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Thema: Milben im Gehege - Was tun?

  1. #11
    Avatar von Quarkkuchen
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    Zitat Zitat von zfranky Beitrag anzeigen
    Warum nicht gleich alles niederbrennen und betonieren?
    Also ganz ehrlich, mal über die Kollateralschäden an der Fauna nachgedacht?
    Ein Starkregen passiert eigentlich überall manchmal, Feuer unterm Baum wollte ich nicht empfehlen. Der Einsatz von Exzolt / Fluralaner und die Fauna: https://www.vetpharm.uzh.ch/tak/06000000/00066494.01
    "Da Fluralaner für im Wasser lebende wirbellose Organismen gefährlich sein kann, sollten Behältnisse und Arzneimittelreste unschädlich beseitigt werden.
    Fluralaner ist in der Umwelt (Boden und aquatisches Sediment) sehr persistent."

    Übrigens Blindenhuhn, vielleicht gab es bei uns Unterschiede in der Oberflächenspannung des Wassers (etwa seifige Bestandteile) - nach einem Tag draußen setze ich mich normalerweise in die Badewanne und finde, daß das auch gegen evt. aufgesammelte Zecken immer wirkt.

  2. #12
    Moderator Avatar von zfranky
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    Zitat Zitat von Quarkkuchen Beitrag anzeigen
    Der Einsatz von Exzolt / Fluralaner und die Fauna: https://www.vetpharm.uzh.ch/tak/06000000/00066494.01
    "Da Fluralaner für im Wasser lebende wirbellose Organismen gefährlich sein kann, sollten Behältnisse und Arzneimittelreste unschädlich beseitigt werden.
    Fluralaner ist in der Umwelt (Boden und aquatisches Sediment) sehr persistent."
    Deswegen steht in der Zulassung auch:
    "Exzolt sollte nicht in Gewässer gelangen, da es eine Gefahr für aquatische Invertebraten darstellen kann.

    Nicht verwendete Tierarzneimittel oder davon stammende Abfallmaterialien sind entsprechend den nationalen Vorschriften zu entsorgen."
    nach 20 Jahren endlich wieder Hühner, spontaner Bruteier-Kauf bei Ebay, geliefert in die Packstation, Oktober 2014 erste Naturbrut... ein bisschen Natur in der Stadt..

    Aktuell 3,12,25 New Hampshire, 0,0,9 Gänse, dazu Pferd, Katzen und Bienen ...

  3. #13
    Avatar von Quarkkuchen
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    Zitat Zitat von zfranky Beitrag anzeigen
    Deswegen steht in der Zulassung auch:
    "Exzolt sollte nicht in Gewässer gelangen, da es eine Gefahr für aquatische Invertebraten darstellen kann.

    Nicht verwendete Tierarzneimittel oder davon stammende Abfallmaterialien sind entsprechend den nationalen Vorschriften zu entsorgen."
    Und der Abschnitt unter "Pharmakokinetik" läßt mich wundern, wie es sich mit den Kothaufen verhält.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Fluralaner
    "Hauptausscheidungsweg ist die unveränderte Elimination mit dem Kot".

    Aber ja, ich hätte vielleicht statt "unter Wasser setzen" anschlußfähiger "Auslauf kräftig wässern" schreiben sollen (obs wirklich hilft und ob Sportler überhaupt die Vogelmilbe rumfleuchen hat?)
    Ich halte jedenfalls die weithin empfohlene Branntkalk-Sanierung von Ausläufen bei Wurmbefall für einen schwerwiegenderen Eingriff.

  4. #14
    Moderator Avatar von zfranky
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    Zitat Zitat von Quarkkuchen Beitrag anzeigen
    Und der Abschnitt unter "Pharmakokinetik" läßt mich wundern, wie es sich mit den Kothaufen verhält.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Fluralaner
    "Hauptausscheidungsweg ist die unveränderte Elimination mit dem Kot".
    Die sind hochgradig kontaminiert mit dem Wirkstoff und gehören nicht in die Umwelt. Deswegen gibt es bei mir auch längere Zeit Volierenhaft, wenn ich zu Exzolt greifen muss. Der Kot geht dann nämlich in die Müllverbrennung.
    nach 20 Jahren endlich wieder Hühner, spontaner Bruteier-Kauf bei Ebay, geliefert in die Packstation, Oktober 2014 erste Naturbrut... ein bisschen Natur in der Stadt..

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  5. #15

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    @Quarkkuchen, was ist an dem Branntkalk auszusetzen?
    Ich bringe ihn abends aus, wenn's danach regnet ist es gut, wenn es nicht regnet geh ich mit der Gießkannen drüber, an diesem Tag dürfen sie nicht drauf, abends geh ich noch mal mit der Gießkannen drüber und dann ist es für mich gut, und die Hühner hatten bis jetzt auch keine Probleme!
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    Ich hab das HüFo und das reicht

  6. #16

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    Zitat Zitat von Quarkkuchen Beitrag anzeigen
    Sportler, wach auf, wach auf, es war nur ein böser Traum!

    Als Sofortmaßnahme würde ich versuchen:

    # Den Stall nach Komplettreinigung so trocken und staubig wie möglich zu bekommen, häng auch mal ein Hygrometer rein.

    (s.u.a. https://www.finecto.com/de-de/blog/w...innen-sollten/ ---> "Die Milben ertrinken...")
    Ein Hygrometer habe ich tatsächlich im Stall installiert. Die Luftfeuchtigkeit schwankt zwischen 60% und 90%, je nach Wetter. Das kann ich auch nur bedingt beeinflussen, da den ganzen Tag die Klappe offen ist, damit die Hühner ans Futter kommen.
    Mehr Kieselgur geht definitiv nicht: Die Wände sind weiß und wenn die Hühner auf die Stangen springen, staubts ordentlich. Bevor sie durch die Milben sterben, ersticken sie vermutlich.

    Ich tippe auch stark auf die rote Vogelmilbe, das Tierchen sah ihnen unterm Mikroskop sehr ähnlich. Sie sind auch äußerst resistent. Ich habe das Tier mit 100% Alkohol übergossen ud dachte, es wäre hinüber. Da hat sie sich plötzlich wieder bewegt!

    Wässern geht wegen der Hanglage eher schlecht, außerdem ist das Gehege zu groß.

    Mich wunderts, dass die Milben auch tagsüber munter draußen rumkrabbeln, eigentlich sollen sie ja nachtaktiv sein und sich verstecken, aber sie krabbeln scheinbar auf dem Boden rum. Ich habe sie auch schon auf den Steinplatten bei der Tränke ausfindig gemacht.
    Was auch komisch ist, dass die Milben scheinbar gar kein Blut an den Hühnern saugen. Sie sind noch weiß und noch nicht rot. Zudem sind die Hühner auch fit, sehen gut aus und legen ganz normal. Vielleicht hatten sie wegen der ständigen Stallreinigung und dem Kieselgur noch keine Chance dazu?

  7. #17

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    Zitat Zitat von ~Lucille~ Beitrag anzeigen
    Bei einem derart starken Befall würde ich dir auch zu Exzolt raten.
    Das scheint schon ziehmlich außer Kontrolle zu sein.
    Um erst mal Ruhe reinzubringen macht das in deinem Fall Sinn.
    So außer Kontrolle ist es eigentlich gar nicht. Im Stall sieht man auf den ersten Blick gar keine Milben. Wenn er gereinigt ist, kommen sie nach ca. 3 Tagen mehr und mehr zurück. Eigentlich kann man das nur an der Milbenanzahl unter den Eiern im Nest festmachen. Auch die Hühner sind fit und abgesehen vom Hahn habe ich noch keine Milben an den Hühnern entdeckt.

    Noch eine Frage zu Exzolt: Wenn ich es den Hühnern verabreiche, sterben die Milben, wenn sie an den Hühnern saugen, so weit hab ich das verstanden. Bekomme ich damit auch die Milben aus dem Gehege? Wie und wo vermehren sich Milben? Oder müssen meine Hühner dann erst alle Milben aus dem Gehege "einsammeln"?
    Durch den Baum kommen auch ständig kleine Wildvögel ins Gehege, die bringen doch sowieso immer wieder neue Milben mit.

  8. #18

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    Ich finde ja es müsste erstmal geklärt werden was es genau für Milben sind.
    1 Wyandottenhahn splash (2021), 0,17 gr. Wyandotten gold schwarzges. (2019/2020), 3 Hennen g weiß u. g blau (16.04.2021), 3 Hennen g weiß und g blau (03.07.2021), 2 Grün- und 3 Rotleger

  9. #19
    Avatar von Quarkkuchen
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    Zitat Zitat von wolfswinkel7 Beitrag anzeigen
    @Quarkkuchen, was ist an dem Branntkalk auszusetzen?
    Das war im Zusammenhang mit zfrankys "mal über die Kollateralschäden an der Fauna nachgedacht?" gemeint. Ich habe mir von Leuten, die das Branntkalken flächig praktiziert haben, sagen lassen, daß hinterher überall tote Regenwürmer herumlagen.
    Ich nehme aber immer an, daß die Leute ein gewisses Ermessen walten lassen, und auch der Eidechse in Not Milde zollen.


    Zitat Zitat von sportler304 Beitrag anzeigen
    Wässern geht wegen der Hanglage eher schlecht, außerdem ist das Gehege zu groß.
    Sowas dachte ich mir schon. Meine eigene Milben-und-Wasser-Erfahrung stammt aus dem bei uns einzigen bisher nötigen Einsatz im Rahmen der "Aufheizmethode", da hatte ich das Gluckennest und die anderen Kunststoffboxen in Wasser untergetaucht / mit scharfem Strahl abgespült, und die Flächen vor dem Stall / am Reinigungsplatz später großzügig mit Wasser aus Eimern und Schlauch beschwemmt. Seitdem haben wir nie wieder eine Vogelmilbe gefunden, aber eine forensische Untersuchung habe ich außerhalb des Stalles auch nicht wirklich angestrengt.
    Eine Milbenlawinenquelle können wohl alte Vogelnistkästen sein. So wie Du das beschreibst, glaube ich eigentlich nicht, daß Deine 8 Hühner und der kieselgurige Stall für das Massenauftreten ursächlich sind.
    Vielleicht ist der Spuk mit dem nächsten Wetterwechsel ja vorbei, wenn es sich nicht um eine Vogelmilbe handeln sollte.

  10. #20
    Moderator Avatar von sil
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    Im Auslauf am hellichten Tag herumkrabbelnde Rote Vogelmilben in großer Zahl kann ich mir gar nicht so recht vorstellen. Wobei es ja nichts gibt, was es nicht gibt. Sind diese Krabbeltiere denn ausschließlich im umzäunten Hühnerbereich, oder auch außerhalb davon irgendwo? Wenn der Stall tatsächlich milbenfrei ist, und die Hühner selber draußen nicht permanent sich jucken und kratzen, würde ich es erst mal gut sein lassen. Ist denn eine Möglichkeit zum Staubbaden vorhanden? Am Besten irgendwo unter Dach, damit bei jedem Wetter die Möglichkeit zur Körperpflege gegeben ist.
    "alles zuwider dem Menschen. auf den Äckern wächst das Gras und auf den Wiesen steht nichts." (sagte ein alter Bauer mal)

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