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Thema: Erste Wachtelbrut (Naturbrut)

  1. #1
    Avatar von Quasir
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    Erste Wachtelbrut (Naturbrut)

    Hallo Foristen,

    freut mich, dass es mit der Freischaltung noch vor dem ersten Schlupf geklappt hat.
    Seit fast genau einem Jahr wohnt eine Horde Raptoren bei mir im Gartenhaus 16 Mädels und 3 Jungs. Ich muss dazu sagen, ich bin kompletter Neuling mit Hühnervögeln. Sie haben recht viel Platz bei mir ca. 18 qm, unterteilt in 12qm Innenbereich und 6qm Außenbereich. Ihr Wachtelhaus wird regelmäßig von mir umgestaltet und auf ihre vorlieben angepasst. Im Moment ist es so eingerichtet:

    Wachtelhaus von Außen:
    photo_2020-09-28_15-01-17.jpg

    Außenbereich:
    photo_2020-09-28_14-43-52.jpg

    Innenbereich:
    photo_2020-09-28_14-43-49.jpg
    photo_2020-09-28_14-43-43.jpg
    photo_2020-09-28_14-43-46.jpg
    photo_2020-09-28_14-43-37.jpg

    Wie vermutlich viele Wachtelbesitzer, habe ich mir eine Naturbrut erhofft. Kunstbrüten wollte ich bisher nicht. Meine Mädels haben immer mal wieder Anzeichen dafür gezeigt. Beispielsweise durch rollen der Eier in lose "Nester", konnten sich aber nicht dazu durchringen sich auch mal darauf niederzulassen. Nun hatte ich für dieses Jahr eigentlich schon damit abgeschlossen, dass mal eine der Damen brüten möchte. Ein paar sind in der Mauser und ihre Beleuchtung wollte ich auch langsam reduzieren um ihnen Ihre Winterpause zu gönnen. Tja, Wachteln überraschen ja gern mal und so auch vor etwas über 2 Wochen.

    Eine meiner Damen saß fest in einem Schilfkorb. Kurz dachte ich "mist ist die tot?". Doch nein alles gut sie hatte sich nur breit aufgefächert und sah deshalb so "flach" aus. Ok, die Dame will brüten, mal gucken ob das auch so bleibt, oder ob sie sich nach 2-4 Tagen entscheidet es wieder zu lassen.

  2. #2
    Avatar von Quasir
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    Tja, an dem Tag an dem ich dachte, bütet sie noch, trenne ich sie ab, die nächste Überraschung. Da warens auf einmal 4 Wachteln, die sich entschieden haben mit ihr zu brüten. Und das nicht irgendwo in einem der anderen Verstecke, sondern direkt neben der Ersten. Das hat dann meinen Plan, sie abzutrennen über den Haufen geworfen. Dazu sei gesagt, dass alle meine Wachteln aus Kunstbrut stammen. Wachteln werden ja auch gern mal Agressiv wenn sie brüten, da wollte ich sie nicht zusammen einsperren sollte das passieren. Hier sind es grade 4 der 5 Brutfreudigen, die hinterste sieht man schlecht.
    photo_2020-09-28_14-43-34.jpg
    photo_2020-09-28_14-43-26.jpg

    Ich habe mir etwas Sorgen wegen der Hähne gemacht, doch die halten sich fern. Vor der "Brutecke" verläuft ein Sandfluss und der bildet die magische Grenze. Spannend ist dass auch nicht alle der anderen Damen willkommen sind und mit Rufen verjagt werden. Bei anderen Wachteldamen stört es sie wieder garnicht. Doof ist natürlich, dass ohne Abtrennung noch recht viele Eier dazugekommen sind. Aus dem Grund und weil ich neugierig war wie weit die ältesten Eier sind, habe ich heute alle eier geschiert und nach Entwicklung sortiert. Die habe ich dann nach Entwicklung in 4 Nester aufgeteilt. Überrascht hat mich auch die Befruchtungsrate, die ich bei meinem Henne zu Hahnverhältnis als viel niedriger eingeschätzt hätte. Ich habe noch zwei Häuschen mit in die Ecke gestellt und 2 der 4 aufgeteilten Gelege dort untergebracht. Eins wurde bereits von einer der brütenden besetzt. Beim zweiten muss ich nachher nochmal schauen ob das angenommen wird, sonst muss ich sie den anderen wieder unterschieben. Es waren mir aber zu viele Eier unter den Wachteln daher der Versuch das Ganze etwas zu entzerren.

    Wenn die Küken schlüpfen habe ich mir überlegt sie auf 3 bis 4 der brutwilligen Wachteln aufzuteilen, Käfige dafür sind bereits vorbereitet. Oder meint ihr ich sollte sie gleich mit Gelege dorthin umziehen? Das war mir bisher zu riskant. Sie würden dann ins Haus kommen, da die Damen sich ja für eine so späte Brut entschlossen haben. Dann ist es draußen wohl schon zu kalt oder? Ich bin da für alle Ideen und Verbesserungsvorschläge offen. Über Naturbrut bei Wachteln gibt es leider nicht so viele Infos und über so ein Nestsharing wie bei mir habe ich gar nichts gefunden.

  3. #3
    Avatar von Fenris
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    Ich selbst habe keine Erfahrung mit Naturbrut, aber eine Bekannte von mir hatte dieses Jahr 2.
    Sie sagt, dass das Nest umzusetzen eine schlechte Idee ist. In der Regel hört die Henne dann auf zu klucken.

    Sie stellt das Gitter von einem Meerschweinchen Käfig über das Nest, wenn eine Henne kluckt und gibt dann Futterspender und Tränke dazu. So hat sie ihre Ruhe und die gewohnte und ausgesuchte Umgebung.
    Japanische Legewachteln ... mein Raptoren Park

  4. #4
    Avatar von Quasir
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    Das mit dem Käfig drüber war auch der Plan, wenn sowas passiert. Nur haben sich die Wachteln außgerechnet den Platz unter der, doch recht schweren, Baumwurzel zum brüten ausgesucht. Da bekommt man nicht so ohne weiteres einen Käfig hin. Das Markieren der Eier mit Bleistift hat gut geklappt. Ich hab dann immer die neuen Eier abgesammelt. Das fanden die Damen zwar nicht so prickelnd, es haben sich aber 3 recht zahme Wachteldamen zum brüten entschlossen. Daher ging das ganz gut.

    Heute früh hab ich dann auch das erste Wachtelküken im Wachtelhaus gefunden. Gestern hatte ich die von innen angepickten Eier schon bemerkt. Eines hatte sich zwar gut rausgepickt, war aber tot. Das Lebende hab ich dann mit einer der 3 Brutwachteln zusammen in einen Extrakäfig gesetzt. Sie hudert das Küken gut und macht das bisher zumindest toll. Und es ist sooo niedlich. Hab schon sehen können, wie es gefressen hat. Ansonsten guckt es höchtens mal über den Flügel der Mutter herraus. 2-3 andere Eier sind auch schon angepickt und es sind Rufe zu hören. Ist echt erstaunlich, wie laut die Kleinen schon vor dem kompletten schlüpfen sind. Ich hoffe der Rest schlüpft auch gut. Morgen werde ich mehr wissen. Ich hoffe ich bekomme mal was aufs Foto.

  5. #5
    Avatar von Quasir
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    Nochmal ein Update. Ich war eben im Wachtelhaus und konnte noch 2 Küken der Aufzuchtmutter unterschieben. Die sind auch schnell in die Wärme ihres Gefieders geklettert. Sie hatte auch kein Problem damit. Ich hätte erst Morgen mit weiteren Küken gerechnet aber ich freue mich. Die beiden Küken sind so niedlich, ich versuche Morgen mal Fotos der 3 Küken zu machen. vielleicht Gibt es bis dahin ja noch weitere Küken.

  6. #6
    Avatar von Quasir
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    So mal wieder aktualisieren hier.

    Die Glucke hat jetzt insgesammt 4 Küken, die sie auch super führt. Ein weiteres Küken hat es nicht komplett aus dem Ei geschafft, war wohl einfach zu schwach oder eine der Glucken ist ungünstig draufgetreten. Ein weiteres hatte ein Problem mit dem Gleichgewicht. Es ist immer wieder umgefallen. Könnte das eine Fehlbildung sein, oder ist das Ei mal zu kalt geworden? Ich hatte es dann noch 2 Tage im Haus, da es nicht von selbst unter der Glucke gekommen ist und sonst ausgekühlt wäre. Erst sah es ganz gut aus und es ist weniger umgefallen. Dann ist es aber doch gestorben. Traurig, aber nicht unerwartet. Heute ist das Älteste der Küken 8 Tage alt. das Jüngste 6 Tage. Sie sind soo niedlich und sehr agil. Bei der Glucke hatte ich erst sorgen, da brüten ja nicht gleicht heißt, dass die die Küken auch führt und hudert. Das macht sie aber wirklich toll. Es ist echt ein Wunder, wie schnell die Menge an Nahrung steigt, welche die Küken in sich reinstopfen. Und wie viel mittlerweile wieder rauskommt. XD
    photo_2020-10-15_12-06-45.jpg
    Auf dem Bild erkennt man die Federn gut. Meint ihr das könnte ein Rotköpfchen sein?
    photo_2020-10-15_12-06-51.jpg
    Das Küken könnte ein Sandfarbener Hahn sein.
    photo_2020-10-15_12-06-56.jpg
    photo_2020-10-15_12-06-59.jpg
    Heute wird wohl das erste Küken von der 2. Glucke schlüpfen. Ich bin noch unsicher, welche ich als Mutter für die Gruppe auswähle. Vermutlich die entspanntere von beiden.

  7. #7
    Avatar von Quasir
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    Wieder ein kleines Update.

    Die Bande hat jetzt normale Hackschnitzel, statt Zewa. Das freut besonders die Glucke, die sich als erstes darin "vergraben" musste. Außerdem ein paar Zweige und Laub, welches sofort neugierig untersucht werden musste. Man merkt jetzt schon, dass die Kleinen immer selbsständiger werden. Das Gehege wird nun auch ohne Glucke erkundet. Putzen und in der Streu/ Futter scharren, können sie wie die Großen. Und sie sind unglaublich neugierig. Wie man sehen kann ist Ei mit Blaumohn und Oregano äußerst beliebt.

    photo_2020-10-21_17-02-11.jpg
    photo_2020-10-21_17-01-23.jpg
    photo_2020-10-21_17-16-37.jpg

    Die Großen haben auch etwas Laub. Es regnet viel, daher konnte ich noch nicht so viel trokenes Laub finden. Aber für etwas Unterhaltung hat es gereicht. Eins der Mädels ist schon dabei und Musztarda (Polnisch für Senf) einer der Hähne pirscht sich auch schon an.
    photo_2020-10-21_17-19-54.jpg

  8. #8
    van Gock ;-) Avatar von Werhühner
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    Asche auf mein Haupt ich hatte deinen Faden gar nicht gesehen.
    Deine Glucke ist ja wirklich strubbelig. Wahnsinn wie sich das so unterscheidet.

    Mit der Späne sieht es doch direkt freundlicher aus.
    Selbst bei der Kunstbrut nehme ich nur noch Buchenhackschnitzel. Die kann man sogar den ganz Kleinen schon geben und sie müssen nicht auf Zewa laufen.


    Witzig, bei mir brüten die Glucken auch immer sehr spät im Jahr wenn ich schon gar nicht mehr damit rechne.
    Liebe Grüße von Vroni und ihrer befellten und gefiederten Chaostruppe
    Falls du glaubst, dass du zu klein bist, um etwas zu bewirken, dann versuche mal zu schlafen, wenn eine Mücke im Raum ist.
    Dalai Lama

  9. #9
    Avatar von Quasir
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    Ja die Glucke sieht aus wie ein alter Besen. Die anderen beiden Glucken sehen normal aus. Aber der Kot ist unauffällig, Federlinge hat sie auch nicht. Irgendwo hatte ich gelesen, dass manche Glucken sich Federn ausreißen um die Wärme beim Brüten besser ans Ei zu bekommen. Vielleicht war sie da etwas übereifrig? Aufgrund ihrer Strubbeligkeit hab ich auch erst überlegt eine der anderen als "Mutter" zu nehmen. Sie hatte aber den mit Abstand größten Trieb zum Brüten und ist gleichzeitig die entspannteste der 3. Daher dachte ich, das sie die Küken gut führt und hudert und nicht so aufgeregt ist, wenn ich sie "belagere".

    Mit richtiger Einstreu gefällt es mir auch viel besser, aber man will ja nix falsch machen. Da hatte ich mich zuerst ans Zewa gehalten. Das einzig doofe an Hackschnitzeln, die Glucke schmeißt mir die immer in den Wasserspender. Ich habe für das Sandbad noch eine alte Kuchenform gefunden, welche sich gut machen würde. Nun hab ich da extra Vogelsand reingegeben und es mal testweise reingestellt. Aber die glucke hat so im Sand gepickt und die Küken dann auch, da hab ichs erstmal wieder raus genommen. In dem Vogelsand ist Kalk und Arnika ob die das aufpicken?

    Mit der Brut haben die mich total überrumpelt. Ursprünglich war ich schon in den Wintervorbereitungen für die Bande. Scheint aber gar nicht so ungewöhnlich zu sein, das Wachteln die Naturbrüten so spät brüten. Zumindest im Internet hab ich über ähnliche Zeiträume gelesen, sogar Dezember. Naja Hühnervögel wissen ja eigentlich was gut für sie ist. Die Kleinen sind auch munter und sehen nicht aus als ob ihnen zu kalt wär.

  10. #10

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    Hallo
    Schöner Faden . Wie viele Küken sind denn geschlüpft? Und wie viel Hennen führen die Küken?

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