgeht, dass 4 gr. Hennen knapp 500 g Futter pro Tag fressen, habe ich den Propolisextrakt mit 1 Tropfen (=0,5 ml) pro Tag und Huhn wohl viel zu niedrig dosiert?
    1 Tropfen = 0,5 ml ungefähr 0,5g = 500mg.
    Du hast zu wenige Hühner, deswegen bist Du bei der Dosierung vergleichsweise zu großzügig, arme Wissenschaftler könnten sich das gar nicht leisten, ohne das Mickerbudget zu sprengen und den Institutsdirektor die Wand hochzutreiben. Andererseits sind Deine ja auch ungefähr doppelt so schwer wie die Hy-line White Legehennen.
    Das Legemehl (auch Pellets) läßt sich gut mit ein wenig Wasser (Salbeitee?) anfeuchten, so daß es krümelig (nicht matschig) wird und für die Hühner noch interessanter ist.
    Also für 4 schwere Hühner z.B. 1 Tropfen Propolisextrakt in ein großes Schnapsglas voll Wasser oder Tee rühren, und das dann langsam unter 500g Legemehl mischen. Bei den jetzigen Temperaturen im Kühlschrank aufbewahren, denn sie werden das ja nicht mit einem Male auffuttern, und in der Sonne gammeln soll ja auch nichts.
    Geändert von Quarkkuchen (07.07.2022 um 10:10 Uhr)

  9. #169
    Avatar von Quarkkuchen
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    Übrigens, das letzte Rechenbeispiel unter der Annahme, daß die Konzentration der Propolisextrakte ähnlich ist, darüber weiß ich aber leider nichts, und der Artikel ist ja auch nicht wirklich eindeutig in dieser Frage. In sofern ist das mit dem Honig im Trinkwasser bei Heimanwendung vielleicht praktikabler. Wie verabreichst Du die Propolistropfen denn zur Zeit?

  10. #170
    Avatar von Quarkkuchen
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    Bezüglich der Dosierung und Wirksamkeit (Propolis vs Honig) gehen die Ansichten und Erfahrungen offenbar weit auseinander, also zumindest war Dein Tropfen pro Huhn immer noch "auf der konservativen Seite":

    https://www.huehner-info.de/forum/sh...49001-Propolis

    https://www.huehner-info.de/forum/sh...67845-Propolis
    "1 Tropfen pro Kg Körpergewicht"

    außerdem dies hier
    https://www.eierschachteln.de/propolis
    "Dosierungsvorschlag für die äußere Anwendung:
    Für Anwendungen auf der Haut und zum Spülen der Schnabelhöhle ca. 3 bis 5 Tropfen auf 50 Milliliter handwarmes Wasser geben"

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