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Thema: Hahn ist angriffslustig!

  1. #11
    Avatar von Yokojo
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    Zitat Zitat von Rocco Beitrag anzeigen
    Hallo Saphira, Du machst momentan alles falsch, was möglich ist. Als Hahn würde ich auch angreifen.

    Kinder und Hähne passen nicht zusammen. Durch die geringe Größe und die hektischen Bewegungen kleiner Kinder fühlt sich der Hahn bedroht und will seine Hennen und sein Revier beschützen.
    Als nächstes huschelt ihr die Hennen. Dadurch werdet ihr zu Konkurrenten, die er vertreiben will. Er greift einfach an.
    Ein weiterer Punkt ist, dass er als ehemaliger Kuschelhahn keine Distanz zum Menschen hat, Du aber nicht sein Vertrauen besitzt. Er greift also an, um alles zu verteidigen. Dazu kommt noch, dass er jetzt geschlechtsreif ist und die Rangordnung zu seinen Gunsten ändern will bzw er der Chef bleiben möchte. Wieder ein Grund für einen Angriff.

    Du hast nur zwei Möglichkeiten, entweder Du trennst Dich von ihm oder erlangst sein Vertrauen und musst ihn gleichzeitig dominieren. Du musst der Chef sein und bleiben. Der Hahn wird immer mal versuchen, die Rangordnung zu ändern.
    Er muss lernen, dass Du keine Gefahr oder Konkurrenz für ihn und die Hennen bist.
    Dazu musst Du Dich viel mit ihm beschäftigen ohne die Hennen zu betüddeln. Das ist sein Job. Wenn Du sein Vertrauen gewonnen hast, darfst Du auch die Hennen wieder anfassen. Er muss sich von Dir aber auch anfassen lassen. Ansonsten greift er wieder an.

    Du solltest ihn deshalb immer als ersten das Futter anbieten, damit er es den Hennen zeigen kann. Er muss sich in Deiner Gegenwart wohlfühlen.
    Dazu gehört, dass Du den Hahn auf den Schoß nimmst, mit ihm ruhig sprichst, ihn streichelst bis er sich entspannt. Vorher darfst Du ihn nicht freilassen, weil es dann ein weiterer Pluspunkt für ihn ist und Du weiter der Feind bleibst. Das hat nichts mit Zwangskuscheln zu tun!
    Das dient zum Aufbau von Vertrauen!
    Dein zweijähriger Sohn bleibt aber für den Hahn weiter eine “Gefahr“. Der darf nicht mit ihm zusammen kommen.
    Er wird garantiert angegriffen.
    Jeder, der mit dem Hahn zusammenkommt, muss sich das Vertauen erarbeiten. Ansonsten gibt es akzeptierte und angegriffene Personen.

    Ist das gegenseitige Vertrauen einmal aufgebaut, kann man auch mal Fehler im Verhalten machen. Das toleriert der Hahn.

    Hier noch ein Link zu dem Thema
    https://www.huehner-info.de/forum/sh...=1#post1223120

    Bei Fragen kannst Du Dich gerne auch per PN an mich wenden.

    Mfg Rocco

    PS.: Für mich gibt es keine aggressiven Hähne, nur falsch verstandene.
    Kinder und Hähne können sehr wohl zusammen passen!
    Nach meiner Erfahrung ( über 40 Jahre verschiedene Rassen gezogen) kann es an der Genetik und/oder der Behandlung liegen.
    Wenn sich ein Hahn aber, wie beschrieben, verhalten hat würde ich ihm nie mehr trauen und schon gar kein Kind zu ihm lassen. Es gibt genug vertrauenswürdige Hähne, warum sollte man dem Kind den Spaß an den Hühnern vermießen?
    Und so paradox es klingt, meine Kampfhähne sind die Kinderliebsten

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  2. #12
    Avatar von Gubbelgubbel
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    @Landleben, es dürfte schwer sein einen hahn zu verkaufen der Kinder zerlegt es ist ja schon schwer genug einen netten hahn zu verkaufen, außer du gibst ihn zum schlachten ab, aber dann kannst du ihn auch selber schlachten bzw selber zum lohnschlachter bringen.
    Buntes Hühner-Allerlei: 1,0 Zwergcochinmix, 0,2 vorwerk, 0,2 araucaner, 0,2 barnevelder, 0,1 Zwerglachshuhn, 0,3 Seidenhuhn, 0,0,4 Buntlegermixe

  3. #13
    genannt Kokido Avatar von Huhn von den Hühnern
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    Einen warum auch immer auffälligen Hahn zu verkaufen/abzugeben (außer zum schlachten) finde ich verantwortungslos. Der neue Besitzer soll dann mein Problem lösen? Oder hier passiert dann einem Kind wirklich was, es kann ja auch erstmal wochenlang gut gehen.
    Für den Umgang mit (auffälligen) Hähnen müssen die Rahmenbedingungen stimmen (das haben wir hier schon mehrfach besprochen) , geht das nicht = keinen Hahn halten und auffällige schlachten
    Kokido von den Hühnern
    mit der bunten Truppe aus Villa Raptor
    Siehe Thread "Villa Raptor" & "Villa Raptor 2018"

  4. #14

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    Zitat Zitat von Huhn von den Hühnern Beitrag anzeigen
    Einen warum auch immer auffälligen Hahn zu verkaufen/abzugeben (außer zum schlachten) finde ich verantwortungslos. Der neue Besitzer soll dann mein Problem lösen? Oder hier passiert dann einem Kind wirklich was, es kann ja auch erstmal wochenlang gut gehen.
    Für den Umgang mit (auffälligen) Hähnen müssen die Rahmenbedingungen stimmen (das haben wir hier schon mehrfach besprochen) , geht das nicht = keinen Hahn halten und auffällige schlachten
    Das sehe ich genauso und das gilt nicht nur für Hähne. Auch Problemhennen werden gerne mal abgegeben und den Neubesitzern aufs Auge gedrückt.
    Die lassen dann oft ein Vermögen beim Tierarzt und geben irgendwann entnervt und enttäuscht auf. Selbst so im Bekanntenkreis erlebt. Mein Rat hatte leider auch in der veganen Kuschelhuhnwelt keinen Platz.
    Tat mir unendlich leid für die ambitionierten Neubesitzern, aber leider hatte man ihnen die falschen Tiere verkauft.

  5. #15
    Avatar von Landleben
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    @ Gubbelgubbel / Huhn von den Hühner/ mk4x

    Zuerst einmal darf man nicht verschweigen warum man den Hahn verkauft. Es gibt Plätze wo ein solcher Hahn nicht so ins Gewicht fällt. Wenn er zum Beispiel auf einem Hof mit 50 Hühnern und 4 anderen Hähnen mit läuft, relativiert sich vieles. Erst gibt es mal etwas auf die Ohren, dann Eingewöhnung und wenn er dann an 3 oder 4 er Rangstelle läuft, sieht es anders aus. Im übrigen hat er kein Kind zerlegt....Dramatisierung ist hier wenig hilfreich.
    Krieg ist, wenn sich viele die sich nicht kennen, gegenseitig töten, weil zwei die sich kennen, streiten.

  6. #16
    genannt Kokido Avatar von Huhn von den Hühnern
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    Das setzt aber Ehrlichkeit und Mut des Verkäufers voraus.
    Abgabe von auffälligen Tieren ist immer Glücksache und gerade wenn es schnell gehen muß... Erwähnt man es eben einfach nicht (man ist ja froh, dass das Tier weg ist)
    Wenn man die Wahrheit auf Nachfrage verschweigt (ist ein ganz lieber) ist das unverantwortlich, egal wo das Tier dann hinkommt.
    Keiner weiß natürlich, wie sich ein Tier entwickelt, wenn die alten Muster geändert werden. Dem TS hilft es aber nicht, WENN JETZT in 6 Monaten jemand (mit Erfahrung und idealen Voraussetzungen) den Hahn will. Es muß jetzt eine Lösung her.
    Kokido von den Hühnern
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    Siehe Thread "Villa Raptor" & "Villa Raptor 2018"

  7. #17
    Avatar von Landleben
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    Für die Fälle habe ich noch einen Freund...der hat schon in der LPG geschlachtet.
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  8. #18
    Moderator Avatar von Lisa R.
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    Zitat Zitat von Landleben Beitrag anzeigen
    Zuerst einmal darf man nicht verschweigen warum man den Hahn verkauft.
    Dann kann man ihn auch gleich schlachten. Wer nimmt einen solchen Hahn und bezahlt dann auch noch was dafür? Das ist doch illusorisch.

    Im Moment gibt es tolle Hähne wie Sand am Meer. Da nehm ich doch keinen angriffslustigen Hahn. Man bekommt ja sogar nette Rassehähne geschenkt.

    Ich würde einen solchen Hahn so schnell wie möglich schlachten/schlachten lassen - vorallem wenn wie hier Kinder im Spiel sind. Da würde ich keinerlei Kompromisse machen.

    Ich fürchte mich nicht vor solchen Kandidaten, außer uns geht keiner zu den Hühnern rein und trotzdem wäre mir das einfach zu viel. Da hab ich besseres zu tun als ständig noch den bescheuerten Gockel im Auge haben zu müssen - damit ich ihn eben nicht im Auge habe .
    Der letzte "Rambo" hier hat nur so lange gelebt bis sein Nachfolger alt genug war um zu übernehmen. Dann hat uns der Stinkstiefel ausnehmend gut geschmeckt.
    Die Frau Werwolf sagt: "Des g'hööööööört so !!!
    --------------------------------------------

  9. #19
    Avatar von Landleben
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    @Lisa R.

    Sehe ich ähnlich. Allerdings hatte der Threadersteller ja auch nach anderen Möglichkeiten gefragt. In diesem Zusammenhang bin ich der Meinung, das man bei einem Verkauf die Problematik nicht verschweigen sollte. Davon abgesehen....so viele Menschen sind meines Wissens nach von Hähnen noch nicht getötet / verstümmelt worden.

    Krieg ist, wenn sich viele die sich nicht kennen, gegenseitig töten, weil zwei die sich kennen, streiten.

  10. #20
    Avatar von Okina75
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    Dass Hähne mit auch kleinen Kindern gehen, zeigen meine seit 2012 ausschließlich selbst gezogenen Hähne, weil gleich die ersten beiden erwachsen gekauften gleich richtige Fehlgriffe waren. Den Sebrighthahn haben wir noch gut untergekriegt, der war auch nur etwas größenwahnsinnig, aber sonst ganz instinkt- intakt, der "Javanesische Zwerghahn" aber, beim Vorbesitzer auch ganz lieb und unauffällig, fing hier bei mir bereits am dritten Tag an, den Lemmy zu machen. Ohne, dass die Hennen mir bereits besonders zugetan gewesen wären, weil die auch ganz neu hier waren. Der Gockel machte es hier exakt einen Monat, dann war Ende, und seitdem kommt mir hier kein Hahn mehr auf den Hof, der älter ist als Ei.

    Demzufolge ziehe ich meine Hähne seit eben 2012 ausschließlich selbst, und achte egal ob bei welchen aus fremden oder eigenen Bruteiern bereits von Tag 1 peinlichst drauf, wie die sich entwickeln. Bin da nicht hysterisch und interpretiere gleich Himmel und Hölle rein, aber ab drei Monaten Alter die kleinste Breitseite, das kleinste Scheinpicken, das geringste bewusst im Weg stehen bleiben, und das war es für ihn. Durchaus auch schon früher, wie jenes Lohmann Braun- Söhnchen, dass mir schon im Alter von drei Wochen auf die Schuhspitze losging, auch der hatte bereits so früh sein Ticket für die TransSib sicher, aber in der Regel ab der Jugend von drei Monaten Alter an sollte man sehr scharfen Auges sein.
    Und seit 2012/ 2013 hatte ich nun drei Haupthähne (der dritte ist jetzt fast fünfeinhalb), und dazu pro Jahr die erlesensten 1-3 Junghähne bis teils in den auf's Schlupfjahr folgenden Mai hinein. Gut und gerne im Lauf der Zeit also 12- 14 Junghähne zusätzlich.
    Und sie ALLE waren kein Problem mit meinem nun siebenjährigen Sohn. Und um zumindest die Hälfte der Junghähne (andere vergewaltigten später zu lange, oder wurden mit einem Jahr diesbezüglich problematisch, oder sie entwickelten sich zu pausenlosen Brüllaffen) war es zu Zeiten schade, weil unverständlicherweise viele Leute trotz aller Ausfälligkeiten an ihren Wesens- Krüppeln von Hahn festhalten. Obwohl niemand hier so ein tiefes Verständnis für Hähne hat und ihnen so nahe steht wie Rocco, dessen Tipps zwar also gut sind, aber sicher nur von den allerwenigsten erfolgreich umgesetzt werden können, weil dazu noch der nötige Wille und auch die Chemie zum Tier kommen muss.

    Ich würde diesen Hahn jetzt schlachten, oder meinetwegen auch schlachten lassen und den Braten dann verschenken oder sowas. Mit ihm werdet Ihr jedenfalls nicht mehr froh, und es ist auch keine Sünde, so einen Hahn fachgerecht zu "entsorgen". Und dann im nächsten Jahr eine eventuelle Glucke brüten zu lassen, und sich aus diesen Eiern mit penibelstem Auge OHNE rumzutüddeln einen Hahn heranzuziehen. Und niemals wieder einen fremden Hahn dazu zu nehmen.
    Habe gerade 1000 Kalorien verbrannt- Pizza im Ofen vergessen...

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