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Thema: Hilfe! Brutchaos bei Pommernenten

  1. #1

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    Hilfe! Brutchaos bei Pommernenten

    Liebe Entenexperten, ich bräuchte dringend eure Hilfe .
    Ich halte Pommernenten, 5 Damen auf 3 Erpel. Habe schon fleißig Bruteier gesammelt, das Brutnest mit "Fake-Eiern" bestückt und nun lange darauf gewartet, dass vielleicht doch eine Ente brütet.
    Gestern Abend saß dann eine Ente auf dem Nest und hat mich böse angequakt . Hab mich schon gefreut, dass es möglicherweise doch noch klappt. Heute morgen bei Nestkontrolle, war das Nest dann schön hergerichtet und mit Daunen gepolstert (freu). Die Ente ist nach Baden und fressen wieder brav aufs Nest, und ich dachte, ich könnte ihr dann morgen oder übermorgen ein paar Bruteier unterschieben. So weit wäre auch alles gut gewesen, hätte sich dann nicht kurze Zeit darauf eine zweite Ente ins Nest gesellt, die nicht mehr aufgestanden ist. Ich werde also beobachten, ob die zweite Ente sitzen bleibt oder nur ein Ei darzulegen wollte.
    Nun zur Frage: Zwei Enten auf ein Nest kann natürlich nicht gut gehen. Wir werden also (sicherheitshalber) noch ein zweites Bruthäuschen bauen. Das erste Häuschen hatten wir mit einem engmaschigen Zaun vom übrigen Auslauf abgetrennt und übernetzt. Hier gibt's Füchse, Marder, Katzen, Krähen... Können wir das zweite Häuschen für die andere Ente daneben stellen? Oder kommt es dann zu Verwechslungen oder Steit? Hatte hier im Forum gelesen, dass brütende Hühner oder Enten außer Sichtweite sein sollten. Andererseits wäre ich froh, wenn ich nicht noch einen zweiten Bereich raubtiersicher abtrennen müsste.
    Vielen Dank und sonnige Grüße aus Bayern!

  2. #2
    Moderator Avatar von sil
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    Enten sind leider nicht so ganz einfach zu händelnde Brüterinnen. Zwei Damen auf einem Nest klappt meiner Erfahrung nach nicht. So einfach umsetzen wie Hühnerglucken lassen sie sich aber auch nicht.
    Ich mache es inzwischen so, daß ich die Enten in einem Stallbereich halte, und sobald eine anfangen will zu brüten, sperre ich alle anderen in einen anderen Stallbereich. Die brütende Ente sitzt dann alleine in einem Stall mit zugehörigem Auslauf. Wenn andere Enten weiterhin Zugang zum Brutnest haben, kommt es immer wieder vor daß Eier dazugelegt werden, die brütende Ente gestört und gar vom Nest verscheucht wird, die Erpel versuchen, die Brutente zu bedrängen etc. Ich habe auch gelernt, einer brütenden Ente nicht zu sehr zu vertrauen. Von Aufgeben mitten in der Brut übers Verlassen der frischgeschlüpften Küken bis zum Verlieren eines Kükens nach dem anderen hatte ich schon alles. Deswegen ist ab Brutbeginn der Brutapparat aufnahmebereit, ein Plan B zur mutterlosen Kükenaufzucht vorhanden und Stallhaft für mindestens eine Woche nach demSchlupf für Mutter und Nachwuchs inzwischen Usus.

    Ich würde an Dir raten, zumindest dafür zu sorgen, daß die anderen keinen Zugang mehr zu dem Nestplatz haben.
    Hast Du für die Enten einen Stall? Wenn ja, dann sorge doch künftig dafür, daß die Enten im Stall legen und brüten, das macht das Handling wesentlich einfacher.
    "alles zuwider dem Menschen. auf den Äckern wächst das Gras und auf den Wiesen steht nichts." (sagte ein alter Bauer mal)

  3. #3

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    Vielen Dank, Sil, für die Antwort! Ich habe heute Nachmittag noch einmal länger beobachtet. Die Ente saß wieder alleine auf dem Nest. Ich habe sie dann heute Abend abgetrennt. Eigentlich hatte ich geplant, ihr tagsüber Zugang zum Weiher (und den anderen Enten) zu lassen, aber wenn ich dich richtig verstehe, ist es wohl besser, sie zu separieren und ihr ein "Planschbecken"in den Auslauf zu stellen.
    Wir sind morgen den Großteil des Tages draußen. Dann werde ich nochmal genau darauf achten, wie fest sie sitzt -bin mir nämlich nicht sicher, wie oft und lange sie aufsteht. Meine wild brütende Laufente letztes Jahr hat das Nest nur abends für ca. eine halbe Stunde verlassen, um zu fressen und mit dem Erpel ein paar Runden auf dem Weiher zu schwimmen Ich hoffe, ich kann die brutwillige Dame noch ein paar Tage hinhalten
    Brüter und Kükenheim stehen parat. Allerdings sind gerade noch Hühnereier drin. Schlupf sollte in 9 Tagen sein.... eigentlich hatte ich mich sowieso auf eine Kunstbrut eingestellt

  4. #4
    Moderator Avatar von sil
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    Zitat Zitat von Schäfchenzähler Beitrag anzeigen
    Vielen Dank, Sil, für die Antwort! Ich habe heute Nachmittag noch einmal länger beobachtet. Die Ente saß wieder alleine auf dem Nest. Ich habe sie dann heute Abend abgetrennt. Eigentlich hatte ich geplant, ihr tagsüber Zugang zum Weiher (und den anderen Enten) zu lassen, aber wenn ich dich richtig verstehe, ist es wohl besser, sie zu separieren und ihr ein "Planschbecken"in den Auslauf zu stellen.
    Wir sind morgen den Großteil des Tages draußen. Dann werde ich nochmal genau darauf achten, wie fest sie sitzt -bin mir nämlich nicht sicher, wie oft und lange sie aufsteht. Meine wild brütende Laufente letztes Jahr hat das Nest nur abends für ca. eine halbe Stunde verlassen, um zu fressen und mit dem Erpel ein paar Runden auf dem Weiher zu schwimmen Ich hoffe, ich kann die brutwillige Dame noch ein paar Tage hinhalten
    Brüter und Kükenheim stehen parat. Allerdings sind gerade noch Hühnereier drin. Schlupf sollte in 9 Tagen sein.... eigentlich hatte ich mich sowieso auf eine Kunstbrut eingestellt
    Ich lass die mit Beginn des Brütens komplett von den anderen getrennt, das funktioniert zumindest bei mir am Besten. Ich hatte übrigens auch schon eine Ente, die mehrmals am Tag bis zu einer Stunde vom Nest ging. Ich hatte die Hoffnung auf Küken aus dieser Brut eigentlich schon begraben, aber es schlüpften tatsächlich alle. Brütende Enten kosten eindeutig mehr Lebenszeit als brütende Hennen.
    "alles zuwider dem Menschen. auf den Äckern wächst das Gras und auf den Wiesen steht nichts." (sagte ein alter Bauer mal)

  5. #5

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    Zitat Zitat von sil Beitrag anzeigen
    Brütende Enten kosten eindeutig mehr Lebenszeit als brütende Hennen.
    Da hast du wohl recht Ich fand allerdings den Schlupf in der BruMa auch nervenaufreibender als bei den Hühnern -ganz abgesehen von der Sauerei im Kükenheim, den Badeversuchen in der Tränke usw.
    Aber was tut man nicht alles

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