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Thema: Brauche Hilfe bei Planung schwieriger Gelände Bienen Mähroboter Hang

  1. #1

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    Brauche Hilfe bei Planung schwieriger Gelände Bienen Mähroboter Hang

    Hallo,

    ich hätte sehr gerne ein paar Huhnis im Garten, einem eher "kleinteiligen" Garten mit verschiedenen Ecken, die nicht zusammenhängend sind. Da ich keine Hühnererfahrung habe, habe ich vorab einige wichtige Fragen. Bin total unsicher, wohin die Viecher sollen, weil es 2 kleine Gartenflächen sind und ich nicht 2 Hühner-Häuser haben möchte, nicht 2 x Füttern usw. möchte... wäre ja dumm.

    Vorrangig geht es mir neben den leckeren Eiern und dem Wesen der Hühner an sich (ich bin ein "Draußenmensch") unbedingt ums Rasen kurz halten, weil ich nicht gerne Rasen mähe und ich da tatsächlich Hilfe brauche. D. h. je mehr Rasen kaputt geht, desto besser. Er kommt ja eh immer wieder. Er wächst mir in meine Beete und Nutzgarten rein, kurz gesagt eigentlich mag ich keinen Rasen.


    Fragen vorab:

    1) Ein Mähroboter-Draht ist im ganzen Garten kreuz und quer. Der wird sicherlich beim Scharren zerstört?? Muss es vorher wissen, weil Roboter sonst ins Gehege fahren würde.

    2) Wie viel m² pro Huhn sind nötig, damit ich wirklich nicht mehr Rasen mähen muss? Problem ist, ich habe nur Elektromäher, d. h. in ein kleines eingezäuntes Gehege will ich nicht mit dem Kabel usw. Auch nicht mit Trimmer, weil ich dann ja im Randbereich den Zaun zerschneiden würde (das Geflügelnetz)

    Zur Auswahl:

    Fläche 1: Feiner Rasen, eine Seite dichte Thuja-Hecke, quadratische zusammenhängende Fläche ca. 60 m² Rasen. An der schattigen Thuja-Hecke sollen auch Bienenvölker hin. Die grenze ich aber einfach aus mit dem Geflügelzaun. Den Rasen möchte ich nicht mehr mähen und die Hühner sollen es auch gerne kurz und kahl halten. Gibt auch ne wilde Ecke mit Brennesseln usw.

    Fläche 2: Sehr schmal, ca. 2 - 4 m , dafür ca. 15 m lang. Üble "Wiese", nenne es nicht Rasen. Rundum Maschendraht. Außerdem ein großer Baum als Pluspunkt wg. Würmern usw... Die Fläche bereitet mir beim Mähen große Schwierigkeiten. 1 m Breit und 10 m lang sind Johannis-Beeren, aber die wollte ich besser ausgrenzen, und mulchen, anstatt dort die Hühner scharren zu lassen und die Beeren wegzufuttern.


    Wozu tendiert ihr? Fläche 1 ist "einfach" im Überblick und quadratisch, schattig und sonnig. Fläche 2 eher lang und nur 2-4m schmal, wäre mir als Arbeitserleichterung aber lieber, und die Hühner würden den Stall unter dem großen Baum haben.


    Habt ihr Erfahrungen mit Mähroboter-Draht? Und wie viel m² pro Huhn, damit kein Unkraut mehr kommt? Muss ich den Rand trotzdem trimmen? Wie macht man das am Geflügelzaun?


    Danke!

  2. #2
    Avatar von Dylan
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    Ich würde Fläche 2 nehmen. Schmal und lang ist besser, dann laufen die Hühner mehr herum. Den Boden kriegen sie in kurzer Zeit in eine Mondlandschaft mit Schlaglöchern verwandelt, da musst du nie mehr mähen, solange sie dort rumlaufen. Die Johannisbeeren musst du ab März unbedingt extra einzäunen, die Hühner fressen erst die frischen Triebe, dann die unreifen Beeren. Nach der Ernte kannst du sie dann bedenkenlos den Rest des Jahres dort scharren lassen, sie halten dir den Bereich unter den Sträuchern unkrautfrei.
    Als Grünschnitt kannst du ihnen das gemähte Gras vom Bereich reinwerfen, nehmen sie dankbar an. Muss aber täglich ganz frisch sein.
    Hühner funktionieren übrigens denkbar schlecht als "Rasenmäher". Dazu bräuchtest du ein Leihschaf. Sie picken selektiert, kacken fröhlich auf das grüne Gras, an nassen Tagen graben sie auf der Suche nach Würmern gerne um. Es hat schon seinen Grund, weshalb Hühner nie als biologische Rasenpfleger vermarktet werden.
    Der Rasen kommt in der Regel nicht mehr wieder, aber dafür dann andere Pflanzen, wenn überhaupt. Fünf Hühner reichen bei der Fläche, um ihr den gewünschen Garaus zu machen.

  3. #3

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    Zu bedenken wäre der Zeitaufwand, den die "Viecher" selber verursachen. Das sind keine Maschinen, die nach getaner Arbeit ihren Akku selbstständig aufladen können. Wenn dir trotz Mähroboter die Rasenpflege zu mühsam ist, bist du dann bereit, dich mehrere Stunden pro Woche um die Hühner zu kümmern? Futter, Wasser, Stall misten, Milbenprophylaxe, ND-Impfungen, um mögliche kranke Tiere kümmern, eierfreie Zeiten wegen Mauser, Glucken, Alter usw. akzeptieren... Der Rasen wird verschwinden, zumindest stellenweise, doch die Hühner sind dann noch da und bleiben auf dich angewiesen.

  4. #4
    Avatar von Gögerle
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    Zitat Zitat von Silmarien Beitrag anzeigen
    Zu bedenken wäre der Zeitaufwand, den die "Viecher" selber verursachen. Das sind keine Maschinen, die nach getaner Arbeit ihren Akku selbstständig aufladen können. Wenn dir trotz Mähroboter die Rasenpflege zu mühsam ist, bist du dann bereit, dich mehrere Stunden pro Woche um die Hühner zu kümmern? Futter, Wasser, Stall misten, Milbenprophylaxe, ND-Impfungen, um mögliche kranke Tiere kümmern, eierfreie Zeiten wegen Mauser, Glucken, Alter usw. akzeptieren... Der Rasen wird verschwinden, zumindest stellenweise, doch die Hühner sind dann noch da und bleiben auf dich angewiesen.
    Lebe heute und jetzt, du weisst nicht, was morgen ist.

    Liebe Grüße
    Martin

  5. #5

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    Fläche 1: Feiner Rasen, eine Seite dichte Thuja-Hecke, quadratische zusammenhängende Fläche ca. 60 m² Rasen. An der schattigen Thuja-Hecke sollen auch Bienenvölker hin. Die grenze ich aber einfach aus mit dem Geflügelzaun. Den Rasen möchte ich nicht mehr mähen und die Hühner sollen es auch gerne kurz und kahl halten. Gibt auch ne wilde Ecke mit Brennesseln usw.

    Lieber EwigerGärtner, kannst du mir bitte erklären wie du die Bienen mit dem Geflügelzaun in ihrem Bereich hältst? Und funktioniert das auch bei Wespen?

    Fläche 2: Sehr schmal, ca. 2 - 4 m , dafür ca. 15 m lang. Üble "Wiese", nenne es nicht Rasen. Rundum Maschendraht. Außerdem ein großer Baum als Pluspunkt wg. Würmern usw... Die Fläche bereitet mir beim Mähen große Schwierigkeiten. 1 m Breit und 10 m lang sind Johannis-Beeren, aber die wollte ich besser ausgrenzen, und mulchen, anstatt dort die Hühner scharren zu lassen und die Beeren wegzufuttern.

    Wenn der Baum so voller Würmer usw. ist brauchst du dich nicht mehr lange darum zu kümmern. Hühner sind auch zu klein um die Würmer vom Baum zu bekommen.

    Alternativ zu der Viecherrasse Huhn denke doch mal über die Viecherrasse Schaf oder über die Viecherrasse Ziege nach!
    Deutscher Auswanderer
    und die beste Ehefrau der Galaxis
    Grüßen aus Kroatien

  6. #6
    Avatar von chtjonas
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    Zitat Zitat von EwigerGärtner Beitrag anzeigen
    ...
    Fläche 1: Feiner Rasen, eine Seite dichte Thuja-Hecke, quadratische zusammenhängende Fläche ca. 60 m² Rasen. An der schattigen Thuja-Hecke sollen auch Bienenvölker hin. Die grenze ich aber einfach aus mit dem Geflügelzaun. Den Rasen möchte ich nicht mehr mähen und die Hühner sollen es auch gerne kurz und kahl halten. Gibt auch ne wilde Ecke mit Brennesseln usw.

    Fläche 2: Sehr schmal, ca. 2 - 4 m , dafür ca. 15 m lang. Üble "Wiese", nenne es nicht Rasen. Rundum Maschendraht. Außerdem ein großer Baum als Pluspunkt wg. Würmern usw... Die Fläche bereitet mir beim Mähen große Schwierigkeiten. 1 m Breit und 10 m lang sind Johannis-Beeren, aber die wollte ich besser ausgrenzen, und mulchen, anstatt dort die Hühner scharren zu lassen und die Beeren wegzufuttern.
    ...
    Habt ihr Erfahrungen mit Mähroboter-Draht? Und wie viel m² pro Huhn, damit kein Unkraut mehr kommt? Muss ich den Rand trotzdem trimmen? Wie macht man das am Geflügelzaun?
    ...
    Ich würde auch die schmale, lange Fläche bevorzugen. Ich versuche mir die aber gerade vorzustellen. 2-4 x 15m wären dann ja ungefähr 45 qm, wenn man die 10 qm der Johannisbeerhecke (wirklich unbedingt bis zur Ernte vor den Hühnern zu schützen!) abzieht bleiben dann ca. 35 qm.
    Also 3-4 Hühner verwandeln das ruck-zuck in eine Sand-Geröll-Wüste oder auch (niederschlagsabhängig) in eine Schlammlandschaft. Auch um die Ränder wirst Du Dir keine Gedanken mehr machen müssen.

    Aber was meintest Du etwas weiter oben mit "Geflügelnetz"? Ich denke, das Hühnerareal sollte anständig mit Maschendrahtzaun abgegrenzt sein, wenn Du die Tiere nicht öfter mal beim Nachbarn abholen willst.

    Zum Arbeitsaufwand: Zum täglichen Stallsäubern (Kotbretter) und Futtervorbereiten brauche ich etwa eine halbe Stunde. Dazu kommt eine wöchentliche gründliche Reinigung mit Austauschen der Einstreu und Abschrubben der Sitzstangen. Dafür brauche ich dann auch mal eine Stunde oder mehr. Das ist für den "Normalfall". Wenn mal Parasitenbefall sein sollte oder ein Hühnchen krank ist und man sich besonders kümmern muss multipliziert sich der Aufwand ganz schnell.
    Ich wünsche Dir trotzdem viel Spaß beim Planen - und natürlich bei der Umsetzung Deiner Pläne.
    Liebe Grüße
    Christina
    "Life is what happens while you are busy making other plans." (John Lennon)

    Liebe Grüße
    Christina

  7. #7

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    Hallo,

    ich überlege ja noch, ob es sich lohnen würde. Mir ist natürlich klar, dass man nicht ohne Zeitaufwand eine Arbeitserleichterung haben kann, sonst hätten ja auch mehr Menschen Hühner zu Hause. Es passt mir aber schon ins optische Bild eines Naturgartens und auch in meine Denkweise, möglichst Dinge selbst zu erzeugen und weg vom Supermarkt zu kommen, sofern es geht. Trotzdem, so richtig dafür entschieden habe ich mich nicht. Eine tägliche halbe Stunde halte ich für recht viel.

    @Kroate_: Das mit den Würmern VOM Baum war so gemeint, dass um den Baum herum ein riesiger Komposthaufen, viel Brennesseln und lockere Humuserde voller Würmer. Habe jahrelang dort Rasenschnitt entsorgt.

    @Jonas: Geflügelnetz drum herum, damit meinte ich elektrifiziert und engmaschig. Hühnerzaun. Mein Maschendraht ist nur 1m hoch, grün ... wie man es kennt. Da hauen Hühner nicht ab, aber Feinde kommen locker herein.

    An eine Ziege habe ich noch nicht gedacht. Fand es abwegig, wegen der kleinen Flächen, und es sind ja eher große Tiere mit größerem Hunger bzw. Bedarf. Solange die Kinder den restlichen Garten beanspruchen wird das leider nichts ... und Urlaubsvertretung ist auch so ne Sache Da findet sich jemand mit Hühnerkenntnissen hier im Dorf schon eher.

    Ich denke ich hole mir noch Erfahrungen von Leuten im Dorf ein. Schade, dass die Fläche so klein ist.
    Geändert von EwigerGärtner (25.05.2021 um 21:24 Uhr)

  8. #8
    Avatar von kopfloser Mensch
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    Ziege wär echt das Gegenteil von artgetecht, höchstens zum mähen mieten. Aber die brauchen viiiel Platz und sollten nie allein sein. Würd ich mir nichtmal auf 800qm stellen. Ohne Wechselweide ist das auch Wurmtechnisch alles suboptimal, egal bei welchem Tier.

  9. #9
    Avatar von Gackerliene
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    also wir haben im neuen Haus eine rießen Obstwiese, wenn wir da den Hühnern 2-300qm abzäunen freu ich mich auch schon, wenn die das alles zusammenscharren... wir kommen mit Mähen nicht hinterher... hier im alten Zuhause jedenfalls ist der Auslauf (gut, überbesetzt) ausser ein paar Brennesseln kahl, der Garten, wo sie viel herumlaufen dürfen, an den bevorzugten Stellen auch gut betretbar (alles andere wird zur Wildnis...) ich finde Deine Idee gut .-)

    würde vielleicht gerade wenn es nicht so viele Hühner werden einen kleineren Stall nehmen oder einen konstruieren, der schnell auf und abgebaut werden kann und beide Flächen beweiden, wenn eine ganz kahl ist, rüber ins andere Gehege.

    LG, Alex

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