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Thema: Macht das noch Sinn?

  1. #11
    Avatar von Dylan
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    Zitat Zitat von Irmgard2018 Beitrag anzeigen
    Also, wenn sie diese lang Zeit ohne Hilfe überlebt hat, dann WILL sie leben. Und dann kann es nicht sooo ernst sein, sonst wäre sie gleich gestorben.

    Wenn sie frißt, würde ich schauen, ob ich ihr helfen kann, auch mit einer Fahrt zur TiHo - aber Du könntest vorab mal ne Kotprobe nehmen und analysieren lassen, das ist ne Variante ohne Fahrstreß - und Vieles kann man da evtl. schon erkennen.....

    Dazu Päppelfutter, Oregano-Öl ins Futter, Apfelssig in Wasser, Wärme.....

    Breitband-Antibiotikum und Schmerzmittel find ich schonmal gut, bis man weiß, was sie wirklich hat. Aber um ein Diagnose zu kriegen, würde ich schon wenigstens eine Kotprobe analysieren lassen. Dann kann der Doc sagen, ob das Antibiotikum gegen den evtl. vorhandenen Erreger greift, oder Ihr ein anderes braucht, oder ein Antibiotikum nix hilft, weil andere Erreger. Hat der Arzt mal den Kropf angeschaut/befühlt? Wenn das Huhn so würgt...... Nicht, daß da was verstopft ist?

    Ich drück Dir die Daumen, daß die Kleine es schafft....

    Bei sowas möcht ich immer am Liebsten Anzeige wegen Tierquälerei erstatten - aber das wird bestenfalls dazu führen, daß Du von denen nie wieder ein Huhn kriegst, sollte sowas nochmal vorkommen. Aber sowas wäre auch ein Argument gewesen, hätten sie das Huhn nicht rausgerückt: "wenn Sie sich nicht um das kranke Tier kümmern und es mir nicht geben, erstatte ich Anzeige wegen Tierquälerei"......
    Ich habe da eine andere Meinung dazu.
    1. "Das Tier will leben, weil es sich seit Wochen überlebt hat und nicht gestorben ist" halte ich für falsch. Es hat halt ein starkes Herz, und was kann es anders machen, als abzuwarten? Ich würde nichts reininterpretieren, ansonsten könnte man ja vielmehr sagen:" Es hat nichts mehr gefressen, also wollte es sterben".

    Ich bleibe dabei, ein Huhn, das nicht mehr fressen will, kann man gehen lassen.

    Die Rettungsaktion war gut gemeint, ist aber in meinen Augen vielleicht auch etwas kurz gedacht.
    Ich erkläre das kurz:
    Angenommen die Henne wird gesund - Wo willst du mit dem Huhn hin, wenn es sich wieder erholt hat? Aufgrund der Medikamentengabe sind die Eier vorerst oder auf Dauer nicht mehr essbar - soll das Huhn dann alleine gehalten werden? Man weiß ja nicht, ob die Eier von ihr sind, oder von den anderen Hennen? Wollen die Besitzer es zurück?

    Im Grunde müsstest du das Huhn dann behalten. Ich würde mir allerdings niemals eine fremde Henne, die zudem noch krank war, in meinen Bestand holen. Die Gefahr, dass ich meinen ganzen Bestand mit einem fremden Erreger infiziere ist hoch und sie ist real.
    Also müsstest du die Henne alleine halten, was für das Huhn doof ist, deswegen brauchst du womöglich zwei Hühnergruppen. Hättest du zwei getrennte Ställe und Ausläufe zur Verfügung?

    Ich wäre als Hühnerhalter übrigens nicht erbaut, wenn mir jemand gleich mit Anzeigen drohen würde, weil ich eine kranke Henne nicht sofort einschläfere. Auch bei mir stehen manchmal kranke Hühner noch herum, weil es durchaus sein kann, dass sie sich erholen. Manche lasse ich in der Gruppe friedlich einschlafen, manche werden erlöst. Solange die anderen sie nicht hacken oder malträtieren, warte ich durchaus ab. Ich will ihnen den Streß ersparen, sie aus der vertrauten Gruppe zu nehmen. Die Aussage "Sie geben das Tier heraus oder ich erstatte Anzeige wegen Tierquälerei" halte ich in diesem Fall für eine unangebrachte Einmischung und - sorry -ziemlich daneben.

  2. #12

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    Zitat Zitat von Irmgard2018 Beitrag anzeigen
    Also, wenn sie diese lang Zeit ohne Hilfe überlebt hat, dann WILL sie leben. Und dann kann es nicht sooo ernst sein, sonst wäre sie gleich gestorben.
    Ich kann mich nur anschließen - wie sollte ein Tier denn willentlich sterben können? Auch Menschen können das meines Wissens nach nicht einfach so, sondern nur mit willentlich eingesetzen "Hilfsmitteln" oder wenn sie sich aufgeben und dann dauert das auch seine Zeit, bis Hunger, Mangelerscheinungen und Schwäche zum Tod führen.

    Nicht alle Krankheiten führen eben zu einem schnellen Tod. Bei manchen siechen und Leiden die Tiere tage-, wochen- oder monatelang, bis sie sterben. Nur ist in der Natur das Leid oft dadurch kürzer, dass Beutegreifer dieses geschwächte Tier vorher finden, denn darauf sind sie als Jäger ja geprägt. Sie können der Sache ein schnelleres Ende setzen.

    Ich persönlich würde keinem Tier in diesem Zustand, nach dieser Zeit, noch irgendwelche "Hilfe" zuführen wollen, außer einer sehr schnellen und damit möglichst schmerz- und leidlosen Erlösung. Da geht es für mich auch nicht um den "Wert" eines Huhns, den es definitiv genauso hat wie jedes andere Leben, sondern lediglich um Vernunft.

  3. #13

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    Zitat Zitat von Dorintia Beitrag anzeigen
    Was hat denn der TA diagnostiziert?
    Gab es keine Diagnose?
    1 Wyandottenhahn splash (2021), 0,17 gr. Wyandotten gold schwarzges. (2019/2020), 3 Hennen g weiß u. g blau (16.04.), 3 Hennen g weiß und g blau (03.07.), 2 Grün- und 3 Rotleger

  4. #14
    Avatar von Orpington/Maran
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    Ich muss meinen Vorschreibern widersprechen, hatte anfang des Jahres eine kranke Henne, frass und trank nicht mehr, war so schwach, dass es nicht auf der Stange festhalten konnte, habe ihr 3 mal am Tag Medies und Tee eingeflösst , davon hat sie sich offenbar 5 Tage lang am Leben erhalten, jeden Morgen bin ich mit zitternden Beinen zum Stall geschlichen, weil ich Angst hatte, sie wäre tot ! Was soll ich sagen?! Sie hat überlebt , und hat diesen Sommer schöne Eier gelegt. Mausert jetzt gerade, man soll nie zu schnell die Hoffnung aufgeben!! Bei ihr hätte ich keinen Pfifferling mehr gegeben ...
    Geändert von Orpington/Maran (14.10.2021 um 20:44 Uhr)
    0,1 Schijndelaar 0,1 Augsburgerhuhn Mix 0,1 Zwerg Brahma 0,1 Deutsche Langschan/Bresse 0,1 Javaneser Zwerg/Araucana 0,7 Isbar 0,4 Lavender Araucana, 0,1 Marans/Cream Legbar Mix 0,1 Sussex/Marans Mix

  5. #15
    genannt Kokido Avatar von Huhn von den Hühnern
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    Wir sehen das Tier ja nicht live. Eine Diagnose aus der Ferne ist extrem schwer bzw. nicht möglich.
    Egal was du machst, es wird sich immer falsch anfühlen. läßt du das huhn erlösen, heißt der Frage "hätte ich noch was machen können".
    stirbt das Tier in der nächsten Zeit "heißt es oh, viel zu spät.... ich hätte früher erlösen müssen".

    was ich wichtig finde und daß ist auch für eine Entscheidung wichtig
    "kannst du schlachten bzw. das huhn jetzt und sofort erlösen/töten (quasi eine Abkürzung)".
    Wenn ich das Leid selber und jederzeit beenden kann, ist ein Warten evtl. vertretbar. Ich kann jederzeit handeln und muß nicht noch zum ta. Hier wäre ich an Öffnungszeiten gebunden und muß dass ggf. mit der Arbeit vereinbaren. Diese Zeit kann dann sehr lange für das leidende Tier werden. Hier wäre ein "früher, weil man gerade da ist" besser als ein "oh jetzt gibt es keinen kein Termin oder man bekommt kein frei".
    Kokido von den Hühnern
    mit der bunten Truppe aus Villa Raptor
    Siehe Thread "Villa Raptor" & "Villa Raptor 2018"

  6. #16
    Moderator Avatar von Lisa R.
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    Zitat Zitat von Klara55 Beitrag anzeigen
    Komme a.d. TiHo, und habe dem Arzt gesagt, ich habe ein schlechtes Gewissen, weil ich so lange zu feige war.
    Er gibt ihr heute zunächst so viel Inf., wie sie braucht, da das schlimmste im Moment ist, das sie fast verhungert ist.
    Morgen wenn sie noch lebt, soll geröntgt werden, und Ultraschall, und dann weiter besprochen.
    Wenn ich das richtig interpretiere, dann ist das Huhn noch in der TiHo. Klara55 muss dann also nicht schlachten können.

    Ich drücke fest die Daumen für die Henne.

    Klara, mach Dir nicht zuviele Vorwürfe. Du hast gezögert, ja, aber dann doch noch gehandelt. Das ist jetzt wie es ist.
    Nun heißt es abwarten und das Beste hoffen.

    Die Henne wird überleben oder sterben. Das liegt nicht mehr in Deiner Hand und auch wenn Du früher reagiert hättest, wäre es so.
    Manchmal bringt auch schnelle Hilfe für ein schwerkrankes Huhn kein Heilung mehr. Ja man hätte sie evtl. früher erlösen können - aber dafür hättest Du die Erlaubnis der Besitzer gebraucht. Aber genau das hatten sie ja abgelehnt.

    Morgen wissen wir mehr.
    Die Frau Werwolf sagt: "Des g'hööööööört so !!!
    --------------------------------------------

  7. #17

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    Hallo Ihr,
    die TiHo hat gerade angerufen.
    Leider hat sich das Huhn unter der Therapie kein Stück verbessert, und man hat sie geschallt,
    und geröntgt, und im Röntgenbild einen stark vergrößerten Magen entdeckt, was wohl für Marek spricht,
    und sie raten zur Euthanasie. Bis 17Uhr haben sie Bedenkzeit gegeben, weil, ich muß ja den Besitzern die
    Möglichkeit anbieten, sich dazu zu äußern.
    Was würdet Ihr raten?? Macht es einen Sinn, einen Extra-Thread zu öffnen, oder hatte mal jemand so einen Fall, und
    ich könnte sie weiter versuchen zu päppeln? Ist Marek so hinterlistig, dass sie 3Wochen mit so einer Krankheit überleben kann?
    Alles Schitte!

  8. #18

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    Gut, dass du dich dem armen Tier angenommen hast. Zur Tierliebe gehört auch das Beenden von Leid. Zwei Fachstellen raten dir dazu. Beide haben das Huhn gesehen und untersucht. Die meisten hier sind nicht vom Fach und keiner kann das Huhn sehen.

    Lass sie gehen, bitte! Wenn du darüber nicht mit deinen Bekannten sprechen möchtest, sag ihnen, sie ist über Nacht in der Klinik gestorben. Mehr möchte ich dazu nicht schreiben.

  9. #19

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    Hatte denen das auch sofort gemailt, bisher keine Antwort. Toll, es ist Freitag Nachmittag, und ich erreiche nun weder das Vet-Amt, noch einen Anwalt. Ich verstehe die sogar: blöde Nachbarn haben mir in den 14Jahren hier, schon 2x das
    Vet-Amt vorbei geschickt, und die kamen mit mehr als bekloppten Ideen: hatte 2behinderte Tauben in einem großen Hasenkäfig, und das wäre nicht artgerecht, das die Tauben aber i.d. Stadt zum Verhungern verurteilt sind, war ja nicht deren Thema. Ich weiß, wie angepisst ich mich fühlte.
    Und nun.... Ich bin gar nicht der Typ, der sich wichtig machen will, es kotzt mich wirklich an, besonders, dass nun das Huhn nicht mal sterben darf!

  10. #20
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    Zitat Zitat von Klara55 Beitrag anzeigen
    Hallo Ihr,
    die TiHo hat gerade angerufen.
    Leider hat sich das Huhn unter der Therapie kein Stück verbessert, und man hat sie geschallt,
    und geröntgt, und im Röntgenbild einen stark vergrößerten Magen entdeckt, was wohl für Marek spricht,
    und sie raten zur Euthanasie. Bis 17Uhr haben sie Bedenkzeit gegeben, weil, ich muß ja den Besitzern die
    Möglichkeit anbieten, sich dazu zu äußern.
    Was würdet Ihr raten?? Macht es einen Sinn, einen Extra-Thread zu öffnen, oder hatte mal jemand so einen Fall, und
    ich könnte sie weiter versuchen zu päppeln? Ist Marek so hinterlistig, dass sie 3Wochen mit so einer Krankheit überleben kann?
    Alles Schitte!

    Wenn sie Marek hat, dann kann sich das natürlich über viele Wochen hinziehen. Eine absolute Gewissheit, dass es wirklich Marek war, kann man nur am toten Tier feststellen.

    Wenn du die Besitzer nicht mehr erreichst, gibst du ihnen halt das Geld, was die Henne wert war.
    Und von der TiHo schriftlich, dass zum Einschläfern geraten wurde, falls es Stress von den Besitzern gibt.

    Was du mit dem Huhn machst, ist deine Entscheidung, es wurde denke ich, alles dazu gesagt.

    Und nun.... Ich bin gar nicht der Typ, der sich wichtig machen will, es kotzt mich wirklich an, besonders, dass nun das Huhn nicht mal sterben darf!
    Nun ja, es hätte ja sterben dürfen, wenn man es genau nimmt. Ich will das Verhalten der Besitzer nicht entschuldigen, wenn man Tiere hält, muss man auch die Verantwortung für das Beenden des Leidens übernehmen.
    Geändert von Dylan (15.10.2021 um 18:17 Uhr)

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