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Thema: Diagnose Kokzdiose - dennoch Unklarheiten

  1. #1

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    Diagnose Kokzdiose - dennoch Unklarheiten

    Letzte Woche hatte ich ein krankes Huhn (Sussex) ohne weiteren Symptome: Kamm war rot, Durchfall nur einen Tag mal was gesehen, klare Augen etc - es stand einfach zwischendurch antriebslos und energielos rum.

    Ich habe es mit kollodialem Silber behandelt und es scheint ihr, so wie ich das beobachte, langsam besser zu gehen. Gerade eben kam sie auch fröhlich und energiereich aus dem Stall.

    Nun ist jedoch seit 2 Tagen das nächste Huhn krank (Gundi, braune Hybride). Sie hat gerade eine Legepause, hat ein wenig gemausert in den letzten Wochen, Kamm klein und blass.

    Da es Gundi nun härter trifft als vorher meine Sussex, habe ich sie gestern separiert und mit ins Haus genommen und eine Kotprobe (der Gruppe die den Stall teilte) abgebeben.

    Ergebnis Kokzidiose. Der Tierarzt hat mir Baycox mitgegeben was ich nun heute Morgen geben soll. Er hat mir auch empfohlen alle anderen Tiere gleich mit zu behandeln (habe zwei Gruppen die tagsüber zusammen laufen aber in getrennten Ställen schlafen).

    Habe gestern Abend schon fleißig im Forum und im Netz gelesen, dass Baycox nicht ohne ist und dass man es ohne Symptome nicht geben soll. Dazu Wartezeit auf Eier (die anderen legen alle mehr oder minder fleißig). Ich werde den anderen symptomlosen Hühnern erst mal Oregano-Tee geben und was für die Stärkung des Darms.

    Letztendlich bin ich aber auch ein wenig unsicher was Gundi betrifft ob es wirklich die Kokzidien sind, die sie so krank machen oder ob das nur mit dazu kommt. Kann ich ihr schaden bzw. sie weiter schwächen, wenn ich ihr das Baycox gebe?

    Ich sehe bei ihr nämlich überhaupt keinen Kot wie beschrieben wird bei Kokzidiose.

    Als Symptom sehe ich nur bei ihr, dass sie eben stark geschwächt ist. Gestern, bevor ich sie reingenommen habe, habe ich sie noch fressen gesehen - aber ich glaube im Hamsterkäfig hat sie noch nichts gefressen oder getrunken - da weiß ich auch nicht, ob sie nicht auch dazu kommt, dass sie einfach ganz dolle Angst hat und das alles verschlimmert.

    Ihr Käfig steht im ehemaligen Kinderzimmer was nicht beheizt ist auf einem Tisch nahe beim Fenster.

    Gerade bin ich noch mal rein zu ihr... sie steht genau da wo wir sie abgestellt haben (vor dem Futternapf, ohne dass sie zwischenzeitlich was gefressen zu haben scheint), als wir heute Morgen über die Spritze ein paar Vitamine gegeben haben.

    Irgendwie habe ich kein gutes Gefühl... Soll ich ihr das Baycox direkt in den Schnabel geben? Oder überhaupt geben?
    Liebe Grüße,
    Betty74

    0,1 Sussex - 0,1 braune Hybriden - 1,3 Zwerg-Orpingtons - 1,1 Katzen - 0,1 Hunde

  2. #2
    Avatar von Bohus-Dal
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    Worauf wurde die Kotprobe untersucht? Nur auf Würmer und Kokzidien oder auch auf Bakterien? Manches muß man anscheinend extra dazusagen. Es schadet nicht, schon mal nur ihren Kot aufzuheben, falls Du nochmal was abgeben mußt. Hast Du ein Mikroskop? Kokzidien kann man auch selber überprüfen.
    Ich könnte mir gut vorstellen, daß die Grundursache eine andere ist und sich die Kokzidien nur draufgesetzt haben, trotzdem würde ich sie bekämpfen, denn selber wird sie mit ihnen im Moment ja nicht fertig. Die sollen Vitamin-B-Räuber sein, Du könntest ihr Vit B geben.
    Ob man Baycox unverdünnt in den Schnabel geben darf, weiß ich nicht, Wenn das hier keiner weiß, würde ich beim Tierarzt nachfragen. Wenn Du ihr was eingibst, achte darauf, daß nichts in das Loch unter der Zunge kommt.
    Den anderen würde ich es nicht grundlos geben.
    Wenn sie nicht frißt und geschwächt ist, braucht sie Wärme. Angst ist ja nicht gerade förderlich beim Gesundwerden, kannst Du ein Kumpelhuhn dazuholen?
    Wie ist denn ihr Kot? Ist sie abgemagert?
    Mixe 2,12; Dals-Pärlhöna 0,2; Marans 0,1; Buschhuhn 1,1; Warzenente 1,3; Katze 2,0

  3. #3
    Bummelux Avatar von Vinny
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    Ich sehe das wie Bohus .
    Kokzidien sind oft vorhanden und vermehren sich stark bei schwachen Tieren.
    Vitamin, vorallem Vitamin B sind sehr gut.

    Dass der kann klein und blass ist, ist relativ normal bei mausernden Tieren.
    Du könntest gucken , ob du mauserhilfe , federfein oder ähnliches bekommst.
    Das ist ein Biotin Präparat.
    Ein Kumpelhuhn, das zum Fressen animiert, hilft ebenfalls.
    Außerdem leckeres energiereiches Futter wie Hackfleisch (gutes) Hundefutter, barf und Haferflocken. Oder Rührei .
    Wenn der Kot nicht grün oder wässrig ist , würde ich vorerst auf das baycox verzichten .
    Den anderen würde ich es auch nicht geben.
    Erinnere ich mich richtig, dass die Eier danach nicht mehr gegessen werden dürfen ?
    1,8,5 Blumenhühner; 1,6,7 Mechelner gesperbert, 1,6,13 Orloff rotbunt, 1,1,15 dt. Legegänse

  4. #4
    Avatar von sm20
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    Ich fasse es mal zusammen: Du hast eine Kotprobe des ganzen Hühnerbestandes abgegeben, also empfiehlt der TA eine Therapie für den ganzen Bestand, das ist logisch. Daß man Kokzidien findet, ist nichts außergewöhnliches. Ich würde erstmal klären, ob der Befund hochgradig oder geringgradig ist und ob ein einzelnes Huhn dafür verantwortlich ist. Da Du Deinen Verdachtsfall ja schon separiert hast, kannst Du nun den Kot separat beurteilen. Wenn man ein Mikroskop hat, ist das schnell erledigt. Das Problem ist, daß Kokzidien nicht andauernd ausgeschieden werden. Man muß den auffälligen Kot einsammeln und immer wieder suchen. Glatte saubere Unterlage erleichtert das maßgeblich. Da Du Deinen Verdachtsfall separiert hast, kannst Du ihn auch einzeln behandeln. Baycox soll sehr genau dosiert werden und kontinuierlich über den ganzen Tag aufgenommen werden - das halte ich für sehr schwierig um diese Jahreszeit, wo die Trinkwasseraufnahme nicht so gut ist. Also entweder mehrmals am Tag zwangsweise verabreichen. Oder vielleicht für 2 Tage eine Fütterung ausschließlich mit in medikiertem Trinkwasser aufgeweichten Haferflocken, damit die Gesamtdosis erreicht wird. Also die Haferflocken müssen dann ganz aufgegessen sein!
    Ja, es wäre gut, wenn bei der Kotprobe auch eine Untersuchung auf Bakterien samt Resistogramm gemacht würde.
    Ich bin keine Laborratte.

  5. #5

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    Ach, das stand ganz blöd auf dem Zettel. Für den Bestand mit dem kranken Huhn stand "vereinzelt Kokzidien". Dann habe ich noch eine Kotprobe aus der anderen Gruppe abgebeben (sie laufen ja tagsüber alle zusammen und schlafen nachts in ihrem jeweiligen Stall) - da stand "(+) Kokzidien" und "(+) Capillaria".
    Weiß nicht ob das + in Klammern einen leichten Befall zeigen soll. Kann ich natürlich noch mal nachfragen, möchte mich aber jetzt erst mal um mein krankes Huhn kümmern.

    Die anderen haben jetzt alle ja heute Morgen erst mal Oreganotee bekommen zu trinken.

    Vielleicht hat meine ins Haus separierte Gundi doch eher eine Erkältung. Sie hat eine pfeifende Atmung, die man im ersten Moment nicht so hört, aber wenn sie dann aufgeregt wird, wenn ich z. B. näher komme oder sie rausnehme, fängt sie an zu ziehen beim Atmen.

    Ich habe ihr eine Rotlichtlampe hingestellt. Wenn ihr zu warm wird, kann sie einfach ein paar Schritte nach hinten gehen.

    Hundefutter habe ich ihr auch reingestellt, da ist nichts von weggegangen.

    Werde ihr nachher mal ein bisschen Energiefutter durch die Spritze geben und auch noch ein wenig Wasser/Tee.
    Liebe Grüße,
    Betty74

    0,1 Sussex - 0,1 braune Hybriden - 1,3 Zwerg-Orpingtons - 1,1 Katzen - 0,1 Hunde

  6. #6

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    Ich sehe beide Befunde als normal an, wird man bei jedem Huhn in Freilandhaltung finden.
    Denke das Befinden hat eine andere Ursache , mein Gedanke wäre Legedarmgeschichte.

  7. #7

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    Da vorher das Sussex-Huhn krank war, denke ich eher, dass es was ansteckendes ist. Aber kann natürlich auch sein.
    Das Brustbein fühlt sich sehr spitz an, so dass sie wohl recht mager ist. Ich kann aber auch nicht sagen ob sie im Vergleich vorher auch schon von der leichteren Sorte war.
    Liebe Grüße,
    Betty74

    0,1 Sussex - 0,1 braune Hybriden - 1,3 Zwerg-Orpingtons - 1,1 Katzen - 0,1 Hunde

  8. #8

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    Ich musste leider bei mehreren Tieren, die so extrem mager waren die Erfahrung machen, dass die das seltenst wieder aufholen, vor allem wenn sie jegliche Nahrung verweigern, da hilft Zwangsernährung auch nicht.
    Rauszögern ja, aber nicht wirklich heilen.

  9. #9

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    Zitat Zitat von nero2010 Beitrag anzeigen
    Ich musste leider bei mehreren Tieren, die so extrem mager waren die Erfahrung machen, dass die das seltenst wieder aufholen, vor allem wenn sie jegliche Nahrung verweigern, da hilft Zwangsernährung auch nicht.
    Rauszögern ja, aber nicht wirklich heilen.

    Danke für Deine Einschätzung. Ja, ich fürchte ich teile sie auch. Leider ist es jetzt das zweite Huhn welches mir wegstirbt (wir haben erst seit April letzten Jahres Hühner... angefangen mit 4 Stück). Bei dem ersten (ist im August nach IB gestorben) habe ich mir lange Vorwürfe gemacht weil ich erst spät mitbekommen habe, dass es kränkelt... und dann war es zu spät.

    Natürlich tut es mir jetzt auch sehr leid um meine Gundi, unser "Depri-Huhn" - es hat sich immer im Hintergrund gehalten und ist schüchten und ängstlicher im Vergleich zu den anderen beiden ihrer Gruppe - ich habe zwar dieses Mal schneller reagiert... aber helfen wird es wohl auch nicht
    .
    Liebe Grüße,
    Betty74

    0,1 Sussex - 0,1 braune Hybriden - 1,3 Zwerg-Orpingtons - 1,1 Katzen - 0,1 Hunde

  10. #10

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    Ach Mensch... ich glaube das wird jetzt ganz bald zu Ende gehen. Es liegt jetzt aufgeplustert im Stall, atmet recht doll so dass der Körper sich ein wenig nach vorne und hinten bewegt, Schnabel leicht auf, kann Augen kaum aufhalten. Habe jetzt noch einmal Aconitum gegeben... aber ich denke, dass es heute noch stirbt.

    Irgendwie ging das jetzt alles ganz schnell. :-(
    Liebe Grüße,
    Betty74

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