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Thema: Isolierung - physikalische Frage

  1. #11

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    Bei diesem Thema gibt es immer unterschiedliche Ansichten.

    Mein Stall ist doppelwandig gebaut, mit rundum 6 cm Syropor in den Zwischenräumen. In der Mitte vom Stall hängt ein Funkthermometer. Nach bisher 3 Wintern war lediglich einmal, bei zweistelligen Minusgraden draußen, die niedrigste gemessene Innenthemperatur -1 Grad für 2 Stunden.

    Ob Hühner zweistellige Minusgrade ohne Beschädigung klaglos überstehen, oder auch nicht, war für mich nicht von Belang. Jedoch freue ich mich mit meinen Hühnern, wenn ihnen diese Tortur durch den gedämmten Stall erspart bleibt.

    Ich würde meinen Stall genau so wieder bauen.
    Gruss Rainer

    "Die Grösse und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandelt." Mahatma Gandhi

  2. #12
    Avatar von 2Rosen
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    Zitat Zitat von Irmgard2018 Beitrag anzeigen
    ...Nebenbei gesagt: Minustemperaturen im Stall zu vermeiden, wie von @maethy vorgeschlagen, würde bedeuten, daß im Stall (selbst wenn nur geringe) Plusgrade herrschen, während es draußen u.U. bis zu fast minus 20 Grad hätte, je nach Region. Wie lang die Hühner dann gesund bleiben, wenn sie morgen aus dem warmen Stall in die Kälte gehen, das kannst Dir ja an drei Fingern ausrechnen....
    Gesunde Tiere werden sich über nächtliche Temperaturen freuen die nicht weit unter null gehen und morgens trotzdem in die tieferen Minusgrade raus gehen ohne sich was weg zu holen.
    Diese Ammenmärchen kommen immer mal wieder auf sind aber völliger Unfug.
    Ansonsten müssten sich alle Menschen, Tiere, Vögel, etc. andauernd verkühlen die nächtlichen Temperaturschwankungen ausgesetzt sind.
    Hier bekommen die Hühner bei extremen Minusgraden (ich rede hier nicht von ein oder zwei Grad, die sind ihnen ziemlich wurscht) in den Vorraum vom Stall eine Wärmequelle gestellt, so dass keine Kämme anfrieren können und auch meine alten klapprigen 10-jährigen Mädels nicht unterkühlen.
    Es ist im Übrigen auch zu überlegen ob domestizierte Legehennen mit wilden Krähen zu vergleichen sind.
    Warum aber Menschen ihren Hunden, Katzen, Schweinen, Kühen, Ziegen, etc. es gönnen bei extremer Kälte etwas Wärme zu bekommen aber bei ihren Hühnern damit argumentieren es gehe ihnen mit nem kalten Arsch besser erschließt sich mir nicht.

  3. #13
    Avatar von Blindenhuhn
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    Ich sehe es auch so wie 2Rosen. Auch meine Hühner haben einen isolierten Stall, der auch bei strengen Minusgraden frostfrei ist. Zusätzlich hänge ich in eine Ecke bei arktischen Außentemperaturen eine Wärmelampe auf, die manche Frostbeulen, vor allem die alten Mädchen, gerne nutzen. Es ist ja nicht so, dass der Stall auf + 20 ° "beheizt" wird, wenn es draußen - 20 ° hat. Es erfolgt lediglich eine Frostfreihaltung. Zweifelsfrei würden sie auch Minusgrade im Stall überleben, aber ob sie sich da wohlfühlen?
    LG Blindenhuhn
    1,1 Menschen, 0,1 Zwerg, 0,1 Brabanter Bauernhühner, 0,2 schwed. Isbar, 1,5 Mixe, 0,4 Sundheimer, 0,4 Plymouth rock gestreift, 0,0,7 CL und Mooshühner, 0,4 Legewachtel, 0,1 Wälderdackel; "Igel-allerlei Wissenswertes"

  4. #14

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    Zitat Zitat von 2Rosen Beitrag anzeigen
    Gesunde Tiere werden sich über nächtliche Temperaturen freuen die nicht weit unter null gehen und morgens trotzdem in die tieferen Minusgrade raus gehen ohne sich was weg zu holen.
    Diese Ammenmärchen kommen immer mal wieder auf sind aber völliger Unfug.
    Ansonsten müssten sich alle Menschen, Tiere, Vögel, etc. andauernd verkühlen die nächtlichen Temperaturschwankungen ausgesetzt sind.
    Hier bekommen die Hühner bei extremen Minusgraden (ich rede hier nicht von ein oder zwei Grad, die sind ihnen ziemlich wurscht) in den Vorraum vom Stall eine Wärmequelle gestellt, so dass keine Kämme anfrieren können und auch meine alten klapprigen 10-jährigen Mädels nicht unterkühlen.
    Es ist im Übrigen auch zu überlegen ob domestizierte Legehennen mit wilden Krähen zu vergleichen sind.
    Warum aber Menschen ihren Hunden, Katzen, Schweinen, Kühen, Ziegen, etc. es gönnen bei extremer Kälte etwas Wärme zu bekommen aber bei ihren Hühnern damit argumentieren es gehe ihnen mit nem kalten Arsch besser erschließt sich mir nicht.
    Genau auch meine Meinung. Die Vertreter der Hühnergefrierfraktion müssten sich auch mal fragen warum die Hühner u.a. im Winter bei Tage und bei Sonnenschein jeden Sonnenstrahl nutzen um sich darin zu aalen.
    Was den Vergleich mit Wildvögeln anbelangt, so mal eine Beobachtung von mir.
    Dass Stare nicht alle übern Winter wegziehen und einige Schwärme hier bleiben dürfte allseits bekannt sein. In einem zurückliegenden zweitweise sehr kalten Winter hatte ein großer Starenschwarm es sich angewöhnt in einem Park auf einem sehr großen und ausgeprägten Baum zu nächtigen. Die Fläche unter diesem Baum wurde zunehmend verkotet und der Gestank im Verlauf des Winters immer penetranter. Man konnte die Regelmäßigkeit feststellen: Um so frostiger die Nacht, um so mehr tote Stare lagen morgens unter dem Baum.
    Geändert von maethy (19.10.2021 um 12:21 Uhr)

  5. #15
    Avatar von Irmgard2018
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    Zitat Zitat von nero2010 Beitrag anzeigen
    @Irmgard2018
    2x DJT , Respekt !

    Danke ;-) (der zweite ist der Nachfolger meiner alten DJ-Terrine (+2019 mit 18,5 Jahren), also eigentlich schon der Dritte...*g Irgendwie bin ich den kleinen Quälgeistern restlos verfallen.....)
    LG, Sylvia
    mit 2,0 DJT, 0,1 ZwPudel, 0,0 Kater mehr ;-(, 1,1 Sittich, 1,4,1 ZwAraucana, 0,2 ZwReichshuhn gsc, 0,1 ZwWelsumer, 0,1 ZwRhodeländer und 5,4 ZwBreda

  6. #16

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    Zitat Zitat von Irmgard2018 Beitrag anzeigen
    Danke ;-) (der zweite ist der Nachfolger meiner alten DJ-Terrine (+2019 mit 18,5 Jahren), also eigentlich schon der Dritte...*g Irgendwie bin ich den kleinen Quälgeistern restlos verfallen.....)
    Ja, sie haben ihren ganz eigenen Charme !

  7. #17
    Avatar von Irmgard2018
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    Ganz klar - ich hab ja nicht gesagt: "laßt Eure Hühner frieren" *ggg Wie gesagt, meine sind auch im geschützten und mit OSB verkleideten Stall. Aber wenn ich den Stall über Null Grad halte(n würde - geht net, da nicht heizbar ohne Stromanschluß), sind das bei draußen minus 20 Grad halt mal schnell 20 Grad unterschied *gg Und wenn ICH als Mensch rausgehe bei solchen Temperaturunterschieden, ziehe ich mir ne dicke fette Jacke an. Weils in der Wohnung warm ist und ich mich nicht bei 20 oder gar 30 Grad weniger (innen 20, draußen -10 zB) da draußen erkälten möchte. Also genau der in meinem obigen Post genannte Grund. Erkältungsgefahr. Würde ich meine Wohnung auf schattigen 10 Grad halten, würde ich draußen wahrscheinlich nichtmal gleich frieren, oder mich gar erkälten, und bei leichten Minusgraden noch im T-Shirt rumrennen. *gg

    Aber die Option "Jacke an" haben die Hühner halt net. Also ist es doch bestimmt gesünder, den Temperaturunterschied nur in Maßen auszugleichen. Muß ja nicht heißen, daß sie dann frieren. Insofern hinkt der Vergleich mit dem Menschen doch ein klein wenig.

    Beim Hund dasselbe: ein Hund, der ganzjährig draußen lebt, der kriegt zum Winter hin ein ganz andres Fell. Der zeigt in der Wohnung innerhalb von 10 Minuten, daß er kurz vorm Ersticken ist, weil zu warm. Und wenn man manche Hunderassen "einpacken" muß, wenn man rausgeht, damit sie nicht erfrieren, dann liegt das einerseits eben an dem Fell, das für Wohnungstemperaturen angepaßt ist, und zum Andren an diversen Fellqualitäten, die der MENSCH dem Hund angezüchtet hat. Ich sag nur fehlende Unterwolle und so. Auch das läßt sich nicht mit wild lebenden Tieren vergleichen.

    Und ich sage auch: je nach Hühnerrasse - die einen sind da empfindsamer, brauchen mehr Wärme (ich würd zB jetzt nicht ein armes Nackhalshuhn oder Kampfhuhn ohne Stall bei minus 20 Grad im Garten spazieren lassen... *gg), und andre sind halt da entsprechend robust und ausgerüstet. Zumindest laut Fachliteratur, anhand derer ich mir die Rassen in meinem Garten rausgesucht hab. Einerseits robust, andererseits durch diverse äußer Merkmale nicht anfällig - wo kaum Kamm, kann auch kein Kamm erfrieren zB. ;-)

    Vielleicht denke ich nach diesem Winter anders, Ihr dürft mich gern drauf ansprechen: ich hab die Huhns erst seit November letzten Jahres, im ersten Winter waren sie nur im Stall, weil Voliere nicht fertig und Vogelgrippenaufstallungspflicht. Dieser Winter wid also der erste sein, in dem sie ganztägig draußen sein dürfen, Voliere ist abgedeckt mit Folie, also vogelgrippensicher, und dann werde ich sehen, ob sie echt gerne draußen sind, oder dann im geschützten Stall bleiben und sich verkriechen. Die Bredas sind ja erst 20 Wochen, mit denen hab ich noch keine Erfahrungen. Die sind im Haus groß geworden, hab sie dann rausgesetzt, und bis zum Winter haben sie hoffentlich ausreichend Gefieder. Aber: keine Kämme (ok, Kehllappen, da muß ich mal gucken, bei den Andren haben nur die Reichshennen bissel Kehllappen, die hatten bislang keine Probleme damit), die haben ja nur nen kleinen Schopf am Kopp..... *gg

    Wenn sie tatsächlich Anzeichen von "kalt" zeigen, dann werde ich gerne beide Ställe nachrüsten - zB indem ich die Sitzstangen für den Winter bissel einbaue, sodaß sie geschützter sind, und die Huhns nicht frieren..... ;-) (inzwischen kenn ich die Süßen natürlich auch besser, und kann das Verhalten einschätzen, zB wenn sie im Winter deutlich weniger aktiv sein sollten oder so. Werde das auf jeden Fall beobachten).
    LG, Sylvia
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  8. #18

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    18....
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    Nun ist es so, dass ich meine Hühner nicht frieren lasse, weil ich so Hartherzig und ignorant bin, sondern weil es Erfahrung aus langjähriger Hühnerhaltung ist- mit noch niemals auch nur einem erkältetem Huhn !!!
    Das einschneidende Erlebnis, war eine Woche bei -18 bis -20 Grad und steifer Brise ! Meine Hühner hatten einen super isolierten Stall und als Kaltscharraum ein riesiges Gewächshaus mit instalierten Rotlichtlampen zur Erwärmung. Meine Hühner waren allerdings nicht einen Moment freiwillig in diesen warmen Gefilden, sondern alle draußen im Garten unterwegs !
    Sie haben ihr Federbett ständig um sich und können ihren Wärmehaushalt bestens regulieren !
    Dummheit hört sich gern auf große Trommeln schlagen (Max Goldt)

  9. #19
    Avatar von Dylan
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    Zitat Zitat von 2Rosen Beitrag anzeigen
    Es ist im Übrigen auch zu überlegen ob domestizierte Legehennen mit wilden Krähen zu vergleichen sind.
    Warum aber Menschen ihren Hunden, Katzen, Schweinen, Kühen, Ziegen, etc. es gönnen bei extremer Kälte etwas Wärme zu bekommen aber bei ihren Hühnern damit argumentieren es gehe ihnen mit nem kalten Arsch besser erschließt sich mir nicht.
    Der Trend geht bei den modernen Ställen in der Nutztierhaltung ganz klar in Richtung Kaltstall. Nix mehr kuschelig warme Ställe für Kühe, Pferde etc.

    Man hat bemerkt, dass die kuschelige Wärme Atemwegsinfektionen begünstigte. Natürlich dürfen die Tiere keiner Zugluft ausgesetzt sein.

    Ich habe beides, einen frostfreien, gemauerten Hühnerstall (40cm dicke Außenmauer) und einen Holzstall.
    Der frostfreie Stall ist praktischer wegen des Trinkwassers. Ansonsten kann ich gesundheitlich keinen Unterschied zwischen den beiden Haltungen feststellen.

  10. #20
    Avatar von 2Rosen
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    Zitat Zitat von Dylan Beitrag anzeigen
    Der Trend geht bei den modernen Ställen in der Nutztierhaltung ganz klar in Richtung Kaltstall. Nix mehr kuschelig warme Ställe für Kühe, Pferde etc...
    ...mit Tiefeinstreu, damit´s schön kuschelig ist.

    Das soll oder muss jeder selbst entscheiden.
    Ich halte es für unnötig Tiere bei deutlichen Minustemperaturen frieren zu lassen wenn es anders geht.
    Rasse- und Tierartbedingt natürlich.
    Dass robustes Fleckvieh, Höhenvieh, etc oder robuste Rassen Pferde gut mit Kälte auskommen und dabei gesund sind ist doch gar keine Thema.
    Nicht daran gewöhnte Rennpferde, Hochleistungsschwarzbunte, Mastferkel, etc. werden jämmerlich zu Grunde gehen wenn sie tagelang zweistellige Minusgrade erfahren.
    Um auf Hühner zurück zu kommen...
    Wenn pauschal geschrieben wird "Hühner können Kälte ab" stimmt das einfach nicht und Hühnerneulinge die z.B. gerade ein paar ausgestallte Boden-Hybriden übernommen haben sollten nicht einfach auf irgendwelche pauschalisierten Antworten hören.
    Robuste dran gewöhnte Rassetiere sicher okay, nicht dran gewöhnte, oder Hybriden oder evtl seidenfiedrige, nackte etc. eher nicht.

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