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Thema: Zusammenführung Jung-Hennen -Hahn

  1. #1

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    Zusammenführung Jung-Hennen -Hahn

    Hallo, ich habe einen Zwerg-Bielefelder-Hahn (Schlupf 04/20) und 6 Hennen und möchte nun 2 Seiden-Hennen (Schlupf 02/21) in die Gruppe integrieren. Momentan habe ich ein Stück vom Stall abgetrennt, so dass sich die Tiere die letzten Tage durchs Gitter sehen konnten. Da bisher alles sehr ruhig war, möchte ich die beiden Seidis morgen zu den anderen lassen. Ich habe allerdings bedenken, dass der Hahn die Neuen verletzen könnte, wenn er sie tritt, weil sie noch nicht ihre Endgröße haben. Legen tuen die Neuen logischerweise auch noch nicht.
    Als wir beim letzten Mal 2 Hennen integriert haben, waren diese schon legereif und der Hahn hat ihnen manierlich mit stolz geschwellter Brust den ganzen Garten gezeigt. Hat jemand Erfahrung, wie sich ein Hahn verhält, wenn noch nicht Legereife Hennen dazukommen?

  2. #2

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    Hallo, ich habe relativ viel Erfahrung mit der Zusammenführung neuer Hühner, da ich momentan 70 Hühner der Rasse Altsteirer und Sundheimer habe und mit dem Züchten beginne.
    Ich habe immer wieder Küken und neue Hühner, die in meine Hühnerschar integriert werden.

    Bei mir läuft das so ab:
    Im Alter von einer Woche kommen die kleinen Küken aus Kunstbrut zu meinen Hahn und seiner Gruppe.
    (Die Küken, die im jungen Alter mit älteren Hühnern Kontakt haben, sind eigentlich immer gut sozialisiert und prägen sich nicht auf den Menschen, sondern auf die anderen Hühner, was später ein grosser Vorteil ist.)
    Da alle meine Hühner gut sozialisiert sind, und es kennen, wenn neue Hühner dazu kommen, ist die Zusammenführung bei mir nie ein Problem. Am Anfang klären sie kurz die Rangordnung, was ganz wichtig ist, und dann spazieren sie auf der Wiese entlang, als würden sie sich schon Jahre kennen. Es ist normal, wenn die neuen Hühner am Anfang gepickt werden, solange es nicht zu offenen Wunden führt.
    Da Du ja auch Rassehühner hast, sollte das kein Problem darstellen. Ich würde die Hennen einfach dazu geben und dann schauen, wie deine anderen Hühner reagieren.
    Eine weitere Möglichkeit ist, dass man die neuen Hühner nachts auf die Sitzstange zu den Anderen setzt. Das soll anscheinend auch funktionieren, damit habe ich aber noch keine eigenen Erfahrungen gemacht.

    Dass die Hennen noch nicht ihr volles Gewicht erreicht haben, ist nicht schlimm. Hennen lassen sich erst treten, wenn sie bereit sind und da der Hahn genug Hennen hat, wird er die Hennen solange damit in Ruhe lassen.

    Und meine kleinen Küken, die problemlos integriert werden, sind ja auch nicht legereif oder ausgewachsen und mein Hähne treten sie nicht.
    Dein Hahn wird es aber bestimmt versuchen und entweder lassen die Hennen sich besteigen, oder nicht

    Viele Grüsse

  3. #3

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    Danke schön für die ausführliche Antwort. Dann lasse ich die Neuen morgen nach der Arbeit einfach zu den anderen in den Auslauf. Bisher hörte der Hahn auch immer auf mit dem Tretakt, wenn eine Henne quietscht, weil er da schon ein paar mal Prügel von den Alten bezogen hat. Um das Picken bzgl. der Hackordnung mache ich mir weniger Gedanken - da müssen sie einfach durch.

  4. #4
    Moderator Avatar von sil
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    Zitat Zitat von altsteirerzucht Beitrag anzeigen

    Bei mir läuft das so ab:
    Im Alter von einer Woche kommen die kleinen Küken aus Kunstbrut zu meinen Hahn und seiner Gruppe.
    Im Alter von einer Woche sind Küken noch unselbständig, schutzbedürftig und brauchen unbedingt noch eine Wärmequelle. Außerdem sind ihre Ansprüche ans Futter andere als die von erwachsenen Hühnern.Würden sie von einer Glucke geführt, würde diese dafür sorgen, daß die anderen Hühner auf Abstand gehalten werden, würde sie mit den Freuden und Gefahren eines Hühnerlebens vertraut machen, sie beschützen und wärmen. Nicht ohne Grund führen gute Glucken ihre Küken über mehrere Wochen.
    Eine Woche alte Küken aus Kunstbrut zu erwachsenen Hühnern zu setzen halte ich für bedenklich, wenn nicht gar unverantwortlich. Frühestens ab einem Alter von 6 Wochen, wenn sie voll befiedert und von den Fähigkeiten deutlich besser für ein Leben ohne den Schutz einer Glucke gerüstet sind, kann man über eine Zusammenführung mit erwachsenen Hühnern nachdenken.
    "alles zuwider dem Menschen. auf den Äckern wächst das Gras und auf den Wiesen steht nichts." (sagte ein alter Bauer mal)

  5. #5

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    Im Alter von einer Woche erscheint mir auch ein bischen SEHR früh...

  6. #6
    Moderator Avatar von Lisa R.
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    Meine Künstbrutküken kommen niemals in einem solchen Alter zur großen Gruppe. Wie soll das denn gehen?

    Frühestens mit 6 Wochen kommen sie (je nach Befiederung und Witterung) ohne Wärmequelle raus. Dann sind sie aber noch von den anderen Hühnern durch Gitter abgetrennt und haben einen eigenen Stall. Sie sollen in Ruhe ihr Futter fressen können und erhalten auch noch anderes Futter als die Alten.

    Frühestens mit ca. 10 Wochen dürfen sie raus - wenn alle Parameter drumrum passen. Dann haben sie aber immer noch ihren eigenen Stall und einen "Kükenschlupf" damit sie jederzeit ungestörten Zugang zu Futter haben und sich in Sicherheit bringen können.

    Aber das kann man sowieso nicht pauschalisieren - ist ja auch von der jeweiligen Rasse abhängig und von der Gruppenzusammensetzung.

    Meine Hühner sind nicht zahm und auf den "Menschen geprägt" (Sind ja keine Gänseküken und ich bin nicht Konrad Lorenz ). Alle Küken laufen später sehr gut in der Gruppe mit und kommen mit dem großen Auslauf bestens zurecht.

    Trotzdem halte ich es für sehr zielführend, wenn Hühner dem Menschen ohne Scheu begegnen und zutraulich sind. Das lernen Küken in den ersten Lebenswochen - entweder von ihrer Glucke oder bei Kunstbrut von mir. Glucken, die ihre Küken nicht in meine Nähe lassen/bringen, brüten hier nur 1x und nie wieder.

    Ich möchte Hühner, die ich ohne großen Stress handlen kann. Das erleichtert alle Arbeiten, im Stall und am Huhn.
    Geändert von Lisa R. (30.06.2021 um 14:28 Uhr)
    Die Frau Werwolf sagt: "Des g'hööööööört so !!!
    --------------------------------------------

  7. #7
    Avatar von Synala
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    1 Woche, wow. Würde ich mich nicht trauen. Ich hab auch extra Ställe für meine Küken. Wenn sie befiedert sind dürfen sie im abgetrennten Bereich ins grüne. Je nach Wetter auch schonmal früher. Da sehen sie die alten dann schonmal. Nach ner Weile mach ich dann den Zaun stundenweise auf und lass sie zusammen laufen. Dann hat jeder immer noch seinen eigenen Stall. Danach kommt der Zaun weg. Und wenn alles gut geht und sie nicht zu doll gemobbt werden setzte ich sie dann auch zu den großen in den Stall um. Da sind sie dann aber schon ungefähr 3-4 Monate alt.
    Gut ich hab aber auch genug Platz das ich mir da Zeit lassen kann. Und ich bau unglaublich gerne. Wenn dann auf einmal Küken da sind die gar nicht geplant waren wird eben ein neuer kükenstall gebaut. Dieses Jahr 2 mal passiert. ��

  8. #8

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    So, die Hennen sind jetzt seit einer Woche da. Wir die ersten 4 Tage hatten wir einen Bereich des Eglu-Cube-Auslauf abgetrennt. Dort in dem Bereich haben die Seidis auch ihre Nester. Nachdem alles ruhig blieb und unsere Hennen sich so gar nicht für die Neuen interessiert haben, haben wir die Abtrennung entfernt. Soweit alles gut. Die Alten dulden es, dass die Seidis sich im Eglu-Cube-Auslauf bewegen aber teilweise werden sie auch bis zu ihren Nestern gejagt und dann sind die Alten schon zufrieden. Im Eglu-Auslauf tut der Hahn den Hennen nichts, allerdings kommt er immer beigerannt, wenn die beiden Seidis den Auslauf verlassen wollen und setzt ihnen dann nach und zerrt an Kopf und Flügeln von denen. Kann sich das Verhalten jemand erklären.

  9. #9
    Avatar von Synala
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    Das Junghennen auch vom Hahn gemobbt werden ist leider normal. Solange sie nicht Geschlechtsreif sind sind sie ganz unten in der Hackordnung und wenn den alten was nicht passt was sie tun dann gibts Ärger. Auf jeden Fall mehrere Versteck und Futter Möglichkeiten anbieten. Für Ablenkung sorgen schadet auch nie.
    Der eglu Auslauf ist halt auch nicht wirklich groß, viel aus dem Weg gehen könne sie sich da ja nicht. Kannst du vielleicht ne Abtrennung machen wo die Jungen durch passen aber die alten nicht? Dann könnten sie sich wenigstens in Sicherheit bringen und trotzdem schonmal Kontakt aufnehmen.
    Viel machen kannst du da sonst nicht. Ich fürchte deine Jungen müssen da durch. Solange es nicht blutig oder allzu heftig wird ist das normal.

  10. #10

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    Sie haben ja logischerweise noch einen Gartenauslauf von knapp 100 qm. Der ist auch schlauchförmig die Grundstücksgrenze lang. Die Alten halten sich meistens am Ende des Grundstücks auf. Der Cube steht vorne. Die Jungen könnten also schon den Cube-Auslauf verlassen und hätten dann Himbeeren, wo sie sich verstecken könnten. Ihr Bereich ist unter dem Cube: da haben sie ein Doppellegenest und sie bekommen in dem Bereich auch Futter und Wasser. Dann habe ich noch einen Baumstamm quer davor gelegt, so dass eine optische Barriere vorhanden ist. Die Alten akzeptieren den Bereich auch und gehen dort eher nicht hin. Die Alten lassen sie auch in Ruhe, wenn sie im Cube-Auslauf rumlaufen - auch der Hahn lässt sie im Cube-Auslauf eher in Ruhe. Aber sobald sie halt den Cube-Auslauf verlassen wollen, macht er stunk. Die Alten interessiert es eher nicht, wenn sie den Cube-Auslauf verlassen.
    Blöd ist halt, dass ich keinen Extra-Ausgang vom Cube in den Gartenauslauf für die Kleinen machen kann, da die Hühner jetzt im Sommer immer im Cube-Auslauf schlafen und ich daher wegen der Marder hier alles dicht gemacht habe. Ich habe den Hahn gestern unters Trampolin gesperrt und dann die Kleinen in den Gartenauslauf gesetzt, damit sie diesen erkunden konnten und sich nach Versteckmöglichkeiten umschauen konnten. Aber momentan trauen sie sich einfach nicht aus dem Cube-Auslauf raus.

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