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Thema: Robiniensamen - giftig?

  1. #1
    Avatar von Gecko
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    Robiniensamen - giftig?

    Weiß jemand etwas über Robiniensamen und Hühner?

    robinie.jpg

    (Bitte nicht schnell googlen und dann posten "Robinie ist giftig", das ist klar, es geht gezielt um die Samen und Erfahrungen von euch bezüglich Hühnern damit!)
    Fressen die das, und wäre das ein Problem? Aus meiner voreingenommenen Hühnersicht würde ich meinen: "oh, lecker schwarze Körnchen".

    Zum Thema "Giftigkeit der Samen" finden sich, wenn man alle quellenlosen, irgendwo abgeschriebenen Internetangaben ignoriert, wenige ursprüngliche Angaben, darunter ein älteres Giftpflanzenbuch, in dem Robinie mit allen aufgeführten Teilen pauschal als giftig angegeben ist, und eine wissenschaftliche Veröffentlichung, von der man nur die wenig hilfreiche Zusammenfassung lesen kann. Alles andere scheint fragwürdig, widersprüchlich und/oder unbelegtes Hörensagen.

    Ja, Robinie ist giftig, besonders die Rinde wie viele Pferdehalter leidvoll wissen. Laub schon weniger. Ob der Giftstoff Robin in den Samen ist, ist unklar. Und als Hülsenfrüchtler müssten die Samen sehr eiweißreich sein. Ich darf anmerken, dass die Robinien-Blüten nicht giftig sind, die kann man wie Holunder wunderbar in Teig ausbacken... Und von vergifteten Fasanen und anderen Vögeln in der Nähe von Robinienpflanzungen hat man wohl auch noch nicht gehört.

    Hintergrund: Wir haben rund um den Garten viele große Robinien, die Unmengen an Schoten bilden. Selbst jetzt Anfang Mai hängen noch Schoten vom Vorjahr dran und fallen bei jedem Wind in den Garten. Bisher durften die Hühner nur in die Voliere und da habe ich einzelne Robinienschoten rausgesammelt; die Hühner scheinen sich aber auch nicht weiter darfür zu interessieren. Aber im großen Wiesenauflauf, den sie jetzt erobern sollen, liegen tausende Schoten und zigtausend herausgefallene Samen herum, die kann man nicht einsammeln oder bei jedem Windstoß hinterherlaufen.

    Muss ich mir Sorgen machen? Oder ist das im Gegenteil ein wertvolles Eiweißfutter??
    Zweckdienliche Hinweise erbeten..
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  2. #2
    Avatar von Yokojo
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    Für meine Schafe, Ziegen und Hühner waren Robinienblätter immer ein Leckerbissen und wurden in rauhen Mengen verputzt, die Samen wohl auch weil im Hühnerauslauf nie welche keimten. Hab nach über 40 Jahren nur gute Erfahrungen mit Robinien alias Falschen Akazien.
    Hätte ich fast meine Bienen vergessen, die haben immer den besten Honig daraus gemacht
    Geändert von Yokojo (02.05.2022 um 12:06 Uhr)

  3. #3
    Moderator Avatar von Lisa R.
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    Das habe ich gefunden. Eigene Erfahrungen habe ich nicht.

    "..."Die Robinie ist für Nutztiere teilweise giftig. Insbesondere unter Pferden ist es schon mehrfach zu Todesfällen gekommen, wenn sie an der Rinde nagen. Hasen, Kaninchen und Ziegen nehmen dadurch hingegen keinen Schaden. Hühner wiederum vertragen keine Robiniensamen (SCHÜTT 2006, ROTH 2008 ). ..."

    https://neobiota.naturschutzinformationen-nrw.de/site/nav3/ArtInfo.aspx?ART=Pflanzen&ID=d83aece3-8274-4cef-9ed6-111e1114ce01&MENU=Invasivit%C3%A4t#:~:text=Die%20R obinie%20ist%20f%C3%BCr%20Nutztiere,SCH%C3%9CTT%20 2006%2C%20ROTH%202008 ).

    In verschiedenen Veröffentlichungen zu Vogelfutterpflanzen wird die Robinie allerdings erwähnt. Sie ist wohl Futterbaum für ca. 10-15 einheimische Vogelarten.
    Geändert von Lisa R. (02.05.2022 um 13:37 Uhr)
    Die Frau Werwolf sagt: "Des g'hööööööört so !!!
    --------------------------------------------

  4. #4
    Avatar von Gecko
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    Danke schon mal für die ersten Rückmeldungen.

    Zitat Zitat von Yokojo Beitrag anzeigen
    Hätte ich fast meine Bienen vergessen, die haben immer den besten Honig daraus gemacht
    Ja, lecker.
    " Some have classified the honey as toxic (Shah, 1972). "
    Auch da die gleichen Widersprüche...
    Wenn Robinienhonig giftig wäre, dürfte aller Honig aus Juni-Tracht nicht mehr verkauft werden...

    Solche Pauschalangaben werden ja leider immer nur abgeschrieben; bis zu den tatsächlichen Todes- oder Krankheitfällen, die die Giftigkeit belegen sollen, egal wie bei der klar falschen Honigangabe oder den Samen, dringt man einfach nicht vor.

    Freue mich über weitere Erfahrungswerte.
    1,6 Vorwerk

  5. #5
    Avatar von Yokojo
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    Wenn im Sommer das Gras zu trocken für die Hühner ist, hänge ich frische Robinienzweige in den Auslauf, die picken sie komplett ab und meine älteste Henne wurde 12 Jahre, die hat sich bestimmt nicht vergiftet

  6. #6
    Avatar von Gecko
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    Auch dafür danke; das hatte ich selbst bereits gefunden, aber
    Zitat Zitat von Lisa R. Beitrag anzeigen
    Hühner wiederum vertragen keine Robiniensamen (SCHÜTT 2006, ROTH 200
    das ist das Problem: Eine Website des Landesamtes, bei der ein ganzer, seitenlanger Absatz mit zwei Zitaten belegt ist, die völlig unzureichend zitiert und so nicht aufzufinden sind. Welche der Pauschal-Behauptungen von welcher der Quellen stammt - Pustekuchen. Nicht verifizierbar. Und sowas ist steuerfinanziert...
    1,6 Vorwerk

  7. #7
    Avatar von Yokojo
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    Vielleicht würden sich die Hühner vergiften wenn sie nichts anderes als Robiniensamen bekämen, aber sicher nicht wenn sie im Wiesenauslauf rumliegen

  8. #8
    Avatar von Gecko
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    Danke, Yokojo, das entspannt mich erstmal sehr. Ich hoffe mal, dass es nicht nur Deine Kampfhühner sind, die das locker wegstecken...
    Mal sehen, ob sich noch andere Halter melden; wir können doch nicht die einzigen sein, die Robinien nahe des Hühnerstalls haben?
    Würde mich jetzt nicht trauen, Robinienlaub zu füttern - das fällt sicher zusätzlich ohnehin in den Auslauf. Bin mal gespannt, was passiert, wenn Anfang Juni die Robinien verblühen und eine Wolke weißer Blütenblätter herabrieselt. Jetzt rennt unsere Bande schon jeder verirrten Apfelblüte hinterher.

    Zitat Zitat von Yokojo Beitrag anzeigen
    Vielleicht würden sich die Hühner vergiften wenn sie nichts anderes als Robiniensamen bekämen, aber sicher nicht wenn sie im Wiesenauslauf rumliegen
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  9. #9
    Avatar von Schnappi66
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    Mich interessiert das auch sehr. Hab direkt neben einem Auslauf eine Korkenzieherakazie, oder doch Robinie?
    Samen und Schoten haufenweise, hab an der Stelle wo die ins Gehege fallen würden immer ein Plane auf dem Netz. Würde die Hühner gerne auch ausserhalb auf der Gehegeseite laufen lassen, hab ich mich aber bisher noch nicht getraut.
    liebe Grüße
    Schnappi

  10. #10
    Avatar von Gecko
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    Zitat Zitat von Schnappi66 Beitrag anzeigen
    Korkenzieherakazie, oder doch Robinie
    Robinie. Trivialname auch "Falsche Akazie". Echte Azakien gibts bei uns nicht. Und alle die Akazien-Gartenmöbel und -Terrassenbretter sind auch Robinie (da hat auch noch niemand geschriehen, dass das Holz giftig wäre und Kleinkinder nicht auf den Gartenstühlen spielen dürften wegen Vergiftungsgefahr...). Sägemehl beim Robinien-Brennholzmachen ist meiner Erfahrung auch leicht reizend und juckt, aber weit von der Bezeichnung "Giftreaktion" entfernt. Würde jetzt nicht Schleifstaub einatmen wollen, aber das soll man sowieso nicht. Zum Glück nagen Hühner nicht am Holz...
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