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Thema: Habicht - wie lange Hühner im Schlafhaus einsperren

  1. #1

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    Habicht - wie lange Hühner im Schlafhaus einsperren

    Hallo zusammen,

    ich hatte bereits damit gerechnet, aber nun ist es bei mir zum ersten Habicht-Angriff gekommen. Ich hatte absolutes Glück und er hat keine Henne bekommen. Zwei sind über den Zaun ins Gebüsch geflüchtet, eine hat Feder gelassen, aber alle haben es heile überlebt.
    Ich habe nun alle ins Schlafhaus eingesperrt. Leider ist das nicht übermäßig groß und hat nur ein kleines Fenster. Wie lange soll ich sie eingesperrt lassen? Vor allem in Hinblick, dass der Habicht keine Beute gemacht hat.
    Vor allem meine drei Orpingtons (ca. 3,5kg) wovon eine Federn gelassen hat, möchten absolut nicht eingesperrt werden (die vier Sundheimer Hennen sind von sich aus ins Haus gegangen).

    Generell bin ich etwas ... enttäuscht von der Reaktion meiner Hennen und auch vom Hahn. Selbst nachdem der Habicht weg war, sind noch alle draußen gewesen und haben sich nicht einmal versteckt (ich habe es zum Glück von meinem Home-Office Platz gesehen). Die ca. 40 Hennen vom Mobilen Hühnerstall auf der Nachbarswiese waren alle im Stall. Dort schlagen auch die 3 Hähne mehrmals am Tag an - mein netter Sundheimer Hahn hat bisher kein einziges mal angeschlagen.

    Die Hühner auf der Nachbarswiese sind auf einer weiten Wiese mit größerem Weitblick, meine sind im Garten mit deutlich mehr Bewuchs und nicht solch ein weiter Blick.
    1,4 Sundheimer, 0,3 Orpington

  2. #2
    Avatar von chtjonas
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    Hmmm ... hast Du keine Voliere?

    Ich denke, der Habicht wird auf alle Fälle wiederkommen. Insofern ist das ja egal, ob Du sie heute oder erst nächste Woche wieder rauslässt.

    Kannst Du einen Bereich übernetzen?
    "Life is what happens while you are busy making other plans." (John Lennon)

    Liebe Grüße
    Christina

  3. #3
    Avatar von Schmats vom Ponyhof
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    Hallo,
    einsperren werden die nicht lange mitmachen…
    Einfach wieder laufen lassen ist gefährlich… es gibt keine einfache Lösung.
    Manche Rassen sind nicht so aufmerksam und reaktiv wie andere. Sundheimern kann ich nicht einschätzen aber Orpingtons hatte ich mal und die waren eher "blöd" was sowas angeht. Dazu kommt der Charakter des Hahns. Der kann auch unabhängig von der Rasse den Ausschlag geben. Deiner scheint nicht so aufmerksam zu sein und die Damen nicht im Griff zu haben. Bei mir warnen die Sandschakhähne super aber die "normalen" Hühner hören manchmal nicht auf Sie oder reagieren sehr langsam. Und trotz guter Hähne habe ich 3 Hühner in diesem Jahr an den Habicht verloren. Manche Hähne sollen ja sogar den Habicht angreifen, wenn er sich ein Huhn schnappt. Ob so ein Hahn aber Familientauglich ist sei dahingestellt. Ohne Netzt über dem Auslauf kannst du einen Angriff also nicht verhindern und der nahe Mobilstall wird den Habicht sicher erneut anlocken.
    Deine Hühner sind zum glück groß und schwer das macht es schwieriger für den Habicht aber es ist mit Verlusten zu rechnen.
    Voliere oder Netz sind die einzigen Lösungen um wirklich sicher zu sein.
    Langfristig könnte die Züchtung einer eigenen „Garten Mischung“ dir reaktive und Aufmerksamere Hühner bescheren aber auch das geht nicht ohne Netz oder Voliere.
    Zudem bedeutet das Flugfähige, eher kleinere, schnellere und wahrscheinlich hektischere Hühner.
    Damit muss man dann auch umgehen wollen oder können.
    Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Erfolg.
    Das Leben ist kein Ponyhof und Ponyhof ist auch schon hart!
    Bunte Mixe aus 2 Nutzungshühnern + Sandschak-Kräher

  4. #4

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    Hi, spätestens jetzt solltest Du über den Bau einer Voliere nachdenken und bis dahin würde ich einen Teil des Gartens übernetzen und überlegen die Hühner nur noch frei laufen lassen, wenn Du im Garten bist.

    Bzgl. der Orpis kann ich leider auch nur berichten, dass meine wie erstarrt stehen bleiben und nicht unter das Gebüsch
    flüchten. So ist das halt, einerseits möchte man ruhige, flugfaule Hühner... anderseits sind genau diese Hühner oftmals die Opfer von Greifvögeln. Meine Jerseys und selbst die Lachse sind da wesentlich flinker, wenn Gefahr von oben droht.
    Freundliche Grüße
    Hazel

  5. #5

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    Zum Thema nur unter Aufsicht im Garten: bei mir ist Habicht ca. 10m neben mir eingeflogen , hat sich 8 wöchiges Küken im Flug geschnappt und weg war sie.
    Dann wusste ich auch wohin meine anderen vermissten Küken geblieben sind.

  6. #6

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    Vielen Dank für eure Antworten!

    Ich hatte sie dann heute Abend auch unter Aufsicht wieder rausgelassen.

    Vom Verhalten habe ich bei allen meinen bisher tatsächlich nur erstarren feststellen können. Langer Hals und schauen, das wars. Bisher sind sie noch kein einziges mal ins Haus geflüchtet.

    Voliere gibt es aktuell noch nicht, ist aber bereits "geplant". Ich bin noch am renovieren des massiven Hühnerstalls, an welchen auch eine Voliere angebaut werden soll. Bis das aber fertig ist, müssen sie im kleinen, mobilen Schlafstall leben. Ich bin nun am Überlegen, ob ich die Voliere zuerst baue, dass der Schlafstall erst einmal dort hinein wandert.

    Als Erstmaßnahme hatte ich noch Katzennetz und habe dieses zumindest in dem Bereich, wo die Bäume sind und wo sich die Hühner am liebsten aufhalten (auch dort wo der Angriff war) über den Zaun gezogen. Dort kann ich zwar nicht mehr laufen, aber ich hoffe, dass es ein wenig hilft. Es ist nun die Seite, auf denen die meisten (auch höhere Bäume) stehen zu. Von der anderen Seite ist natürlich komplett offen, d.h. im schlimmsten Fall habe ich damit ein Nadelöhr konzipiert. Die Flucht über den Zaun ins Gebüsch habe ich damit leider auch blockiert - lieber wieder öffnen? Das Gebüsch mit in den Auslauf zu bekommen ist etwas schwieriger, weil ich den Zaun nur sehr schlecht ziehen kann. Wäre das sinnvoll? Mit Gebüsch meine ich eine Ansammlung an vielen Bäume, wo dazwischen Strauchschnitt gelagert ist. Unter dem Strauchschnitt haben sich die zwei Hennen versteckt. Zusätzlich wächst dort alles wild, viel große Brennessel etc., generell zugewuchert.

    Ich glaube mein Hahn ist für die Greifvogel-Warnung nicht geeignet. Vorhin ist noch meine Katze relativ hoch in einen Baum geklettert. Der Hahn hat dem gerade mal einen 2 Sekunden Blick übrig gehabt und hat dann weiter gefressen. Aber lieb ist er ja, der Kerl .

    Theoretisch war eigentlich der Plan, dass die Hühner immer im Garten wandern und Bereiche bekommen. Das würde natürlich eine Übernetzung sehr schwer machen. Oder lieber nur eine feste, große Voliere aufgrund des Greifvogel-Drucks?
    1,4 Sundheimer, 0,3 Orpington

  7. #7

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    Hier ist erstarren auch eine Möglichkeit wenn ein Raubvogel am Himmel gesichtet wird.
    Ansonsten wird unter Büsche und Bäume gerannt - kürzester Weg, nie durch die Voliere in den Stall.
    Hast du Bäume, Büsche, Unterschlupf?
    1 Wyandottenhahn splash (2021), 0,17 gr. Wyandotten gold schwarzges. (2019/2020), 3 Hennen g weiß u. g blau (16.04.), 3 Hennen g weiß und g blau (03.07.), 2 Grün- und 3 Rotleger

  8. #8

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    Beim letzten Greifvogelangriff ist unser Zwergseidenhahn laut rufend vorne weg in den Stall gerannt: ich meine, ich hätte von ihm ein "alle mir nach" gehört. Unser alter Hahn (Zwerg-Bielefelder), den wir im Sommer geschlachtet haben, weil er alles angriff, was auf 2 Beinen unterwegs war, hätte wahrscheinlich gekämpft. Bis auf eins konnten sich alle in den Stall flüchten. Das attackierte Huhn fiel in Schockstarre und blieb unverletzt. Es ist immer noch ängstlich, wenn es in den Auslauf geht. Die ersten 2 Wochen nach dem Angriff, verließ sie gar nicht den Omlet-Auslauf. Der Angriff ist nun 8 Wochen her: die 3 Zwerg-Bielefelder sind immer noch sehr vorsichtig unterwegs - den beiden Zwerg-Barneveldern und beiden Seidenhühner merkt man gar nichts an.

  9. #9

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    Heute war ich den ganzen Tag auf Hab-Acht Stellung, aber ist zum Glück nichts passiert.

    Ich habe nicht das Gefühl, dass sie von gestern in irgend einer Form verunsichert sind. Aber sie sind auf jedenfall guckiger geworden und erstarren öfter. Aber auch heute haben sie sich kein einziges mal versteckt - selbst als vorhin Großalarm beim mobilen Hühnerstall war. Sie sind zwar guckig geworden und enger zusammen gegangen, aber ansonsten haben sie abgewartet. Mein nächster Hahn muss aus einer Aufzucht kommen, wo Greifvögel auch eine Gefahr darstellen.

    Bisher hatte der hintere Bereich vom Auslauf nicht übermäßig viele Versteckmöglichkeiten. Es gibt aktuell 2 Obstbäume im Gehege, ansonsten keine Büsche (die sind direkt ans Gehege angrenzend).

    Ich hatte noch 4 eckige 90l-Mörtelkübel, diese hab ich jetzt auf die Seite gelegt und im Gehege verteilt. Außerdem noch 2 Europaletten aneinander geleht und noch 2 weitere Unterschlupfmöglichkeiten. V.a. auch dort wo sie sich am meisten aufhalten.

    Ich hoffe, dass diese Sofortmaßnahmen erst einmal helfen. Dann möchte ich mir noch ein Netz bestellen, wobei ich mir da noch eine geschickte Möglichkeit überlegen muss, damit ich auch weiterhin den Zaun versetzen kann.

    Ich verwende das einen normalen Geflügelzaun. Die oberen Öffnungen sind 15 x 7 cm. Passt dort ein Habicht durch? Muss ich das Netz am besten bis auf den Boden ziehen?
    Geändert von auxetic (24.11.2021 um 17:27 Uhr)
    1,4 Sundheimer, 0,3 Orpington

  10. #10

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    Das Netz sollte nicht größer als max !! 8cm sein. Ich habe 6cm.

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