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Thema: Wie viel Arbeit machen Hühner!

  1. #1

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    Wie viel Arbeit machen Hühner!

    Hallo allerseits!

    Wie der Threadtitel schon vermuten lässt, bin ich ein absoluter Hühner-Neuling, der sich aber dazu entschlossen hat, ein paar Hühner anzuschaffen. Wir haben drei kleine Kinder, sind berufstätig und die Hühnerhaltung fällt absolut in die Kategorie Hobby/Haustier, wo nebenbei eben ein paar leckere Eier abfallen, mit der gegebenenfalls die Großfamilie/Nachbarn regelmäßig/sporadisch mitversorgt werden. Geld verdienen wollen wir damit nicht!

    Nun stellt sich bei der Stallplanung natürlich die Frage, wie viele Hühner es denn werden sollen (ich gehe einmal von einer normalen, durchschnittlichen Größe aus). Platz bzw. Auslauf haben wir genug, allerdings nicht Zeit. Deshalb die Frage: wie viel Unterschied ist im Zeitaufwand, ob wir 3 oder 5-6 Hühner anschaffen?

    Grundsätzlich hätten wir 3 Hühner einmal geplant, also für jedes Kind ein Huhn ;-) Aber der Stall soll wirklich für viele Jahre passen und insofern wäre es natürlich schon ärgerlich, wenn wir zu klein planen; auf der anderen Seite soll er auch nicht unnötig groß werden, auch klar...

    Danke schon einmal vorab für die Hilfe,
    ist ein feines Forum hier, das habe ich schon beim Durchlesen/Schmökern mitbekommen :-)

    LG Christian

  2. #2

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    Hallo

    Ich habe mir letztes Jahr im Frühjahr auch meine ersten Hühner angeschafft und habe mir die gleiche Frage gestellt. Wie viel Zeit brauchen die Hühner und wie viele von ihnen?

    Also zum Zeitaufwand: Morgens und abends muss natürlich die Hühnerklappe auf und zu. Das ist im Grunde kein großer Zeitaufwand, aber man ist nicht mehr ganz so flexibel. Wenn der Tag im Winter kürzer ist, muss man vielleicht los, bevor es hell wird. Oder man ist abends noch unterwegs, wenn es dunkel ist. Eine praktische Lösung sind dafür elektronische Hühnerklappen oder man muss sich halt einfach nach Sonnenaufgang richten.
    Ansonsten steht noch Stall ausmisten, Wasser und Futter auf dem Plan. In meinem Stall ist ein Kotbrett unter der Sitzstange, das mache ich alle 1-2 Tage sauber. Zusammen mit Futter und Wasser hinstellen dauert das etwa 15 Minuten. Wenn die Kinder mithelfen wollen dauert es vielleicht etwas länger.
    Spätestens alle paar Wochen miste ich den Stall gründlich aus, das dauert dann etwas länger, muss ja aber auch nicht so häufig gemacht werden.
    Dazu kommt dann natürlich noch Hühner gucken, das ist wichtig um zu sehen, ob die Hühner fit sind, macht aber natürlich auch Spaß und fühlt sich für mich nicht an wie Arbeit.

    Wie viele Hühner es sein sollen, hängt eigentlich hauptsächlich vom Platzangebot ab würde ich sagen. Wir sind eine vierköpfige Familie und meine vier Hühner versorgen uns gerade, wo sie auch noch jung sind, mit mehr als genug Eiern. Wenn die Hühner nicht geschlachtet werden sollen, würde ich erst eine kleine Gruppe Hühner anschaffen und in den folgenden Jahren immer 2-3 junge Hühner dazu holen, damit irgendwann nicht nur noch Althennen dabei sind, die nicht mehr legen. Den Stall also auf jeden Fall ein bisschen größer bauen als man denkt, es kommt bestimmt mehr Federvieh dazu

  3. #3
    Avatar von Hühnermamma
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    Herzlich Willkommen hier bei den Hühnerverrückten.

    Eines ist ziemlich sicher: Bei 3 Hühnern wird es nicht bleiben. Hat bei mir und sehr vielen anderen auch nicht funktioniert. Ergo, der Stall kann nicht groß genug sein. Am Besten mit einem separaten Abteil mit Stromanschluß, in dem man kranke Tiere separieren oder Neuzugänge in Quarantäne unter Beobachtung halten kann.

    Ich empfehle immer wärmstens, eine Voliere zu bauen, dann ist man auf der sicheren Seite und kann die Hühnerhaltung entspannt genießen, egal ob Vogelgrippe, Mistwetter oder Angriffe durch Beutegreifer. Diese ist natürlich nicht für den ganzjährigen Aufenthalt gedacht, sondern tatsächlich nur in den genannten Situationen extrem vorteilhaft.

    6 Hühner unterscheiden sich vom Arbeitsaufwand nicht wesentlich von 3 Hühnern. Es fällt eben etwas mehr Mist an.

    Würde aber wie vorgeschlagen erst mit 3 Tieren anfangen und nach 2 - 3 Jahren wieder Jungtiere dazuholen. Es sei denn, Deine Kinder tolerieren es, wenn geschlachtet wird. Nach 2 Jahren lässt die Legeleistung deutlich nach. Ich habe 4 Hühner die älter als 4 Jahre sind und nicht mehr viel legen. Dann noch 2 2jährige. Momentan legt tatsächlich nur ein Huhn.

  4. #4
    Moderator Avatar von sil
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    Nunja, was definiert man als "Arbeit"?

    Ich habe 20 erwachsene Hennen, 7 Hähne, und im Sommer dann bis zu 50 Küken und Jungtiere, und ich definiere die Beschäftigung damit nicht als Arbeit. Weder das tägliche Füttern, noch das rauslassen, das Stalltür zu machen, das misten, das ganz allgemeine Kümmern. Für mich ist das, wie Garten"arbeit", Abschalten vom sonstigen täglichen Rödeln.
    Hühnern zuschauen ist wie Meditation, und zu den Hühnern gehen ohne ihnen nicht wenigstens ein paar Minuten zu widmen, geht schlicht nicht.

    Ich denke (bitte nicht falsch verstehen) Tierhaltung, egal, welche Tiere, sollte eine Bereicherung des Alltags sein, und nichts, was man in "Arbeitseinheiten" mißt, die man irgendwie noch in einen sowieso schon vollgestopften Tageslauf unterbringen muß.
    "alles zuwider dem Menschen. auf den Äckern wächst das Gras und auf den Wiesen steht nichts." (sagte ein alter Bauer mal)

  5. #5
    Moderator Avatar von sternenstaub
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    Guten Morgen und willkommen bei den Freunden der Gefiederten

    Also meine Hühner machen mir keine Arbeit, das was hier zur Pflege nötig ist läuft unter Hobby/Spaß/Freizeitvergnügen.

    Im Ernst: Du brauchst Zeit für Füttern, Tränken, morgens rauslassen und abends den Stall wieder schließen, Stall und Auslauf sauber machen, Gesundheitskontrolle und sonstige Pflegearbeiten rund um die Hühner, den Stall und den Auslauf.
    Ob Du das für 3 oder 6 Hühner machst macht keinen Unterschied. Die drei mehr machen das Kraut nicht fett, wie man so schön sagt.

    Bei mir geht die meiste Zeit dafür drauf, bei den Huhnies zu sein. Die gesamte Pflege ist relativ schnell erledigt. Aber wenn man zutrauliche Tiere will, muss man sich mit ihnen beschäftigen - nicht soviel wie mit einem Hund. Aber schon mehr, wie nur morgens und abends füttern. Es reicht da allerdings, wenn man sich in den Garten setzt und ab und an Leckerle verteilt, mit den Huhnies spricht oder sie einfach dabei sein können bei der Gartenarbeit. Gerade da sind Hühner ja auch hervorragende Helfer.

    Den Part rauslassen und Stall wieder schließen kann man an einen Türöffner delegieren. Futter und Wasser sollten so aufgestellt sein, dass die Huhns immer ran kommen, so dass sie auch dann versorgt sind, wenn der Türöffner mal streikt.

    Was sich anbietet ist ein Stall mit Voliere - beides Raubzeugsicher, wo dann der Türöffner die Voliere aufmacht und die Huhns in den Garten können. Eine Voliere ist auch für Stallpflichten ratsam.
    Es ist duchaus auch sinnvoll größer zu planen, weil es selten bei der geplanten Hühnerzahl bleibt, zumindest wenn man an den Gefiederten viel Spaß hat.
    Gruß sternenstaub

  6. #6
    Avatar von Susanne
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    Man kann ja auch vieles einfach leichter gestalten, es fängt mit dem schon oben erwähnten Pförtner an, der aufmacht, ein guter Stall vereinfacht die tägliche und monatliche Pflege (ich sage hier nur: abkärcherbares Material..., Abfluss im Stallboden etc). Was man aber als vollzeitig Berufstätiger einkalkulieren muss: Wenn man erst spät am Abend zurückkommt, wird es schwer, wenn man mal zum TA muss.
    Leider würde man wohl ohne Kameraüberwachung auch gar nicht erkennen, ob ein Tier nicht okay ist. Wir haben da mittlerweile jemand, der auf Anruf zu den Hühner geht, das betreffende kranke Tier abholt und zum TA bringt. Ich schaue von der Arbeit aus immer mal, ob alle aufgestanden sind etc, das ist dann schon ein wichtiger Anhaltspunkt.

    Sobald ein Tier krank ist, bedarf es mehr Aufmerksamkeit und mehr Pflege, das ist dann schon anstrengend. Bei uns ist es immer ein Drama, wenn ich etwas zweimal am Tag eingeben muss, dann muss ich nämlich schon morgens vor der Arbeit in den Garten, was mich zwar nur 15 Minuten kostet, aber dann halt auch 15 min früher aufstehen bedeutet, was dann um 5.05 Uhr ist, furchtbar für mich! Und wenn es dann noch regnet und ich schon mal nass ins Auto steigen muss! Da ist mein Tag dann schon gelaufen. (Wobei unsere Tiere nur mit dem Fahrrad oder zu Fuß erreichbar sind)

    So lange alle gesund sind, ist es kein Problem. Allerdings gehört bei mir auch noch das tägliche Säubern des Gartens dazu (also ich lese die Hühnerhäufchen, die sichtbar sind), ab. Das macht keinen Spaß und ist in der dunklen Jahreszeit auch lästig (Stirnlampe).

    Viele Grüße Susanne

  7. #7

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    Bei mir geht auch die meiste Zeit fürs Hühner gucken und sich dran erfreuen drauf. Saubermachen und versorgen ist in 10 Minuten erledigt. Auch wir haben im März 2020 mit 3 Hennen angefangen und sind nun bei 6 Hennen plus Hahn. Momentan gehe ich davon aus, dass jedes Jahr 2 neue dazu kommen��

  8. #8

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    Die machen keine Arbeit, die machen Spaß

    Manchmal suche ich nur nach einem Grund, einer Aufgabe, um mal wieder etwas im Stall oder Auslauf herumzuputteln.
    Wenn die Hühnchen ein Hobby werden, gesund und munter sind, dann ist eigentlich jeder Handgriff eine Entspannung im Alltag und hilft nach einem stressigen Arbeitstag wieder herunterzukommen. Auch unserer Tochter machen die Tiere Freude - auch sie übernimmt kleinere Aufgaben selber und so ist es ein Familienhobby und sorgt für zusätzliche gemeinsame Momente.

    So jedenfalls ist meine Erfahrung.

    Ich wünsche euch viel Freude mit den Hühnern und hier in diesem Forum findet jeder so viel Anregungen, Tipps und Hilfe, dass auch der tägliche Blick hier herein ganz einfach dazugehört und einem sonst was fehlen würde.
    Also hast du, wenn du nicht aufpasst, auf den Schlag gleich zwei neue Hobbys!

    Liebe Grüße
    Reni
    Geändert von Reeni (21.01.2021 um 09:52 Uhr)
    ...die mit dem Hund geht...mit den Katzen träumt...und nun auch mit den Hühnern aufsteht

  9. #9

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    Wow, danke für die vielen Antworten! Ihr seid super!

    Ja, automatischer Pförtner ist natürlich eingeplant, der ist vermutlich wirklich eine große Erleichterung. Ich sehe das so wie ihr, nämlich dass die Hühner natürlich grundsätzlich Freude und Hobby sind und daher die täglichen Arbeiten auch Spaß und Entspannung bieten. Allerdings hat man mit 3 kleinen Kindern plus Job durchaus auch mal anstrengende Wochen, und da kann dann das schönste Hobby vorübergehend zur Last werden, insofern muss man da vorab auch realistisch planen und sich die Kräfte gut einteilen ;-)

    Wir werden wohl wie geplant mit 3 Hennen starten und dann mit der Zeit, wenn alles passt, die Hühnerschar vergrößern. Ich denke aber, dass es in Summe dann doch maximal 6 Hühner werden dürften, insofern werde ich den Stall für diese Größe planen. Ich weiß schon, die Profis sagen, er kann quasi nicht zu groß sein und natürlich wäre eine Voliere auch super, aber alles zusammen ist für den Anfang vielleicht doch ein bisschen viel (Arbeit&Geld); gerade die Voliere kann ich auch später "nachrüsten".

    Stallmäßig liebäugeln wir mit einem Stall von elmati - die scheinen ja optisch und qualitativ sehr hochwertig zu sein, billig sind meiner Meinung nach die "guten" Ställe alle nicht, zumindest habe ich keine bis jetzt gefunden. Aber kein Wunder, alleine die Materialkosten sind ja schon relativ hoch...

    Vielen Dank für eure Hilfe und die freundliche Aufnahme im Forum!

    Liebe Grüße,
    Christian

  10. #10
    genannt Kokido Avatar von Huhn von den Hühnern
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    Ganz weit weg
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    Bitte sucht euch die richtige Rasse aus.
    Dauerglucker sind echt anstrengend
    extrem lebhafte Tiere nicht gerade Kinder tauglich

    ein robustes, gemütliches Huhn wäre mein Tipp
    Kokido von den Hühnern
    mit der bunten Truppe aus Villa Raptor
    Siehe Thread "Villa Raptor" & "Villa Raptor 2018"

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