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Thema: Verlauf bei Kokzidien

  1. #1

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    Verlauf bei Kokzidien

    Am Freitag fiel mir auf, dass eines meiner beinahe 8 Wochen alten Araucanaküken aufgeplustert und beinahe lethargisch dastand. Ich hatte gleich Verdacht auf Kokzidien und als Nachmittags der Kot orange war, brachte ich die Probe sofort zum Tierarzt.

    Dieser wollte mir das Medikament zur Behandlung nicht rausrücken, sondern erst nach bestätigtem Verdacht der Kotuntersuchung. Ich telefonierte dann mit vielen anderen Arztpraxen und fuhr schließlich 30 km auf gut Glück in die Tierklinik. Zum Glück kam ich so an Baycox nach 4 stündiger Suche heran.

    Seit Freitag Abend werden so also meine Küken über das Trinkwasser behandelt. Die Küken werden nur zu zweit gehalten. Eines ist fit und das kranke wurde zunächst noch kranker. Am Samstag und gestern schied es blutigen Kot aus und wirkte zunehmend schwächer, bis es irgendwann sogar die Mehlwürmer ignorierte. Ab gestern Mittag schien es dann besser zu werden, das Hühnchen kämpfte wieder um das Fressen. Seit gestern Abend wurde kein blutiger Kot mehr ausgeschieden.

    Dennoch sieht die kleine Henne noch sehr schwach aus und steht oft nur aufgeplustert herum. Sie frisst und trinkt, der Kropf ist immer voll. Kann es sein, dass die Verdauung nicht funktioniert und alles im Kropf blockiert ist? Sie scheidet auch sehr wenig nur aus.

    Wie ist denn der Verlauf bei Kokzidien? Kann man sagen, wenn sie keinen blutigen Kot mehr ausscheidet, dass sie auch wieder gesund wird? Wie lange dauert es, bis sich so ein kleines Küken von so einer schweren Krankheit erholt hat? Angenommen die Medizin wirkt, ist es normal, dass sie trotzdem noch so Durchhänger hat, wo sie wie benommen mit hängenden Flügel dasteht?

  2. #2
    Bummelux Avatar von Vinny
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    So ein unspezifisches Krankheitsbild zeigt sich leider bei vielen krankheiten. wird kein blutiger kot mehr ausgeschieden, ist das viel wert.
    Was ist denn mit dem Tierarzt, wo du die Probe hingebracht hast? ein ergebnis müsste er doch mittlerweile haben.
    Falls nicht, unbedingt nochmal über ein paar tage kot sammeln und abgeben. auch auf Würmer und e-coli untersuchen lassen... was gibt es noch...?
    Bis dahin würde ich sagen: Päppeln, päppeln mit hack, katzenfutter, gekochtem ei, haferflocken...

    Abends futter wegnehmen und prüfen, ob der kropf morgens nahezu leer ist. dann verdaut sie.
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  3. #3

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    Der Tierarzt hatte gestern das Ergebnis immer noch nicht. Ich ärgere mich auch sehr darüber, die Analyse wird 65 € kosten und hat 4 Tage gedauert. Ich bin mir aber sicher, wenn ich Baycox nicht anderswo besorgt hätte, wäre mein Küken mittlerweile schon tot.
    Aber danke für den Hinweis wegen den anderen Erregern im Kot!

    Mein Küken ist jetzt zum Glück seit gestern mittag wieder ziemlich fit. Dann hat sich immerhin der ganze Stress gelohnt. Am Freitag sollen beide in den Stall zu 3 anderen Junghühnern ziehen.

    Kann man das Küken jetzt bedenkenlos umsetzen? Oder sollte ich es lieber noch etwas länger im Haus halten? Kann es sich im Stall und Auslauf gleich wieder mit etwas anstecken? Wird es anfälliger für andere Krankheiten sein?

  4. #4
    Bummelux Avatar von Vinny
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    Also Stress mach immer anfällig für krankheiten. Und in dem alter werden sie bestimmt auch etwas ärger haben... Wenn du kannst, würde ich sie viel (bzw. mit 8 wochen eigentlich NUR) draussen halten, mit sichtkontakt zu den anderen.

    Vorher definitiv den stall richtig gut reinigen, damit möglichst viele erreger doch schon mal gebannt sind.

    Bei Tierarzt ruhig mal stunk machen. Wenn er selber ein mikroskop hat, dauert das max. eine stunde mit der analyse.
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  5. #5

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    Guten Morgen in die Runde!

    Ich hänge mich hier mal dran, habe ich doch derzeit ein sehr ähnlich gelagertes Problem:
    - Küken von +/- 12 Wochen haben nachgewiesenermaßen Kokzidien
    - Behandlung via Baycox 2ml/l über 3 Tage, Wiederholung nach 7 Tagen, selbe Dosierung etc.
    - ca. 1 1/2 Wochen nach dem Ende der offenkundig wirksamen Behandlung teils wieder breiiger, blutiger Kot
    - die Tierärztin mit Vogelkenntnis ist krank und nicht erreichbar, in der Praxis bat man mich um eine neuerliche Kotprobe
    . Diese kann ich allerdings "erst" morgen reinbringen. Ein Ergebnis sollte dann zeitnah vorliegen.

    Meine Frage ist jetzt, wenn durch massive Reinfektion (der Auslauf wird zeitnah komplett gebranntkalkt, ansonsten schauen wir schon nach größtmöglicher Reduktion jeden Kotkontaktes) neuerlich eine zu hohe Kokzidienlast entsteht, zeigt die sich tatsächlich derart schnell?
    Gibt es andere Medkiamente gegen Kokzidien? Lt. Sprechstundenhilfe gäbe es da was, wirklich überzeugend klang das allerdings nicht.
    Macht es Sinn, die Baycoxbehandlung neuerlich, parallel zur Kälkung des Auslaufes, zu wiederholen (Belastung Darmflora / Organismus allgemein)?

    Schönen Dank schonmal vorab!

    Gruß
    Patrick

  6. #6
    Bio- Nerd Avatar von Okina75
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    Auf alle Fälle könnt Ihr von Anfang an gerebelten (oder auch frischen) Oregano ins Futter tun, bei den Alttieren wie den Küken. Das beugt Kokzidiose vor, die sich in der Tat recht schnell zeigt/ wieder zeigt.
    Dies, weil Kokzidien ja an sich zur natürlichen Flora des Verdauungstrakts gehören. Allerdings hat jeder Abschnitt seine eigene Art, und wenn die falsche in den falschen Abschnitt kommt, werden die Kleinen krank. Oregano hilft nun, die Keimbelastung auf so niedrigem Level zu halten, dass sie im Tier an den richtigen Stellen zwar überleben, aber eben nicht mehr in solchen Mengen ausgeschieden werden, dass sie krank machen können.

    Baycox ist eine Antibiotikum, gegen das vieles schon resistent ist, was auch zur schnellen Reinfektion beitragen kann. Bzw. sollte man es nicht zu exzessiv geben, um weiteren Resistenzen vorzubeugen. Hat man Kokzidiose, kann man auch Oregano- Öl geben. Das ist konzentrierter und wirkt unmittelbarer, damit kann man sowohl ebenfalls vorbeugen, als auch einen akuten Befall behandeln- da gibt es hier im Forum sicherlich das eine oder andere Thema dazu.
    Ich für meinen Teil habe auch ohne Befallszeichen dies Jahr meinen Küken soviel vom gerebelten über die Futterportion gegeben, dass diese gut dünn bedeckt war. Dies so alle zwei Wochen ungefähr, und ich hatte keinerlei Probleme (was bei mancher Brut auch schon anders war, wo ich noch nicht pointiert vorbeugte) trotz dieses Wischi- Waschi- Sommers, in dessen temperierter, eher sonnenloser Feuchtigkeit allerhand Keime ja besonders gut gedeihen.
    Habe gerade 1000 Kalorien verbrannt- Pizza im Ofen vergessen...

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