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Thema: Junger Hahn ohne Voranzeichen plötzlich tot

  1. #1
    Avatar von Schnappi66
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    Junger Hahn ohne Voranzeichen plötzlich tot

    Heute Abend in der Dämmerung lag ganz unerwartet mein Junghahn "Late" tot in der Nähe vom Stalleingang.
    Noch am späten Nachmittag habe ich einige Zeit bei meinen Hühnern verbracht und ihn ebenso wie die anderen, länger beobachtet. Es gab keinerlei Auffälligkeiten. Er war putzmunter, krähte und stolzierte herum wie immer, scharrte, pickte, hat gefressen, gelockt, kam zum betteln und hat sich überhaupt verhalten wie immer. Wenn überhaupt, hat er die letzten Wochen einen minimal dunkler gefärbten Kamm als Red gehabt, also nicht auffällig, nur nicht ganz so strahlend rot, was ich aber immer auf die etwas andere Farbgebung bei ihm geschoben habe. "Blacky" mit seinem Blauanteil im Gefieder hat auch keinen ganz so hellroten Kamm wie "Red".
    Vor 2 Tagen ist "Late" 7 Monate alt geworden und hatte bis heute nie was Auffälliges. Er war zwar als Nachzügler geschlüpft, aber von Anfang an genauso munter wie seine Schlupfgeschwister.
    Er hat auch in kurzer Zeit beim wachsen aufgeholt und war ein ebenso stattlicher Hahn wie die anderen. In der Rangfolge war er an 3. Stelle von 7 Hähnen.
    Noch laufen alle 7 Hähne zusammen, aber bisher ohne Kämpfe. Sie haben angefangen auch mal schon vereinzelt ab und zu eine Henne zu treten, was aber eigentlich dem ranghöchsten, dem "Red" vorbehalten blieb. Der 2. in der Rangordnung, "Blacky" durfte ab und zu mal und "Late" nur in Ausnahmefällen wenn die anderen gerade zu weit weg waren. Dabei gab es aber bisher auch noch nie Streit. Mal ein kurzes Drohen und Halsgefieder aufstellen und die Rangfolge war geklärt. Also dürfte es eher unwahrscheinlich sein, daß er in einem Kampf gestorben ist. Noch dazu gibt es weder bei ihm, noch bei einem der anderen Hähne die kleinste Verletzung. Absolut Nichts, nichtmal eine zerzauste Feder. Er lag ganz friedlich mit geschlossenen Augen und schön geordnetem Gefieder locker und nicht verkrampft auf der Seite unter seinem Lieblingsansitz vor der Stalltüre.

    Kann es sein, daß er noch so jung plötzlich einen Herzinfarkt, Schlaganfall oder Ähnliches hatte?
    Ausser ganz wenig Schleim im Schnabel/Rachen konnte ich absolut Nichts feststellen. Er war trotz Minusgraden auch noch ganz warm. Es mußte also ganz kurz zuvor passiert sein.

    Ich würde jetzt nie eines meiner Tiere schlachten um es zu essen. Aber da er nun ja schon mal tot ist, fände ich es schade und als Verschwendung, wenn ich ihn einfach begraben würde. Da habe ich mir gesagt, dem armen Kerl ist es jetzt ja egal, er merkt es ja nicht mehr und soll nicht ganz umsonst gestorben sein. Daher habe ich ihn dann schweren Herzens gerupft und ausgenommen.
    Auch an der Haut nichts Auffälliges, keine Blutergüsse, keine Kratzspuren. Kropf und Magen gut gefüllt, Innereien alle eine gesunde Farbe. Augen ganz klar unter den geschlossenen Lidern.
    Könnte man am Herz evtl. sehen wenn es ein Herzinfarkt war?

    Leider war meinem lieben "Late" kein langes Leben vergönnt, aber ich hoffe, daß er die Monate, welche er hatte wenigstens etwas genießen konnte.
    Komm gut über die Regenbogenbrücke mein süßer und immer lieber, anhänglicher und hübscher Bursche. R.I.P. "Late"

    liebe Grüße
    Schnappi

  2. #2
    Avatar von Maught
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    Oh nein Schnappi das tut mir sehr leid für dich er war ein echt hübscher Hahn
    Dir ganz viel Kraft das mit dem Essen hätte ich genau so gemacht! Damit sein Tod nicht für umsonst war...

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  3. #3
    Avatar von Penni
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    Sehr schade um den hübschen Kerl! Ich hatte es bei den Blumenhähnen schon zwei mal, das sie einfach tot umfielen . Einmal ein ganz junges Hähnchen, halbes Küken noch, das vor meinen Augen beim Füttern auf einmal anfing zu schreien, kurz verkrampfte und dann in meinen Händen starb. Und einmal auch ein noch relativ junger Hahn
    (vielleicht 1,5 Jahre alt,) welcher auch ohne vorherige Anzeichen eines Morgens tot mit blauem Kamm unter seiner Stange lag.
    Ich hatte bei beiden auch was mit dem Herz vermutet, der ältere Hahn hatte auch einen blauen Kamm. Aber wirklich wissen tu ich es natürlich auch nicht, da ich keinen der beiden eingeschickt hatte.
    Ich wünsch dir, das es ein Einzelfall bleibt!

    Viele Grüße! Penni
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  4. #4
    Avatar von Schnappi66
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    Danke ihr Beiden. Werde den lieben, hübschen Kerl nie vergessen. War ja auch eine Kunstbrut und immer total lieb und zahm. Heute Nacht und am Morgen war es im Stall verdächtig ruhig was Krähen angeht. Irgendwie scheinen die anderen auch zu merken, daß er fehlt. Wobei er ja nicht der Oberkräher war, seine beiden Brutbrüder waren immer lauter und häufiger am rufen und in der Rangordnung beide über ihm.
    Nur der von Hochhuhn dazugekommene Einzelhahn, welcher in der anderen Gruppe ist, hat wie immer gekräht.
    Von den Blumenhähnen dagegen kein Einziger.
    liebe Grüße
    Schnappi

  5. #5
    Moderator Avatar von zfranky
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    Das tut mir leid für deinen Hahn, Schnappi.
    Sowas passiert aber leider immer wieder mal. Manchmal liegt eine Herzerkrankung zu Grunde, da ist insbesondere an eine hypertrophe Cardiomyopathie zu denken, gerade bei guten Fleischrassen. Dabei wird der Herzmuskel immer dicker und irgendwann wird nicht mehr genug Blut gepumpt oder der Herzmuskel ist so dick, dass nicht mehr genug Sauerstoff zu den Zellen kommt, Die Folge ist dann ein oft plötzlich aussehender Herztod. Es trifft oft die agilsten Hähne..
    Allerdings kann er natürlich auch eine perakute Infektion gehabt haben, also einen Infekt, der so schnell verläuft, dass sich keine wirklichen Symptome ausbilden können.
    Das würde alles nur eine Sektion klären.
    Ich persönlich verwerte solche Tiere nicht wegen der unklaren Todesursache. Aber das muss jeder für sich selbst ausmachen, Willis Gegenrede kenn ich schon..
    nach 20 Jahren endlich wieder Hühner, spontaner Bruteier-Kauf bei Ebay, geliefert in die Packstation, Oktober 2014 erste Naturbrut... ein bisschen Natur in der Stadt..

    Aktuell 2,14 New Hampshire, dazu Pferd, Katze und Bienen ...

  6. #6

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    Bin bei sowas auch im Zwiespalt wegen dem Verwerten.
    Hund oder Katze haben wir nicht und wenn wir uns doch zu verwerten entscheiden dann nur als lange gekochtes Suppenhuhn und die Federn werden komplett mit Haut abgezogen. Bei so plötzlichem Tod ist brühen und rupfen sonst bissl aufwendig.
    Die Entscheidung ob Verwerten oder nicht fällt dann auch erst beim Ausnehmen des Tieres. Da wir für den Eigenverzehr überzählige Hähnchen schlachten, versuchen wir dann zu vergleichen ob irgendwas Auffälliges/Ungewöhnliches bspw. an den Organen ist.
    Geändert von Dorintia (28.11.2020 um 13:59 Uhr)
    1 Hahn: Zwergwyandotte gold weißgesäumt und 9 Große Wyandottenmädels gold schwarzgesäumt (Schlupftag 18.05.2019) + 8 Nachwuchs-Hennen vom 09.05.2020 + 1 Gsg-Orpingtondame aus 2017 + 2 Grün- und 3 Rotlegerinnen

  7. #7
    Avatar von Bohus-Dal
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    Das ist ja ein Schock

    Zitat Zitat von Penni Beitrag anzeigen
    Ich hatte es bei den Blumenhähnen schon zwei mal, das sie einfach tot umfielen .
    Echt komisch. So schwer sind Blumenhühner ja nun auch wieder nicht.

    Ich hatte mal einen plötzlichen unklaren Todesfall, eine junge Zwergwyandottenhenne, ca. ein Jahr. Ein Freund untersuchte sie und fand NICHTS, es wird für immer ein Rätsel bleiben.
    Grünlegemixe 2,10; Dals-Pärlhöna 0,2; Bohuslän-Dals svarthöna 0,1; Marans 0,1; Buschhuhn 4,5; Warzenente 1,3; Katze 2,0

  8. #8
    Avatar von Schnappi66
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    Danke für euer Mitgefühl, ist schön, wenn es auch Menschen gibt, die verstehen wie man an einem Hahn/Huhn hängen kann.
    Hier ringsum kommen nur so doofe Sprüche wie: Hast ja noch genug, ist doch bloß ein dummer Hahn, sei froh daß einen weniger hast usw.. Bin jetzt nicht gerade den ganzen Tag am heulen, aber es ist doch ein Schock und ich muß immer wieder an ihn denken und bin sehr traurig. Hatte heute Abend auch noch gar keine Lust auf Brathähnchen. Gibt´s dann Morgen.
    Wegen Essen mache ich mir keine Gedanken. Bin da recht robust und ausser mir ißt ja keiner davon.
    Was anderes wäre, er wäre sichtlich krank gewesen, hätte unnnatürlich verfärbte Innereien oder Bauchwasser, Tumore, Eiterherde usw. gehabt. Aber selbst das Herz sah normal aus, auch kein so Kugelherz oder anders verdickt oder verwachsen. Hab ja zu Beginn der Hühnerhaltung gleich mal meine Bibliothek aufgestockt und da auch paar schlaue Fachbücher, wo ich jetzt einiges nachgelesen habe.
    Was das Gewicht angeht, er war jetzt auch nicht verfettet. Mit 7 Monaten, bratfertig 1600 g ist zwar schon ein netter Brocken finde ich, aber ausser minimalen Fettrand, max 3-4 g, hinten an der Öffnung zum ausnehmen absolut kein Fett.
    Gedärme auch alles wie es sein soll, innen wie aussen top.
    Wirklich das Einzige evtl. Auffällige war der teilweise leicht verfärbte Kamm und die bläulichere Gesichtsfarbe.


    Das Rupfen ging gestern Abend noch sehr leicht und sauber. Wollte eigentlich erst nur ein paar der schönen Federn als Erinnerung nehmen, aber dann habe ich einfach mal weitergemacht, nichtmal gebrüht vorher, sondern trocken. Gegen die Wuchsrichtung ließen die sich relativ leicht und ganz sauber ausreissen. ausser die langen Flügelfedern, die saßen zu fest, aber die hab ich dann sowieso samt der Flügelspitzen abgeschnitten. Vielleicht lag das am Temperaturunterschied weil er ja noch ganz warm war und die Umgebungstemperatur unter 0 Grad, daß es auch ohne brühen noch leicht ging?

    @ Dorintia:
    die Federn werden komplett mit Haut abgezogen. Bei so plötzlichem Tod ist brühen und rupfen sonst bissl aufwendig.
    Wieso ist das bei plötzlichem Tod anders als wenn du schlachtest?

    Die wahre Todesursache wird wohl auch wie bei deiner Henne Bohus-Dal, immer im Dunkeln bleiben und hoffentlich ein Einzelfall sein.
    Geändert von Schnappi66 (28.11.2020 um 19:20 Uhr)
    liebe Grüße
    Schnappi

  9. #9

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    Ich empfinde es als aufwändiger da den großen Brühtopf erst noch aufzusetzen usw. Da ich nie genau wusste wann das Tier genau gestorben war, war mir Schnelligkeit wichtig, manchmal musste die Entscheidung auch abends getroffen werden und für ein Suppenhuhn brauch ich auch nicht unbedingt die Haut. Die Innereien wurden immer "vorsorglich" entsorgt, auch wenn für uns Laien nichts erkennbar war.
    Beim Schlachten bereitet man ja ganz anders vor.
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  10. #10
    Avatar von Schnappi66
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    So gesehen ganz verständlich.

    Da ich ja meine Hühners und Hähne nicht schlachte hätte ich schon mit dem Brühtopf improvisieren müssen.Dunkel war es dann sowieso auch schon draussen und lange warten wollte ich auch nicht, von daher hab ich es gleich trocken und kalt versucht und ging auch so gut zum rupfen. Zumindest wenn man nur ein Tier zu machen hat.
    Innereien ausser Magen und Herz haben auch die Katzen bekommen, die Hunde die Ständer. Herz und Kopf habe ich beerdigt und was ich mit den Federn mache schau ich noch.
    liebe Grüße
    Schnappi

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