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Thema: Welches Brutnest?

Hybrid-Darstellung

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  1. #1

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    Welches Brutnest?

    Hallo zusammen,

    seit gestern sitzt eine junge SB-Marans-Mix-Henne wie festgeklebt in ihrem "privaten" Legenest auf ihrem eigenen unbefruchteten Ei sowie einem Gummiei und brummelt jeden an, der ihr zu nahe kommt. Auch heute Nacht blieb sie dort. Ich habe ihr vorhin testhalber ein weiteres Gummiei vor den Schnabel gelegt, das sie sofort untergerollt hat. Ich gehe also davon aus, dass sie brüten möchte, was sie auch darf, wenn sie unbedingt möchte. Dazu würde ich ihr ein paar Bruteier organisieren. Und ja, ich weiß, was ich mit den Hähnen machen würde, sollten welche ausschlüpfen. Essen

    Jetzt hätte ich ein paar Fragen zu den Rahmenbedingungen:
    Die Dame hat sich für ein Abrolllegenest aus Holz entschieden (hab das Loch mit Pappe verschlossen), das in einer gut gesicherten Voliere steht, die tagsüber geöffnet wird, damit die Damen frei im Garten herumlaufen können. An die Voliere ist mit einer dauerhaft offenen Verbindung der Schlafstall der anderen angeschlossen. Die anderen Hennen (dicke Bielefelderinnen) legen ihre Eier in die Legenester, die sich im Schlafstall befinden bzw. eine Schwester der Glucke (kleines SB-Mädel) legt ausschließlich outdoor im Garten. Das bedeutet, die Glucke hat keine Ei-Konkurrenz in ihrem Nest zu befürchten, die anderen interessieren sich nicht dafür bzw. würden gar nicht reinpassen. Die Mädels scharrten heute Früh vor dem Öffnen ganz normal im Boden herum und beäugten das Nest, ließen die Glucke aber ansonsten komplett in Ruhe. Ich könnte also alles offen lassen, oder aber einen Teil der Voliere einfach abtrennen.

    Allerdings jetzt das Problem(?):
    Das Nest ist extrem klein, denk ich zumindest, weil die Glucke total reingequetscht aussieht und sogar ihr Schwanz an der Wand hoch steht. Ich hab grad die Bodenmatte des Nachbarabteils ausgemessen: 23x28cm. Die Henne selber dürfte gefühlt die Maße eines Hybridhuhns haben und irgendwas zwischen 1,5 und 2 kg wiegen. Es ist also reichlich eng. Außerdem sitzt sie auf der fast nackten Pappe mit wenig Sägespänen, unter ihr viel Luft.
    Jetzt gäbe es zwei Möglichkeiten:
    1. Sitzen lassen, evtl. das Nest und die Abrollschublade mit Heu auspolstern und das Nest demnächst im Dunkeln auf den Boden stellen (im Moment steht es etwas erhöht auf Steinen, so dass Küken definitiv rauspurzeln könnten und nicht mehr zurückkommen würden).
    2. Ein größeres Brutnest bauen und umquartieren. Welche Größe würdet ihr mir dann raten?

    Was denkt ihr, wäre am besten?

    Das ist meine erste Naturbrut bei Hühnern, bisher hatte ich nur zwei Bruten von Wachteln. Bei denen hab ich damals gar nichts gemacht und der Natur ihren freien Lauf lassen. Es wäre mir am liebsten, wenn das diesmal auch so laufen würde. Kunstbruten hab ich schon zwei hinter mir und die Glucke stammt aus einer solchen.

    Ich würde mich sehr über ein paar Tipps freuen!
    Viele Grüße
    Sandi

  2. #2

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    Ich würde der Natur nicht ihren Lauf lassen, würde sie umsetzen in einen extra Bereich. Ich habe meine Voliere und Stall auch so geplant.
    Wenn sie das nicht mitmacht und nicht mehr gluckt, ist auch nicht schlimm.
    1.17 Gr. Wyandotten, 3 Rot- und 3 Grünleger

  3. #3
    Avatar von chtjonas
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    Ich habe als Brutnest bislang immer Pappkartons ca. 30x40 benutzt. Die habe ich dann direkt auf den Boden gestellt. 2-3 Tage vor dem Schlupf habe ich dann 2 Seiten runtergeschnitten, damit die Küken es ebenerdig haben.
    "Rentnerpärchen" 1,1, gemischter Jungtrupp 3,8 und 4 Seidies (1,3) und 7 Küken - LG Christina

    "Life is what happens while you are busy making other plans." (John Lennon)

  4. #4

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    Pappkarton wäre meine erste Wahl gewesen, hab aber leider keinen passenden gefunden. Ich hab mir das ganze heute mal etwas länger angesehen und beschlossen, dass das Nest definitiv zu eng ist, weil die Henne nicht komplett reingepasst hat und das Brustbein halb auf der Kante auflag. Ich hab daher heute Nachmittag ein Katzenklo gekauft, es mit Sägespänen und Heu gefüllt und die Henne heute Abend, als es dunkel war, umgesetzt samt ihren drei Eiern.
    Als ich das ursprümgliche Legenest aus der Voliere entfernt hatte, bin ich nochmal zurück um zu schauen, ob alles passt. Da stand sie bereits laut schimpfend vor dem Nest. Mist, zu früh umgesetzt, dachte ich. Aber sie ging dann kurz fressen (das Restlicht hat scheinbar gereicht), trinken, setzte einen riesen stinkenden Haufen ab, lief noch etwas orientierungslos herum, stand dann eine Minute schimpfend vor dem neuen Nest und beäugte es von allen Seiten, schob dann mit dem Schnabel etwas die Eier hin und her. Und schlüpfte letztendlich ganz hinein, gurrte kurz, sortierte die Eier und setzte sich anschließend. Dann war wieder Ruhe. Scheint also gepasst zu haben.
    Ich bin gespannt, ob sie morgen noch sitzt.

    Die Voliere hab ich außerdem mit einem Zaun zweigeteilt, so dass die anderen Hennen nicht zu ihr können. Allerdings besteht noch Sichtkontakt. Allerdings nur für eine Stunde am Morgen bzw. am Abend, tagsüber sind die anderen eh im Garten.

    Passt das jetzt so?

    Viele Grüße
    Sandi

  5. #5

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    Klingt doch gut. Ich lasse gerne in einer roten Fleischerkiste brüten, hab aber auch große Hennen.
    Wenn nicht gebrütet werden soll, stehen auch keine Kisten in den Selbstbaunestern, zu gefährlich

    Aber einen Stall hat die Henne nicht oder?
    1.17 Gr. Wyandotten, 3 Rot- und 3 Grünleger

  6. #6

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    Nein, das Nest steht in der Voliere, die ist allerdings von drei Seite mit Wellplatten geschützt und auch überdacht. Es ist hell und luftig, aber trocken und windgeschützt. Das vorherige Legenest, in dem sie saß, war so ein Standard Abrollnest aus Holz, hatte also ein Dach, so dass die Henne dort geschützt saß. Deswegen hab ich eben jetzt das Katzenklo mit Deckel genommen, damit es so ähnlich wie vorher ist. Die Schwungklappe vorne hab ich entfernt und durch eine Klappe aus Pappe ersetzt, aus der ich einen Bogen ausgeschnitten habe. Ziemlich ähnlich der Klappe aus dem Abrollnest. Hab das Klo auch an die selbe Stelle gestellt, an der sie vorher schon saß.

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