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Thema: Urgesteinsmehl Andesit und/oder Gartenkalk

  1. #1

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    Urgesteinsmehl Andesit und/oder Gartenkalk

    Wir haben einen recht lehmigen Boden und in den Bereichen, wo die Hühner sich viel aufhalten, ist der dann undurchlässig und es fängt auch etwas an zu riechen. Wir sammeln zwar täglich zwei mal ab und hacken auch ab und zu um. Aber so richtig gefällt mir das nicht.

    Ich hatte hier von Urgesteinsmehl gelesen und bei Dehner online eine Tüte gesehen, deren Inhalt weiß und fein aussah. Als mein Mann dann beim Hornbach war, habe ich ihn gebeten, Urgesteinsmehl mitzubringen. Nun ist das viel grobkörniger, als ich es mir vorgestellt habe und dunkel.

    Jetzt habe ich erst gesehen, dass es logischerweise verschiedene Urgesteinsmehle gibt
    Wir haben jetzt Andesit erwischt.

    0,2 % Gesamtphosphat, 0,4 % Gesamtkaliumoxid, 7,1 % Magnesiumoxid
    Den Dünger verschlossen, für Kinder und Haustiere unerreichbar aufbewahren, Nach der Anwendung Hände und eventuell anders berührte Hautstellen gründlich waschen, Produkt nicht ins Abwasser oder in freie Gewässer gelangen lassen
    Ich nehme an, die Warnhinweise stehen auch auf Urgesteinsmehlen anderer Herkunft. Trotzdem hört sich das für mich nicht an, als ob man das einfach so in den Hühnerauslauf streuen sollte - oder?
    Selbst wenn man es unterhackt ... Dürften die Hühner solche Steinchen fressen?

    Außerdem habe ich hier noch Gartenkalk (Kohlensaurer Kalk 95 % CaCO3 Calciumcarbonat, 53 % basisch wirksame Bestandteile bewertet als CaO). Darüber hatte ich schon mal geschrieben und gefragt, ob man das statt Futterkalk anbieten kann. Davon wurde mir damals abgeraten.

    Aber, kann man das zur Verbesserung des Bodens im Auslauf verwenden und die Hühner direkt wieder drauf lassen?
    Viele Grüße
    von Christine
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    0.2 Zwerg-Langshan; 1.2 Zwerg-Seidenhühner

  2. #2
    Hühnergott (Avatar) Avatar von Jorg
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    Moin,

    ich bin jetzt etwas verwirrt, denn Andesit ist ein vulkanisches Ergußgestein, was aufgrund seiner Härte gebrochen als Schotterbelag Verwendung findet.
    Seine Bestandteile sind (je nach vulkanischer Lokalität): 0 - 20% Quarz, Feldspat, und einige akzessorische Mafite wie Biotit, Amphibiol und Pyroxene.
    Insgesamt eher ein hartes, sich weniger gut in Feuchtigkeit lösendes Gestein.

    Der hohe Anteil Magnesiumoxyd ist bestimmt, wie das andere Kram, zugefügt.
    Beste Grüße in die Runde, Jorg

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  3. #3

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    Wenn Du den lehmigen Boden verbessern willst, würde ich Kompost darunter heben. Ich weis nicht wie es da bei Dir aussieht, aber bei uns gibt es noch nicht durchgegorener Kompost recht günstig (einen kleinen Anhänger voll für ca. 15 €). Diesen nehme ich z.B. auch für in die Voliere.

    Urgesteinsmehl ist mMn. nicht das richtige, zumal es wie Lehm auch, eine gewisse Wasserhaltefähigkeit besitzt. Einen Sack habe ich mir gekauft (Schicker), der im übrigen so fein wie Zement war. Dieser wurde mit normaler Erde vermischt und ihn in die Ecke mit dem Staubbad getan.
    Gruss Rainer

    "Die Grösse und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandelt." Mahatma Gandhi

  4. #4

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    Der hohe Anteil Magnesiumoxyd ist bestimmt, wie das andere Kram, zugefügt.
    Ah, das ist ja interessant, danke für den Hinweis!

    Danke, Jorg und Rainer!

    Da hatte ich doch das richtige Gefühl, dass es nicht für meine Zwecke geeignet ist. Dann wird es halt als Dünger fürs Gemüse verwendet.

    Kompost. Da muss ich mal schauen. Damit habe ich gar keine Erfahrung. Wir haben allerdings mal vom Wertstoffhof schon fertige Komposterde gekauft. Da findet man sehr viel Plastik drin, von den Säcken, in denen die Gartenabfälle dort abgegeben wurden.
    Viele Grüße
    von Christine
    mit
    0.2 Zwerg-Langshan; 1.2 Zwerg-Seidenhühner

  5. #5
    Avatar von Gackerliene
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    nimm doch Laub aus dem Wald oder Grünabfallsammelplatz zusammen mit Sandboden oder Maurersand (ist bilig), also Sand und dann Laub mit paar Leckerlies drunter und die Hühner arbeiten das dann durcheinander... Waldhumus (die halbzersetzte Laubschicht unter dem Laub) ist bestimmt auch ganz gut, aber ich denke, die braucht der Wald ganz dringend selbst, darum die Zwischenlösung mit dem Sand. Wir haben hier Natursandboden (Sandsteingrundlage) und in dem alten Hochbeet kippe ich gerne mal Laub rein und Leckerlies und die Hühner scharren das Laub klein und es entsteht zusammen mit dem Sandboden eine gute Mischung, die ich, nachdem es eine Weile dort war auch in Blumentöpfe mit rein mische. Sichtbare Haufen werden natürlich abgesammelt, aber es wird wohl auch was untergearbeitet. Bei fertiger Blumenerde hab ich auch schon Plastik drunter gefunden, nicht so appetitlich... LG, Alex
    weder "g...", noch "g...", möglichst auch nicht "g..." sondern einfach "gack-gack-gack!"

  6. #6

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    Die Erde hatte ich teilweise auch getrocknet und gesiebt, um sie ins Staubbad unter zu mischen. Das wird sehr gern angenommen.

    Laub finde ich auch sehr gut! Wir haben im Herbst das Laub aus unserem Garten genommen. Das wurde allerdings ziemlich schnell verschafft und dann kamen ja die Meldungen wegen Vogelgrippe und ich habe mich nicht mehr getraut, noch weiteres Laub zu nehmen.
    Ich hatte sogar vorher noch Hainbuchensamen gesammelt und mich nicht getraut, die dann zum Scharren unterzumischen. Aber letztendlich kommt ja alles von irgendwo auch der Kompost vom Wertstoffhof war in irgendeinem Garten, in dem es Vögel gab.

    Ich bin einfach zu ängstlich
    Viele Grüße
    von Christine
    mit
    0.2 Zwerg-Langshan; 1.2 Zwerg-Seidenhühner

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