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Thema: Kollektives Brüten 2021

  1. #1971

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    @hexenpilz: hier noch mal beide Damen in Bildform:







  2. #1972
    Avatar von chtjonas
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    Tja, nun bin ich, als eher Naturbrutfreund, doch wirklich in diesem Forum gelandet!

    Dann werde ich doch mal von meiner ersten Kunstbruterfahrung berichten:

    Hintergrund:
    Ich bin zwar kein ängstlicher, aber durchaus vorsichtiger Mensch. Bei jeder Brut habe ich den unruhigen Gedanken im Kopf: "Was passiert, wenn der Glucke was passiert?"
    Nachdem mein Mann sich geweigert hat, mir aus Deutschland im Dezember das gewünschte Brutgerät mitzubringen (wäre ja sowieso für diesmal zu spät gewesen), habe ich mir hier aus dem Internet eins bestellt.
    Details zu diesem unglaublichen Teil sind in meinem anderen Faden nachzulesen:
    https://www.huehner-info.de/forum/sh...im-Exil/page11
    Ich habe das Teil dann so zurechtgebastelt, dass ich es - als Notfallbrüter - für einsatzfähig hielt.

    Der Glucke wollte ich eigentlich diesmal nur 5-6 eigene Eier unterlegen und dazu 5-6 ihrer kleinen Ziehtochter (unser 750 g Minimäuschen) vom März. Insgesamt 11 Eier sollten es sein.

    Nun hat es mich aber doch in den Fingern gejuckt, dieses "Gerät" auszuprobieren. (Ich weiß, mit Leben spielt man nicht )

    Die Brut - Anfang
    Ich habe der Glucke 3 eigene Eier (ca. 48g) gegeben, dazu die 6 von unserer Minimaus (31-33g) und 2 von deren Brutschwester "Braunie" (ca. 38g).

    In den Brüter habe ich die anderen 2 Eier der Glucke gepackt, dazu je 2 von "Pick-Pick" (unsere gesperberte Althenne), von "Gacky" (Lieblingshenne des Althahns) und von der dritten Junghenne "Dickerlie".

    Erste Dummheit:
    Von unserer Goldmarie, eine der Althennen, wollte ich ja eigentlich gar keinen Nachwuchs. Sie legt 2-3 Rieseneier (bis zu 99g) pro Woche, oft mit brüchiger Schale. Aber ich kam gerade mit dem Ei (ca. 70g) aus dem Garten ... im Brüter war noch Platz ... und sie als einzige von der Brut auszuschließen?

    Ich habe das Ei also kurz entschlossen noch in den Brüter gepackt - ohne vorher (wie bei den anderen) auf Schäden zu schieren. Die Quittung bekam ich 2 Tage später. Das Marie-Ei fand ich morgens "kolabiert" im Gerät, die angrenzenden Eier (eins von Pick-Pick, eins von der Glucke) verklebt. Die habe ich Blödkopf dann beim Rausnehmen und Saubermachen der Schweinerei auch noch beschädigt.

    Verblieben 6 Eier im Brüter.

    Erstes Schieren (Tag 8 ):
    Habe mir im Vorfeld ja ungezählte Bilde und Videos im Internet angeschaut, wie sich entwickelnde Eier nach einer guten Woche aussehen sollten.
    Naja, also zumindest konnte ich mit meiner improvisierten Schierlampe feststellen, dass die Brütereier "anders" aussahen, als frisch gelegte. Ich habe gemeint, irgendwie "Schatten", "dunkle Stellen" und Unregelmäßigkeiten gesehen zu haben. Also blieben die Eier natürlich drin.

    Zweites Schieren(Tag 16):
    Bei 4 Eiern habe ich gar nix gesehen. Nur dunkel und unten die Luftblase .
    Ein Ei sah noch genauso aus, wie vor einer Woche - das habe ich raus.
    Ein Ei sah bisschen hell und bisschen dunkel aus - das habe ich drin gelassen, mit Fragezeichen.

    Schlupf
    Als ich in der Nacht von T19 auf T20 um 23:00 Uhr ins Bett ging war noch kein Ei angepickt. Als ich um ca. 01:00 aufs Klo musste turnte laut schreiend das erste Küken schon im Brüter rum. Ein anderes Ei war angepickt.
    Ich habe die LF kontrolliert und mich gezwungen wieder ins Bett zu gehen.

    Gegen 07:00 Uhr polterte der Kleine immer noch laut piepsend und noch nicht trocken im Brüter rum. Er hatte es fertiggebracht das angepickte Ei mit dem Loch auf den Boden zu drehen. Ich beschloss ihn rauszunehmen und in die vorbereitete Wärmebox zu packen. Das Ei habe ich wieder "richtig" rum gedreht.

    Um 13:15 Uhr schlüpfte dieses Küken.

    Am nächsten Morgen (also T21) schlüpfte das Dritte um 09:30.

    Mittlerweile gab es auch bei der Glucke Aufregung. Aus 10 verbliebenen Eiern, eines war T6 oder 7 "verschwunden" (gefressen oder zerbrochen und gefressen?), waren 8 Küken geschlüpft.
    Zwei davon waren später tot, die verbliebenen 2 Eier (eines davon angepickt) aus dem Nest geschubst. Diese beiden Eier habe ich in den Brüter.

    Aus dem angepickten schlüpfte am späten Nachmittag ein sehr schwaches Küken, das auch am nächsten Tag noch nicht trocken erschien und auch nicht stehen konnte.

    Aus dem letzten "Original"Brüterei schlüpfte am Abend von T21 mühsam ein Küken, allerdings mit nicht eingezogenem Dottersack. Der Kleine war ein paar Stunden später tot.

    Fazit:
    Aus allen 4, nach dem zweiten Schieren erfolgversprechend aussehenden Eiern, dazu noch aus dem von der Glucke "verstoßenen" Ei, sind erfolgreich Küken geschlüpft - überlebt haben 4.

    Eine Woche später:
    Das "Kümmerküken" aus dem angepickten Gluckenei scheint sich berappelt zu haben. Es sieht immer noch nicht richtig fluffig aus. Ich denke, daran bin aber ich auch schuld. Ich hatte versucht ihm mit einer Spritze (ohne Nadel) Päppelfutter zu verabreichen. Da ich keinen Traubenzucker hatte, habe ich bisschen Honig in warmem Wasser gelöst und mit Eigelb gemischt.
    Das habe ich dann in die Spritze aufgezogen. Das Zeug war aber so dickflüssig, dass es mir in hohem Bogen über das arme Küken - Kopf und Rücken - gespritzt ist. Auch unser Hund hat eine gehörige Portion abbekommen.
    Ich habe dem armen Kerl dann sein Gesichtchen und besonders um die Nase mit Q-Tip und warmem Wasser gesäubert. Der Rest hängt wohl aber immer noch im Flaum.


    Das erstgeschlüpfte Küken hat schon am zweiten Tag Flügelfederchen geschoben. Ich hoffe sehr auf ein Schneewittchen.


    Bei dem als zweites geschlüpften Küken gehe ich jetzt schon von Hahn aus. Ist das kräftigste von allen (jetzt 50g). Mutter ist hellbraun gesperbert, der Vater einfach "bunt". Ich meine aber schon die ersten Sperberfederchen an den Flügeln gesehen zu haben.
    Von der Seite war der Knabe übrigens einfach nicht mit offenen Augen zu fotografieren. Sowie ich den Auslöser gedrückt habe, die Enfernungsmessung der Kamera anging, hat er die Augen zugemacht. Von Vorne kein Problem!!!


    Neues Sorgenkind ist nun das an T21 morgens geschlüpfte schwarze Küken. Mutter unsere Junghenne "Dickerlie", Vater scheint ihr gesperberter Schlupfbruder "Hahnie" zu sein. Das hatten wir so nicht erwartet, da der schon vor einigen Wochen umgezogen ist.
    Beide sind im März hier aus "Überraschungseiern" geschlüpft - mit Sicherheit Halbgeschwister, eventuell haben sie aber auch die selbe Mutter. Hier könnte also ein Inzuchtproblem vorliegen.
    Der Kleine hat ein "Torkelproblem" und läuft wie besoffen.
    https://www.huehner-info.de/forum/sh...%FCken+torkelt
    Aber er frisst und trinkt selbständig, er nimmt zu, kann sich orientieren ... läuft halt sehr unsicher, oft auch rückwärts und fällt gelegentlich hin. Auch unser TA tippt auf eine neurologisches Ursache und wir geben ihm jetzt Vit. B-Komplex
    Geändert von chtjonas (09.10.2021 um 03:12 Uhr)
    "Life is what happens while you are busy making other plans." (John Lennon)

    Liebe Grüße
    Christina

  3. #1973
    Avatar von chtjonas
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    Hier mal das gesamte Quartett beim "Freigang" in ihrem improvisierten Miniauslauf:
    "Life is what happens while you are busy making other plans." (John Lennon)

    Liebe Grüße
    Christina

  4. #1974
    Kükendompteuse Avatar von mistkratzerli
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