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Thema: Ein Hühnerstall soll entstehen; macht das Sinn?

  1. #1

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    Ein Hühnerstall soll entstehen; macht das Sinn?

    Hallo,

    wenn mein Maurer-Kumpel irgendwann mal Zeit hat, dann will ich endlich mit dem Bau eines massiven Stalls anfangen. Hierzu habe ich von Abrissen (Scheune im Ort, Mauer im Garten) einige Natursteine (für den Sockel) und alte Ziegelsteine (für den Rest des Häuschens) gesammelt.

    Die Eckdaten sind wie folgt:
    - Gesamtbreite: 400 cm
    - Tiefe: 250 cm
    - Pultdach von 220 auf 210 cm fallend

    Da ich mit sketchup überhaupt nicht zurecht kommt, habe ich die Skizzen per Hand gemalt. Ich hoffe, ihr versteht, was ich damit sagen will:

    Front- und Seiten-Ansichten:
    skizze_2.jpg
    Auf der Front-Ansicht sieht man die Eingangstüre, allerdings nicht direkt zum Stall, sondern in einen Lagerraum, von dem aus es in den Stall geht (mehr dazu unter "Draufsicht"). Außerdem wird der Stall natürlich ein Fenster haben, das ich mit Hasendraht sichern werde.

    Die Seiten-Ansichten zeigen jeweils drei Kreise, die Belüftungsöffnungen. Hier habe ich mir überlegt, dass ich drei 150 mm KG-Rohre am niedrigsten Punkt des Daches einmauern lasse, die ich durch den Lagerraum zur Außenwand für die Belüftung nach außen führe. Auf der gegenüberliegenden Wand will ich an der höchsten Stelle des Dachs ebenfalls jeweils drei 150 mm KG-Rohre zur Entlüftung nach außen führen. Alle Rohre werde ich mit Hasendraht gegen Eindringlinge schützen. Per Brett unterhalb der Belüftungsöffnungen werden die Sitzstangen vor einem Zug geschützt.

    Dazu gibt es auf der Seite zum Garten hin auch noch einen Hühnertür, die ich jedoch nicht direkt auf Bodenhöhe, sondern einige cm darüber enden lassen möchte. Ganz einfach deshalb, dass die Einstreu nicht nach außen getragen/-scharrt wird.

    skizze_1.jpg

    Bei der Draufsicht wird es etwas spannender. Und zwar plane ich den 400 cm breiten Stall in einen 300 cm breiten Bereich für die Hühner und einen 100 cm breiten (abzüglich der Wandstärke) Lagerraum für Futter, etc. unterteilen. Gleichzeitig sollen aber auch die Legenester zumindest teilweise in den Lagerraum hineinragen, damit ich aus dem Lagerraum die Eier aus den Nestern nehmen kann.

    Außerdem befindet sich in dieser Wand die Tür vom Lagerraum zum Stall.

    An der Holzwand möchte ich auch die Sitzstangen anbringen und darunter ein Kotbrett installieren.

    Um ein paar Fragen vorweg zu greifen:
    - Höhe des Kotbretts/Sitzstangen, Abmessungen der Legenester, der Hühnerklappe,... habe ich weggelassen, da man dazu genug Infos im Netz je nach Hühnerrasse bzw. "art" (Zwerg-, Lege-, Zweinutzungsnühner) findet.
    - Warum baue ich die zweite Türe nicht auch direkt nach außen und trenne per Holz- statt Steinwand die Räume ab? Klingt jetzt vielleicht blöd, wenn ich das schreibe, bevor das erste Huhn durch den Garten läuft, aber für den Fall, dass es irgendwann keine Hühner mehr geben sollte, will ich den Stall z.B. einfach in einen Lagerraum, Gartenhäuschen oder was auch immer umfunktionieren können. Wenn das nie passieren sollte, dann wäre das natürlich super. Ich wollte einfach nur etwas vorausdenken.
    - Wird es Strom im Stall geben? Ja, Strom und LAN-Kabel werden vor dem ersten "Spatenstich" an die Position des Häuschens gelegt.

    Habe ich etwas vergessen? Funktioniert etwas gar nicht? Ist die Belüftung groß genug dimensioniert, reicht der Höhenunterschied von 20 cm für die Be- und Entlüftung oder wie groß sollte dieser sein? Grundsätzlich ist ja auch das Fenster da.

    Vielen Dank und viele Grüße

    Dirk

  2. #2

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    Fehler 1 ist der Hasendraht ! zu dünn, kann von Marder und Co durchgebissen werden

  3. #3

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    Nur ein Fenster könnte etwas knapp werden mit der Heiligkeit im Stall.
    Deine vielen Wellen der Dacheindeckung lassen auf Dachpfannen/Dachziegel schließen. Bei nur 10 cm Gefälle auf 2,50 Meter (Dachüberstand wäre vorteilhafter so dass da 3,00 mtr. zusammen kommen könnten), ist zu wenig. Bei ungünstigem Wind bläst dir der Regen unter die Ziegel, bei Schneeschmelze auf dem Dach staut es das Wasser zurück unter die Ziegel/Pfannen. Bei einer Dacheindeckung mit durchgehenden Platten natürlich nicht. Da wäre allerdings das Problem, dass bei zu geringer Dachneigung das an der Eindeckung abtropfende Wasser bei zu geringem Dachüberstand ins Mauerwerk laufen kann.

  4. #4

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    Hallo ihr beiden,

    vielen Dank für eure Antworten.

    Zitat Zitat von nero2010 Beitrag anzeigen
    Fehler 1 ist der Hasendraht ! zu dünn, kann von Marder und Co durchgebissen werden
    Ist notiert, danke. Nennst du mir auch noch die weiteren Fehler?

    Zitat Zitat von maethy Beitrag anzeigen
    Nur ein Fenster könnte etwas knapp werden mit der Heiligkeit im Stall.
    Deine vielen Wellen der Dacheindeckung lassen auf Dachpfannen/Dachziegel schließen. Bei nur 10 cm Gefälle auf 2,50 Meter (Dachüberstand wäre vorteilhafter so dass da 3,00 mtr. zusammen kommen könnten), ist zu wenig. Bei ungünstigem Wind bläst dir der Regen unter die Ziegel, bei Schneeschmelze auf dem Dach staut es das Wasser zurück unter die Ziegel/Pfannen. Bei einer Dacheindeckung mit durchgehenden Platten natürlich nicht. Da wäre allerdings das Problem, dass bei zu geringer Dachneigung das an der Eindeckung abtropfende Wasser bei zu geringem Dachüberstand ins Mauerwerk laufen kann.
    Genau. Ich hatte mich Dachpfannen geliebäugelt, hätte da aber auch nochmal einen Bekannten, der Dachdecker ist, gefragt. Einen Überstand hätte ich auf jeden Fall gemacht, nach deiner Antwort jetzt 50 cm, damit die Wand auch nicht zu extrem nass wird.
    Als zweites Fenster bliebe nur die Seite mit der Hühnerklappe, da auf der anderen Seite ja der Lagerraum ist und die Rückwand die Mauer zu meinen Nachbarn (mit denen auch alles abgesprochen ist, aber da kann ich kein Fenster rein machen) oder ein zweites Fenster auf der Längsseite. Was wäre da besser? Auf der Hühnerklappenwand wäre halt die Gefahr, dass es zieht. Oder ein Fenster, das halt immer zu bleibt und nur für das Licht da ist - wobei das die Nordseite wäre. Die Längsseite zeigt nach Westen.

    Viele Grüße

    Dirk

  5. #5
    Avatar von Schnappi66
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    Wenn du die Möglichkeit hast würde ich in beide Seiten noch ein Fenster einbauen. In heissen Sommern wirst du und deine Tiere erst recht, froh sein, wenn du Stauhitze "über Eck" rausziehen lassen kannst. Bei nasskalter Wittreung kannst du dann nur die Längsseitenfenster öffnen. Und je heller im Stall, umso besser ist es sowieso.
    liebe Grüße
    Schnappi

  6. #6

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    In meinen Ställen sind nicht alle Fenster zum Öffnen, aber mind. zwei, so dass bei Säuberungsarbeiten im Stall, wobei es immer staubt, man froh ist sich etwas Durchzug verschaffen zu können. Ansonsten wurschtelt man da in einer stehenden Staubwolke und das ist nicht sonderlich angenehm. Das gleiche auch im Sommer bei stehender drückender Hitze, so wie Schnappi es schon erwähnt hat. Die nicht zu öffnenden Fenster sind Fensterelemente (sogar doppelt verglast) aus dem Abfallcontainer einer Fensterbaufirma. Die Fensterelemente habe ich nur eingeputzt und erfüllen ihren Zweck zum Lichteinfall.

  7. #7

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    Das mit den Fenster würde ja schon erwähnt seh ich genau so sollte mehr Licht rein kommen. Was kommt unter die Ziegeln das müsste auch alles Marder Dicht werden. Wenn der wo dran will hebt der auch ne Ziegel an.
    Lüftung kann ich nicht sagen hab einen Offenstall. Wäre das für dich keine Option nur 3 Wände zu mauern und eine mit Gitter? Dann wäre auch das Licht Problem geklärt.

  8. #8

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    Guten Morgen ihr drei,

    vielen Dank für eure Antworten. Meine Skizze habe ich um zwei Fenster (jeweils ein zusätzliches auf Längs- und Breitseite) ergänzt. Ich würde mich dabei sowieso nach gebrauchten / ausgemusterten umschauen, von daher wäre es auch kein Problem, öffenbare zu nehmen.

    Bzgl. offenem Stall: Ich möchte auch gerne einem Hahn und da sollte der Stall nicht zu Geräuschdurchlässig sein. Deshalb würde das für mich eher gegen einen offenen Stall sprechen. Da ich eine ruhige (Zweinutzungsrasse) im Auge habe, will ich auch nicht vorab die Nachbarn darüber informieren. Es gibt ja Leute, die kategorisch nein sagen. Wenn es zu extrem ist, würde ich reagieren. Alles in allem ist es aber ein Dorf, in dem meine Ur-Großeltern an gleicher Stelle schon Hühner inkl. Hahn, etc. gehalten haben, von daher gehört das für mich auch einfach dazu. Aber das ist ein anderes Thema.

    Viele Grüße

    Dirk

  9. #9
    Moderator Avatar von sternenstaub
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    Den Gang würde ich entweder breiter planen oder ganz weg lassen. 1m Breite in die auch noch Nester rein ragen sind verdammt eng. Ich habe letztes Jahr einen Stall bauen lassen und auch lange überlegt, mich dann aber für eine Gangbreite von 1,4m entschieden. Da kommt man auch mal mit der Schubkarre durch ohne Akrobat sein zu müssen. Und man könnte das Futter dort in einer Tonne lagern.

    Für die Belüftung verlinke ich Dir einfach mal das hier.
    Da findest Du ein paar Ideen, die evtl. auch das Fenster-zum-Nachbarn-Problem lösen können. Eine Trauf-First Lüftung wäre m.E. auch mit Gang kombinierbar.
    Gruß sternenstaub

  10. #10

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    Hallo sternenstaub,

    vielen Dank für deine Antwort.

    Die Belüftungsseite kenne ich. Daran habe ich mich versucht bei "meiner" Belüftung zu orientieren. Die "Schwerkraftlüftung" ist ja genau meine Dachkonstruktion, allerdings ist bei mir die eine Längswand ja die zu den Nachbarn und dorthin möchte ich keine Öffnung machen, da sie sonst eventuell direkt im Hühnergeruch auf der Terrasse sitzen. Deshalb meine Abwandlung.

    Hinsichtlich des Gangs: Die Nester sollten so 20 cm in den Gang ragen, bei einer Nestgröße von 40x40x40 cm. Ich hatte mir das versucht zu simulieren und fand die Möglichkeit zum Reingreifen ausreichend. Selbst, wenn es 30 cm wären, dann hätte ich immer noch 70 cm zum Durchlaufen. Ich bin kein Pflänzchen, aber zum seitlich durchlaufen reicht das auch locker aus, wie ich finde. Mit der Schubkarre (80 cm breit) müsste ich meiner Vorstellung nach nur quasi über die Schwelle fahren, um die Einstreu aus dem Stall reinzuwerfen. Ansonsten fällt mir nichts ein, wofür ich per Schubkarre in den Gang fahren sollte.

    Bitte nicht falsch verstehen, ich will hier keine Antworten abbügeln, sondern mir geht es eher drum zu verstehen, warum in dem Fall z.B. ein breiterer Gang mehr Sinn machen könnte. 40 cm im Ende mehr vom Stall abzuzweigen wäre sicher auch kein Problem, nach meinen Vorstellungen wäre das aber eher unnötig. Aber ihr seid die Experten und ich der Theoretiker, der einiges gelesen hat, aber natürlich die praktische Erfahrung nicht hat und von eurer Expertise profitieren möchte.

    Viele Grüße

    Dirk

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