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Thema: Vor Einzug Kalken? Welcher Kalk?

  1. #1

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    Vor Einzug Kalken? Welcher Kalk?

    Hallo,

    mein Mann startet heute mit dem Stallbau für unsere Hühner, die hoffentlich in 2-3 Wochen einziehen können.

    Jetzt lese ich immer öfter, dass man den Stall kalken sollte....

    Sollte man das bereits vor dem Einzug der Hühner machen? Und wie oft dann?

    Welchen Kalk könnt ihr mir empfehlen?

    Viele Grüße und danke schon mal!

  2. #2
    Avatar von Fenris
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    Da gibt es a.) die Möglichkeit ungelöschten Kalk (Branntkalk oder Äztkalk) mit Wasser anzumischen ("löschen").
    Dabei reagiert das Kalziumoxid mit dem Wasser zu Kalziumhydoxid ... aufwendig und nicht ganz ungefährlich.

    Oder b.) man nimmt schon fertige Kalziumhydroxid Anstriche. Gibt es speziell für Ställe .... Ich will jetzt hier keinen Link als Werbung einstellen, aber google einfach mal nach "Geflügelstall kalken", da werden Sie geholfen
    Japanische Legewachteln ... mein Raptoren Park

  3. #3

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    Weißkalkhydrat!
    Gibt es von verschiedenen Herstellern. Das hier verwende ich.

    Geändert von canto (21.03.2020 um 13:59 Uhr)

  4. #4
    Avatar von kükenei
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    Oder man nehme Microgur.
    Kann man mit einer Gartenspritze auftragen und dann trocknen lassen und eine 2te Schicht drauf.

    Sinn und Zweck ist es ein Milben unfreundliches Klima zu haben. Dafür unbedingt auch alle Ritzen und Spalten im Stall schließen.
    Liebe Grüße Kükenei

    Intelligente Sätze zu formulieren ist gar nicht so einfach.
    Schon ein einziger Buchstabendreher kann einen ganzen Satz urinieren.

  5. #5
    Avatar von KleineGärtnerin
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    Ja, man sollte den Stall unbedingt vor dem Einzug der Hühner kalken. Die bereits genannten Produkte sind alle o.k. Wichtig ist, dass die Kalkschlämpe dünnflüssig ist . Wenn man selber Weißkalkhydrat mit Wasser anmischt ist es besser wenn man die Schlämpe ein paar Tage zum Quellen stehen läßt und vor dem Anstrich noch mal gut durchrührt. Man kann auch mit Druckluft auf die Wände aufspühen, dann sollte man vorher nochmal durchs Sieb gießen um Klümpchen zu entfernen. Ich habe meinen Stall 2 x mit , wichtig!,dünner Kalkmilch gespitzt im Abstand von 2 Tagen. Vor dem 2. Durchgang sollte es einmal angetrocknet sein, damit der 2. Durchgang nicht den ersten wieder abspült. Deckend weiß wird der Anstrich nie sein, aber darauf kommt es ja gar nicht an, sondern auf die hygienische und milbenfeindliche Wirkung.
    große Wyandotten in silber-schwarzgesäumt und gelb-schwarzgesäumt

  6. #6
    Avatar von KleineGärtnerin
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    Die Methode, die Kükenei schreibt ist auch super. Microgur haftet ungemein gut auf Holz, OSB-Platten, etc. Ich kombiniere meist beide Methoden. Erst Kalk, dann Microgur. Immer gut dazwischen trocknen lassen.
    große Wyandotten in silber-schwarzgesäumt und gelb-schwarzgesäumt

  7. #7

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    Wieso den angeführten Kalk tagelang quellen lassen? Kalk mit Wasser verrühren und 5 Minuten später kannst mit anstreichen beginnen. Ich rühre den nicht so dünnflüssig an, weil ich mit der etwas dickeren Brühe gleich evtl. Ritzen usw zuschmieren kann. Wenn der Anstrich getrocknet ist erscheint er mir schon als deckend weiß. Zum Auftragen verwende ich einen Quast am langen Stiel. Dabei kann man das im geraden Stehen und ohne bücken machen. Zudem geht das wesentlich schneller und bekommt nicht so viele Spritzer ab. Eine Schutzbrille ist dabei dringend angeraten.

  8. #8

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    Quellen lassen sollte man ungelöschten Kalk/Branntkalk. Den löscht man und läßt ihn quellen.
    Weißkalkhydrat ist bereits gelöscht und eingesumpft. Erst Wasser, dann den Kalk zugeben, bei ungelöschtem Kalk ist das sehr wichtig!
    Zum Streichen mische ich das auch etwas dicker an, aber zum Spritzen geht es halt nur recht dünn und vorher mit einem Sieb filtern, wie oben schon geschrieben.
    Vor dem Auftrag ordentlich anfeuchten, hinterher nicht zu schnell "trocknen" lassen, also im Gegensatz zu normalen Anstrichen Türen/Fenster geschlossen halten.
    Hintergrund: Kalk trocknet nicht, sondern Karbonatisiert. Das braucht Feuchte und Zeit.
    Um die Abriebsfestigkeit zu erhöhen und um mal feucht drüberwischen zu können, gebe ich immer einen Schuß Leinölfirnis pro 5-10L angerührten Kalk.
    Salzzugabe soll auch die Feuchtigkeitsresistenz erhöhen, da fehlt mir aber die Erfahrung.

    Schutzbrille und Handschuhe sind nötig, bei schlechter Belüftung auch Atemschutzmaske.
    Kräht der Hahn früh auf dem Mist, ändert sich das Wetter- oder es bleibt wie es ist!

  9. #9

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    Weißkalkhydrat hat mein Mann als Pulver im Sack gekauft. Einsumpfen mussten wir noch selbst
    1 Hahn: Zwergwyandotte gold weißgesäumt und 11 Große Wyandottenmädels von schwarz goldgesäumten und spalterbig blau-goldgesäumten Eltern (Schlupftag 18.05.2019) + 2 Gsg-Orpingtondamen aus 2017 u. 2018 + 14 Küken vom 09.05.2020

  10. #10

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    Schau mal auf den Sack. Sicherlich steht dort drauf, daß der Kalk bereits gelöscht und eingesumpft ist.
    Mit Einsumpfen ist nicht das Anrühren in Wasser gemeint sondern der chemische Vorgang nach dem Löschen von Branntkalk/Ungelöschter Kalk. Wenn das passiert ist, wird das Wasser wieder entzogen und das Pulver wird als Weißkalkhydrat verkauft (Grob gesagt).
    Wenn Ihr Angerührtes übrig habt, Deckel auf den Eimer und für das nächste Mal aufbewahren. Hält sich jahrelang.
    Die Vorteile von jahrelangem Lagern, Sumpfen, sind bei einem Stall nicht nötig, aber fein.
    Bei der Restaurierung von Fachwerkhäusern ist lang eingesumpfter Kalk dagegen sehr begehrt.
    Kräht der Hahn früh auf dem Mist, ändert sich das Wetter- oder es bleibt wie es ist!

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