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Thema: Legehybriden beleuchten

  1. #1

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    Legehybriden beleuchten

    Hallo liebe Forenmitglieder

    Das letzte mal habe ich in 2015 und noch hühnerlos einen Beitrag erfasst.
    Inzwischen bin ich auch zum Hühnerglück gekommen :

    Im Juni 2020 haben wir 3 ausgestallte Legehybriden aufgenommen. Wieder meiner Erwartungen haben sie JEDEN Tag ein Ei gelegt, auch im Winter. Ich dachte die hören schon irgendwann auf, das war zumindest mein angelesenen wissen.
    Falsch gedacht. Sie haben durch gelegt, bis dann im März(?) die Eierschalen dünner wurden und immer wieder ein Windei dabei war. Alles Kalzium und Vit D zufüttern/ins Wasser geben hat nichts gebracht. Alle 3 bekamen eine Legedarmentzündung. Bei einer konnten wir einen Hormonchip setzen der ihr geholfen hat (mit Schmerzmittel und Antibiotika), die anderen zwei mussten wir gehen lassen.

    Wir haben wieder 2 ausgestallte Legehybriden dazugeholt. Selbes Spiel. Sie legen immernoch jeden Tag ein Ei.
    Da die Legedarmentzündung so gleichzeitig war, vermuten wir dass äussere Faktoren eine grosse Rolle gespielt haben. Wie z.b vermutlich eine Unterernährung durch das kurze Tageslicht und trotzdem der Eierlegeleistung.

    Nun möchten wir dem Entgegenwirken in dem wir beleuchten. Denn anscheinen wollen/können sie das Legen nicht einstellen. Dann sollen sie zumindest die best möglichste Futterversorgung bekommen.

    Nun Konkret:
    Wie lange und mit was soll ich beleuchten?
    Erweitert ihr den Tag am Morgen und am Abend oder nur eins von beidem?
    Und wiso macht ihr das so?

    Ich würde mich um Tipps sehr freuen
    Delia

  2. #2

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    Wieso hast du doch schon selbst geschrieben, damit die guten Leger genug Zeit haben Futter aufzunehmen, über die vielleicht kalte Nacht zu kommen und trotzdem nicht Raubbau am eigenen Körper zu betreiben, geeignetes Futter vorausgesetzt.
    Es gibt hier schon viele Threads zur zus. Beleuchtung. Gemeinhin wird empfohlen eher morgens zu beleuchten, viele Hühner gehen abends/am späten Nachmittag trotz Licht im Stall einfach auf die Stange.

    Ich beleuchte morgens und abends, ich schau gleich mal wie die Zeitschaltuhr grad eingestellt ist.....
    1 Wyandottenhahn splash (2021), 0,17 gr. Wyandotten gold schwarzges. (2019/2020), 3 Hennen g weiß u. g blau (16.04.), 3 Hennen g weiß und g blau (03.07.), 2 Grün- und 3 Rotleger

  3. #3
    Avatar von Blindenhuhn
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    Ja, bei Hybriden kann man das Eierlegen nicht unterbinden. Wenn sie nicht genügend Input bekommen, geht es halt leider zulasten der Gesundheit. Am Idealsten wäre natürlich eine Lampe, die morgens den Sonnenauf- und abends den Sonnenuntergang simuliert. Sind halt ziemlich teuer diese Dinger. Ich habe keine Hybriden (mehr) und mache morgens mit einer funzeligen Lampe Licht mittels Zeitschaltuhr, dann können sie schon mal fressen.
    LG Blindenhuhn
    1,1 Menschen, 0,1 Zwerg, 0,1 Brabanter Bauernhühner, 0,2 schwed. Isbar, 1,5 Mixe, 0,4 Sundheimer, 0,4 Plymouth rock gestreift, 0,0,7 CL und Mooshühner, 0,4 Legewachtel, 0,1 Wälderdackel; "Igel-allerlei Wissenswertes"

  4. #4

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    So, hab geguckt was ich da so "nach Gefühl" eingestellt hatte: von 6.30 bis 9.00 Uhr und von 16.30 bis 19 Uhr.
    Meine Klappe öffnet und schließt nach Dämmerungssensor, ergo ist das eher etwas flexibel.
    1 Wyandottenhahn splash (2021), 0,17 gr. Wyandotten gold schwarzges. (2019/2020), 3 Hennen g weiß u. g blau (16.04.), 3 Hennen g weiß und g blau (03.07.), 2 Grün- und 3 Rotleger

  5. #5
    Matoaka Avatar von Giesi_mi
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    Ich glaube nicht, das die Legedarmentzündung durch mehr Futter zu verhindern ist. Da wäre eine Legepause hilfreich.

    Zusätzliches Licht zum Tageslicht gibt es hier auch. Ich meine, wir hatten ursprünglich 14 Std., jetzt sind es noch 12 Std. Lichtprogramm. Sie nutzen die 12 Std. aber nicht aus.
    Sie fressen im Stall Körner bevor sie auf die Schlafstangen gehen. Dann sitzen sie bis morgens um 7:15 Uhr, bis der Stall aufgeht, auf den Stangen, obwohl um 6:45 das Licht im Stall angeht und sie fressen könnten. Tun sie aber nicht.
    LG Heike

    Alle Grausamkeit entspringt der Schwäche.
    Lucius Annaeus Seneca

  6. #6
    Moderator Avatar von sil
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    Ausgestallte Legehybriden haben bereits eine enorme körperliche Leistung gebracht, je nach Haltungsform mit einem sehr einseitigen und sicher nur das Nötigste abdeckende Futterangebot und wirklichem Dauerstress durch die Enge und die fehlende Möglichkeit feste und belaastbare Herdenstrukturen aufzubauen. Sie haben nach meiner Erfahrung einen großen Nachholbedarf an diversen Futterkomponenten und vor allem Mineralzusatzfutter. Legehybriden aus Bodenhaltung brauchen verhältnismäßig viel Zeit um sich an die Bedingungen einer Haltung mit Auslauf, ungeheiztem Stall und wechselnden Wetterbedingungen anzupassen. Das kann enorm an der meist sowieso schon angeschlagenen Gesundheit zehren. Probleme mit dem Legetrakt sind leider häufig eine Folge der genetisch hochgepuschten Legeleistung. Ausgestallte Hybriden bringen erste Vorschäden meistens schon mit und sie lassen sich nach meiner Überzeugung nur mit Aufwand aufhalten. Alles, was hilft, die Eierproduktion ohne Pause weiter zu fördern wird bereits vorhandene Probleme jedenfalls forcieren.
    Ich habe für mich einen Weg gefunden, ausgestallte Hybriden, sofern sie bisher keinen Freilauf kannten, erst mal im Stall in einer ihnen fremde Umgebung ankommen zu lassen, ihnen Mineralfutter und eine Körnermischung unter das ihnen bekannte Legemehl zu mischen. Zumindest für kalte Nächte gibt es eine Wärmelampe. Auslauf erst nach ein bis zwei Wochen und anfangs dosiert. Wenn die Jahreszeit passt (ab August bis etwa Ende Oktober), versuche ich das Legemehl vorsichtig zu reduzieren und stattdessen auf Körner satt, gerne auch in größerer Vielfalt, umzustellen und so eine Mauser zu provozieren. Das bedeutet für das Huhn eine Legepause und damit die Chance, sich zu regenerieren.
    Leider sind viele Hybriden nach dem ersten Legejahr bereits so ausgelaugt und angeschlagen, daß sie die Kurve zu einem langen Hühnerleben nicht mehr kriegen.
    "alles zuwider dem Menschen. auf den Äckern wächst das Gras und auf den Wiesen steht nichts." (sagte ein alter Bauer mal)

  7. #7

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    Ich habe mir dieses Jahr 2 gesperberte Hybriden gekauft, nicht wegen der Eier sondern weil ich keine Rassetiere in gesperbert gefunden habe. Sind dann aber keine reinen typischen Hybriden oder weil Lohmanns ja sonst braun oder weiß sind .
    Ist da was über Mauser und Legepause anders als bei den Lohmanns ? Möchte die Ausbeutung dieser Tiere nicht wirklich unterstützen.

  8. #8
    Avatar von Gögerle
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    Bei mir geht im Sommer das Licht um 4 Uhr an und im Winter um 3 Uhr.
    Als Beleuchtung habe ich eine 7 Watt Birne.
    Brennen lasse ich das Licht gesteuert durch eine Zeitschaltuhr, bis es hell wird.
    Abends beleuchte ich nicht, damit die Hühner mit der Dämmerung den Tag beenden können.
    Lebe heute und jetzt, du weisst nicht, was morgen ist.

    Liebe Grüße
    Martin

  9. #9

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    Wir haben uns im Sommer auch ein paar ausgestaltet Braune gekauft und so gut es geht an die Anleitung von @sil gehalten. Es hat ca 5 Wochen gedauert bis die Mädels sich erholt hatten und regelmäßig Eier produzierten. Mineralstoffe füttern wir jetzt nicht mehr zu. Seit Anfang November hat das Tageslicht sich merklich verkürzt und die Legeleistung ist um 30% geringer. Ein paar Mädels fangen jetzt eine leichte Mauser an. Es sind aber nur diejenigen mit Lücken in der Befiederung und es sieht so aus das nur dort neue Federn gebildet werden. Ein paar wenige Windeier haben wir in den letzten Wochen auch gehabt, aber das ist zu verkraften. Einzig der Verbrauch von Eierschalen ist seit 2 Wochen enorm gestiegen. Der Futterverbrauch hat sich übrigens durch die kürzeren Tage auch nicht verändert. Ich sehe persönlich keinen Grund die Tage künstlich zu verlängern.
    Deutscher Auswanderer
    und die beste Ehefrau der Galaxis
    Grüßen aus Kroatien

  10. #10

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    Zitat Zitat von delia94 Beitrag anzeigen
    ...Wie z.b vermutlich eine Unterernährung durch das kurze Tageslicht ...

    Zitat Zitat von Mate Kroate Beitrag anzeigen
    ...Der Futterverbrauch hat sich übrigens durch die kürzeren Tage auch nicht verändert...
    Eben! Ob ein Huhn nun 8, 11 oder 14 Stunden Zeit zur Aufnahme der zugedachten Fütterungsration hat, spielt doch hinsichtlich einer möglichen Unterernährung wirklich keine Rolle. Es ist bestimmt noch kein Huhn ausschließlich durch nicht ausreichendes Tageslicht verhungert oder mit knurrendem Magen auf die Stange geflogen. Es frisst nicht 8 Stunden durch, sondern genehmigt sich auch im Winter regelmäßige Rastzeiten ohne besondere Beschäftigung.

    Zusätzliche Beleuchtung ist eben ein Faktor, wenn man die Legetätigkeit beeinflussen möchte, aber nicht, um Hühner vor Unterernährung oder dem Hungertod zu bewahren. Selbst Sil schreibt nichts von großartiger Zusatzbeleuchtung.

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